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	<title>Walter Hulverscheidt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Hulverscheidt&amp;diff=807078&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 10. August 2023 um 21:33 Uhr</title>
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		<updated>2023-08-10T21:33:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Hulverscheidt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Dezember]] [[1899]] in [[Aachen]]; † [[19. Juni]] [[1989]] in [[Hoya]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Förster|Forstmann]] und Autor. Der langjährige Leiter des [[Forstamt]]es [[Großenkneten|Ahlhorn]] wurde durch humorvolle [[Jagd]]bücher und seine ausgedehnte Vortragstätigkeit bundesweit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Walter Hulverscheidt kam als Sohn des Tuchfabrikanten Carl Hulverscheidt und dessen Frau Elfriede geborene Schulze am 14. Dezember 1899 in Aachen zur Welt. Nach dem Besuch des humanistischen Königlichen Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums und des [[Gymnasium Adolfinum Moers|Gymnasiums Adolfinum]] in [[Moers]] meldete er sich als [[Erster Weltkrieg|Kriegsfreiwilliger]] beim [[Garde-Jäger-Bataillon (Preußen)|Garde-Jäger-Bataillon]] in Potsdam, wo er auch ein [[Notabitur]] ablegte. 1918 kämpfte er an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]], wo er verwundet wurde. Für seinen Kriegseinsatz erhielt Hulverscheidt das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] II. Klasse. Erst 1919 konnte er am Viktoria-Gymnasium in Potsdam ein vollwertiges Abitur nachholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend studierte Walter Hulverscheidt zwei Semester [[Rechtswissenschaft|Jura]] an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]] und leistete von 1920 bis 1921 seine Forstliche Lehrzeit im preußischen Forstamt [[Gramzow]] in der [[Uckermark]]. Es folgte das Studium der [[Forstwissenschaft]]en an den Forstakademien [[Hann. Münden]] und [[Fachhochschule Eberswalde|Eberswalde]], das er 1924 mit dem [[Referendar]]examen abschloss. Nach dem [[Referendariat]] und dem [[Staatsexamen]] (Große Forstliche Staatsprüfung) 1927 wurde er umgehend als [[Forsteinrichtung|Forsteinrichter]] im Forstamt [[Sosnowka (Kaliningrad, Gurjewsk, Chrabrowo)|Fritzen]] im Regierungsbezirk [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] eingesetzt. Am 14. Juni 1927 heiratete er in [[Oldenbrok]] Karola Schildt (1903–1986). Das Paar hatte die Zwillingstöchter Christel und Ilse (* 1928) und Sohn Walter (* 1935). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im November 1927 erhielt Hulverscheidt dann eine Anstellung als Verwalter der Stadtforst [[Fürstenwalde/Spree]], in den 1930er-Jahren mit 5035 [[Hektar]] (Stand 1937) der drittgrößte Stadtforst im Land [[Brandenburg]]. In Fürstenwalde bezog die junge Familie die Oberförsterei „Kleine Tränke“ an der [[Spree]]. Der Stadtforst Fürstenwalde bestand jedoch fast ausschließlich aus [[Reinbestand|reinen]] [[Waldkiefer|Kiefernbeständen]]. Während seiner 18-jährigen Tätigkeit in Fürstenwalde begründete Hulverscheidt dort 526 Hektar neuen Wald, davon 127 Hektar mit [[Laubholz]], vor allem [[Eichen]]. &amp;#039;&amp;#039;„Waldbaulich war Fürstenwalde das ärmste [[Forstamt]], aber jagdlich das reizvollste, das ich je geleitet habe“&amp;#039;&amp;#039;, meinte er später rückblickend über seine Tätigkeit an der Spree.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Thomas Weber: &amp;#039;&amp;#039;Walter Hulverscheidt&amp;#039;&amp;#039;. In: Albrecht Milnik (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Dienst am Wald. Lebenswege und Leistungen brandenburgischer Forstleute. Brandenburgische Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit spielte er vor allem das Vorkommen von [[Rothirsch|Rotwild]] und [[Damwild]] an, wobei der passionierte [[Jagd|Jäger]] Hulverscheidt vor allem auf letzteres sehr gern waidwerkte. In Fürstenwalde hatte er auch längere Zeit das Amt des  Kreisjägermeisters inne. Zu seinen Jagdgästen gehörten Reichsforstmeister [[Hermann Göring]] und Generalforstmeister [[Friedrich Alpers]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hulverscheidt beantragte am 4. Mai 1937 die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.984.238).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/17361420&amp;lt;/ref&amp;gt; Als er sich abfällig über die Verbrechen der [[Reichspogromnacht]] im November 1938 äußerte, geriet er in die Gefahr, wegen staatsfeindlicher Äußerungen von der [[Gestapo]] verhaftet zu werden. Auf eine Denunziation seitens einer seiner Revierförster reagierte Hulverscheidt seinerseits erfolgreich mit einer Anzeige wegen Verleumdung gegen den Denunzianten, unter Berufung auf seine hochrangigen Jagdgäste aus den Reihen der Partei und der Staatsforstverwaltung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weber1&amp;quot;&amp;gt;siehe Thomas Weber: &amp;#039;&amp;#039;Walter Hulverscheidt&amp;#039;&amp;#039;. In: Albrecht Milnik (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Dienst am Wald. Lebenswege und Leistungen brandenburgischer Forstleute. Brandenburgische Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;, S. 342.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktion als Fürstenwalder Stadtforstmeister hatte er dann noch bis zur Vertreibung im April 1945 durch das russische Militär inne. Er folgte seiner Frau, die bereits im Februar mit den Kindern ins [[Oldenburger Land]] geflüchtet war. Dort wurde Forstmeister Hulverscheidt ab Januar 1946 zum Leiter des Forstamtes [[Großenkneten|Ahlhorn]] bestellt, wo er in den ersten Nachkriegsjahren vor allem mit großflächigen Bau- und Brennholzhieben auf Befehl der alliierten Besatzungsmächte beschäftigt war. Der Holzbedarf war so groß, dass ihm selbst ein Drittel des historischen Forstreviers „Baumweg“ zum Opfer fiel.&amp;lt;ref&amp;gt;Eilert Tantzen: &amp;#039;&amp;#039;Walter Hulverscheidt&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Oldenburgische Försterchronik 1650-1950. Einschließlich der ehemals oldenburgischen Landesteile Lübeck (1773-1937) und Birkenfeld (1817-1937)&amp;#039;&amp;#039;, S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die so im Forstamtsbereich entstandenen zahlreichen [[Kahlschlag]]sflächen galt es hinterher wieder aufzuforsten. Dabei wurden vor allem [[Nadelholz|Nadelhölzer]] ([[Waldkiefer|Kiefer]], [[Lärche]], [[Douglasie]], [[Strobe]] und [[Gemeine Fichte|Fichte]]) verwendet, aber auch [[Laubholz|Laubhölzer]] wie [[Eichen]], [[Birken]] und [[Rotbuche|Buchen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maßgeblichen Anteil hatte Hulverscheidt zudem am Bau eines neuen Forstamtsgebäudes in den Jahren 1948/1949 als Ersatz für das alte Gebäude, welches durch Kriegseinwirkungen 1945 abgebrannt war. Der Neubau im niedersächsischen [[Fachwerk]]stil in Rotziegeln und mit [[Reetdach]] wurde auf dem gleichen Grundstück, jedoch weiter zurückliegend, errichtet. In dem Neubau wohnte Walter Hulverscheidt dann auch mit seiner Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der passionierte Jäger Hulverscheidt hat über das Waidwerk drei humorvolle Bücher verfasst, die er im Stile der Zeichnungen des von ihm geschätzten [[Wilhelm Busch]]s selbst illustrierte. Alle speisten sich aus Erlebnissen aus der Fürstenwalder Zeit. &amp;#039;&amp;#039;„Ich begann zu schreiben und zu reimen zwecks schonender Belehrung meiner Berliner [[Jagdpächter]]“&amp;#039;&amp;#039;, sagte er einmal über seine literarische Betätigung ab 1935.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weber1&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Werke machten ihn deutschlandweit bekannt, ebenso wie seine zahlreichen [[Rundfunk]]vorträge und „Vortragsreisen“ in ganz Deutschland, bei denen er über jagdliche und forstliche Themen sprach. Dabei kam ihm sein hervorragendes rhetorisches Talent zugute. Auch als Gastredner bei Jägerversammlungen war er gern gesehen und würzte manchen der jährlichen „Grünen Abende“ der Oldenburger Forstleute mit seiner ansteckenden Fröhlichkeit. Hulverscheidt, ein großer Verehrer [[Theodor Fontane]]s, konnte aus dem Gedächtnis ganze Seiten etwa aus &amp;#039;&amp;#039;[[Effi Briest]]&amp;#039;&amp;#039; deklamieren. Daneben galt er als ausgezeichneter [[Imitator]] von [[Vogelstimme]]n und der Laute des Damwilds.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hulverscheidt erkannte zudem sehr früh die Bedeutung der [[Waldpädagogik]]. So lag es ihm sehr am Herzen, die Nachkriegsjugend an den [[Wald]] heranzuführen. Zu diesem Zweck hielt er Vorträge über Wald und Wild in Schulen und veranstaltete zahlreiche Waldführungen im Forstamt Ahlhorn. Für die &amp;#039;&amp;#039;Blockhausbriefe&amp;#039;&amp;#039;, dem von 1956 bis 1986 jährlich von Rolf von der Dovenmühle (1915–2001) herausgegebenen Organ des 1947 gegründeten evangelischen Jugendheimes „Blockhaus Ahlhorn“, verfasste er mehrere Beiträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Jahresende 1964 ging er in Pension. Forstmeister [[Außer Dienst|a.&amp;amp;nbsp;D.]] Walter Hulverscheidt starb am 19. Juni 1989 im Alter von 89 Jahren in Hoya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der lachende Lehrprinz. Der Jäger und die Jagd. Belauert und belacht, geschildert und bebildert und ausgedacht von Walter Hulverscheidt&amp;#039;&amp;#039;, Neudamm und Berlin 1939 (aktuell als 3. Auflage, Melsungen 2001, ISBN 3-7888-0744-X)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;... und da sagte der Jägermeister. Ein heiteres Buch&amp;#039;&amp;#039;, Berlin und Hamburg 1950 (3. Auflage, Hamburg und Berlin 1966)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rudolf der Jäger. Ein fröhliches Buch für Jung und Alt&amp;#039;&amp;#039;, Hannover 1952 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat ==&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es ist die Tragik im Wirken des Forstmannes, daß er nicht erntet, was er gesät hat, und es ist seine Freude, daß ihn sein Werk überdauert.|Walter Hulverscheidt&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Hulverscheidt: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft im Wandel der Zeit&amp;#039;&amp;#039;, in: Blockhausbrief Nummer 6 (1961) {{Webarchiv|url=http://www.leb-grossenkneten.de/Blockhausbriefe/1961/Landschaft_im_Wandel_der_Zeit.html |wayback=20070927065924 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-05-22 14:07:44 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eilert Tantzen]]: &amp;#039;&amp;#039;Walter Hulverscheidt&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Oldenburgische Försterchronik 1650-1950. Einschließlich der ehemals oldenburgischen Landesteile Lübeck (1773-1937) und Birkenfeld (1817-1937)&amp;#039;&amp;#039; ([[Aus dem Walde]], Bd. 53). Isensee, Oldenburg 2000,  S. 147–149, ISBN 3-89598-753-0. &lt;br /&gt;
* Thomas Weber: &amp;#039;&amp;#039;Walter Hulverscheidt&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Albrecht Milnik]] (Hrsg.) et al.: &amp;#039;&amp;#039;Im Dienst am Wald. Lebenswege und Leistungen brandenburgischer Forstleute. Brandenburgische Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Kessel, Remagen-Oberwinter 2006, S. 342–343, ISBN 3-935638-79-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|105841013}}&lt;br /&gt;
* [http://www.leb-grossenkneten.de/Blockhausbriefe/1961/Landschaft_im_Wandel_der_Zeit.html Walter Hulverscheidt: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft im Wandel der Zeit&amp;#039;&amp;#039;, in: Blockhausbrief Nummer 6 (1961)]&lt;br /&gt;
* [http://www.leb-grossenkneten.de/Blockhausbriefe/1963/Damzicken.html Walter Hulverscheidt: &amp;#039;&amp;#039;Die „Damzicken“ im Baumweg&amp;#039;&amp;#039;, in: Blockhausbrief Nr. 8 (1963)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkrete Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=105841013|VIAF=54620519}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hulverscheidt, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forstbeamter (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forstbeamter (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Jagd)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Oldenburg (Oldb))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jagdliteratur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hulverscheidt, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Forstmann und Autor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Dezember 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aachen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Juni 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hoya]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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