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	<title>Walter Norden - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Carl Norden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Juni]] [[1876]] in [[Emden]]; † [[11. Juli]] [[1937]] in [[Davos]]) war ein deutscher [[Historiker]] und Kommunalwissenschaftler. Er bemühte sich um die theoretische Fundierung der [[Verwaltungswissenschaft]] und um ihre Verankerung im universitären Lehrbetrieb. Dazu initiierte er 1928 die Gründung eines ersten „Kommunalwissenschaftlichen Instituts“ in [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Walter Norden, Sohn des Mediziners [[Carl Joseph Norden]] (1836–1903), studierte nach dem [[Abitur]] 1894 Geschichte, [[Nationalökonomie]], [[Philosophie]] sowie Deutsche und [[Klassische Philologie]] in [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]] und [[Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin|Berlin]]. Er besuchte unter anderem bei [[Wilhelm Dilthey]], [[Gustav von Schmoller (Ökonom)|Gustav v. Schmoller]], [[Hans Delbrück]], [[Max Lenz]] und [[Paul Scheffer-Boichorst]] Vorlesungen. Letzterer betreute Nordens Doktorarbeit über den [[Vierter Kreuzzug|Vierten Kreuzzug]], mit der er 1898 [[Promotion (Doktor)|promoviert]] wurde. Im Mai 1902 legte er zur [[Habilitation]] „Das Papsttum und das lateinische Kaiserreich von Konstantinopel“ vor, eine Arbeit, die später den zweiten Abschnitt seines Werkes „Das Papsttum und Byzanz“ bildete. Der Abschluss des Habilitationsverfahrens verzögerte sich, weil Norden auf Grund der thematischen Nähe von [[Dissertation]]s- und Habilitationsschrift „Spezialistentum“ vorgeworfen wurde. Da er aber bereits sein Manuskript „Das Papsttum und Byzanz“, das einen viel größeren Zeitraum abdeckte, beinahe zur Publikationsreife gebracht hatte, wurde er 1903 habilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norden lehrte zunächst als [[Privatdozent]] [[Mittelalterliche Geschichte]]. 1916 erhielt er den Titel Professor. Seit 1919 konzentrierte er sich auf die Gebiete der [[Politische Bildung#Weimarer Republik 1918.E2.80.931933|Staatsbürgerkunde]] und Kommunalwissenschaft. 1921 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt und 1922 beauftragt, Kommunalverwaltungslehre zu lehren. Am 22. August 1928 wurde auf Nordens Initiative hin an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]] das „Kommunalwissenschaftliche Institut“ gegründet, um Juristen und Nationalökonomen für die Laufbahn des höheren Kommunalbeamten wissenschaftlich auszubilden. Das Institut bestand außer Norden als Direktor nur noch aus einem Assistenten, entwickelte aber bald eine rege Tätigkeit. Neben der wissenschaftlichen Lehre wurde eine Fachbibliothek aufgebaut und eine Schriftenreihe begründet. Norden ging es darum, die Verwaltungslehre von Wirtschafts- und Finanzwissenschaft, [[Statistik]] und [[Politikwissenschaft]] abzugrenzen und als eigene Wissenschaft zu begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner [[Juden|jüdischen]] Herkunft wurde Norden nach dem „[[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums]]“ am 29. April 1933 mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Am 23. November 1933 wurde er von seinem Lehrauftrag entbunden und als Direktor des „Kommunalwissenschaftlichen Instituts“ abgesetzt, das von Nordens Assistenten [[Kurt Jeserich]] übernommen wurde. Norden zog in die [[Schweiz]], wo er im Beisein seines Bruders, des Klassischen Philologen [[Eduard Norden]], 1937 starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Vierte Kreuzzug im Rahmen der Beziehungen des Abendlandes zu Byzanz.&amp;#039;&amp;#039; B. Behr, Berlin 1898.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Papsttum und Byzanz. Die Trennung der beiden Mächte und das Problem ihrer Wiedervereinigung bis zum Untergang des byzantinischen Reiches (1453).&amp;#039;&amp;#039; Behr, Berlin 1903; Franklin, New York 1958, {{DNB|575264500}}, {{OCLC|16749161}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien für die Darstellung der kirchlichen Unionsbestrebungen im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Zeitschrift]].&amp;#039;&amp;#039; 1909.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Schlussproblem bei Widukind und Helmold.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neues Archiv der Gesellschaft für Ältere Deutsche Geschichtskunde zur Beförderung einer Gesamtausgabe der Quellenschriften deutscher Geschichten des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; 1912, S. 791–799.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erzbischof Friedrich von Mainz und Otto der Große. Zur Entwicklung des deutschen Staatsgedankens in der Ottonenzeit.&amp;#039;&amp;#039; Ebering, Berlin 1912.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Staats- und Verwaltungslehre als Grundwissenschaften der Staatsbürgerkunde.&amp;#039;&amp;#039; Ebering, Berlin 1919.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was bedeutet und wozu studiert man Verwaltungswissenschaft?&amp;#039;&amp;#039;, Heymann, Berlin 1933.&lt;br /&gt;
* mit Ernst Schellenberg: &amp;#039;&amp;#039;Der freiwillige Arbeitsdienst auf Grund der bisherigen Erfahrungen. Untersuchung auf Grund einer Erhebung des Kommunalwissenschaftlichen Instituts unter Berücksichtigung der Verordnung über den freiwilligen Arbeitsdienst vom 16. Juli 1932 und der neuesten Ausführungsbestimmungen.&amp;#039;&amp;#039; Vahlen, Berlin 1932.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ullrich Scheideler]]: &amp;#039;&amp;#039;Stadtforschung unter den Linden. Das Kommunalwissenschaftliche Institut an der Universität Berlin&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Städtetag&amp;#039;&amp;#039;, 1991, H. 1, S. 12–15.&lt;br /&gt;
* [[Wilt Aden Schröder]]: [http://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Norden_Walter.pdf Norden, Walter Carl] (PDF; 111&amp;amp;nbsp;kB). In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon für Ostfriesland&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, Aurich 1997, S. 269–274.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.sammlungen.hu-berlin.de/dokumente/13121/ Porträtfotografie Walter Nordens]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=143109197|LCCN=n/84/219497|VIAF=216172991}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Norden, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalterhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Norden, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Norden, Walter Carl (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher [[Historiker]] und Kommunalwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Juni 1876&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Emden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Juli 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Davos]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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