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	<title>Wallfahrtskirche Maria Thalheim - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T18:02:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wallfahrtskirche_Maria_Thalheim&amp;diff=2104273&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2025-09-17T21:27:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:08-08-10+16-42-25+Maria Thalheim, Wallfahrtskirche.JPG|mini|Außenansicht der Wallfahrtskirche, im Vordergrund auf dem ehemaligen Friedhof die Michaelikapelle]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Maria Thalheim]], einem Ortsteil der Gemeinde [[Fraunberg]] im [[Oberbayern|oberbayerischen]] [[Landkreis Erding]], wurde erstmals im Jahre 1413 urkundlich erwähnt und ist damit die älteste Marien[[wallfahrt]] im Erdinger Land. Der [[Gotik|spätgotische]] Kirchenbau stammt ursprünglich aus dem späten 15. Jahrhundert, wurde jedoch im Zeitalter des [[Barock]] und [[Rokoko]] stark verändert, wobei er insbesondere seine prächtige [[Kirchenausstattung|Ausstattung]] erhielt. Daran wirkten zahlreiche namhafte Baumeister und Künstler mit. So gilt Maria Thalheim beispielsweise als wichtigste Wirkungsstätte [[Christian Jorhan der Ältere|Christian Jorhans d. Ä.]] Bei dem Gnadenbild am Hochaltar handelt es sich um eine spätgotische [[Maria (Mutter Jesu)|Madonna]] mit [[Jesuskind]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Kirchlich wird Maria Thalheim als &amp;#039;&amp;#039;Thallhamb&amp;#039;&amp;#039; erstmals 1315 als [[Filialkirche|Filiale]] der [[Pfarrei]] Riding erwähnt. Die [[Wallfahrt]] ist bereits seit dem frühen [[15. Jahrhundert]] (1413 bzw. 1419) belegt, manche Quellen setzen den Beginn der Wallfahrt bereits Mitte des 14. Jahrhunderts an. Die [[Legende]] berichtet, dass zunächst eine Wallfahrt zu einem [[Marienbildnis]] unter einem [[Holunder|Hollerstrauch]] im Ort entstand. Später sollte für das Bild eine Kirche auf einem Berg errichtet werden. Tagsüber wurde das Bild in einer feierlichen [[Prozession]] mehrmals zum neuen Bestimmungsort gebracht. Doch das verehrte Marienbild sei in der Nacht immer wieder an den angestammten Ort bei dem Hollerbusch in der Ortsmitte zurückgekehrt, an dem dann auch die heutige Kirche erbaut wurde. Der Holunderstrauch ist bis heute eine botanische Besonderheit, ein sogenannter &amp;#039;&amp;#039;Verstecktblüher&amp;#039;&amp;#039;, da er keine sichtbaren [[Blüte]]n und nur grüne [[Frucht|Früchte]] trägt. Während das Gnadenbild zunächst auf den ersten linken Seitenaltar, 1753 dann auf den Hochaltar übertragen wurde, steht heute eine [[Unbefleckte Empfängnis|Immaculata]]-Figur von 1884 bei dem Hollerstrauch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot;&amp;gt;Kißlinger, S. 2–9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWWGeschichte&amp;quot;&amp;gt;Pfarrverband Reichenkirchen-Maria Thalheim: [https://www.erzbistum-muenchen.de/PV-Reichenkirchen-MariaThalheim/Page047451.aspx Die Geschichte der Wallfahrt Maria Thalheim]. Online auf www.erzbistum-muenchen.de. Abgerufen am 29. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge blühte die Wallfahrt rasch auf. Mitte des 15. Jahrhunderts hatte man bereits einen Wallfahrtsgeistlichen angestellt; 1476 kam Herzog Ludwig der Reiche aus [[Landshut]] nach Maria Thalheim, ein Beweis für das bereits damals hohe Ansehen der Wallfahrt. Auch die Erbauung der benachbarten Michaelikapelle zu Beginn des 16. Jahrhunderts und die Anwesenheit zweier Benefiziaten zeugen von einer Blütezeit der Wallfahrt. Im Zuge der Glaubensspaltung ging die Pilgertätigkeit deutlich zurück, doch nachdem Maria Thalheim im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wie durch ein Wunder von Mord und Plünderung durch die Schweden verschont blieb, erholte sich die Wallfahrt rasch wieder. Die Gründung einer Armenseelen-Bruderschaft im Jahr 1700, die Besetzung der Pfarrei Riding und des Benefiziums Maria Thalheim mit [[Priester]]n aus dem Institut des [[Bartholomäus Holzhauser]] und die Tatsache, dass der [[Kurfürstentum Bayern|bayerische Kurfürst]] mehrmals persönlich nach Maria Thalheim kam, zeugen von einer erneuten Blütezeit der Wallfahrt im 18. Jahrhundert. Nachdem die Kirche bereits um 1670 durch den Erdinger Baumeister [[Hans Kogler]] barockisiert und durch Philipp Vogl aus [[Erding]] [[Stuck|ausstuckiert]] worden war, wurde das Gotteshaus durch Koglers Nachfolger [[Johann Baptist Lethner]] im Jahr 1736 um zwei [[Joch (Architektur)|Joche]] nach Westen verlängert. Damit erhielt die Wallfahrtskirche im Wesentlichen ihre heutigen Ausmaße. Außerdem wurden um diese Zeit drei neue Portale eingebaut und vier neue Altäre aufgestellt. An den Feierlichkeiten zur Übertragung des Gnadenbildes auf den Hochaltar an Mariä Himmelfahrt 1753 sollen 40.000 Gläubige teilgenommen haben. 1750 wurde die [[Sakristei]] erweitert, 1764 wurde neben anderen Renovierungsmaßnahmen auch der Kirchenraum neu ausstuckiert. Doch die neuerliche Blütezeit währte nur kurz, denn bereits 1785 wurde das Wallfahren an [[Werktag]]en verboten und auf die nächstgelegene Pfarr- oder Filialkirche beschränkt. In der Folge ging das kirchliche Leben außerdem durch [[Aufklärung]] und [[Säkularisation in Bayern|Säkularisation]] stark zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWWGeschichte&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst ab den 1830er Jahren unter König [[Ludwig I. (Bayern)|Ludwig I.]] nahm die Bedeutung des kirchlichen Lebens und damit der Wallfahrt wieder zu. Bis heute ist die Kirche eine Wallfahrtsstätte für Pilger aus dem gesamten [[Altbayern|altbayerischen]] Raum. Rund um [[Pfingsten]] kommen an manchen Tagen bis zu fünf Pilgergruppen mit je rund 100 Gläubigen. In den Jahren 2009 bis 2013 wurde die Kirche aufwändig saniert, nachdem Ende 2008 Teile des [[Stuck]]s am [[Chorbogen]] heruntergefallen waren.&lt;br /&gt;
Anfang 2009 wurde der teilweise instabile Stuck der Kirche restauriert. Dabei wurden der teilweise marode [[Dachstuhl]] und die Holzunterkonstruktion der Decke saniert sowie die [[Fresko|Deckenfresken]], der Stuck und die gesamten Innenwände instand gesetzt. Die Kosten der Maßnahmen beliefen sich auf insgesamt über 800.000 Euro, wovon 120.000 Euro aus Spenden finanziert werden konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWWBeschreibung&amp;quot;&amp;gt;Pfarrverband Reichenkirchen-Maria Thalheim: [https://www.erzbistum-muenchen.de/PV-Reichenkirchen-MariaThalheim/Page047442.aspx Die Wallfahrtskirche Maria Thalheim]. Online auf www.erzbistum-muenchen.de. Abgerufen am 29. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wallfahrtskirche Maria Thalheim Innenraum.JPG|mini|Innenansicht der Wallfahrtskirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wallfahrtskirche Maria Thalheim Gnadenbild.JPG|mini|Spätgotisches Gnadenbild]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wallfahrtskirche Maria Thalheim Kanzel.JPG|mini|Rokoko-Kanzel und zweiter linker Seitenaltar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maße ===&lt;br /&gt;
* Innenlänge des Langhauses: 21,75 m&lt;br /&gt;
* Innenlänge des Chores: 9,65 m&lt;br /&gt;
* Innenlänge gesamt: 31,40 m&lt;br /&gt;
* Innenbreite des Langhauses: 11,60 m&lt;br /&gt;
* Innenbreite des Chores: 6,80 m&lt;br /&gt;
* Innenhöhe: ca. 11 m&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Architektur ===&lt;br /&gt;
Die nach Osten ausgerichtete Wallfahrtskirche ist eine [[Joch (Architektur)|fünfjochige]] [[Wandpfeilerkirche]], die über einen zweijochigen [[Chor (Architektur)|Chor]] mit dreiseitigem Schluss verfügt. Sowohl das einschiffige [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]] als auch der Altarraum werden von einem [[Tonnengewölbe]] mit [[Gewölbe#Stichkappengewölbe|Stichkappen]] überspannt, die Seitenkapellen zwischen den Wandpfeilern von kurzen Quertonnen. Beim Betreten des Innenraumes fällt ein kunstvolles Gitter um zwischen dem dritten und vierten Langhausjoch auf. Dieses trennt den vorderen Bereich mit den sechs Seitenkapellen, die jeweils einen Nebenaltar enthalten, vom rückwärtigen Bereich ab. Hier befindet sich im vierten Joch der Eingangsbereich, im fünften Joch die Doppel[[empore]]. Das Äußere ist bis auf die Rundbogenfenster weitgehend ungegliedert. Im Süden ist ein Chorflankenturm angebaut, der nach einem Brand (1726)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fraunberg.de/images/stories/kirchen_kapellen_schloss/wallfahrtskirche_maria_thalheim.pdf fraunberg.de: Wallfahrtskirche Maria Thalheim]&amp;lt;/ref&amp;gt;  eine [[Zwiebelturm|Zwiebelhaube]] mit [[Laterne (Architektur)|Laterne]] erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kißlinger, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Als besonders beeindruckend gilt der Rokoko-[[Hochaltar]] mit dem spätgotischen [[Gnadenbild]]. Der heutige zweisäulige Aufbau wurde von dem Kistler Johann Michael Eckart und dem Maler Michael Rieder, beide aus [[Erding]], im Jahr 1737 gefertigt. Dieser wird von den Seitenfiguren der vier [[Kirchenvater|Kirchenväter]] eingerahmt, welche vom [[Freising]]er Hofbildhauer Franz Anton Mallet stammen. Zwischen den beiden Säulen ist an zentraler Stelle das Gnadenbild angebracht, eine hervorragende Arbeit aus der Zeit um 1475, die wahrscheinlich in [[Landshut]] entstanden ist. Sie wurde 1753 auf den Hochaltar übertragen. Es handelt sich dabei um eine rund 1,6 Meter große Holzfigur der [[Maria (Mutter Jesu)|Gottesmutter Maria]], die in der rechten Hand das [[Zepter]] hält und in der linken das unbekleidete [[Jesuskind]]. Das Gnadenbild ist von einem Strahlenkranz und Wolken mit zahlreichen größeren und kleineren [[Engel]]n umgeben. Diese im Zeitalter des Rokoko von dem Erdinger Bildhauer Johann Michael Hiernle geschaffenen Kunstwerke stellen die spätgotische Maria als Königin der Engel dar. Darüber sind eine [[Heiliger Geist|Heilig-Geist-Taube]] und Halbfigur von Gott Vater zu sehen; mit diesen wird die heilige [[Dreifaltigkeit]] vervollständigt. Den oberen Abschluss des Altares bilden zwei [[Baldachin]]e: ein kleiner für das Gnadenbild und ein großer, der den gesamten Hochaltar überspannt. Beide sind von Vorhangdraperien und zahlreichen Engeln umgeben. Unterhalb des Gnadenbildes befindet sich der weiß-golden gefasste [[Tabernakel]], der 1765 oder 1772 von dem berühmten Landshuter Bildhauer [[Christian Jorhan der Ältere|Christian Jorhan d. Ä.]] geschaffen wurde. In der zentralen Nische sind der Mannaregen und Moses, der mit dem Stab an den Felsen schlägt, dargestellt. Darüber thront das [[Lamm Gottes]] als kleine Figur, die den Tabernakel bekrönt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWWBeschreibung&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstattung&amp;quot;&amp;gt;Kißlinger, S. 9–18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sechs Seitenaltäre entstanden in der Zeit zwischen 1765 und 1770 im Stile des Spätrokoko, nachdem 1764 die barocken Vorgänger nach weniger als einem Jahrhundert für nicht mehr zeitgemäß empfunden worden waren. Die Altäre lassen durch ihre leichte Schrägstellung den Raum zentralisiert erscheinen und sind vom Aufbau alle gleich. Oberhalb des großen Hauptbildes befindet sich je ein kleines Auszugsbild, eingerahmt wird jeder Altar von zwei Seitenfiguren, die allesamt Christian Jorhan d. Ä. zugeschrieben werden. Die zweisäuligen Aufbauten der Altäre stammen wohl von dem Schreiner Matthias Fackler aus [[Dorfen]], die weiß-goldene Fassung und eventuell auch die Altarblätter von dem Erdinger Maler Franz Xaver Zellner. Auf der linken (nördlichen) Seite befinden sich (von Ost nach West): der 1. Altar mit dem Hauptbild des heiligen [[Josef von Nazaret|Josef]] mit Jesuskind, dem Auszugsbild der [[Jesus Christus|Christi]], einem Reliquienschrein mit Gebeinen des heiligen [[Florentius (Märtyrer)|Florentius]] und den Seitenfiguren von St. [[Simon Petrus|Peter]] und [[Paulus von Tarsus|Paul]]; der 2. Altar mit dem Bild des heiligen [[Johannes Nepomuk]], darüber dem Brustbild des heiligen [[Florian von Lorch|Florian]] und den Seitenfiguren von [[Johannes der Täufer|Johannes Baptist]] und des [[Johannes (Evangelist)|Johannes Evangelist]]; der 3. Altar mit dem Hauptbild des heiligen [[Antonius von Padua]], darüber dem Auszugsbild der heiligen [[Barbara von Nikomedien|Barbara]], einem kleinen Vorsatzbild des heiligen [[Korbinian von Freising|Korbinian]] und den Heiligen [[Ursula (Heilige)|Ursula]] und [[Katharina von Alexandrien|Katharina]] als Seitenfiguren. Auf der rechten (südlichen) Seite befinden sich (von Ost nach West): der 1. Altar mit dem Hauptbild der heiligen [[Anna (Heilige)|Anna]], dem Auszugsbild von der Anbetung durch die drei Weisen aus dem Morgenland, einem Reliquienschrein mit Gebeinen des heiligen [[Hilarius (Papst)|Hilarius]] und den Seitenfiguren der Apostel [[Jakobus der Ältere|Jakobus]] und [[Matthias (Apostel)|Matthias]]; der 2. Altar mit dem Bild des heiligen [[Sebastian (Heiliger)|Sebastian]], darüber dem Brustbild des heiligen Theodor und den Seitenfiguren der Heiligen [[Nikolaus von Myra|Nikolaus]] und [[Martin von Tours|Martin]]; der 3. Altar mit dem Hauptbild des heiligen [[Leonhard von Limoges|Leonhard]], dem Oberbild der heiligen [[Agatha von Catania|Agatha]], einem Vorsatzbild des heiligen [[Benno von Meißen|Benno]] und den Figuren des heiligen [[Wendelin]] und der heiligen [[Notburga von Rattenberg|Notburga]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWWBeschreibung&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstattung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schöne Rokoko-[[Kanzel]] stammt etwa aus der gleichen Zeit wie die Seitenaltäre. Sie wurde ebenfalls von Matthias Fackler gefertigt, mit Figurenschmuck von Christian Jorhan d. Ä. ausgestattet und von Franz Xaver Zellner weiß-golden gefasst. Neben zahlreichen Engelsfiguren schuf Jorhan auch [[relief]]artige Abzeichen der vier Kirchenväter. Die Kanzel ist auf der linken (nördlichen) Seite an dem Wandpfeiler zwischen dem zweiten und dritten Seitenaltar angebracht. Das reich verzierte Gitter, das den vorderen Bereich des Langhauses und den Chorraum abtrennt, ist eine hervorragende Arbeit im Frührokoko, die um 1740 in Erding entstanden sein dürfte. Die Orgel wurde 1888 von [[Franz Borgias Maerz]] errichtet, 1969 umgebaut und 1994 renoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://organindex.de/index.php?title=Maria_Thalheim/Fraunberg,_Wallfahrtskirche_Mari%C3%A4_Himmelfahrt |titel=Maria Thalheim/Fraunberg, Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt – Organ index, die freie Orgeldatenbank |sprache=de |abruf=2023-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Prospekt (Orgel)|Gehäuse]] stammt allerdings noch von 1765 und ist mit Figuren von Christian Jorhan d. Ä. ausgestattet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWWBeschreibung&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstattung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ensemble ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MariaThalheimKapelle1 Fraunberg-01.JPG|mini|Michaelskapelle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michaelskapelle ===&lt;br /&gt;
Südlich der Kirche befindet sich die ehemalige [[Friedhofskapelle]], die dem heiligen [[Erzengel Michael|Michael]] geweiht ist. Es handelt sich dabei um einen spätgotischen Bau aus dem frühen 16. Jahrhundert. Innen findet man ein auffälliges Netzgewölbe, das in ähnlicher Form auch in Pörndorf im Landkreis Landshut anzutreffen ist. Der kleine zweijochige Bau schließt auf der Ostseite in drei Seiten des Achtecks, an der Westseite kragt ein kleiner [[Dachreiter]] mit Zwiebelhaube hervor. Das Kirchlein enthält einen kleinen [[Renaissance]]-Altar aus der Zeit um 1645. Außen findet man an der Nordseite an gotischen [[Weihwasserbecken|Weihwasserkessel]], darüber eine männliche Büste in [[Relief]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ensemble&amp;quot;&amp;gt;Kißlinger, S. 18–20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brunnenhaus ===&lt;br /&gt;
Westlich der Wallfahrtskirche befindet sich außerhalb der ehemaligen [[Friedhof]]smauer das Brunnenhaus. Bis 1966 war in dem oktogonalen Bau ein [[Trinkbrunnen]] für die Wallfahrer untergebracht. Im Inneren befand sich eine Statue der [[Mater Dolorosa|Schmerzhaften Mutter Gottes]] mit dem Leichnam ihres Sohnes. Aus dessen Seitenwunde floss das Wasser. Heute ist hier das [[Kriegerdenkmal]] des Ortes untergebracht. 2011 wurde jedoch an anderer Stelle vom örtlichen Obst- und Gartenbauverein wieder ein Trinkbrunnen für die Pilger erbaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ensemble&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Rund um Maria Thalheim wurde ein beschilderter „spiritueller [[Wanderweg]]“, der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Marienweg&amp;#039;&amp;#039;, angelegt. Auf einer Gesamtstrecke von 8,2 Kilometern, die auch abgekürzt werden kann, können Pilger die landschaftlich reizvolle Gegend im Grenzbereich zwischen [[Erdinger Holzland]] und [[Erdinger Moos]] erkunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Pfarrverband Reichenkirchen-Maria Thalheim: [https://www.erzbistum-muenchen.de/PV-Reichenkirchen-MariaThalheim/Page047460.aspx Der Marienweg]. Online auf www.erzbistum-muenchen.de. Abgerufen am 29. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Arbeitskreis Dorfgeschichte: &amp;#039;&amp;#039;Maria Thalheim: Aus der Geschichte eines Wallfahrtsortes.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Maria Thalheim 2000.&lt;br /&gt;
* Joseph Allmer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Wallfahrt Maria Thalheim&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Nachwort von Georg Brenninger. Original von 1900.&lt;br /&gt;
* Johann Nepomuk Kißlinger: &amp;#039;&amp;#039;Wallfahrtskirche Maria Thalheim&amp;#039;&amp;#039;. Kleiner Kunstführer Nr. 206, 15. Auflage, Schnell &amp;amp; Steiner, Regensburg 2015. ISBN 978-3-7954-4182-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.erzbistum-muenchen.de/PV-Reichenkirchen-MariaThalheim/Page047442.aspx Die Geschichte der Wallfahrt Maria Thalheim] auf erzbistum-muenchen.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS= 48.366657|EW=12.033141|type=landmark|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Maria Thalheim}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nach der Haager Konvention geschütztes Kulturgut in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wallfahrtskirche des Erzbistums München und Freising]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Erding]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Erdinger Holzland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Fraunberg|Wallfahrtskirche Maria Thalheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Fraunberg|Wallfahrtskirche Maria Thalheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockisierte Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rokokokirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wandpfeilerkirche in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mariä-Himmelfahrt-Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rokoko-Kanzel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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