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	<title>Walter Adolf Langleist - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:08:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hutch: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-09T07:29:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Adolf Langleist&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. August]] [[1893]] in [[Dresden]]; † [[28. Mai]] [[1946]] in [[Landsberg am Lech]]) war ein deutscher [[SS-Oberführer]] und [[KZ-Kommandant|Lagerkommandant]] des [[KZ-Außenlagerkomplex Mühldorf|KZ-Außenlagerkomplexes Mühldorf]]. Als [[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrecher]] wurde Langleist in den [[Dachauer Prozesse]]n [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]] und [[Hinrichtung|hingerichtet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Langleist war von Beruf Mechaniker und Vater eines Kindes.&amp;lt;ref&amp;gt;Biographische Angaben zu Langleist in: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0, S. 357.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/dachautrial/d3.pdf Review of Proceedings of General Military Court in the Case United States vs. Martin Gottfried Weiss]&amp;#039;&amp;#039; (PDF-Datei;, 40 MB) bei jewishvirtuallibrary.org, S. 73f, 124f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.online.uni-marburg.de/icwc/dachau/000-050-0002.pdf Review and Recommendations of the Deputy Theater Judge Advocate]&amp;#039;&amp;#039; (PDF-Datei;, 29,4 MB) beim [[Internationales Forschungs- und Dokumentationszentrum Kriegsverbrecherprozesse|Internationalen Forschungs- und Dokumentationszentrum für Kriegsverbrecherprozesse]] (ICWC), S. 49.&lt;br /&gt;
* Edith Raim: &amp;#039;&amp;#039;Die Dachauer KZ-Außenkommandos Kaufering und Mühldorf. Rüstungsbauten und Zwangsarbeit im letzten Kriegsjahr 1944/45.&amp;#039;&amp;#039; Neumeyer, Landsberg am Lech 1992, ISBN 3-920216-56-3, S. 156f.&lt;br /&gt;
* Edith Raim: &amp;#039;&amp;#039;Das Ende von Kaufering IV.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dachauer Hefte.&amp;#039;&amp;#039; Heft 20. Verlag Dachauer Hefte, Dachau 2004, ISBN 3-9808587-4-X, S. 139–156, hier S. 147&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.geocities.com/~orion47/SS-POLIZEI/SS-DAL1934_SS-Sthptfhr.html |text=SS-Dienstaltersliste 1934, Sturmhauptführer |wayback=20050105035830}} und {{Webarchiv |url=http://www.geocities.com/~orion47/SS-POLIZEI/SS-Oberf_I-P.html |text=SS-Oberführer |wayback=20020616083047}} bei Axis Biographical Research.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] Soldat, trat er zum 1. Oktober 1930 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 352.801)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/24870434&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1931 der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 8.980). In der SS wurde er am 20. April 1939 zum Oberführer befördert und leitete zeitweise den [[Organisationsstruktur der SS#SS-Abschnitt|SS-Abschnitt XIII]] in Stettin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Überfall auf Polen|deutschen Überfall auf Polen]] im September 1939 war Langleist in [[Bydgoszcz|Bromberg]] (polnisch: Bydgoszcz) Führer des [[Volksdeutscher Selbstschutz|Volksdeutschen Selbstschutzes]], einer aus Angehörigen der [[Deutsche Minderheit in Polen|deutschen Minderheit in Polen]] gebildeten paramilitärischen Organisation. Bis Oktober 1940 wieder als SS-Oberführer in Stettin, war Langleist Ende 1939 und Anfang 1940 an der Ermordung von Patienten der Heil- und Pflegeanstalten in Pommern beteiligt. Auf Initiative des Gauleiters für Pommern, [[Franz Schwede]] sollten die Patienten in angrenzende polnische Gebiete gebracht werden. Im Herbst 1939 wurden dort etwa 1400 Patienten aus Pommern von der SS erschossen; weitere 1000 wurden im Frühjahr 1940 in [[Gaswagen]] ermordet. Von Anfang 1939 bis September 1941 sank die Zahl der Betten in den Heil- und Pflegeanstalten der Provinz von 7600 auf 2800. Ein Teil der freigewordenen Anstalten wurde von der SS genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Heike Bernhardt: &amp;#039;&amp;#039;„Euthanasie“ und Kriegsbeginn. Die frühen Morde an Patienten aus Pommern.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (1953)|ZfG]]&amp;#039;&amp;#039;, 44, Heft 9, 1996, S. 773–788, hier S. 773–776.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1941 gehörte Langleist der [[Waffen-SS]] an, zuletzt im Rang eines [[SS-Sturmbannführer]]s der Reserve. Spätestens ab Juni 1941 war er in leitender Funktion bei der Wachmannschaft des [[KZ Buchenwald]], dem SS-Totenkopf-Sturmbann.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dws-xip.com/reich/biografie/8980.html Kurzbiografie Walter Adolf Langleist mit Foto] (polnisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im April 1942 wurde er Kommandeur der Wachmannschaft im [[KZ Majdanek|Konzentrationslager Majdanek]] in Lublin. Langleist gehörte auch zum Personal des [[KZ Warschau]]s, möglicherweise war er zeitweise der dortige Lagerkommandant.&amp;lt;ref&amp;gt;Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München I, siehe Raim: &amp;#039;&amp;#039;Ende.&amp;#039;&amp;#039; S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von August 1943 bis Mai 1944 führte er das Kommando über die Wachmannschaft im [[KZ Dachau]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1944 wurde Langleist in ein [[Außenlager des KZ Dachau]] im [[KZ-Außenlagerkomplex Kaufering]] versetzt. In diesem Gebiet entstanden elf Außenlager; die Häftlinge wurden als [[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus|Zwangsarbeiter]] beim Bau eines halbunterirdischen Betonbunkers eingesetzt, in dem Jagdflugzeuge produziert werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Raim: &amp;#039;&amp;#039;KZ-Außenkommandos.&amp;#039;&amp;#039; passim. Ein Überblick über die Standorte der Lager bei der [http://www.landsberger-zeitgeschichte.de/Geschichte/geschichte/lageralle.htm Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung e.&amp;amp;nbsp;V.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Langleist leitete als Kommandant diese Außenlager.&amp;lt;ref&amp;gt;Raim: &amp;#039;&amp;#039;KZ-Außenkommandos.&amp;#039;&amp;#039; S. 157. Hiervon abweichend wird Langleist in den Unterlagen des Dachauer Prozesses als Verantwortlicher für das [[KZ-Außenlager Kaufering IV – Hurlach]] genannt, siehe &amp;#039;&amp;#039;[http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/dachautrial/d3.pdf Review]&amp;#039;&amp;#039; (PDF-Datei; 40 MB), S. 73, 152f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende Oktober oder Anfang November 1944 wurde er in Kaufering abgelöst, da er den Forderungen des Bauleiters des Rüstungsprojektes nach mehr sanitären Anlagen und einer Entlausungseinrichtung in den Lagern nicht entsprochen hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Raim157&amp;quot;&amp;gt;Raim: &amp;#039;&amp;#039;KZ-Außenkommandos.&amp;#039;&amp;#039; S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langleist wechselte anschließend als Kommandant in den [[KZ-Außenlagerkomplex Mühldorf]]. Laut Nachkriegsaussagen, unter anderem von [[Oswald Pohl]], scheint Langleist sich in Mühldorf bemüht zu haben, die dortigen Lager aus dem Unterstellungsverhältnis unter das KZ Dachau zu lösen. So habe er einen SS-Oberscharführer zu seinem Adjutanten gemacht, ohne dass dieser seinem Rang nach geeignet war und auch keine entsprechende Stelle in Mühldorf vorhanden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Raim157&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende war Langleist ab dem 15. November 1945 zusammen mit weiteren 39 Angehörigen des Lagerpersonals Angeklagter im [[Dachau-Hauptprozess]], der im Rahmen der [[Dachauer Prozesse]] stattfand. Die Anklage vor dem amerikanischen [[Militärgericht]] lautete auf „Verletzung der Gesetze und Gebräuche des Krieges“, gleichermaßen gegen Zivilpersonen wie gegen Kriegsgefangene. Innerhalb der Anklage spielte der Begriff des „[[Common Design]]“,&amp;lt;ref&amp;gt;Zu „Common Design“: Robert Sigel: &amp;#039;&amp;#039;Im Interesse der Gerechtigkeit. Die Dachauer Kriegsverbrecherprozesse 1945-1948.&amp;#039;&amp;#039; Campus, Frankfurt 1992, ISBN 3-593-34641-9, S. 42ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; des gemeinsamen Vorhabens eines Verbrechens, eine zentrale Rolle: Nicht allein die individuellen Taten des KZ-Personals wurden als verbrecherisch angesehen, sondern das System der Konzentrationslager an sich. Im Zuge der Vorermittlungen hatte es sich als schwierig erwiesen, einzelne Verbrechen den Angeklagten zuzuordnen, da nur einige KZ-Häftlinge überlebt hatten, die infolge ihrer Traumatisierung nur unpräzise Aussagen tätigen konnten oder die Namen der Täter nur teilweise kannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langleist wurde am 13. Dezember 1945 ebenso wie 35 weitere Angeklagte [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]]. Das Gericht sah im Fall von Langleist zwei individuelle Exzesstaten als erwiesen an:&amp;lt;ref&amp;gt;Lessing: &amp;#039;&amp;#039;Prozess.&amp;#039;&amp;#039; S. 322.&amp;lt;/ref&amp;gt; So habe er einen Häftling in eine Grube geworfen, woran dieser starb. Auch habe Langleist einen anderen Häftling mit einem Stück Holz so geschlagen, dass dieser ebenfalls zu Tode kam. Das Urteil wurde am 5. April 1946 vom [[Oberbefehlshaber]] der [[United States European Command|amerikanischen Streitkräfte in Europa]] bestätigt, nach einer entsprechenden Empfehlung durch ein „Review Board“ der Armee.&amp;lt;ref&amp;gt;Zusammenfassung des Reviews zu Kramer:  &amp;#039;&amp;#039;[http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/dachautrial/d3.pdf Review]&amp;#039;&amp;#039; (PDF-Datei; 40 MB), S. 152f. Ebenda, S. 164, die Empfehlung, im Fall von Langleist die [[Todesstrafe]] beizubehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt; Langleist wurde am 28. Mai 1946 im [[Kriegsverbrechergefängnis Landsberg]] [[Erhängen|gehängt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Holger Lessing: &amp;#039;&amp;#039;Der erste Dachauer Prozess 1945/46.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Fundamenta juridica.&amp;#039;&amp;#039; Band 21). Nomos, Baden-Baden 1993, ISBN 3-7890-2933-5.&lt;br /&gt;
* [[Gerd R. Ueberschär]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Nationalsozialismus vor Gericht. Die alliierten Prozesse gegen Kriegsverbrecher und Soldaten 1943–1952&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Fischer-Taschenbücher. Die Zeit des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039; 13589). Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-596-13589-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/dachautrial/d3.pdf Review of Proceedings of General Military Court in the Case United States vs. Martin Gottfried Weiss] (PDF-Datei;, 40 MB) bei jewishvirtuallibrary.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Langleist, Walter Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Majdanek]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Warschau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Dachauer Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Langleist, Walter Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Langleist, Walter&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kommandant von KZ-Nebenlagern bei Kaufering und Mühldorf, als Kriegsverbrecher hingerichtet&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. August 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Mai 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Landsberg am Lech]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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