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	<title>Walter Oettinghaus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T14:51:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Oettinghaus&amp;diff=962918&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Biographie ergänzt; eine Behauptung von Wolfgang Kießling berichtigt; Quellennachweise; Literaturverzeichnis sortiert; kleine sprachliche Überarbeitung</title>
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		<updated>2025-11-20T14:43:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Biographie ergänzt; eine Behauptung von Wolfgang Kießling berichtigt; Quellennachweise; Literaturverzeichnis sortiert; kleine sprachliche Überarbeitung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ÖttinghausWalter.jpg|mini|Walter Oettinghaus]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Oettinghaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Öttinghaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Februar]] [[1883]] in [[Gevelsberg]]; † [[17. September]] [[1950]] in [[Ennepetal]]) war ein [[Sozialismus|sozialistischer]] Politiker und [[Gewerkschaft]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Der Metallarbeiter Oettinghaus schloss sich 1901 der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] an und war seit 1905 ehrenamtlicher und ab 1910 hauptamtlicher Geschäftsführer des [[Deutscher Metallarbeiter-Verband|Deutschen Metallarbeiter-Verbandes]] (DMV) in seiner Heimatstadt. Im gleichen Jahr wurde er darüber hinaus in den Gemeinderat von [[Milspe (Ennepetal)|Milspe]] und den [[Provinziallandtag der Provinz Westfalen]] gewählt. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] kurzzeitig Soldat, trat Oettinghaus 1917 der neu gegründeten [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] bei und war während der [[Novemberrevolution]] Volkskommissar für den [[Kreis Schwelm]] und Mitglied des [[Arbeiter- und Soldatenrat]]es in Milspe. Im Januar 1919 kandidierte er – erfolglos – bei der [[Wahl zur Deutschen Nationalversammlung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Karin Jaspers, Wilfried Reininghaus: &amp;#039;&amp;#039;Westfälisch-lippische Kandidaten der Januarwahlen 1919. Eine biographische Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;. Aschendorff, Münster 2020, S. 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Kapp-Putsch]]es 1920 gehörte Oettinghaus zur politischen Leitung der [[Rote Ruhrarmee|Roten Ruhrarmee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Reichstagswahl 1920|Juni 1920]] wurde Oettinghaus für den Wahlkreis Westfalen-Süd in den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] gewählt, welchem er zunächst bis zum Mai 1924 angehörte, im September 1922 schloss er sich wie das [[Gros (Mehrheit)|Gros]] der USPD wieder der SPD an, deren Kreisorganisation in Schwelm er in den Folgejahren leitete. Der zum linken Parteiflügel innerhalb der SPD um [[Paul Levi]], [[Max Seydewitz]] und [[Kurt Rosenfeld]] zählende Oettinghaus wurde 1930 erneut in den Reichstag gewählt, wo er zu der Gruppe von neun SPD-Abgeordneten zählte, welche die Tolerierungspolitik seiner Partei gegenüber der Regierung von [[Heinrich Brüning]] offen kritisierten und in mehreren Fällen, so in den Abstimmungen zum Bau des [[Deutschland (Schiff, 1933)|Panzerschiffs A]] die [[Fraktionsdisziplin]] brachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer erfolglosen Kandidatur zum Parteivorstand auf dem SPD-Parteitag im Juni 1931 in Leipzig erklärte Oettinghaus Ende September des Jahres seinen Übertritt zur [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und versuchte die Gründung der [[Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (1931)|SAPD]] durch seine bisherigen Genossen um Rosenfeld und Seydewitz zu verhindern. Obwohl Oettinghaus der [[Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition|RGO-Politik]] der KPD kritisch gegenüberstand, wurde er aus dem DMV ausgeschlossen und später in die RGO-Reichsleitung aufgenommen. Bei den Reichstagswahlen [[Reichstagswahl Juli 1932|im Juli]] und [[Reichstagswahl November 1932|November 1932]] wurde er, diesmal für die KPD, in seinem alten Wahlkreis Westfalen-Süd erneut in den Reichstag gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|„Machtübernahme“]] der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] gelang es Oettinghaus in der Nacht des [[Reichstagsbrand]]es unterzutauchen und im Mai 1933 in die [[Niederlande]] zu flüchten. Hier und später im [[Frankreich|französischen]] Exil arbeitete er eng mit [[Willi Münzenberg]] zusammen und war im &amp;#039;&amp;#039;Koordinationsausschuß deutscher Gewerkschafter&amp;#039;&amp;#039; aktiv. Auf Grund seiner Kritik an den [[Moskauer Prozesse|Moskauer Schauprozessen]] und am [[Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt|Hitler-Stalin-Pakt]] wurde Oettinghaus aus der KPD ausgeschlossen. Nach Kriegsbeginn war Oettinghaus in Frankreich zeitweise interniert und nach der französischen Niederlage 1940 durch ein Auslieferungsersuchen des Deutschen Reiches gefährdet; ihm gelang es 1941 über [[Algerien]] und [[Mexiko]] in die [[Vereinigte Staaten|USA]] zu flüchten. Auch in der Emigration beteiligte er sich am Widerstand gegen das NS-Regime, insbesondere an Überlegungen hinsichtlich einer Nachkriegsordnung für Deutschland. Unzutreffend ist die Behauptung von [[Wolfgang Kießling]], [[Gustav Regler]] und Walter Öttinghaus hätten sich in Mexiko „einer Gruppe internationaler Trotzkisten angeschlossen und mit ihr die antisowjetische und antikommunistische Hetze“ vorangetrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Kießling: &amp;#039;&amp;#039;Alemania Libre in Mexiko. Ein Beitrag zur Geschichte des antifaschistischen Exils&amp;#039;&amp;#039;, Band 1. Berlin (Ost) 1974, S. 276. Siehe dazu die Richtigstellung von Willy Buschak: &amp;#039;&amp;#039;„Sozialismus und Freiheit“. Wie eine kleine Gruppe im mexikanischen Exil der 1940er-Jahre zu einem neuen Verständnis von Revolution kam und welche Folgen das für Europa hatte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für Sozialgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 59 (2019), S. 179–227, hier S. 199, Fußnote 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 kehrte Walter Oettinghaus, durch einen Schlaganfall schwer erkrankt, nach Deutschland zurück, wo er sich bis zu seinem Tod wieder gewerkschaftlich engagierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Öttinghaus, Walter.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933&amp;#039;&amp;#039;, Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 1980, S. 538.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770051831}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/walter-oettinghaus?ID=4852 Oettinghaus, Walter]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Mielke]]: &amp;#039;&amp;#039;Walter Oettinghaus (1883–1950).&amp;#039;&amp;#039; In: Siegfried Mielke, [[Stefan Heinz]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von Julia Pietsch: &amp;#039;&amp;#039;Emigrierte Metallgewerkschafter im Kampf gegen das NS-Regime&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschafter im Nationalsozialismus. Verfolgung – Widerstand – Emigration.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Metropol, Berlin 2014, ISBN 978-3-86331-210-7, S. 237–252.&lt;br /&gt;
* Karin Jaspers, [[Wilfried Reininghaus]]: &amp;#039;&amp;#039;Westfälisch-lippische Kandidaten der Januarwahlen 1919. Eine biographische Dokumentation&amp;#039;&amp;#039; (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge, Band 52). Aschendorff, Münster 2020, ISBN 978-3-402-15136-5, S. 152.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|130049255}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|130049255}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130049255|VIAF=35551932}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Oettinghaus, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Novemberrevolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages von Westfalen (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DMV-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:RGO-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Ruhraufstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1950]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Oettinghaus, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Öttinghaus, Walter&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD, USPD), MdR und Gewerkschafter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Februar 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gevelsberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. September 1950&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ennepetal]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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