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	<title>Walter Bargatzky - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T19:54:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Catullus26: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2026-01-18T16:45:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Deutsches Rotes Kreuz (DRK) (cropped).jpg|mini|Walter Bargatzky (li.) bei einem Besuch in Kiel; neben ihm der DRK-Präsident von Schleswig-Holstein, [[Hartwig Schlegelberger]] (1974)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Bargatzky&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. April]] [[1910]] in [[Baden-Baden]]; † [[4. November]] [[1998]] in [[Bonn]]) war ein [[Jurist]], [[Staatssekretär]] und Präsident des [[Deutsches Rotes Kreuz|Deutschen Roten Kreuzes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Karrierebeginn ===&lt;br /&gt;
Am 13. April 1910 in Baden-Baden als Sohn des Direktors der Mädchen-Realschule Eugen Bargatzky geboren, absolvierte Walter Bargatzky an den [[Universität]]en [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] das Studium der [[Rechtswissenschaft]]. Vom 1. November 1933 bis zum 19. August 1937 war er Mitglied der [[Sturmabteilung|SA]]. Am 15. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 4.140.825).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/1410721&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war [[Blockleiter]] in Karlsruhe und erhielt die Beurteilung &amp;#039;&amp;#039;politisch zuverlässig&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;PKakte im Bundesarchiv Bestand BDC zitiert nach Brunner.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Zweiten [[Staatsexamen]] war er von 1935 bis 1938 als [[Assessor]] beim [[Oberlandesgericht Karlsruhe]] beschäftigt, von wo er Anfang 1939 für einige Monate an das [[Reichsministerium der Justiz]] abgeordnet wurde. Im August 1941 wurde Bargatzky zum Ersten Staatsanwalt ernannt und vom RMJ dem Oberlandesgericht Karlsruhe zugeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Nadler (Reichsministerium der Justiz) an Walter Bargatzky, 12. September 1941, Landesarchiv Baden-Württemberg, W. Bargatzky, 240, Zugang 1999-66, Nr. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitarbeiter des Militärbefehlshabers in Frankreich ===&lt;br /&gt;
Zu Kriegsbeginn eingezogen, wurde Walter Bargatzky 1940 als Beamter zum deutschen [[Militärbefehlshaber#Frankreich|Militärbefehlshaber in Frankreich]] nach Paris versetzt. Er war dort Angehöriger Abteilung „Justiz“ im Verwaltungsstab und zeitweise Persönlicher Referent von [[Jonathan Schmid (Politiker)|Jonathan Schmid]], dem Leiter des Verwaltungsstabes des Militärbefehlshabers. Dort, im berühmten Jugendstil-Hotel Majestic, dem heutigen [[Hotel The Peninsula Paris]], traf Bargatzky auf eine bunt gemischte Truppe von Militärs und höheren Beamten, deren einigendes Band die gemeinsame Sympathie für Frankreich war. Ansonsten lebten sie in einem „merkwürdigen Vakuum zwischen politischen Zwängen und vollkommener Unabhängigkeit“. Lange Zeit kämpfte er mit Rechtsgutachten gegen die [[völkerrecht]]swidrige [[Kunstraub|Verbringung von Kunst- und Kulturgütern]] aus Frankreich nach Deutschland, wenn auch ohne Erfolg. Sein widerständiges Handeln ließ ihn fast zwangsläufig in Kontakt treten mit dem Kreis der sich ab 1943/1944 in Paris bildenden militärischen Opposition. Obwohl nicht Mitglied des engsten Kreises des Widerstands, war er nach einem vorgesehenen Attentat auf Hitler als Ankläger für das abzuhaltende Tribunal über die Spitzen des Pariser Sicherheitsdienstes und der [[Gestapo]] vorgesehen. Des Risikos, das er einging, war sich Bargatzky wohl bewusst. Da ihm keine direkten Verbindungen zum militärischen Widerstand nachgewiesen werden konnten, verblieb Bargatzky nach dem Scheitern des Aufstands vom [[Attentat vom 20. Juli 1944|20. Juli 1944]] in Paris, von wo er sich mit den restlichen deutschen Truppen im August 1944 zurückzog. Trotz seiner mutmaßlichen Kontakte zum Widerstand trat Bargatzky seinen Dienst beim Karlsruher Landgericht an und wurde dort schließlich im Oktober 1944 zum Landgerichtsdirektor ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Letz (Reichsministerium der Justiz) an Walter Bargatzky, 21. November 1944, Landesarchiv Baden-Württemberg, W. Bargatzky, 240, Zugang 1999-66, Nr. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Im Nürnberger [[Wilhelmstraßen-Prozess]] war Bargatzky 1948 Entlastungszeuge für den dann wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilten Staatssekretär [[Ernst von Weizsäcker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baden-Badener Militärkommandant Moutenet ernannte Bargatzky im Oktober 1945 zum Polizeidirektor seiner Heimatstadt. Im April 1948 wurde er zum ersten Vorsitzenden Richter (Direktor) des neu errichteten [[Verwaltungsgericht (Deutschland)|Verwaltungsgerichts]] [[Freiburg im Breisgau]] ernannt. Noch im selben Jahr amtierte er als Generalsekretär des Sekretariats der westdeutschen [[Landesregierung (Deutschland)|Landesregierungen]] in [[Frankfurt am Main]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Gründung der Bundesrepublik Deutschland]] setzte Bargatzky seine Karriere im [[Bundesministerium des Innern]] zuletzt als [[Ministerialdirektor]] und Abteilungsleiter VI ÖS (Öffentliche Sicherheit) fort. Der Aufbau des [[Bundesgrenzschutz]]es ist maßgeblich sein Werk. Er wurde unter [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] [[Ludwig Erhard]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU)]] 1963 auf Vorschlag von [[Bundesminister (Deutschland)|Bundesministerin]] [[Elisabeth Schwarzhaupt]] (CDU) zum beamteten Staatssekretär im [[Bundesministerium für Gesundheit (Deutschland)|Bundesministerium für Gesundheitswesen]] befördert. 1966 mit Beginn der [[Große Koalition|Großen Koalition]] wurde Bargatzky wegen fehlender Vertrauensbasis von der neuen Bundesgesundheitsministerin [[Käte Strobel]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) auf eigene Anregung in den einstweiligen Ruhestand versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon seit 1950 war er Vizepräsident des [[Deutsches Rotes Kreuz|Deutschen Roten Kreuzes]] (DRK), dessen Präsident er nach seiner Pensionierung 1967 wurde und bis 1982 blieb. Die DDR-Presse titelte „Westdeutscher DRK-Präsident mit brauner Vergangenheit“ (&amp;#039;&amp;#039;Sächsische Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 4. August 1967).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. November 1998 verstarb Walter Bargatzky in Bonn. Verheiratet war er seit 1944 mit Camilla von Spruner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1973: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz mit Stern]] der Bundesrepublik Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;{{BVK|GrVKSt|43/1973}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1980: [[Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg|Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verdienstorden Baden-Württemberg}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Sinn der englischen Festlandspolitik. Reden und Schriften der britischen Staatsmänner aus zwei Jahrzehnten&amp;#039;&amp;#039;. CH Beck, München 1939&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schöpferischer Friede&amp;#039;&amp;#039;. Alber, Freiburg 1946 (2. Auflage 1947)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Smuts. Sieg eines Besiegten&amp;#039;&amp;#039;, München 1948&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Waffenrecht der Bundesrepublik Deutschland. Textausgabe mit Einleitung&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 1951&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rotes Kreuz und Kriegsverhütung -Vortrag&amp;#039;&amp;#039;.  Deutsches Rotes Kreuz, Bonn 1956&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Universum lebt: Gedanken über den organischen Aufbau des Weltalls&amp;#039;&amp;#039;, Econ Verlag, Düsseldorf und Wien 1978&lt;br /&gt;
* Essays über das Rote Kreuz : gesammelt zum 70. Geburtstag von DRK-Präsident Walter Bargatzky. Druckerei Hachenburg, Hachenburg 1980&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorgänge des Hitlerattentats vom 20. Juli 1944, die sich in Paris abspielten&amp;#039;&amp;#039;, veröffentlicht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 14. Juli 1984&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hotel Majestic – ein Deutscher im besetzten Frankreich.&amp;#039;&amp;#039; Vorwort von Peter Scholl-Latour, Herder, Freiburg 1987&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernhard Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Der Frankreich-Komplex. Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein-Verlag, Göttingen 2004.&lt;br /&gt;
* Claudia Hohmeister: &amp;#039;&amp;#039;Ganz normale Staatsanwälte ? Richard Fleuchaus und Walter Bargatzky.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Angela Borgstedt]] Hg.: &amp;#039;&amp;#039;Badische Juristen im Widerstand (1933-1945).&amp;#039;&amp;#039; Mit einem Beitrag von Annette Michel, Vorwort [[Michael Kißener]], UVK Konstanz 2004, ISBN 978-3-89669-720-2.&lt;br /&gt;
* [[Ahlrich Meyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Täter im Verhör. Die »Endlösung der Judenfrage« in Frankreich 1940–1944&amp;#039;&amp;#039;. [[Wissenschaftliche Buchgesellschaft]], Darmstadt 2005, ISBN 3-534-14966-1.&lt;br /&gt;
* [[Ahlrich Meyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Wissen um Auschwitz. Täter und Opfer der ‚Endlösung’ in Westeuropa&amp;#039;&amp;#039;. Paderborn: [[Verlag Ferdinand Schöningh]] 2010, ISBN 978-3-506-77023-3&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Treue]], &amp;#039;&amp;#039;Zum nationalsozialistischen Kunstraub in Frankreich – Der „Bargatzky-Bericht“&amp;#039;&amp;#039; In: [[VfZ]] 13(1965), H. 3. S. 285–337 ([https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1965_3.pdf PDF])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bad-bad.de/gesch/bargatzky.htm Stadtführer Baden-Baden, Geschichte, Dr. Walter Bargatzky]&lt;br /&gt;
* [https://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-117466 Nachlassarchiv]&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000002701}}&lt;br /&gt;
* [[Institut für Zeitgeschichte]] München-Berlin: [https://www.ifz-muenchen.de/archiv/zs/zs-0203.pdf &amp;#039;&amp;#039;Zeugenschrifttum Online. ZS 203, Bargatzky, Walter&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei; 7,51 MB). &amp;#039;&amp;#039;Persönliche Erinnerungen an die Aufstandsbewegung des 20. Juli 1944 in Frankreich&amp;#039;&amp;#039;, Oktober 1945 [zweifach]; Korrespondenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste DRK-Präsidenten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118819143|LCCN=nr/88/2154|VIAF=24972200}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bargatzky, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamteter Staatssekretär (Bundesrepublik Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident (Deutsches Rotes Kreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenritter (Johanniterorden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1998]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bargatzky, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Staatssekretär und Präsident des Deutschen Roten Kreuzes&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. April 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Baden-Baden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. November 1998&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
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