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	<title>Walter Drobnitzky - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T16:01:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Normdaten korrigiert (GNDName nicht mehr notwendig, siehe Diskussion)</title>
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		<updated>2025-09-15T04:00:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Normdaten korrigiert (GNDName nicht mehr notwendig, siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=Vorlage_Diskussion:Normdaten/Archiv/4&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Vorlage Diskussion:Normdaten/Archiv/4 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Walter Drobnitzky.jpg|mini|hochkant|Walter Drobnitzky]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Drobnitzky&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. März]] [[1900]]&amp;lt;ref name=F109&amp;gt;Felmy S. 109&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Legnica|Liegnitz]]; † [[22. Januar]] [[1988]]&amp;lt;ref&amp;gt;Felmy S. 116&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Münster]]) war ein deutscher [[evangelisch-lutherisch]]er [[Pfarrer]] in [[Oberschlesien]] und [[Westfalen]]. Als führendes Mitglied und zeitweise Vorsitzender der [[Hochkirchliche Vereinigung Augsburgischen Bekenntnisses|Hochkirchlichen Vereinigung Augsburgischen Bekenntnisses]] förderte er in Wort und Schrift die „[[Katholizität|katholische]]“ Erneuerung des [[Protestantismus]] und war ein Vorreiter der [[Ökumenische Bewegung|Ökumenischen Bewegung]]. Er gehörte zu den geschätztesten Mitarbeitern [[Friedrich Heiler]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Theologiestudium]] in [[Breslau]] – wo ihn [[Joseph Wittig]] nachhaltig beeinflusste&amp;lt;ref name=F109 /&amp;gt; – und in [[Halle (Saale)|Halle]] wurde Drobnitzky am 15. Januar 1925 in der Breslauer [[Magdalenenkirche (Breslau)|Magdalenenkirche]] [[Ordination#Evangelische Landeskirchen|ordiniert]]. Im selben Jahr wurde er Pfarrer in [[Chorzów|Königshütte]], danach in [[Lipine|Lipiny]], beide im seit 1922 [[Polen|polnischen]] Teil [[Oberschlesien]]s. 1931 empfing Drobnitzky durch den 1930 zum [[Bischof]] in [[Apostolische Sukzession|apostolischer Sukzession]] geweihten Friedrich Heiler die [[Ordination#Kirchen katholischer und orthodoxer Tradition|Priesterweihe]]. 1935 übernahm er die Pfarrstelle an [[Valerius Herberger]]s Kirche &amp;#039;&amp;#039;Kripplein Christi&amp;#039;&amp;#039; in [[Wschowa|Fraustadt]]. In dieser Zeit wurde die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] wegen seiner hochkirchlichen Aktivitäten auf ihn aufmerksam und lud ihn mehrmals zu Verhören.&amp;lt;ref&amp;gt;Felmy S. 110&amp;lt;/ref&amp;gt; Am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nahm er als [[Militärgeistlicher|Divisionspfarrer]] teil, zunächst in Frankreich, dann in Russland. 1944 wurde er in [[Lettland]] verwundet und kam ins Lazarett nach [[Herford]]. Seine Frau hatte mit den vier gemeinsamen Kindern in ihrem Elternhaus in [[Spenge]] in [[Westfalen]] Zuflucht gefunden. Nach seiner Gesundung wurde die Familie dort wieder vereint. Ende 1945 beauftragte ihn die Leitung der [[Evangelische Kirche von Westfalen|Evangelischen Kirche von Westfalen]] mit der Seelsorge im [[Internierungslager Staumühle]], wo die britische Militärregierung bis 1948 Führungspersonen des NS-Regimes und andere Kriegsgefangene interniert hatte. Nach der Auflösung des Lagers bekam er die dritte Pfarrstelle der [[Apostelkirche (Münster)|Apostelkirchengemeinde]] in der Innenstadt von [[Münster]], die er bis zu seiner [[Emeritierung]] 1967 innehatte. Ab 1956 war er außerdem Standortpfarrer für die evangelischen [[Bundeswehr]]angehörigen in Münster, bis 1960 für diese Aufgabe eine eigene Pfarrstelle geschaffen wurde. Nach seiner Emeritierung wirkte Drobnitzky noch bis 1980 als Seelsorger am [[LWL-Klinik Münster|psychiatrischen Krankenhaus Marienthal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Drobnitzky gehörte zu der Theologengeneration, die 1918 das Ende des [[Landesherrliches Kirchenregiment|Landesherrlichen Kirchenregiments]] miterlebt hatte und nach einer neuen Form und  Verfassung der evangelischen Kirchen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Hochkirchlichen Vereinigung, der er bald nach ihrer Gründung 1918 beigetreten war, gab Drobnitzky auf die Verfassungsfrage eine [[sakrament]]ale Antwort. Die Kirche sei nicht zuerst Gesinnungs- oder gar Volksgemeinschaft, sondern gründe in der Stiftung [[Jesus Christus|Jesu Christi]], die in der Universalität und Kontinuität des [[Bischof]]samts und in den [[Sakrament]]en konkret werde. Diese Sicht von Kirche verband er mit dem Anliegen der [[Spiritualität|spirituellen]] Intensivierung des persönlichen und gemeindlichen Lebens und der Wiedergewinnung „katholischer“, d.&amp;amp;nbsp;h. gesamtchristlicher Formen in [[Heilige Messe|Messe]] und [[Stundengebet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschärft stellte sich die Frage nach Wesen und Verfassung der Kirche seit 1933 mit den NS-[[Gleichschaltung]]sversuchen in der Person des [[Reichsbischof]]s [[Ludwig Müller (Theologe)|Ludwig Müller]] und der [[Deutsche Christen|Deutschen Christen]]. Während Friedrich Heiler diese Entwicklung von Anfang an kompromisslos ablehnte, befürwortete Drobnitzky zunächst ein diplomatisches und aktiv mitgestaltendes Vorgehen. Noch im Jahr 1933 gab Heiler die Leitung der Hochkirchlichen Vereinigung einvernehmlich an Drobnitzky ab. Dieser strebte ein Treffen mit dem neuen Reichsbischof an, das jedoch nicht zustande kam. Daraufhin formulierte er in einem offenen Brief die Voraussetzungen, unter denen die Hochkirchliche Vereinigung die neue Kirchenleitung anerkennen könne. Die wichtigste war, &amp;#039;&amp;#039;daß der Herr Reichsbischof sich klar und deutlich trenne von der Reichsleitung der &amp;#039;Deutschen Christen&amp;#039;, insbesondere von deren Reichsleiter, der in erster Linie die Verantwortung für das zerstörende Treiben germanischen Heidentums in der Kirche trägt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach Hartog, S. 61&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Brief blieb unbeantwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waren Heilers und Drobnitzkys Ziele bisher vorrangig die einer innerevangelischen Erneuerung, so brachten die folgenden Jahre einen intensiven Austausch mit [[römisch-katholisch]]en Theologen, der damals völliges Neuland war. Am ökumenischen [[Berlin-Hermsdorf|Hermsdorfer]] Gespräch über die [[Gnadenlehre]] und die [[Ekklesiologie]] (Pfingsten 1934), einer historischen Novität, die u.&amp;amp;nbsp;a. vom Berliner Bischof [[Nikolaus Bares]] unterstützt wurde, konnte Drobnitzky nur vorbereitend mitwirken. Es verlief so fruchtbar, dass er und Heiler im Anschluss den Plan einer &amp;#039;&amp;#039;korporativen Anlehnung&amp;#039;&amp;#039; der Hochkirchlichen Vereinigung an &amp;#039;&amp;#039;Rom&amp;#039;&amp;#039; entwickelten und eine Denkschrift dazu durch Bischof Bares an die Kurie leiteten. Bares starb jedoch kurz darauf, und von Rom aus drang lediglich die Nachricht in die Weltpresse, Heiler wolle zur katholischen Kirche zurückkehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartog S. 73&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg und seiner Zeit als Lagerpfarrer in Staumühle (1947–1957) setzte Drobnitzky in Münster seine geistliche und ökumenische Arbeit fort. Trotz seines Pfarramtes blieb er im ehemaligen Gefangenenlager wohnen, bis der letzte Soldat das Lager verlassen hatte. Es war seine Zeit der Buße für die Ursachen des Zweiten Weltkriegs. Die britische Besatzung brachte eine intensive Begegnung mit dem [[Anglikanismus]]. Nach der Zeit der Selbstisolation Deutschlands wurden weltweite Kontakte möglich. So bereitete er die dritte Weltkonferenz von &amp;#039;&amp;#039;[[Kommission für Glauben und Kirchenverfassung|Faith and Order]]&amp;#039;&amp;#039; in Lund 1952 mit vor. Zu einem liturgischen und ökumenischen Zentrum in Münster wurde die [[St.-Johannes-Kapelle (Münster)|St.-Johannes-Kapelle]], in der Drobnitzky am Ersten Advent 1948 den ersten Gottesdienst nach fast anderthalb Jahrhunderten leitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach jahrzehntelanger Arbeit und Erprobung erschien 1982 das &amp;#039;&amp;#039;Evangelisch-katholische Stundengebet&amp;#039;&amp;#039;, das Drobnitzky zusammen mit einem Förderkreis im Anschluss an Vorarbeiten von Friedrich Heiler und [[Albrecht Volkmann]] ausschließlich aus Texten der [[Kirchenvater|Kirchenväterliteratur]] zusammengestellt hatte und das heute über die Hochkirchliche Vereinigung zu beziehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Feier der Deutschen Messe oder die Ordnung des Gottesdienstes in den Gemeinden des Augsburgischen Bekenntnisses&amp;#039;&amp;#039;, 1934.&lt;br /&gt;
* mit Oskar Schoefer: &amp;#039;&amp;#039;Beichtbüchlein für evangelische Christen&amp;#039;&amp;#039;, 1935.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Augustanabote. Monatsblatt der Hochkirchlichen Vereinigung des Augsburgischen Bekenntnisses&amp;#039;&amp;#039;, 1935–1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Christian Felmy]]: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Pfarrer Walter Drobnitzky&amp;#039;&amp;#039;. In: Hochkirchliche Vereinigung Augsburgischen Bekenntnisses (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Siebzig Jahre Hochkirchliche Bewegung (1918–1988)&amp;#039;&amp;#039;, Bochum 1989, S. 109–116&lt;br /&gt;
* Hans Hartog: &amp;#039;&amp;#039;Evangelische Katholizität. Weg und Vision Friedrich Heilers&amp;#039;&amp;#039;, Mainz 1995, ISBN 3-7867-1836-9, S. 34, 56, 58, 61–64, 67, 73, 155ff, 160ff, 165ff, 190&lt;br /&gt;
* Walter Drobnitzky/Ruth Puffert: &amp;#039;&amp;#039;Aus der „Jugendzeit“ der Ökumene&amp;#039;&amp;#039;, in: Presbyterium der Apostel-Kirchengemeinde (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;700 Jahre Apostelkirche Münster&amp;#039;&amp;#039;, Münster 1984, S. 275–279&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=189469048|VIAF=220967293}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Drobnitzky, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökumenische Persönlichkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochkirchliche Bewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christlicher Geistlicher (Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Drobnitzky, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Pfarrer, Vorsitzender der Hochkirchlichen Vereinigung, Ökumeniker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. März 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Legnica|Liegnitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Januar 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Münster]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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