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	<title>Walter Grimshaw - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mautpreller am 20. Januar 2026 um 18:35 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-20T18:35:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Walter Grimshaw-2.jpg|mini|Walter Grimshaw, ca. 1880]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Grimshaw&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. März]] [[1832]] in [[Dewsbury]]; † [[27. Dezember]] [[1890]] in [[Whitby]]) war ein britischer Komponist von [[Schachkomposition|Schachaufgaben]]. Er gewann 1854 ein Turnier im Komponieren von Schachproblemen, das als erstes Problemturnier der Schachgeschichte gilt. Sein Name steht für eine geläufige Schnittpunktkombination, die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grimshaw-Verstellung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Grimshaw, von Beruf [[Pfandleiher]], veröffentlichte von seinem 17. Lebensjahr an zahlreiche Probleme in der Schachspalte der &amp;#039;&amp;#039;[[The Illustrated London News|Illustrated London News]]&amp;#039;&amp;#039;, die von [[Howard Staunton]] redigiert wurde, sowie in Stauntons &amp;#039;&amp;#039;The Chess Player’s Chronicle&amp;#039;&amp;#039;, eine der ersten reinen [[Schachzeitschrift]]en der Welt. Er leistete einen wesentlichen Beitrag zur Entdeckung und scharf ausgeprägten Darstellung von Themen, die bis heute zum Grundbestand der Schachkomposition gehören. Zudem war er ein starker Partiespieler und soll sogar den späteren Weltmeister [[Wilhelm Steinitz]] in einer freien Partie geschlagen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Grimshaw war ein Sohn des Brauers, Gastwirts und späteren Tierarztes James Grimshaw und seiner Frau Mary. Die Familie zog bald nach [[Cleckheaton]] und in den 1840er Jahren nach [[Hightown (West Yorkshire)|Hightown]] in der Gemeinde [[Liversedge (West Yorkshire)|Liversedge]] in [[West Yorkshire]]. Walter Grimshaw, der wenigstens sieben Geschwister hatte, verließ den elterlichen Haushalt früh, möglicherweise bereits als Vierzehnjähriger 1846,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Walter Grimshaw&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The British Chess Magazine&amp;#039;&amp;#039;, 1891, S. 68–70, hier: S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; und machte eine Lehre als [[Pfandleiher]] bei John Wood in [[York]]. Dort lernte der junge Walter Grimshaw [[Henry Edwin Kidson]] kennen, der ebenfalls Lehrling bei einem Pfandleiher war und mit dem ihn eine lebenslange Passion für das Schachspiel verband. Spätestens 1855 zog Grimshaw nach [[Whitby]] und übernahm dort eine Pfandleihe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er heiratete 1861 in der Kirche St. Crux in York eine Tochter seines Lehrherrn, Mary Wood (oder Holliday)&amp;lt;ref&amp;gt;Stephen John Mann hält fest, dass im Eheregister von St. Crux der Name Mary Holliday angegeben ist, in der &amp;#039;&amp;#039;Whitby Gazette&amp;#039;&amp;#039; dagegen „Mary, daughter of John Wood“. Mary war die Tochter von John Wood und seiner Frau Grace, geborene Holliday, siehe die Beschreibung des Gemäldes &amp;#039;&amp;#039;The Trial of the Pony&amp;#039;&amp;#039;, das die Kinder von John Wood zeigt, auf artuk.org: [https://artuk.org/discover/artworks/the-trial-of-the-pony-10364 online].&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zu den Trauzeugen gehörte sein Schachfreund Kidson. Das Paar lebte in Whitby. 1862 kam ihr Sohn Walter Edwin zur Welt. Im Kindbett nach der Geburt des zweiten Kindes, der Tochter Mary, starb Walter Grimshaws Frau 1868, auch die kleine Mary wurde nicht älter als neun Monate. 1878 heiratete er ein zweites Mal, seine zweite Frau hieß Jane Trattles und war eine recht wohlhabende Witwe. Walter Grimshaw lebte bis zu seinem Tod in Whitby. Er füllte dort verschiedene Ehrenämter aus, etwa im &amp;#039;&amp;#039;Town Improvement Board&amp;#039;&amp;#039;. 1883 wurde er Präsident der wohltätigen Vereinigung &amp;#039;&amp;#039;Whitby Christmas Beef Fund&amp;#039;&amp;#039;, die Spenden sammelte, um die Armen zu Weihnachten mit einem Braten zu versorgen. Etwa um diese Zeit hat er wohl seine Pfandleihe aufgegeben und wurde Privatier, der sein Geld hauptsächlich in Schiffe investierte (der erste Mann seiner zweiten Frau kam aus einer Schiffseignerfamilie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1890 soll Grimshaw unter [[Depression]]en gelitten haben, möglicherweise im Zusammenhang mit verschiedenen Todesfällen im Familienkreis und mit einer Krankheit seiner Frau. Er wurde am 27. Dezember 1890 tot in seinem Schlafzimmer gefunden, mit einem Rasiermesser und einem Schnitt im Hals. Der Spruch der Totenschau lautete auf [[Suizid]] im Zustand geistiger Verwirrung.&amp;lt;ref&amp;gt;Biografie nach Stephen John Mann: &amp;#039;&amp;#039;Walter Grimshaw&amp;#039;&amp;#039;, [https://mannchess.org.uk/People/Grimshaw,%20Walter.htm online]; zu den Umständen des Todes siehe auch: &amp;#039;&amp;#039;Obituary&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The [[British Chess Magazine]]&amp;#039;&amp;#039; 1891, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Walter Grimshaw liegt auf dem Larpool Lane Cemetery in Whitby begraben, zusammen mit seiner ersten Frau Mary und seiner Tochter Mary.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Edward Winter (Schachhistoriker)|Edward Winter]]: &amp;#039;&amp;#039;Chess Note No. 7271 Walter Grimshaw (1832–1890)&amp;#039;&amp;#039;, [http://www.chesshistory.com/winter/winter86.html online] auf Chesshistory.com. Mit einem Foto des Grabsteins, aufgenommen von Stephen John Mann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schach ==&lt;br /&gt;
=== Problemschach ===&lt;br /&gt;
In ihrer Zeit als Lehrlinge in York entwickelten Grimshaw und Kidson, möglicherweise angeregt durch [[Charles Tomlinson (Physiker)|Charles Tomlinsons]] Schachspalte im &amp;#039;&amp;#039;Saturday Magazine&amp;#039;&amp;#039;, eine Vorliebe für das Schachspiel und insbesondere für Schachprobleme.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Walter Grimshaw&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The British Chess Magazine&amp;#039;&amp;#039;, 1891, S. 68–70, in Verbindung mit den Korrekturen, die Tomlinson in einem Leserbrief anbrachte, siehe &amp;#039;&amp;#039;Mr Grimshaw’s Chess Lessons&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;The British Chess Magazine&amp;#039;&amp;#039;, 1891, S. 130f. Siehe auch Stephen John Mann: &amp;#039;&amp;#039;Henry Edwin Kidson&amp;#039;&amp;#039;, [https://mannchess.org.uk/People/Kidson,%20Henry%20Edwin.htm online] auf der Seite &amp;#039;&amp;#039;Yorkshire Chess History&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Grimshaw begann um 1849, selbst Schachaufgaben zu veröffentlichen, zunächst vor allem in der von [[Howard Staunton]] besorgten Schachspalte der &amp;#039;&amp;#039;[[The Illustrated London News|Illustrated London News]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemäß einer Umfrage der Schachrubrik des &amp;#039;&amp;#039;Gentleman’s Journal&amp;#039;&amp;#039; 1871, die die „ersten Versuche unserer Komponisten“ (first attempts of our composers) abfragte, gab Grimshaw als erstes veröffentlichtes Problem eine Aufgabe vom Juli 1849 an, die auch in Notation abgedruckt wurde (&amp;#039;&amp;#039;The Gentleman’s Journal and Youth’s Miscellany of Literature Information &amp;amp; Amusement&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, 1871, S. 224). Sie findet sich in &amp;#039;&amp;#039;The Illustrated London News&amp;#039;&amp;#039;, Band 15, 21. Juli 1849, S. 42, Diagramm Nr. 287 ([https://hdl.handle.net/2027/mdp.39015013716496?urlappend=%3Bseq=50 online]), mit der Bemerkung: „This beautiful end game we owe to an Amateur of York“. Zwei seiner Probleme, die unter der Überschrift &amp;#039;&amp;#039;Chess Enigmas&amp;#039;&amp;#039; (Schachrätsel) standen und unter seinem Namen in Notation gedruckt wurden, lassen sich für den 29. Dezember 1849 in der &amp;#039;&amp;#039;Illustrated London News&amp;#039;&amp;#039; nachweisen (siehe Band 15, S. 443, [https://hdl.handle.net/2027/mdp.39015013716496?urlappend=%3Bseq=453 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; In Stauntons &amp;#039;&amp;#039;[[The Chess Player’s Chronicle]]&amp;#039;&amp;#039;, einer der ersten Schachzeitschriften der Welt, konnte er bereits 1850, also als Achtzehnjähriger, nicht weniger als zehn Schachkompositionen publizieren. In den Folgejahren erschienen seine Probleme dort regelmäßig, ebenso in anderen Zeitungen und Zeitschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimshaw gewann einen Kompositionswettbewerb im Nachgang zum [[Liste der bedeutendsten Schachturniere (bis 1900)|Schachturnier in London 1851]], der als erstes [[Schachkomposition#Ablauf eines Kompositionsturniers|Problemturnier]] der Schachgeschichte gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Patrick Thomas Duffy]] beantwortete 1881 in der Schachspalte der Illustrated London News, die er nach Stauntons Tod übernommen hatte, die Frage nach dem ersten Problemturnier der Schachgeschichte und machte genauere Angaben, siehe &amp;#039;&amp;#039;The Illustrated London News&amp;#039;&amp;#039;, 4. Juni 1881, S. 563, [https://archive.org/details/theillustratedlondonnews1881 online] auf archive.org. Siehe auch Tim Harding: &amp;#039;&amp;#039;Eminent Victorian Chessplayers&amp;#039;&amp;#039;. McFarland, Jefferson 2012, S. 362, sowie Kalenderblatt. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Schwalbe&amp;#039;&amp;#039;, Heft 224, April 2007, [https://www.dieschwalbe.de/personalia224.htm online]. &amp;#039;&amp;#039;The British Chess Magazine&amp;#039;&amp;#039; sprach in seinem Nachruf auf Grimshaw 1891 davon, dass dieses Turnier wohl das erste gewesen sei, in dem Preise vergeben wurden; vgl. &amp;#039;&amp;#039;Walter Grimshaw&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The British Chess Magazine&amp;#039;&amp;#039; 1891, S. 68–70, hier: S. 69. Die vielfach übernommene Angabe von Bill Wall (etwa in &amp;#039;&amp;#039;Off the Wall – Chess Trivia&amp;#039;&amp;#039;, Pickard &amp;amp; Son, Wylie 2001), es habe sich um ein Turnier im Lösen von Schachproblemen gehandelt, ist mit einiger Sicherheit unrichtig; keine der Quellen erwähnt einen Lösewettbewerb.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Idee für ein solches Turnier stammte von Staunton, sie fand aber zunächst nur wenig Unterstützung. Ein ambitionierter Versuch einer internationalen Ausschreibung Anfang 1852&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The Chess Tournament Problems&amp;#039;&amp;#039;. In: The Chess Player’s Chronicle 13 (1852), S. 26–28. [https://hdl.handle.net/2027/hvd.hxgsjv?urlappend=%3Bseq=46 Online].&amp;lt;/ref&amp;gt; scheiterte. Erst Anfang 1854 konnte die Idee in stark reduzierter Form umgesetzt werden. Wegen Finanzierungsproblemen (ausländische Problemkomponisten waren nicht bereit, eine Teilnahmegebühr zu bezahlen) musste sich der Wettbewerb auf britische Teilnehmer beschränken. Jeder Problemkomponist hatte eine Subskriptionsgebühr von einer [[Guinee]] zu entrichten und durfte dann acht Aufgaben einsenden, die von einem Preisrichtergremium bewertet wurden. Die Richter wählten jeweils die besten drei Probleme aus und erstellten eine Rangfolge. Grimshaw wurde einstimmig auf den ersten Platz gesetzt, vor [[Silas Angas]], und gewann damit den Preis, ein Schachfigurenset aus [[Elfenbein]].&amp;lt;ref&amp;gt;Berichte darüber finden sich in der von Staunton redigierten Schachspalte der &amp;#039;&amp;#039;Illustrated London News&amp;#039;&amp;#039;, 26. August 1854, S. 191, [https://books.google.de/books?id=_oNUAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA191#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false online], sowie in &amp;#039;&amp;#039;The Chess Player’s Chronicle&amp;#039;&amp;#039;,  Bd. 15 (1854), S. 322f., von einem gewissen E.: &amp;#039;&amp;#039;Prize Problems at Chess&amp;#039;&amp;#039;, [https://hdl.handle.net/2027/nyp.33433066639224?urlappend=%3Bseq=338 Online].&amp;lt;/ref&amp;gt; Eines der „besten Probleme des Siegers“ wurde mit dem ersten Bericht über das Turnier in &amp;#039;&amp;#039;The Illustrated London News&amp;#039;&amp;#039; gedruckt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The Illustrated London News&amp;#039;&amp;#039;, 26. August 1854, S. 191, Diagramm Nr. 549. [https://books.google.de/books?id=_oNUAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA191#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online auf Google Books].&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle acht von Grimshaw eingesandten Probleme erschienen wenig später in &amp;#039;&amp;#039;The Chess Player’s Chronicle&amp;#039;&amp;#039; unter dem Titel „Mr. Grimshaw’s Prize Problems“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mr. Grimshaw’s Prize Problems&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Chess Player’s Chronicle&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 15 (1854), S. 361–364. [https://hdl.handle.net/2027/hvd.hxkpek?urlappend=%3Bseq=379 Online].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen dieses Erfolgs berief [[Johann Jacob Löwenthal]] Grimshaw 1856 in das Komitee zur Durchführung des Schachkompositionsturniers der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;The Era&amp;#039;&amp;#039;. Er wurde in das Preisrichtergremium gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Jacob Löwenthal]]: &amp;#039;&amp;#039;A selection from the problems of the Era problem tournament.&amp;#039;&amp;#039; T. Day, London 1857, S. 6–8. [https://hdl.handle.net/2027/nyp.33433082494224?urlappend=%3Bseq=18 Online].&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Urteil über den ersten und zweiten Preis ist in der deutschen Übersetzung von Löwenthals Turnierbericht nachzulesen; in Übereinstimmung mit der Mehrheit der Richter votierte er für die Einsendung von [[Conrad Bayer]], die aufgrund der gekonnten Konstruktion dem Träger des zweiten Preises, [[Frank Healey]], überlegen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Jakob Löwenthal: &amp;#039;&amp;#039;Era-Schach-Problemturnierbuch&amp;#039;&amp;#039;. Weber, Leipzig 1857, Anhang: Urtheile der Preisrichter, dort S. 112f. [https://hdl.handle.net/2027/hvd.hn52y7?urlappend=%3Bseq=124 Online].&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 1866 erhielt er den Problempreis des Schachturniers in [[Redcar]].&amp;lt;ref&amp;gt;Stephen John Mann: &amp;#039;&amp;#039;1866: North Yorkshire &amp;amp; Durham Chess Association, 2nd Annual Meeting, Redcar&amp;#039;&amp;#039;. [https://mannchess.org.uk/Events/1866%20NYDCA%202%20Redcar.htm Online] auf der Seite Yorkshire Chess History; vgl. auch &amp;#039;&amp;#039;Walter Grimshaw&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The British Chess Magazine&amp;#039;&amp;#039; 1891, S. 68–70, hier: S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1867 gewann er im internationalen Kompositionswettbewerb der British Chess Association den Preis für die beste britische Einsendung (in Höhe von 10 [[Pfund Sterling]]).&amp;lt;ref&amp;gt;J. Löwenthal und G. Medley (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Transactions of the British Chess Association for the Years 1866 and 1867&amp;#039;&amp;#039;. Longmans, Green, Reader and Dyer, London 1868, S. 12, 136f. (Diagramme der eingesandten Probleme), 139. [http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10431950-7 Online].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Grimshaw-Verstellung ====&lt;br /&gt;
Sein Name ist in der Schachkomposition noch heute ein Begriff dank der nach ihm benannten Schnittpunktkombination, der Grimshaw-Verstellung.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred van Fondern: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon für Schachfreunde.&amp;#039;&amp;#039; Verlag C. J. Bucher, Luzern/Frankfurt am Main 1980, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausgangspunkt des klassischen „Grimshaw“ ist die folgende Situation: Zwei schwarze langschrittige Figuren ungleicher Zugweise, klassischerweise Turm und Läufer, haben Wirkungslinien, die sich in einem Punkt schneiden. Wenn eine dieser beiden Figuren gezwungen wird, diesen Schnittpunkt zu besetzen, wird die Wirkungslinie der anderen Figur unterbrochen, man spricht von „Verstellung“ oder Sperrung dieser Linie. Diese Verstellung kann der Weiße dann für seine Zwecke nutzen. Wird diese Verstellung nur für eine der beiden Figuren wirksam, spricht man von einem &amp;#039;&amp;#039;einwendigen&amp;#039;&amp;#039; Grimshaw; wenn sie alternativ für beide gezeigt wird (wechselseitige Verstellung), ist dies ein &amp;#039;&amp;#039;doppelwendiger&amp;#039;&amp;#039; Grimshaw. Typisch für den Grimshaw ist, dass nicht Weiß (wie beim [[Anton Nowotny|Nowotny]]), sondern nur Schwarz den Schnittpunkt besetzt, es handelt sich um eine [[Opfer (Schach)|opferlose]] Verstellung.&lt;br /&gt;
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| Titel=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grimshaw-Verstellung I&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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| Titel=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grimshaw-Verstellung II&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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| Ausrichtung=links&lt;br /&gt;
| Titel=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schema Nowotny&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Der Grimshaw ist eine der elementaren schwarzen Schnittpunktkombinationen. Weitere sind: der [[Anton Nowotny|Nowotny]], bei dem die Verstellung durch ein weißes Opfer im Schnittpunkt ausgelöst wird, der [[Josef Plachutta|Plachutta]], bei dem zwei schwarze Figuren &amp;#039;&amp;#039;gleicher&amp;#039;&amp;#039; Zugweise durch ein weißes Opfer im Schnittpunkt verstellt werden, und der „Wurzburg-Plachutta“ (siehe bei [[Otto Wurzburg]]), auch als „doppelwendiger Holzhausen“ bekannt (nach [[Walther Freiherr von Holzhausen]]), mit opferloser wechselseitiger Verstellung zweier gleichschrittiger schwarzer Steine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Stammproblem“ der Grimshaw-Verstellung, also die Fassung, die als Erstdarstellung gilt, hat Walter Grimshaw 1850 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Schachbrett&lt;br /&gt;
| Ausrichtung=links&lt;br /&gt;
| Titel=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Grimshaw&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[The Illustrated London News]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br/&amp;gt;24. August 1850&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- a  b  c  d  e  f  g  h --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Z8=--/--/--/--/rd/--/rd/--/&lt;br /&gt;
| Z7=--/--/--/--/--/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z6=bl/--/--/nl/--/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z5=--/pl/--/kd/--/--/nd/--/&lt;br /&gt;
| Z4=--/kl/--/--/pd/pl/bd/--/&lt;br /&gt;
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| Z2=--/--/pl/--/--/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z1=--/--/--/--/--/--/--/--/&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- a  b  c  d  e  f  g  h --&amp;gt; &lt;br /&gt;
| Beschreibung=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matt in fünf Zügen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|center=1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lösung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahe liegt der Versuch 1. Df6 mit der Drohung 2. c4 matt. Schwarz reagiert, indem er die Deckungslinie der weißen Dame nach d6 unterbricht. Dazu muss er den Punkt e6 besetzen. Nach 1. … Le6 wäre der Schaden schon angerichtet: Der Läufer verstellt auf e6 die Deckungslinie des Turms nach e5, sodass Weiß mit 2. De5 mattsetzen kann. Aber 1. … Te6! widerlegt. Zwar verstellt nun der Turm im Schnittpunkt e6 die Deckungslinie des schwarzen Läufers nach d7 und c8, aber das kann Weiß nicht ausnutzen. Anders wäre das, wenn der schwarze Läufer auf der anderen Seite des Schnittpunkts stünde; dann wäre er nach 1. … Te6 von f5 abgeschnitten und das könnte Weiß nach einem [[Damenopfer]] nutzen. Um das zu ermöglichen, setzt Weiß im Schlüsselzug eine sogenannte [[Indisches Problem#Der kritische Zug|kritische Lenkung]] des schwarzen Läufers ins Werk, erzwingt also einen Zug des Läufers über den Schnittpunkt hinweg:&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Henri Weenink]]: &amp;#039;&amp;#039;The Chess Problem&amp;#039;&amp;#039;. Office of the „Chess Amateur“, Stroud 1926, S. 37–39. [http://problem64.beda.cz/silo/white_weenink_the_chess_problem_1926.pdf Online].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. La6–c8!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; droht 2. Dc5 matt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. … Lg4xc8 2. Dc3–f6 Te8–e6 3. Df6–d4+! Kd5xd4 4. Sd6–f5+ Kd4–d5 5. c2–c4 matt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2. … Lc8–e6 3. Df6–e5 matt.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grimshaw-typische Verstellung ereignet sich im zweiten schwarzen Zug. Themasteine sind der schwarze Läufer c8 und der schwarze Turm e8. Ihre Wirkungslinien schneiden sich im Punkt e6. Besetzt der Turm den Punkt e6 (2. … Te8–e6), wird die Wirkungslinie des Läufers nach f5 unterbrochen (verstellt), Weiß kann dieses Feld im 4. Zug mit dem Springer besetzen, ohne dass dieser durch den Läufer c8 geschlagen werden kann. Besetzt der Läufer den Schnittpunkt, wird die Wirkungslinie des Turms nach e5 verstellt, es wird 3. De5 matt möglich. Damit handelt es sich um einen doppelwendigen Grimshaw, weil &amp;#039;&amp;#039;beide&amp;#039;&amp;#039; Themasteine sich wechselseitig im Schnittpunkt verstellen. Diese Verstellung geschieht opferlos, da Weiß den Schnittpunkt nicht betritt und dort keinen Stein opfert (das wäre beim Nowotny der Fall).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusätzlicher Wert der Aufgabe ist, dass die Ausgangssituation des Grimshaw nicht von vornherein gegeben ist. Erst nachdem der schwarze Läufer g4 über den Schnittpunkt e6 hinweg nach c8 gelenkt worden ist, was im ersten Zugpaar geschieht, kann der Schnittpunkt überhaupt genutzt werden. Es muss also zuerst ein [[Indisches Problem#Der kritische Zug|kritischer Zug]] des Läufers erzwungen werden, bevor die Grimshaw-Verstellung greifen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johannes Kohtz]] und [[Carl Kockelkorn]], die 1903 in ihrer „Schachstudie“ &amp;#039;&amp;#039;[[Indisches Problem|Das indische Problem]]&amp;#039;&amp;#039; die weißen und schwarzen Schnittpunkte systematisierten und nach ihren Erstdarstellern benannten, führten den Grimshaw-Schnittpunkt dort noch unter der Überschrift „Der namenlose Durchschnittspunkt“. Sie schrieben, sie hätten eine Erstdarstellung nicht ermitteln können, die Idee sei aber spätestens 1859 bereits in großer Zahl realisiert gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Kohtz, Carl Kockelkorn: &amp;#039;&amp;#039;Das indische Problem. Eine Schachstudie&amp;#039;&amp;#039;. Stein, Potsdam 1903, S. 114–119, [http://www.arves.org/arves/images/PDF/kohtz_und_kockelkorn-das_indische_problem.pdf online].&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst etwa ein halbes Jahr später wurden sie auf Grimshaws Aufgabe von 1850 aufmerksam und konnten damit dem Schnittpunkt einen Namen geben.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kalenderblatt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Schwalbe&amp;#039;&amp;#039;, Heft 276, Dezember 2015. [https://www.dieschwalbe.de/personalia276.htm Online].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was „einen Grimshaw“ ausmacht, wird nicht einheitlich definiert. Die beschriebene Verstellung ist auf jeden Fall das wichtigste Kriterium. In der [[Neudeutsche Schule (Schach)|neudeutschen Schule]] wird teilweise auch ein vorgängiger kritischer Zug verlangt,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Grimshaw Interference&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Chess Problems&amp;#039;&amp;#039;, S. 193.&amp;lt;/ref&amp;gt; damit man von einem Grimshaw reden kann, also ein Zug wie im obigen Problem 1. … Lc8.&amp;lt;ref&amp;gt;Etwa bei [[Josef Breuer (Schachspieler)|Josef Breuer]]: „Der Grimshaw besteht aus der erzwungenen Überschreitung eines Schnittpunktes durch einen Langschrittler und der ebenfalls erzwungenen Besetzung desselben Schmittpunktes durch einen Stein anderer Gangart, aber gleicher Farbe, um die Wirkungslinie des Langschrittlers zu sperren.“ In: &amp;#039;&amp;#039;Beispiele zur Ideengeschichte des Schachproblems&amp;#039;&amp;#039;. Die Schwalbe, Wegberg 1982, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein bekanntes Beispiel für einen solchen Grimshaw mit gleich zwei kritischen Zügen ist das &amp;#039;&amp;#039;Schwalbe-Problem&amp;#039;&amp;#039; von Kohtz und Kockelkorn selbst, nach dem die [[Schwalbe (Vereinigung)|Problemschachvereinigung Schwalbe]] benannt ist (siehe dort). Meist wird aber kein vorgängiger kritischer Zug gefordert, sodass der Grimshaw zu einem beliebten Motiv in der Zweizügerkomposition geworden ist, deren Lösungsphase für eine solche Vorbereitung zu kurz ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Odette Vollenweider: &amp;#039;&amp;#039;Gleiche Inhalte in Zwei- und Dreizügern (II)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Schwalbe&amp;#039;&amp;#039; 223, Februar 2007 ([https://www.dieschwalbe.de/schwalbe223.htm dieschwalbe.de]); siehe auch Martin Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Kunstschach (3). Heute: Der Grimshaw&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;SonntagsZeitung&amp;#039;&amp;#039;, 20. August 1989 ([https://kunstschach.ch/docs/SZ/SoZtg%201989-90%20III_Grimshaw.pdf kunstschach.ch]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zwei preisgekrönte Probleme ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Kompositionen, mit denen Grimshaw das Kompositionsturnier von 1854 gewann, gehört die folgende Aufgabe, die mit Stauntons erstem Bericht über dieses Turnier im Druck erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Schachbrett&lt;br /&gt;
|Ausrichtung=links&lt;br /&gt;
|Titel=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Grimshaw&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;1. Sendungspreis&amp;lt;ref&amp;gt;Ein Sendungspreis wird nicht für eine bestimmte Aufgabe verliehen, sondern für die gesamte Einsendung: Es waren mehrere Kompositionen gefordert, die als Ganzes bewertet wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt; Problemturnier 1854&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The Illustrated London News&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;26. August 1854&lt;br /&gt;
|Beschreibung=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matt in vier Zügen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|center=1&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- a  b  c  d  e  f  g  h --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Z8=--/--/bd/rl/--/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z7=--/--/--/pd/--/--/pd/kd/&lt;br /&gt;
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| Z3=--/--/--/nl/pl/--/nd/--/&lt;br /&gt;
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| Z1=qd/ql/--/--/--/--/--/--/&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lösung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiß möchte mit 1. Lg8+ Kh8 2. Sf6! (droht Abzug des Lg8 mit Matt) gxf6 3. Lxf6 mattsetzen. Dabei stört jedoch die aktive schwarze Dame, die mit 2. … Da5+ dazwischenfunken könnte. Zunächst ist deshalb ein Damenopfer erforderlich: Sobald der Sd3 zieht, entsteht ein [[Abzugschach]], das Schwarz zum Nehmen der weißen Dame zwingt und die schwarze Dame damit von der a-Linie ablenkt. Von den sechs möglichen Springerzügen führt nur einer zum Ziel, weil er zugleich die erste Reihe im Voraus für die schwarze Dame sperrt, um ihr ein späteres Schach auf e1 zu verwehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. Sd3–c1+! Da1xb1 2. Le6–g8+ Kh7–h8 3. Sd5–f6!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Matt im nächsten Zug, wie oben gezeigt. Zwar hat Schwarz nun ein Abzugschach: 3. … bxc1D+, doch der abziehende Läufer g8 kann dies mit [[Kreuzschach]] und Matt decken: 4. Lg8–b3 matt. Die Königsflucht nach g6 stellt kein Problem dar, weil sie regelmäßig mit Se7 quittiert wird, etwa bei 1. Sc1+ Dxb1 2. Lg8+ Kg6 3. Se7 matt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Idee der Auswahl im ersten Zug nicht so leicht zu durchschauen ist, erhellt aus der 1855 erschienenen, sehr kritischen Besprechung des Redakteurs der renommierten &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Schachzeitung|Schachzeitung]]&amp;#039;&amp;#039; der Berliner Schachgesellschaft [[Otto von Oppen]]: Er hielt 1. S3f4+ für den Schlüssel, weil dieser Zug dem schwarzen König das letzte Fluchtfeld nimmt, und glaubte, dass deshalb „kaum ein Anfänger über 1. Sd3–f4 …  lange im Zweifel bleiben“ werde.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto von Oppen: &amp;#039;&amp;#039;Mr. Grimshaw’s Preisprobleme&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schachzeitung der Berliner Schachgesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 10 (1855), [https://books.google.de/books?id=Ya1AAAAAcAAJ online], S. 183–187, hier: S. 184f. Die dort erwähnte „Nr. 2“ ist das links gezeigte Problem (siehe &amp;#039;&amp;#039;Mr. Grimshaw’s Prize Problems&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;The Chess Player’s Chronicle&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, neue Serie (1854), S. 361, wo das Problem diese Nummer trägt). Die auf S. 380 desselben Jahrgangs abgedruckte Lösung ist hingegen korrekt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch die Flucht über g6 muss gar nicht verhindert werden, und nach 1. S3f4+ Dxb1 2. Lg8+ Kh8 deckt die schwarze Dame nicht nur das Mattfeld g6, sondern hat auf 3. Sf6 auch das tödliche 3. … De1+! zur Verfügung.&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
Öfter nachgedruckt wurde ein zweites der Preisprobleme von 1854, etwa bei [[Henri Weenink]]&amp;lt;ref&amp;gt;Henri Weenink: &amp;#039;&amp;#039;The Chess Problem&amp;#039;&amp;#039;. Office of the Chess Amateur, Stroud 1926, S. 40, Diagramm Nr. 16, [http://problem64.beda.cz/silo/white_weenink_the_chess_problem_1926.pdf online].&amp;lt;/ref&amp;gt; oder in der &amp;#039;&amp;#039;Schweizerischen Schachzeitung&amp;#039;&amp;#039;, wo es als „Meisterstück“ bezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Schweizerische Schachzeitung&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1 (1857), S. 31, Diagramm Nr. 22, [https://books.google.de/books?id=-MWVUKfVDDgC online].&amp;lt;/ref&amp;gt; {{Anker|Meisterstück}}&lt;br /&gt;
{{Schachbrett&lt;br /&gt;
|Ausrichtung=links&lt;br /&gt;
| Titel= &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Grimshaw&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;1. Sendungspreis Problemturnier 1854&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The Illustrated London News&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;10. Juni 1854&lt;br /&gt;
| Beschreibung=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matt in drei Zügen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| center=1&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- a  b  c  d  e  f  g  h --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Z8=--/--/--/--/--/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z7=--/nd/--/--/--/--/kl/--/&lt;br /&gt;
| Z6=qd/pd/bl/--/--/--/--/pd/&lt;br /&gt;
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| Z4=--/--/--/--/kd/pd/--/nl/&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lösung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die auf den schwarzen König gerichtete [[Batterie (Schach)|Batterie]] Lc6-Td5 ist noch nicht schussbereit, weil der Turm beim Abzug die Deckung eines der Felder d4 und e5 aufgeben muss. Nahe läge daher 1. Sf3, wonach Matt durch Turmabzug auf der 5. Reihe droht (der Turm muss noch f5 im Auge behalten). Nach 1. … Kxf3! erobert sich der König jedoch das neue Fluchtfeld f2, das der abziehende Turm nicht decken kann. Das ist der Grund für den intuitiv kaum zu erratenden Schlüsselzug:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. Tg1–f1!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Droht zusätzlich 2. f3+ Ke3 3. Sf5, Sg2 matt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. … e2xf1D 2. Sh4–f3!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Trotzdem! Nun droht wieder der Turmabzug auf der 5. Reihe, wogegen die beiden Damen gar nichts helfen, beispielsweise 2. … Dg1+, Dg2+ 3. Tg5 matt ([[Kreuzschach]]) oder 2. … Dc4, Db5, Dxf2 3. Te5 matt ([[Doppelschach]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2. … Ke4xf3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; pariert, aber nun geht &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3. Td5–d2 matt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Damit wird der Effekt des Schlüsselzugs erkennbar: Er hat durch Weglenkung des Be2 im Voraus eine Öffnung der 2. Reihe erzwungen, sodass der Versuch Sf3 nun durchschlägt, weil der abziehende Turm f2 decken kann. Der schwarze Bauer e2 war als Sperrstein auf der zweiten Reihe wertvoller als die Dame auf f1 mit all ihren aktiven Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Varianten: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. … e2–e1S 2. Tf1xe1+ Da6–e2 3. Te1xe2 matt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und vor allem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. … f4–f3 2. Tf1–g1!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Rückkehr zum Ausgangspunkt (in der Terminologie der Problemisten oft als &amp;#039;&amp;#039;Switchback&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet). Schwarz hat erstaunlicherweise keine Verteidigung gegen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3. Tg1–g4 matt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem konservativen Otto von Oppen, der den Stil von [[Philipp Stamma]]s klassischen Schachaufgaben gegenüber den modernen britischen Problemen bevorzugte, erschien diese Komposition gekünstelt, d. h. nicht partiegemäß genug, und er veröffentlichte 1855 eine „ungekünstelte Lösung“ in der Berliner &amp;#039;&amp;#039;Schachzeitung&amp;#039;&amp;#039;. Leider war sie, wie [[Friedrich Capraez]] 1857 in der &amp;#039;&amp;#039;Schweizerischen Schachzeitung&amp;#039;&amp;#039; festhielt, „total falsch“: 1. Td3+ Ke5 2. Sg6+ Ke6 oder Kf5 3. Ld7. Er hatte übersehen, dass bei 2. … Kf5 nach dem Wegzug des Läufers 3. … Ke4! möglich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Schachzeitung der Berliner Schachgesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 10 (1855), S. 381 (mit dem Zitat Oppens); &amp;#039;&amp;#039;Schweizerische Schachzeitung&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1 (1857), S. 99 (mit dem Zitat von Capraez).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
Grimshaw galt neben [[Frank Healey]] als einer der besten Schachkomponisten der sogenannten Transition School Mitte des 19. Jahrhunderts, einer Periode, in der in rascher Folge, beginnend mit dem [[Indisches Problem|Indischen Problem]], eine Reihe von grundlegenden Themen der Schachkomposition entdeckt und erstmals in scharf ausgeprägter Form zum Gegenstand von Schachproblemen gemacht wurde. Henri Weenink, der in den 1920er Jahren eine Geschichte der Schachkomposition schrieb, betonte das „breite Spektrum seiner künstlerischen Fähigkeiten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Henri Weenink: &amp;#039;&amp;#039;The Chess Problem&amp;#039;&amp;#039;. Office of the Chess Amateur, Stroud 1926, S. 34–45, Zitat: S. 39, [http://problem64.beda.cz/silo/white_weenink_the_chess_problem_1926.pdf online].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partieschach ===&lt;br /&gt;
Bereits für 1853 ist eine Partie Grimshaws im &amp;#039;&amp;#039;British Chess Review&amp;#039;&amp;#039; dokumentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Grimshaw–J. Watkinson. In: &amp;#039;&amp;#039;The British Chess Review&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, S. 343. [https://books.google.de/books?id=t1ZeAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA343#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online] auf Google Books ([[Schachnotation#Beschreibende Notation|beschreibende Notation]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Grimshaw gründete, vermutlich um das Jahr 1859, einen Schachklub in Whitby und blieb dessen Präsident bis zu seinem Tode. Er nahm an einer Reihe von Schachturnieren teil, meist in Yorkshire, und scheint ein recht guter Partiespieler gewesen zu sein. Es wurde sogar berichtet, dass er circa 1875 in London eine private Partie gegen den späteren [[Schachweltmeister|Weltmeister]] [[Wilhelm Steinitz]] gewonnen habe. Steinitz räumte das zwar ein, bezeichnete die von einem [[Kiebitz (Spielbeobachter)|Kiebitz]] notierte und Jahre später veröffentlichte Zugfolge aber als zusammengeschwindeltes Machwerk („bogus manufactured forgery“). Die Partie, um deren Echtheit es seit 1884 einen regelrechten Pressekrieg gab,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Edward Winter: &amp;#039;&amp;#039;Grimshaw v Steinitz&amp;#039;&amp;#039;. 2011, with updates. [http://www.chesshistory.com/winter/extra/grimshawsteinitz.html Online] auf chesshistory.com.&amp;lt;/ref&amp;gt; taucht auch heute noch in Datenbanken auf, oft mit abgewandelten Zeit- und Ortsangaben (etwa in der Bigbase 2012: Wien 1872).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Walter Grimshaw&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The [[British Chess Magazine]]&amp;#039;&amp;#039;, 1891, S. 68–70. (Nachruf)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grimshaw Interference.&amp;#039;&amp;#039; In: Milan Vemirović, Kari Valtonen: &amp;#039;&amp;#039;The definitive book. Encyclopedia of Chess Problems. Themes and terms.&amp;#039;&amp;#039; [[Šahovski informator|Schachinformator]], Belgrad 2018, S. 193–194.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Stephen John Mann: &amp;#039;&amp;#039;Walter Grimshaw&amp;#039;&amp;#039;. [https://mannchess.org.uk/People/Grimshaw,%20Walter.htm Online] auf der Seite &amp;#039;&amp;#039;Yorkshire Chess History&amp;#039;&amp;#039;. 2012–2014&lt;br /&gt;
* Erstveröffentlichung des Grimshaw-Stammproblems in der &amp;#039;&amp;#039;[[Illustrated London News]]&amp;#039;&amp;#039;, 24. August 1850, S. 174 (Problem Nr. 344). [https://hdl.handle.net/2027/mdp.39015031404612?urlappend=%3Bseq=188 Online]&lt;br /&gt;
* Jahrgang 1850 des &amp;#039;&amp;#039;Chess Player’s Chronicle&amp;#039;&amp;#039; mit zehn Kompositionen von Walter Grimshaw, [https://hdl.handle.net/2027/hvd.hxgsju?urlappend=%3Bseq=1 online]&lt;br /&gt;
* {{Schwalbe|Walter|Grimshaw}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|4. April 2020|198431991}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{SORTIERUNG:Grimshaw, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schachkomponist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1832]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grimshaw, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=britischer Schachkomponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. März 1832&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dewsbury]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Dezember 1890&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Whitby]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mautpreller</name></author>
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