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	<title>Walter Granzow - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Granzow&amp;diff=998901&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Leerzeichen vor Beleg entfernt</title>
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		<updated>2025-10-25T23:48:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor Beleg entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:GranzowWalter.jpg|miniatur|Walter Granzow (vor 1939)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Granzow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. August]] [[1887]] in [[Schönhagen (Pritzwalk)|Schönhagen]]; † [[3. Dezember]] [[1952]] in [[Bad Schwartau]]) war ein deutscher [[Gutsbesitzer]], Partei- und Bankfunktionär, [[Politiker]] ([[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]) und [[SS-Brigadeführer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Walter Granzow wurde als Sohn eines [[Landwirt]]es geboren. Nach dem Besuch der Dorfschule Schönhagen, der Mittelschule in [[Pritzwalk]] und der Höheren Landwirtschaftsschule in [[Dahme/Mark]] durchlief er eine Weiterbildung am landwirtschaftlichen Institut der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]]. Er arbeitete anschließend in der praktischen Landwirtschaft und übernahm 1910 das elterliche Gut in [[Geestgottberg]]. Von 1914 bis 1918 nahm er als Soldat am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1 Rentenmark 1937-1-30 xx.jpg|mini|„Rentenbankschein“ von 1937 mit Granzows Unterschrift als erster von links]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter Granzow war mit Gertrud, geb. Ewald (* 1890 in [[Pritzwalk]]), verheiratet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DP&amp;quot; /&amp;gt; Deren Schwester Antonie war die Mutter von [[Herbert Quandt]]&amp;lt;ref&amp;gt;Pohl, Hans, &amp;quot;Quandt, Herbert&amp;quot; in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 35–36 [https://www.deutsche-biographie.de/pnd125706871.html#ndbcontent Online-Version]&amp;lt;/ref&amp;gt; und bis zu ihrem Tod im Jahr 1918 die erste Ehefrau des Industriellen [[Günther Quandt]], der 1921 [[Magda Goebbels|Magda]] heiratete, die spätere Ehefrau von Reichspropagandaleiter [[Joseph Goebbels]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Granzows Sohn Gerhard (1914–1941) war genauso NSDAP-Mitglied&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/vermischtes/prominente/article252098570/Nazi-Vergangenheit-Habeck-spricht-ueber-Schuld-seiner-Grossvaeter.html |titel=Habeck spricht über Schuld seiner Großväter |werk=Welt |hrsg=Welt Zeitung |datum=2024-06-19 |sprache=de |abruf=2024-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wie der Sohn Kurt (1912–1952, [[Sturmabteilung#Dienstränge|Obersturmführer der SA]]), der wiederum der Großvater des Politikers [[Robert Habeck]] (Bündnis 90/Die Grünen) ist. Dieser wurde deutlich nach dem Tod von Urgroßvater und Großvater geboren und beschäftigte sich intensiv mit deren Wirken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/vermischtes/prominente/article252098570/Nazi-Vergangenheit-Habeck-spricht-ueber-Schuld-seiner-Grossvaeter.html |titel=Habeck spricht über Schuld seiner Großväter |werk=Welt |datum=2024-06-20 |sprache=de |abruf=2024-11-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Granzows Vermögen eingezogen worden war, wuchs die Mutter von Robert Habeck als [[Flüchtlingskind]] ohne Vermögen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.juedische-allgemeine.de/politik/habeck-auseinandersetzung-mit-nazi-vorfahren-hat-mich-gepraegt/ |titel=Habeck: Auseinandersetzung mit Nazi-Vorfahren hat mich geprägt |werk=Jüdische Allgemeine |datum=2024-06-20 |sprache=de |abruf=2024-11-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruf ===&lt;br /&gt;
Granzow wirkte von 1919 bis 1922 als Deichhauptmann des Wischedeichverbandes und war von 1922 bis 1933 als Gutsverwalter auf Gut [[Severin (Domsühl)|Severin]] tätig, das der mit ihm verschwägerten Industriellenfamilie Quandt gehörte und wo er sich aktiv für die [[Artamanen]] einsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich Bronder: &amp;#039;&amp;#039;Bevor Hitler kam. Eine historische Studie.&amp;#039;&amp;#039; 2., erweiterte Auflage. Marva, Genf 1975, ISBN 3-85800-002-7, S. 204.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf diesem Gut war er mehrmals Quartiergeber für [[Adolf Hitler]], der von hier Propagandafahrten nach Rostock, Parchim, Schwerin und Wismar unternahm. Zitat Granzow:&lt;br /&gt;
„1931 lernte ich den Führer kennen und hatte die Freude, ihn des öfteren als Gast in meinem Hause zu haben.“ Auf dem Gut Severin heirateten am 19. Dezember 1931 [[Joseph Goebbels]] und [[Magda Goebbels|Magda Quandt]], die zuvor mit dem Industriellen [[Günther Quandt]], Granzows vormaligem Schwippschwager, verheiratet gewesen war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DP&amp;quot;&amp;gt;Michael Buddrus, Sigrid Fritzlar: &amp;#039;&amp;#039;Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. Ein biographisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, München 2007, [https://books.google.de/books?id=0Jph7zhQTMUC&amp;amp;pg=PA463 S. 463.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. November 1933 wurde er Vorsitzender des Verwaltungsrates (Präsident) der [[Landwirtschaftliche Rentenbank#Geschichte|Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt]] (RKA) mit Sitz in [[Berlin]]. In der Folgezeit fungierte er als Aufsichtsratsvorsitzender bei verschiedenen Banken, unter anderem bei der RKA, der Deutschen Pachtbank und der Getreide-Kreditbank. Des Weiteren war er Verwaltungsratsvorsitzender der Deutschen Siedlungsbank, nachdem er bereits Beauftragter für Reichssiedlung war. Ferner war er Mitglied der [[Akademie für Deutsches Recht]] in [[München]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit arbeitete er zunächst als Wirtschaftsberater und später als Vertreter für eine Margarinefabrik in [[Holstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik ===&lt;br /&gt;
Granzow trat zum 1. März 1931 in die NSDAP ein ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 482.923)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/11731527&amp;lt;/ref&amp;gt; und war von 1931 bis 1933 [[landwirtschaftlicher Gaufachberater]] der NSDAP für [[Mecklenburg]]-[[Lübeck]]. Außerdem war er Landesbauernführer für [[Mecklenburg-Schwerin]] und Mecklenburg-Lübeck. Seit 1935 fungierte er zusätzlich bei [[Richard Walther Darré]] als Leiter der Reichsleitung des Amtes für [[Agrarwirtschaft und Agrarpolitik im Deutschen Reich (1933–1945)|Agrarpolitik der NSDAP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Oktober 1933 war er in die [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 128.801) als SS-Sturmbannführer aufgenommen worden, wurde am 20. April 1934 zum SS-Obersturmbannführer und bereits am 9. September 1934 zum SS-Standartenführer befördert. Am 9. November 1936 erhielt er schließlich seine Ernennung zum [[SS-Brigadeführer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit der [[Weimarer Republik]] war Granzow Kreistagsabgeordneter im [[Landkreis Osterburg]]. Er wurde 1932 in den [[Landtag des Freistaates Mecklenburg-Schwerin|Mecklenburg-Schwerinschen Landtag]] gewählt. Nach dem Wahlsieg der NSDAP im Raum Mecklenburg-Schwerin amtierte er vom 13. Juli 1932 bis zum 9. August 1933 als [[Ministerpräsident]] des Landes Mecklenburg-Schwerin. Gleichzeitig übernahm er die Leitung des Außenministeriums. Vom 13. Juli 1932 bis zum 5. Juli 1933 bekleidete er auch das Amt des Finanz- und Landwirtschaftsministers, vom 5. Juli bis zum 9. August 1933 dann auch das Amt des Unterrichtsministers. Von 1933 bis 1943 gehörte Granzow dem [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstag]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde Granzow verhaftet, von 1945 bis 1948 interniert und zu einer Geldstrafe verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv, Bestand Z 42-II/1296, Spruchgericht Benefeld-Bomlitz, &amp;quot;Werner Granzow&amp;quot;; digitalisiert auf invenio.bundesarchiv.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb 1952 im Alter von 65 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Granzow I|Kabinett Granzow I (Mecklenburg-Schwerin)]] – [[Kabinett Granzow II|Kabinett Granzow II (Mecklenburg-Schwerin)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helge Bei der Wieden]]: &amp;#039;&amp;#039;Die mecklenburgischen Regierungen und Minister. 1918–1952&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften zur Mecklenburgischen Geschichte, Kultur und Landeskunde.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1). 2., ergänzte Auflage. Böhlau, Köln u. a. 1978, ISBN 3-412-05578-6, S. 47/48.&lt;br /&gt;
* Landesbauernschaft Kurmark (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die Ahnen deutscher Bauernführer.&amp;#039;&amp;#039; Band 32. Reichsnährstand Verlags-Gesellschaft, Berlin 1936.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor=[[Michael Buddrus]], Sigrid Fritzlar&lt;br /&gt;
| Titel=Landesregierungen und Minister in Mecklenburg 1871-1952&lt;br /&gt;
| TitelErg=Ein biographisches Lexikon&lt;br /&gt;
| Auflage= 1.&lt;br /&gt;
| Verlag=[[Edition Temmen]]&lt;br /&gt;
| Ort=Bremen&lt;br /&gt;
| Jahr=2012&lt;br /&gt;
| ISBN=978-3-8378-4044-5&lt;br /&gt;
| Online=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116822392}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|271284668}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|116822392}}&lt;br /&gt;
* {{AdR|116822392}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116822392|VIAF=67227102}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Granzow, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Brigadeführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesminister (Mecklenburg-Schwerin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerpräsident (Mecklenburg bis 1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Mecklenburg-Schwerin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichsfinanzwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verbandsfunktionär (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesbauernführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie für Deutsches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Granzow, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Landwirt, Gutsbesitzer und Politiker (NSDAP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. August 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schönhagen (Pritzwalk)|Schönhagen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Dezember 1952&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Schwartau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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