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	<title>Walter Rafelsberger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Rafelsberger&amp;diff=645526&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;5glogger: Kat. Österreichischer Emigrant in Deutschland</title>
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		<updated>2026-01-28T17:16:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kat. Österreichischer Emigrant in Deutschland&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Viktor Ludwig Rafelsberger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. August]] [[1899]] in [[Wien]];&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee477&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. 2., aktual. Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0, S. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[1989]]&amp;lt;ref&amp;gt;Maren Seliger: &amp;#039;&amp;#039;Scheinparlamentarismus im Führerstaat.&amp;#039;&amp;#039; Lit-Verlag, Münster 2010, ISBN 978-3-643-50233-9, S. 638. [https://books.google.de/books?id=ovVUp4-NJDIC&amp;amp;pg=PA638&amp;amp;hl=de (Vorschau bei Google Books)]&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Österreich|österreichischer]] [[Schutzstaffel|SS]]-Führer, als [[Staatskommissar]] für die Regelung der Personalangelegenheiten in der Privatwirtschaft und in den gewerblichen Organisationen der Wirtschaft zuständig und als NSDAP-[[Gauwirtschaftsberater]] maßgeblich mit der „[[Arisierung]]“ befasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rafelsberger war der Sohn eines Eisenbahnbeamten und Hofrates. Seine Schullaufbahn beendete er am [[humanistisches Gymnasium]] im März 1917 mit der [[Matura]]. Danach rückte er zur [[Österreich-Ungarns Armee im Ersten Weltkrieg|k.u.k. Artillerie]] ein und nahm von Oktober 1917 bis November 1918 an der [[Italienfront (Erster Weltkrieg)|Italienfront]] am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil. Nach Kriegsende wurde er als Fähnrich der Reserve aus der Armee entlassen. Danach studierte er an der [[Technische Universität Wien|Technischen Hochschule in Wien]] Chemie und schloss das Studium 1921 als Diplom-Ingenieur ab. Danach war er in seinem Beruf in der Privatwirtschaft tätig, u. a. ab 1930 bei den Steirischen Stahlwerken in [[Judenburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graf169f&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Graf: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische SS-Generäle. Himmlers verlässliche Vasallen.&amp;#039;&amp;#039; Klagenfurt / Ljubljana / Wien 2012, S. 169f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rafelsberger trat zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.616.497).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/33631361&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der Zeit des [[Austrofaschismus]] arbeitete er als illegaler NSDAP-Kreisleiter in Judenburg in der Steiermark und da er am [[Juliputsch]] 1934 nicht aktiv teilgenommen hatte ab September 1934 als [[Gauleiter]] der Steiermark.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee477&amp;quot; /&amp;gt; Wegen nationalsozialistischer Betätigung wurde er 1935 festgenommen und setzte sich nach dem [[Juliabkommen]] 1936 ins [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] ab. In [[Berlin]] leitete er eine Abteilung der &amp;#039;&amp;#039;Überwachungsstelle für Eisen und Stahl&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graf169f&amp;quot; /&amp;gt; Er trat zum 21. März 1938 der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 293.726).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/549029&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem „[[Anschluss Österreichs]]“ an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] war er ab April 1938 [[Staatskommissar]] für Privatwirtschaft und Leiter der [[Vermögensverkehrsstelle]], die bis 1939 rund 26.000 jüdische Klein- und Mittelbetriebe auflöste oder [[Arisierung|„arisierte“]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945]]&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Reich 1938 - August 1939.&amp;#039;&amp;#039; München 2009, ISBN 978-3-486-58523-0, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rafelsberger unterbreitete im Oktober 1938 „Vorschläge für die wirkungsvolle Durchführung der Entjudung“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dokument VEJ 2/111&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Verfolgung und Ermordung...&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2,  S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; in denen er die Errichtung von drei „Judensammellagern“ für jeweils 10.000 Personen empfahl. Die Juden sollten für handwerkliche Berufe umgeschult werden und ihre Arbeitskraft – solange sie im Lande seien – für gemeinnützige Vorhaben auszunützen. Auch auf ausgewählten Baustellen der [[Reichsautobahn]] könnten ledige jüdische Arbeitslose eingesetzt werden. Der Lagerbau und die Verpflegungskosten sollten aus jüdischem Eigentum und Wertpapieren bestritten werden. Das Vorhaben scheiterte jedoch, weil [[Hermann Göring]] und das [[Reichsfinanzministerium]] dieser Finanzierung nicht zustimmten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Verfolgung und Ermordung ...&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Stellvertreter war [[Hans Georg Bilgeri]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Graf: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische SS-Generäle. Himmlers verlässliche Vasallen.&amp;#039;&amp;#039; Klagenfurt / Ljubljana / Wien 2012, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 1939 wurde Rafelsberger von seiner Leitungsfunktion bei der Vermögensstelle entbunden, die „effektiv“ arbeitende Vermögensstelle im November 1939 aufgelöst. Rafelsberger war in diesem Rahmen an der „größten finanziellen Umwälzung in der Geschichte seit der Gegenreformation führend beteiligt“ gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Graf: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische SS-Generäle. Himmlers verlässliche Vasallen.&amp;#039;&amp;#039; Klagenfurt / Ljubljana / Wien 2012, S. 171f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1939 war Rafelsberger dann NSDAP-Gauwirtschaftsberater von [[Wien]] sowie Staatskommissar für die Regelung der Personalangelegenheiten in der Privatwirtschaft und in den gewerblichen Organisationen der Wirtschaft. In dieser Funktion sorgte er dafür, dass Interessen der NSDAP in den Verwaltungen und Aufsichtsräten von Privatfirmen durchgesetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. April 1941 wurde er zum [[SS-Oberführer]] ernannt. Er wurde 1941 wirtschaftspolitischer Beauftragter im Südosten. Zudem wurde er noch zum Vizepräsidenten der Südosteuropa-Gesellschaft für wirtschaftliche Aufgaben ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Graf: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische SS-Generäle. Himmlers verlässliche Vasallen.&amp;#039;&amp;#039; Klagenfurt / Ljubljana / Wien 2012, S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Vom Herbst 1943 bis zum September 1944 war Rafelsberger Stellvertretender Leiter des Produktionsamtes für Verbrauchsgüter im Ministerium von [[Albert Speer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende tauchte er unter und führte von Herbst 1945 bis Februar 1946 gemeinsam mit [[Karl Heinrich Waggerl]] eine kunstgewerbliche Werkstätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rafelsberger wurde im Rahmen der [[Nürnberger Prozesse]] 1947/48 mehrmals vernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.archives.gov/files/research/captured-german-records/microfilm/m1019.pdf &amp;#039;&amp;#039;Publication Number: M-1019, Publication Title: Records of the United States Nuernberg War Crimes trials Interrogations, 1946-1949, Date Published: 1977&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 186&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Später war er in [[Südtirol]] als Generalvertreter für die [[GE Jenbacher|Jenbacher Motorenwerke]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Rafelsberger erhielt während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] mehrere Auszeichnungen, darunter das [[Kriegsverdienstkreuz (1939)|Kriegsverdienstkreuz]] I. Klasse ohne Schwerter, das Kriegsverdienstkreuz II. Klasse ohne Schwerter, den Landes- und den Blutorden, den Ehrendegen des RF SS sowie den Totenkopfring der SS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die wirtschaftliche Eingliederung der Ostmark in den großdeutschen Raum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Raumforschung und Raumordnung.&amp;#039;&amp;#039; 10/1938, S. 481–487.&lt;br /&gt;
* Walter Rafelsberger u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsbetreuung in der Ostmark&amp;#039;&amp;#039;. Dt. Rechtsverlag, Berlin / Wien 1939.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Graf: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische SS-Generäle. Himmlers verlässliche Vasallen.&amp;#039;&amp;#039; Hermagoras-Verlag, Klagenfurt / Ljubljana / Wien 2012, ISBN 978-3-7086-0578-4.&lt;br /&gt;
* [[Gregor Spuhler]] u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Arisierungen in Österreich und ihre Bezüge zur Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Chronos Verlag, 2002, ISBN 3-0340-0620-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Landesregierung Seyß-Inquart}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=127266569|VIAF=23157144}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rafelsberger, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Österreich im Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreisleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rafelsberger, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rafelsberger, Walter Viktor Ludwig (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer SS-Führer und Staatskommissar&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. August 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;5glogger</name></author>
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