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	<title>Walter Gröger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T20:09:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Gr%C3%B6ger&amp;diff=1808720&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (braucht keine Versalien -&gt; Wikipedia:Rechtschreibung#Groß-_und_Kleinschreibung), Kleinigkeiten.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Gr%C3%B6ger&amp;diff=1808720&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-05T09:16:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (braucht keine Versalien -&amp;gt; Wikipedia:Rechtschreibung#Groß-_und_Kleinschreibung), Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Walter Gröger.png|alternativtext=Walter Gröger (* 27. Juni 1922 † 16. März 1945)|mini|Walter Gröger]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Gröger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Juni]] [[1922]] in [[Morów|Mohrau]], [[Landkreis Neisse]], [[Provinz Oberschlesien]]; † [[16. März]] [[1945]] in [[Oslo]], [[Norwegen]]) war ein [[Matrose]] der deutschen [[Kriegsmarine]] während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 versuchte er sich der weiteren Beteiligung an den Kriegshandlungen zu entziehen, wurde verhaftet und zunächst zu acht Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Wenige Monate vor Kriegsende wurde das Urteil mit dem Vorwurf der [[Fahnenflucht]] ins Ausland in ein [[Todesstrafe|Todesurteil]] umgewandelt und Gröger daraufhin [[Erschießung|erschossen]]. Den Antrag dazu stellte der damalige [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)#Amts- und Dienstgradbezeichnungen|Marinestabsrichter]] des [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regimes]] [[Hans Filbinger]]. Im Verlauf der [[Filbinger-Affäre]] 1978 entdeckte und veröffentlichte der Dichter [[Rolf Hochhuth]] den Fall Walter Gröger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:German surrender of Akershus Fortress.jpg|mini|Weniger als zwei Monate nach Grögers [[Hinrichtung]] übergaben die Deutschen (hier Major [[Wilhelm Nichterlein]] und sein Adjutant Hauptmann Hamel) die [[Festung Akershus]], in der Gröger hingerichtet wurde, an den Fähnrich [[Terje Rollem]] von der Norwegischen Widerstandsbewegung [[Milorg]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter Gröger war der Sohn eines [[Straßenwärter]]s. Er meldete sich nach einer [[Schlosserei|Schlosserlehre]] 1940 als 17-Jähriger freiwillig zur Kriegsmarine. Auf dem Schlachtschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Gneisenau (Schiff, 1938)|Gneisenau]]&amp;#039;&amp;#039; machte er den [[Unternehmen Weserübung|Norwegenfeldzug]] mit, lag kurz in [[Kiel]] und war dann 1941/42 bei der [[Leningrader Blockade]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Oktober 1943 wurde er nach Sopnis bei [[Narvik]] versetzt. Er reiste mit dem Schiff nach Oslo und erfuhr dort, dass sein Weitertransport erst in etwa zehn Tagen beginnen soll. Kurz vor Ablauf dieser Frist lernte er die damals 34-jährige Marie Severinsen-Lindgren kennen. Sie arbeitete als Krankenpflegehelferin in einem Lazarett der [[Organisation Todt]]. Gröger versteckte sich vier Wochen bei ihr und plante, mit ihr ins neutrale [[Schweden]] zu fliehen. Er wurde jedoch von der [[Geheime Feldpolizei (Wehrmacht)|Geheimen Feldpolizei]] (GFP) verhaftet und am 14. März 1944 von einem [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Marinekriegsgericht]] zu acht Jahren [[Zuchthaus]] und dem Verlust der Wehrwürdigkeit verurteilt. Das Gericht hatte ihm in diesem Verfahren trotz 14 militärischer Vorstrafen einen „guten Kern“ zugesprochen, weil er seine Uniform und einen Orden geholt und augenscheinlich zur Truppe hatte zurückkehren wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Generaladmiral]] [[Otto Schniewind (Admiral)|Otto Schniewind]] hob das Urteil am 1. Juni 1944 allerdings wieder auf, „weil auf [[Todesstrafe]] hätte erkannt werden sollen“. Der damals 31-jährige Ankläger [[Hans Filbinger]] beantragte anschließend die Todesstrafe wegen „charakterlicher Schwächen“ und Grögers militärischen Vorstrafen auf Basis einer „Führer-Richtlinie“ von 1940. Diese verlangte die Todesstrafe „bei Flucht oder versuchter Flucht ins Ausland im allgemeinen als angebracht“. Marineoberstabsrichter [[Adolf Harms]] verurteilte Gröger am 22. Januar 1945 zum Tod als „einzig angemessene Sühne“. Am 27. Februar 1945 bestätigte das [[Oberkommando der Marine]] in Berlin das Todesurteil und lehnte das [[Gnadengesuch]] von Grögers Verteidiger Werner Schön ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. März 1945 teilte Filbinger, der im Dezember 1944 nach Oslo versetzt worden war, Gröger für den [[Gerichtsherrschaft|Gerichtsherrn]] die Ablehnung des [[Gnadenbefugnis|Gnadengesuchs]] mit. Er verkürzte die übliche Eintagesfrist bis zur [[Hinrichtung]] auf wenige Stunden. Gröger wurde am selben Tag um 16:02 Uhr in der [[Festung Akershus]] erschossen. Filbinger war dabei anwesend und erteilte als höchster Offizier den [[Erschießung|Schießbefehl]].&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Probst (Süddeutsche Zeitung, 11. Mai 2010): [https://archive.today/20120917112852/http://www.sueddeutsche.de/politik/chronik-hans-filbinger-und-die-militaer-justiz-1.309273 &amp;#039;&amp;#039;Hans Filbinger und die Militär-Justiz&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der 22-jährige Gröger verstarb laut Filbingers Protokoll um 16:04 Uhr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kein Bedauern&amp;quot;&amp;gt;Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2010: [http://www.sueddeutsche.de/politik/filbinger-und-der-fall-groeger-kein-wort-des-bedauerns-1.776259 &amp;#039;&amp;#039;Filbinger und der Fall Gröger: Kein Wort des Bedauerns&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Erst durch Recherchen Rolf Hochhuths wurden das Schicksal Grögers und die Umstände seiner Hinrichtung in der Bundesrepublik bekannt. Er informierte auch erstmals die Mutter Anna Gröger und die Freundin Marie Severinsen-Lindgren darüber. Es war das erste bekanntgewordene Todesurteil, das Hans Filbinger (CDU), damals [[Ministerpräsident]] von [[Baden-Württemberg]] und [[Präsident des deutschen Bundesrates|Präsident des deutschen Bundesrats]], als Marinerichter in der NS-Zeit beantragt oder gefällt hatte. Nachdem weitere Todesurteilsanträge Filbingers bekannt geworden waren, die er zuvor bestritten hatte, trat er 1978 als Ministerpräsident zurück. Er bestritt zeitlebens, dass er das Todesurteil für Gröger hätte abwenden können, und entschuldigte sich nie bei Grögers Angehörigen. Spätere Forschung hat jedoch ergeben, dass in vergleichbaren Fällen sehr wohl Alternativen bestanden. Nach heutiger Einschätzung von Historikern hatte Filbinger durchaus Ermessensspielraum, um die Todesstrafe für Gröger zu vermeiden. Diesen habe er nicht genutzt, weil er von deren Berechtigung überzeugt gewesen sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kein Bedauern&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochhuth verarbeitete Filbingers Umgang mit der Kritik an seinem Todesurteil 1979 in seinem Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Juristen&amp;#039;&amp;#039;. Der Liedermacher [[Walter Mossmann]] veröffentlichte 1979 auf seinem Album &amp;#039;&amp;#039;Frühlingsanfang&amp;#039;&amp;#039; die &amp;#039;&amp;#039;Ballade vom toten Matrosen Walter Gröger&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Rothschild: &amp;#039;&amp;#039;Liedermacher: 23 Porträts.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, 1980, S. 132.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröger wurde 2002 im Zuge des [[Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege|Gesetzes zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege]], das sämtliche Urteile der [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Militärgerichte der NS-Zeit]] gegen [[Fahnenflucht|Deserteure]] der [[Wehrmacht]] aufhob, juristisch rehabilitiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Frankfurter Rundschau, 8. September 2009: {{Webarchiv|url=http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1932628_NS-Unrechtsurteile-Bundestag-rehabilitiert-Kriegsverraeter.html |wayback=20090912161428 |text=&amp;#039;&amp;#039;Bundestag rehabilitiert „Kriegsverräter“&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Norbert Haase, [[Otl Aicher]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Deserteure&amp;#039;&amp;#039;. Rotbuch Verlag, Berlin 1987, ISBN 3-88022-328-9, S. 40&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.zeit.de/online/2007/16/filbinger-historie/protokoll-verstrickung-filbinger |titel=Erschießen, Sargen, Abtransportieren |werk=&amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039; |datum=2007 |zugriff=12. November 2009}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Sonja Mangold |url=http://akj.rewi.hu-berlin.de/zeitung/07-15/pdf/fs15-12-filbinger.pdf |titel=Was damals rechtens war, kann heute nicht unrecht sein |zugriff=31. Dezember 2009 |werk=Freischüßler, Ausgabe 15, 2007 |kommentar=ca. 275 kB; Seite 2 enthält die Verfügung über die Hinrichtung |format=PDF}}&lt;br /&gt;
* [[Wolfram Wette]]: &amp;#039;&amp;#039;Deserteure der Wehrmacht rehabilitiert – Ein exemplarischer Meinungswandel in Deutschland (1980–2002)&amp;#039;&amp;#039; In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft&amp;amp;nbsp;52&amp;amp;nbsp;(2004), S.&amp;amp;nbsp;505–527&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1017142165|VIAF=198676892}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Groger, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrmachtsdeserteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Militärjustiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Kriegsmarine der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gröger, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Matrose und Opfer der NS-Justiz&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Juni 1922&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Morów|Mohrau]], [[Landkreis Neisse]], [[Provinz Oberschlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. März 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oslo]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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