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	<title>Walrad (Nassau-Usingen) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T07:54:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walrad_(Nassau-Usingen)&amp;diff=1163409&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Militärische Karriere */ Tippfehler</title>
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		<updated>2023-11-24T00:14:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Militärische Karriere: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lambert-van-den-Bos-Schauplatz-des-Krieges MG 9485.tif|mini|Walrad von Nassau-Usingen, 1675]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walrad von Nassau-Usingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Februar]] [[1635]] in [[Metz]]; † [[17. Oktober]] [[1702]] in [[Roermond]]) war ab 1659 Graf, 1688 Fürst von [[Nassau-Usingen]], Begründer der Usinger Linie des [[Haus Nassau|Hauses Nassau]] und [[Kaiserliche Armee (HRR)|kaiserlicher]] General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Walrad wurde am 25. Februar 1635 in Metz geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=119333651 |titel=„Nassau-Usingen, Walrad Fürst von“| datum=2013-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war der jüngste Sohn von [[Wilhelm Ludwig (Nassau-Saarbrücken)|Wilhelm Ludwig von Nassau-Saarbrücken]] und Anna Amalia von Baden-Durlach, der Tochter des Markgrafen [[Georg Friedrich (Baden-Durlach)|Georg Friedrich von Baden-Durlach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walrad war in erster Ehe seit 1678 mit Catherine Francoise, Comtesse de [[Croÿ]]-Roeulx (1652–1686) verheiratet. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelmine Henriette (1679–1718) ⚭ 1701 Karl Ludwig Philipp, Wild und Rheingraf zu Grumbach, Graf zu Salm (1678–1727)&lt;br /&gt;
* Heinrich (1680–1682)&lt;br /&gt;
* Marie Ernestine (*/† 1683)&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Heinrich (Nassau-Usingen)|Wilhelm Heinrich]] (1684–1718)&lt;br /&gt;
* Marie Albertine (1686–1768) ⚭ 1710 Graf [[Johann Georg (Ortenburg)|Johann Georg zu Ortenburg]] (1686–1725)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er 1688 in zweiter Ehe Magdalene Elisabeth, Gräfin zu [[Löwenstein-Wertheim|Löwenstein-Wertheim-Rochefort]] (1662–1733). Diese Ehe blieb kinderlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung von Nassau-Usingen ==&lt;br /&gt;
Graf Wilhelm Ludwig hinterließ drei Söhne, die am 31. März 1659 das nassauische Gebiet erneut teilten: [[Johann Ludwig (Nassau-Ottweiler)|Johann Ludwig]] erhielt das [[Herrschaft Ottweiler|Amt Ottweiler]], [[Gustav Adolf (Nassau-Saarbrücken)|Gustav Adolf]] erhielt die [[Grafschaft Saarbrücken]] und Walrad erhielt Usingen und wurde zum Gründer des neuen Zweiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. August 1688 wurde Walrad in den Fürstenstand erhoben. Nach seinem Tod im Jahr 1702 folgte ihm sein Sohn [[Wilhelm Heinrich (Nassau-Usingen)|Wilhelm Heinrich]] als Fürst von Nassau-Usingen nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken in Usingen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fürst Walrad.jpg|mini|Denkmal für Fürst Walrad in [[Usingen]]]]&lt;br /&gt;
Residenz des Hauses Nassau-Usingen war seit 1659 die Stadt [[Usingen]] im Taunus. Die Stadt gewann als nassauische Residenzstadt wesentlich an Ansehen und Bedeutung und profitierte auch in städtebaulicher Hinsicht von Walrad. So ließ Fürst Walrad anstelle der alten Burg in den Jahren 1660 bis 1663 ein neues Schloss errichten. Im Schlossgarten, der heute ein öffentlicher Park ist, wurde von der dankbaren Stadt 1905 sein Denkmal errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1692 zerstörte ein Feuer große Teile von Usingen ([[Stadtbrand von Usingen 1692]]). Walrad nutzte dies, um die Usinger Oberstadt systematisch wieder zu errichten. Symmetrische Straßenzüge, die auch heute noch das Stadtbild prägen, wurden angelegt und entlang der Obergasse entstanden repräsentative Bauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung des Usinger Landes war im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] dezimiert worden. Walrad förderte den Zuzug von [[Hugenotten]], die aus Frankreich fliehen mussten, und gewährte hierzu Religionsfreiheit. Die [[Hugenottenkirche (Usingen)|Hugenottenkirche in Usingen]] zeugt von dieser Zuwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militärische Karriere ==&lt;br /&gt;
Walrad war ein geachteter Feldherr, der vor allem für die niederländische [[Republik der Sieben Vereinigten Provinzen]] und das [[Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich]] kämpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat 16-jährig in den persönlichen Dienst des späteren schwedischen Königs [[Karl X. Gustav|Karl Gustav]]. Krankheitsbedingt schied er aus dem Dienst aus und studierte ab 1652 an der [[Hugenotten]]universität in [[Saumur]]. Danach diente er in der französischen Armee als [[Rittmeister]] unter Marschall [[Henri de La Ferté-Senneterre|de la Ferté]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1664 wurde er [[Generalwagenmeister]] des Reiterregimentes des [[Oberrheinischer Reichskreis|oberrheinischen Reichskreises]] im Range eines [[Oberst]]en und wurde zum [[Türkenkrieg 1663/1664|Kampf gegen die Türken]] nach [[Mosonmagyaróvár|Ungarisch-Altenburg]] geschickt. Zu der entscheidenden [[Schlacht bei Mogersdorf]] kam er zwar zu spät, beteiligte sich aber an der Verfolgung des geschlagenen osmanischen Heeres. 1683 beteiligte er sich erfolgreich beim [[Entsatz]] des von den [[Osmanisches Reich|Türken]] belagerten [[Zweite Wiener Türkenbelagerung|Wiens]]. So hatte er einen Anteil daran, dass die osmanische Eroberung Mitteleuropas scheiterte. Für diesen Einsatz verlieh ihm der polnische König [[Johann III. Sobieski]] die höchste polnische Auszeichnung, den [[Orden des Weißen Adlers (Polen)|Weißen Adlerorden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 30 Jahren wurde er Heerführer des Herzogs [[Ernst August (Hannover)|Ernst August von Braunschweig-Lüneburg]]. Für diesen trat er 1666 in die Dienste der [[Generalstaaten]]. 1671 wechselte er ganz in niederländische Dienste. 1672 wurde er zum niederländischen [[Generalleutnant]] der Kavallerie ernannt und leistete als Feldherr für seinen Vetter [[Wilhelm III. (Oranien)|Wilhelm III. von Oranien]] Dienste. Im [[Holländischer Krieg|Holländischen Krieg]] 1672 bis 1678 war Wilhelm III. [[Kapitän-General]], also Oberbefehlshaber. Walrad trat bei der [[Schlacht bei Seneffe]] 1674 hervor und wurde am 4. Dezember 1674 zum [[General der Kavallerie]] befördert. Am 26. Oktober 1674 erhielt er das Gouvernement der Stadt [[Bergen op Zoom]]. Am Ende des Krieges war er mit der Entlassung und Neuformierung der Truppen beauftragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit geheimer [[Ordre]] Wilhelms wurde er am 5. Oktober 1688 angewiesen, die 16 Reiterregimenter aus dem Lager bei [[Nijmegen|Nimwegen]] zur Invasion in England zu führen. Dort beteiligten sie sich an der [[Glorious Revolution]], also der Absetzung von König [[Jakob II. (England)|Jakob II.]] Am 5. Juli 1689 wurde er zum niederländischen [[Feldmarschall]] ernannt. Noch während er in England war, brach auf dem Kontinent der letzte der [[Reunionskriege]], der [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzische Erbfolgekrieg]] aus. Erneut fielen französische Truppen in Holland ein und Walrad wurde zurückbeordert, um unter dem Oberbefehl von [[Georg Friedrich (Waldeck-Eisenberg)|Georg Friedrich von Waldeck-Eisenberg]] als General der Kavallerie gegen Frankreich zu kämpfen. Unter seinem Kommando kämpften die Niederländer in der [[Schlacht bei Fleurus (1690)|Schlacht von Fleurus]] am 1. Juli 1690 und der [[Schlacht von Steenkerke]] am 3. August 1692. In der Schlacht bei Fleurus gelang es seinen Truppen, mehrere französische Fahnen und Kanonen zu erbeuten. Auch wenn die Schlacht für die Alliierten kein Erfolg war, stärkte sie Walrads Ruf als Heerführer. Seit 1696 war er [[Oberbefehlshaber]] der niederländischen Truppen, es kam in diesem Jahr aber nicht zu größeren Kämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1690 war er Senior des Nassauisch-Saarbrückener Stamms. Er setzte sich daher erfolgreich dafür ein, dass in Art. XC. und XXX des [[Frieden von Rijswijk|Friedens von Rijswijk]] eine Restitution des Fürstentums [[Grafschaft Saarbrücken|Nassau-Saarbrücken]] aufgenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Oktober 1690 erhielt er die Ernennung als kaiserlicher Generalfeldmarschall. Im [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieg]] vollzog Walrad die [[Reichsexekution]] gegen den mit Frankreich verbündeten Kurfürsten [[Joseph Clemens von Bayern|Joseph Clemens von Köln]] und befehligte die verbündeten Truppen 1702 bei der [[Belagerung von Kaiserswerth (1702)|Belagerung von Kaiserswerth]]. Fürst Walrad starb im Alter von 67 Jahren während des Feldzuges bei [[Roermond]]. Seine Beisetzung erfolgte am 22. Oktober 1702 in [[Moers]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschlagene Conditiones Für die Vbergebung der Vestung Käyserswerth, Statt, Schlosses und angehörigen Schäntzen sowohl dieß- alß jenseith des Rheins&amp;#039;&amp;#039;. - S.l. Düsseldorf : Beyers, 1702. [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:1-14267 Digitalisierte Ausgabe] der [[Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Even, Pierre: Walrad Fürst zu Nassau-Usingen (1635–1702). Reichspatriot zwischen Türkenkriegen und niederländischer Selbstbehauptung. In: [[Nassauische Annalen]] Bd. 114, Wiesbaden 2003, S. 179–209.&lt;br /&gt;
* {{ADB|40|770|773|Walrad|Wilhelm Sauer|ADB:Walrad}}&lt;br /&gt;
* Wilhelm Dienstbach: Nassau-Saarbrücken und Mörs, Diss. 1905, S. 17–30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Walrad, Prince of Nassau-Usingen|Walrad von Nassau-Usingen}}&lt;br /&gt;
* [http://www.geschichtsverein-usingen.de/index.php/persoenlichkeiten/fuerst-walrad Biographie] (beim Geschichtsverein Usingen)&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=119333651 |titel=„Nassau-Usingen, Walrad Fürst von“}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|AMT=[[Nassau-Usingen|Graf von Nassau-Usingen&amp;lt;br /&amp;gt;ab 1688 Fürst]]|VORGÄNGER=[[Wilhelm Ludwig (Nassau-Saarbrücken)|Wilhelm Ludwig]]&amp;lt;br /&amp;gt;(Nassau-Saarbrücken)|NACHFOLGER=[[Wilhelm Heinrich (Nassau-Usingen)|Wilhelm Heinrich]]|ZEIT=1659–1702}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Fürsten von Nassau-Usingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119333651|VIAF=3278372}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Walrad #NassauUsingen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fürst (Nassau-Usingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Hauses Nassau (Jüngere Linie Saarbrücken)]]&amp;lt;!--Doppelkategorisierung als Angehöriger dieser Linie und Begründer folgender Nebenlinie--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Hauses Nassau (Linie Saarbrücken-Usingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaiserlicher General (HRR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in den Türkenkriegen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Weißen Adlerordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Pfälzischen Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Spanischen Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Holländischen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Metz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1635]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1702]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Nassau-Usingen, Walrad&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Nassau-Usingen, Fürst Walrad von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Fürst und Begründer der Linie von Nassau-Usingen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Februar 1635&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Roermond]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Oktober 1702&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Usingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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