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	<title>Wallfahrtskirche Maria Kirchental - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T10:42:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wallfahrtskirche_Maria_Kirchental&amp;diff=626500&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Cosal: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2026-04-10T21:07:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Sankt Martin bei Lofer Maria Kirchental Wallfahrtskirche-9778.jpg|mini|Maria Kirchenthal, Bundesland Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lofer Maria Kirchental.jpg|mini|hochkant=1|Maria Kirchental, 2005]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langhaus, Maria Kirchental.jpg|mini|Langhaus]]&lt;br /&gt;
Die [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholische]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wallfahrtskirche Maria Kirchental&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; steht im Kirchweiler [[Kirchental]] in der Gemeinde [[Sankt Martin bei Lofer]], [[Bezirk Zell am See]], [[Land Salzburg]]. Sie liegt auf {{Höhe|872|AT|link=true}} in einem Tal, das in die [[Loferer Steinberge]] führt. Die [[Unsere Liebe Frau|U.L.F.]] [[Mariä Geburt]] geweihte [[Wallfahrtskirche]] gehört zum [[Liste der Pfarren im Dekanat Saalfelden|Dekanat Saalfelden]] in der [[Erzdiözese Salzburg]], ihr [[Patroziniumsfest|Patrozinium]] fällt auf den 9. September. Die Kirche steht unter [[Denkmalschutz#Österreich|Denkmalschutz]] ({{BDA Objekt Ref|7485|WD-Item=Q989664|Sankt Martin bei Lofer|text=Listeneintrag}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Kirche wurde 1701 geweiht. Sie ist mit einem [[Kuratbenefizium]] ausgestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957&amp;#039;&amp;#039; ([[Schematismus (Organisation)|Schematismus]] 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 249.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirche ==&lt;br /&gt;
Die Kirche entwarf der Grazer Architekt [[Johann Bernhard Fischer von Erlach|Johann Bernhard Fischer]], der 1696 geadelt wurde und sich dann „von Erlach“ nennen durfte. Vermutlich lieferte er die Pläne um 1693, die Bauarbeiten begannen 1694 und dauerten bis 1701,&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Unger: &amp;#039;&amp;#039;Die Wallfahrt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Maria Kirchental&amp;#039;&amp;#039;, ohne Herausgeber, Salzburg 2007 (Christliche Kunststätten Österreichs Nr. 393; 2. erweiterte Auflage), S. 3f.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Ausgestaltung der Kirche währte aber noch bis zum Jahre 1708.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ronald Gobiet]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kirchenbau&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Maria Kirchental&amp;#039;&amp;#039;, ohne Herausgeber, Salzburg 2007 (Christliche Kunststätten Österreichs Nr. 393; 2. erweiterte Auflage), S. 6f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber schon im November 1698 waren alle Gewölbe fertig, auch innen und außen verputzt, [[Stuckateur|stuckiert]] und geweißt worden,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Österreichische Kunsttopographie]] 25&amp;#039;&amp;#039;: Die Denkmale des politischen Bezirkes Zell am See (ÖKT 25), hg. vom Kunsthistorischen Institute des Bundesdenkmalamtes, Baden bei Wien 1933, S. 130.&amp;lt;/ref&amp;gt; weshalb 1699 der erste Gottesdienst mit Musik zelebriert werden konnte (s.&amp;amp;nbsp;u.), am 8. September 1701 wurde sie dann vom Seckauer Fürstbischof &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Josef von [[Thun und Hohenstein]]&amp;#039;&amp;#039; (1652–1707) konsekriert. Der Bau beeindruckt von außen durch die doppeltürmige zweigeschoßige Ostfassade und erinnert im Innern durch die Weite des Raumes an die Salzburger [[Kollegienkirche (Salzburg)|Kollegienkirche]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Österreichische Kunsttopographie|ÖKT]] 25&amp;#039;&amp;#039;, S. 132.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria Kirchental besitzt die bedeutendste Sammlung an [[Votivgabe]]n in Österreich,&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Neuhardt: &amp;#039;&amp;#039;Wallfahrtsmuseum&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Maria Kirchental&amp;#039;&amp;#039;, ohne Herausgeber, Salzburg 2007 (Christliche Kunststätten Österreichs Nr. 393; 2. erweiterte Auflage), S. 22–26.&amp;lt;/ref&amp;gt; die in einer Schaustellung in Altarnähe präsentiert wird.&amp;lt;br/&amp;gt;Der abgelegene Ort ist Ziel für Wallfahrer, aber auch für Wanderer und Bergsteiger, die Maria Kirchental als Ausgangspunkt für Touren in den angrenzenden Steinbergen nutzen. Neben [[Maria Plain]] zählt Maria Kirchental zu den beliebtesten Wallfahrtsorten im Salzburgerland. Er beeindruckt durch die Einheit von Natur und Kultur, Geschichte und Gegenwart. Seit der Fertigstellung der Kirche pilgern Salzburger, Tiroler, Oberösterreicher und Bayern zu diesem annähernd 900&amp;amp;nbsp;m hoch gelegenen Gnadenort zu Füßen der Loferer Steinberge. [[Georg Eder (Erzbischof)|Alterzbischof Eder]] nannte ihn, anlässlich der Feierlichkeiten nach Abschluss der Renovierung im Jahr 2001, einen „Bergkristall unter den Wallfahrtsorten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gnadenbild und Wallfahrtslegende ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Maria Kirchenthal1.jpg|mini|hochkant|Andachtsbild um 1860]]&lt;br /&gt;
Gnadenbild ist eine &amp;#039;&amp;#039;gekrönte sitzende Holzstatue&amp;#039;&amp;#039; der hl. Maria, die mit der Linken ein Zepter hält, mit der Rechten den sitzenden [[Jesuskind|Jesusknaben]] mit einem Vögelchen:&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Gugitz: &amp;#039;&amp;#039;Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein [[Stieglitz]] hat sich auf der Linken des Jesuskindes niedergelassen, mit dem Zeigefinger der rechten Hand deutet es auf denselben, als wolle es auf ein Vorwissen über seine [[Passion Jesu|Passion]] hinweisen. Der Stieglitz bzw. Distelfink gilt hier vor allem als &amp;#039;&amp;#039;[[Stieglitz#Kunst, Musik und Literatur|Symbol des Opfertodes]] Jesu&amp;#039;&amp;#039; – und der dadurch geretteten Seele, seine roten Kopffedern als Verweis auf das vergossene &amp;#039;&amp;#039;[[Blut Christi]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.symbole-wiki.de/index.php/Stieglitz |titel=Stieglitz|werk=Symbole-Wiki|zugriff=2016-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gnadenbild wurde vermutlich nach 1400 von einem unbekannten Künstler der Spätgotik für die [[Pfarrkirche St. Martin am Tennengebirge|Pfarrkirche von St. Martin]] geschaffen. Bei der Barockisierung dieser wurde die Statue aus der Kirche entfernt, worauf ein Bauer namens Rupert Schmuck die Statue im Jahr 1689 in das abgelegene Hochtal brachte. Er gab ihm einen Platz in einer Waldkapelle, zu der sehr bald und spontan eine Wallfahrt einsetzte. Auf den Köpfen tragen Maria und Jesus jeweils eine vergoldete Krone: diese hat angeblich der [[Johann Ernst von Thun und Hohenstein|Salzburger Erzbischof]] am 13. Oktober 1691 eigenhändig auf deren Häupter gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Unger: &amp;#039;&amp;#039;Die Wallfahrt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Maria Kirchental&amp;#039;&amp;#039;, ohne Herausgeber, Salzburg 2007 (Christliche Kunststätten Österreichs Nr. 393; 2. erweiterte Auflage), S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beeindruckt von den vielen Gebetserhörungen, die zu dieser Zeit bereits von einer großen Zahl von Votivtafeln bezeugt wurden, entschloss sich der damalige Fürsterzbischof [[Johann Ernst von Thun|Johann Graf von Thun]] eine Wallfahrtskirche zu bauen.&lt;br /&gt;
Die Planung der Kirche übertrug er dem kaiserlichen Hofarchitekten Fischer von Erlach. Unter der Leitung des Baumeisters Stefan Millinger, geboren in St. Martin, haben einheimische Handwerker und Hilfskräfte in nur sieben Jahren, von 1694 bis 1701, den „Pinzgauer Dom“ fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orgel ==&lt;br /&gt;
1699 wurde nachweislich das erste Mal auf einem für 30&amp;amp;nbsp;[[Gulden|fl.]] angekauften [[Regal (Musikinstrument)|Regal]] in der Kirche gespielt. Am Instrument saß entweder der [[Lofer]]er [[Organist]] &amp;#039;&amp;#039;Mathias Rinnessl&amp;#039;&amp;#039;, oder schon der zwischen 1700 und 1730 eingesetzte Orgelspieler &amp;#039;&amp;#039;Vonetwillen&amp;#039;&amp;#039;. 1716 schrieb &amp;#039;&amp;#039;Franz Wilibald Polz&amp;#039;&amp;#039;, 1714–1729 Regens der Wallfahrtskirche, an das Konsistorium, dass er schon öfter von Wallfahrern habe hören müssen, wie es käme, &amp;#039;&amp;#039;daß man beÿ einer so vornemben Wallfahrth kheine orgl habe&amp;#039;&amp;#039;, zumal &amp;#039;&amp;#039;wohl ärmere&amp;#039;&amp;#039; Gotteshäuser als Kirchental mit Orgeln versehen wären. Außerdem hätte der Mesner &amp;#039;&amp;#039;Paul Gartner&amp;#039;&amp;#039;, der 1712 die [[Bruderschaft]] der &amp;#039;&amp;#039;[[Skapulierbruderschaft|Marianischen Karmeliter-Skapuliers]]&amp;#039;&amp;#039; gegründet hatte, 100&amp;amp;nbsp;fl. für die Anschaffung einer solchen gespendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Rupert Struber|Titel=Priesterkorrektionsanstalten in der Erzdiözese Salzburg im 18. und 19. Jahrhundert|Verlag=Peter Lang (Wissenschaft und Religion)|Ort=Frankfurt am Main|Datum=2004|Seiten=54}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1717 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Christoph Egedacher Nonntal 1687-88 korr.JPG|mini|hochkant|Aufriss 1687/88 bzw. 1716/17]]&lt;br /&gt;
In Folge lieferte der Orgelbauer [[Johann Christoph Egedacher]] zuerst einen Kostenvoranschlag mit einer [[Aufriss]]zeichnung, die schon seinem Vater [[Christoph Egedacher]] 1688 beim Bau der Orgel für die [[Erhardkirche (Salzburg)#Orgel|Erhardkirche]] als Vorlage gedient hatte. 1717 wurde das Instrument vom sog. „Boten“ &amp;#039;&amp;#039;Peter Faistauer&amp;#039;&amp;#039; aus [[Sankt Martin bei Lofer|St. Martin]] mit mehreren Pferdegespannen zur Kirche gebracht und von Egedacher aufgestellt. Sie hatte folgende [[Register (Orgel)|Stimmen]]: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Manual&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Copel&amp;amp;nbsp;8&amp;#039;, Gamba&amp;amp;nbsp;8&amp;#039;, Prinzipal&amp;amp;nbsp;4&amp;#039;, Superoktav&amp;amp;nbsp;2&amp;#039;, Quint&amp;amp;nbsp;3&amp;#039;, Mixtur&amp;amp;nbsp;1½&amp;#039; (zweifach). &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pedal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Oktavbass&amp;amp;nbsp;8&amp;#039;. Das [[Manual (Musik)|Manual]] hatte einen Umfang von&amp;amp;nbsp;C–c&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; mit [[Kurze Oktave|kurzer Oktav]] (45&amp;amp;nbsp;Tasten und Töne), das [[Pedal (Orgel)|Pedal]] reichte von C–gis&amp;lt;sup&amp;gt;0&amp;lt;/sup&amp;gt; (16&amp;amp;nbsp;Tasten, 12&amp;amp;nbsp;Töne, auf Taste&amp;amp;nbsp;g klingt&amp;amp;nbsp;gis).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1742 entstand der Plan, die Orgel aus der Mitte der Empore, wo sie vor dem großen Ostfenster stand, auf die südliche Seite zu rücken und, der [[Achsensymmetrie|Symmetrie]] wegen, ein [[Pendant]] in Form einer [[Attrappe|&amp;#039;&amp;#039;blinden&amp;#039;&amp;#039;]] Orgel zu errichten. Für dieses Vorhaben hervorgetan hat sich insbesondere der Geistliche [[Freundt (Familie)|Johann Michael Freundt]] aus [[Schwertberg]], möglicherweise ein Verwandter aus der Orgelbaudynastie [[Freundt (Familie)|Freundt]]. Die Gehäuse-Attrappe wurde, passend zur Orgel, von dem Maler Andre Eisl in [[Lapislazuli]] (=blau) gefasst und die Bildhauerarbeiten von ihm vergoldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Heribert Metzger: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Orgel&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Barockberichte&amp;#039;&amp;#039; 32/33, Salzburg 2002, S. 312.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Form muss der Geistliche [[Rochus Franz Ignaz Egedacher]], ein Schüler [[Leopold Mozart]]s und Enkel Johann Christoph Egedachers, das Instrument um 1781 kennengelernt haben, als er sich in der Priester-Korrekturanstalt Kirchental wegen eines Deliktes aufhalten musste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Rupert Struber|Titel=Priesterkorrektionsanstalten in der Erzdiözese Salzburg im 18. und 19. Jahrhundert|Verlag=Peter Lang (Wissenschaft und Religion)|Ort=Frankfurt am Main|Datum=2004|Seiten=114f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1806 reparierte er die Orgel, die sein Großvater 1717 erbaut hatte, innerhalb von vier bis fünf Wochen. Er erntete dafür von Regens (1805–1825) Philipp Jakob Metzger Lob, &amp;#039;&amp;#039;weil er&amp;#039;&amp;#039; [sich] &amp;#039;&amp;#039;viele Mühe in Ausbesserung, und gänzlicher Stimmung derselben&amp;#039;&amp;#039; [gemacht] &amp;#039;&amp;#039;habe – und weil die Orgel nach Aussage des hiesigen Organisten Leumüller in einen ziemlich guten Stand, und reine Stimmung hergestellt worden war&amp;#039;&amp;#039;. Das Konsistorium genehmigte für seine Arbeit &amp;#039;&amp;#039;4 [[Konventionstaler|Conventionsthaler]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1858 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mätthäus Mauracher d.Ä. Kirchental 1858.jpg|mini|Mauracher-Orgel von 1858]]&lt;br /&gt;
1856 schrieb Regens (1854–1859) Josef G. Brugger an das Konsistorium, dass der Lehrer und Organist &amp;#039;&amp;#039;Fercher&amp;#039;&amp;#039; eine Reparatur oder Erweiterung der Orgel wünsche, weil der dann […] &amp;#039;&amp;#039;unter leichterer Orgelbegleitung liebliche Marienlieder vortragen könnte u. eifrig vortragen würde&amp;#039;&amp;#039; […]. [[Josef Anton Singer|Pater Peter Singer]] empfahl, diese Arbeit dem Orgelbauer Matthäus [[Mauracher (Orgelbauer)|Mauracher&amp;amp;nbsp;I.]] (1818–1884) zu überlassen. Mauracher wollte die Orgel anfänglich nur erweitern und nach hinten versetzen, ließ sie aber dann entfernen und errichtete 1858 ein neues Instrument in zwei neuen Orgelkästen. Er übernahm lediglich ein paar alte Register und die Balganlage der Egedacher-Orgel, ein Umstand, der dazu führte, dass der [[Kalkant]] Mühe hatte, genug [[Windwerk|Orgel-Wind]] zu liefern. Erst 1892 behob [[Albert Mauracher]] (1858–1917) dieses Manko, indem er einen Parallelbalg einbaute, zudem veränderte er die [[Disposition (Orgel)|Disposition]] und das Wellenbrett.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Roman Schmeißner|Titel=Orgelbau in Salzburger Wallfahrtskirchen|Verlag=WiKu-Verlag|Ort=Duisburg &amp;amp; Köln|Datum=2015|Seiten=126–171}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem die Orgel Anfang des 21. Jahrhunderts unspielbar geworden war, entschloss sich die Kirchenleitung, das Instrument durch den [[Orgelbau Pieringer|Orgelbauer Johann Pieringer]] restaurieren zu lassen. Er stellte die Disposition von 1858 wieder her, beließ aber die technischen Änderungen aus dem Jahre 1892.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Pieringer: &amp;#039;&amp;#039;Restaurierbericht der Matthäus Mauracher Orgel (1858) in Maria Kirchental&amp;#039;&amp;#039;, [[Haag (Niederösterreich)|Haag]] 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;Der [[Kammerton|Stimmton]] beträgt 445 [[Hertz (Einheit)|Hz]], als [[Stimmung (Musik)#Stimmungssysteme|Stimmsystem]] wählte Pieringer eine modifizierte nach [[Johann Georg Neidhardt|Neidhardt]] II.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disposition ===&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;10&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot; class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=2 | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Manual&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Principal || 16′ &amp;#039;&amp;#039;(ab H)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Principal || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gamba || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Filomela || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gedeckt || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Octav || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Flöte || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Superoctav || 2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mixtur 3-fach || {{Bruch|2|2|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=2 | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pedal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;0&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Subbaß &amp;#039;&amp;#039;(offen)&amp;#039;&amp;#039; || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Octavbaß || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Quintbaß || {{Bruch|5|1|3}}′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koppel (Orgel)|Koppeln]]:&amp;#039;&amp;#039; Pedal immer gekoppelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glocken ==&lt;br /&gt;
Zwischen 1701 und 1848 wurden nach und nach vier Glocken gegossen und im linken Turm aufgehängt. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurden Halbedelmetalle knapp und wurden requiriert,&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche: [[Metallspende des deutschen Volkes]] im 1. Weltkrieg.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Bronzeglocken abtransportiert und eingeschmolzen. 1926 wurden neue Glocken gegossen und aufgezogen. Dann kam ein neuer Krieg und 1942 wurden auch diese Glocken abgeseilt, um ein ähnliches Schicksal zu erleiden. Doch der Schnee war für den Transport angeblich zu hoch. So kamen sie zwar „befehlsgemäß“ nach Zell am See, versäumten jedoch den Abtransport per Bahn. Nach 1945 wurden sie unterm Heu in einem Stadl gefunden und stillschweigend im Turm der Zeller Pfarrkirche aufgehängt. Vergeblich: Man konnte sie nicht läuten, weil der listige Pater Regens die Klöppel zurückbehalten hatte. So mussten die Zeller „Glockenverstecker“ reumütig zum Regens nach Kirchental um die Klöppel bitten gehen. Der verlieh sie aber nur bis zur Fertigstellung der neuen Straße. 1949 kamen die Glocken im [[Feuerwehrfahrzeug]] nach Hause. Unterwegs erhielten sie noch die Feuertaufe: Im Grubhof brannte es. Da blieben sie zum Löschen gleich am Wagen. Erst danach durften sie wirklich heimkehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Schild am Pilgerweg&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die dritte Glocke stammt von 1815 und wurde von Franz Xaver Gugg dem Älteren gegossen, sie stammt ursprünglich aus Gerling bei Saalfelden. Die drei anderen Glocken wurden 1926 von Oberascher in Salzburg gegossen. Sie erklingen in den Tönen e’ a’ cis’’ d’’.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Haus der Besinnung ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Haus der Besinnung&amp;#039;&amp;#039; direkt neben der Wallfahrtskirche wird von den [[Herz-Jesu-Missionare]]n und den [[Missionarinnen Christi]] gemeinsam betrieben. Die Angebote sind vielfältig und umfassen vor allem Besinnungstage, Exerzitien, Bibelwochen und Meditationen, aber auch sportliche Aktivitäten wie Skilanglauf oder Bergwandern. Im 18. und 19. Jahrhundert war das Haus eine &amp;#039;&amp;#039;Priesterkorrektionsanstalt&amp;#039;&amp;#039; der [[Erzdiözese Salzburg]].&lt;br /&gt;
Zwischen 1918 und 1938 war der Schriftsteller und ehemalige Domprediger [[Johann Schmiderer]] (1868–1944) Regens in Kirchental.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef Lahnsteiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Mitterpinzgau&amp;#039;&amp;#039;, Hollersbach 1960, S. 410.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In den Medien ==&lt;br /&gt;
Die Kirche war 2018 der Salzburger Kandidat in der ORF-Sendung &amp;#039;&amp;#039;[[9 Plätze – 9 Schätze]]&amp;#039;&amp;#039;. Im gleichen Jahr war die Kirche auch einer der Drehorte für den Film [[Flucht durchs Höllental]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gustav Gugitz (Heimatforscher)|Gustav Gugitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch. Ein topographisches Handbuch zur religiösen Volkskunde in fünf Bänden&amp;#039;&amp;#039;. Band 5, Wien 1958.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Neuhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Wallfahrten im Erzbistum Salzburg&amp;#039;&amp;#039;, München und Zürich 1982.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kirchenthal, Gemeinde St. Martin bei Lofer, Wallfahrtsort, Wallfahrtskirche hl. Maria, Kapellen, Profanbauten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler Österreichs. [[Dehio Salzburg 1986]]&amp;#039;&amp;#039;, S. 183–185.&lt;br /&gt;
* Johannes Neuhardt (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Salzburgs Wallfahrten in Kult und Brauch&amp;#039;&amp;#039;. Katalog der 11. Sonderschau des Dommuseums zu Salzburg, Salzburg 1986.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Roman Schmeißner]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Orgelbau in Salzburger Wallfahrtskirchen&lt;br /&gt;
   |Verlag=WiKu-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Duisburg &amp;amp; Köln&lt;br /&gt;
   |Datum=2015&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-86553-446-0}}&lt;br /&gt;
* Rupert Struber: &amp;#039;&amp;#039;Priesterkorrektionsanstalten in der Erzdiözese Salzburg im 18. und 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. (= Veröffentlichungen des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften Salzburg, Band 5). Wissenschaft und Religion, Frankfurt am Main 2004, zugleich Dissertation, Salzburg 2003, ISBN 978-3-631-51815-1&lt;br /&gt;
* Jutta Tremmel-Endres: &amp;#039;&amp;#039;Über das Verhältnis von Monument und Architektur. Eine Studie zur Wallfahrtskirche Maria Kirchenthal bei Lofer&amp;#039;&amp;#039;, in: Barockberichte 18/19 (1998), S. 117–124 ([https://www.salzburgmuseum.at/fileadmin/Salzburg_Museum/06_Service/Publikationen/03_Barockberichte/Pdfs_Barockberichte/BB_18_19/Tremmel-Endres__Maria_Kirchenthal.pdf PDF])&lt;br /&gt;
* Karl Unger: &amp;#039;&amp;#039;Maria Kirchental&amp;#039;&amp;#039;. (= Christliche Kunststätten Österreichs; Nr. 393). Salzburg, 2. erweiterte Auflage 2007&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;300 Jahre Wallfahrtskirche Maria Kirchental&amp;#039;&amp;#039;. (= Barockberichte Nr. 32/33). Salzburg 2002 ([https://www.salzburgmuseum.at/shop/barockberichte/ Digitalisate zahlreicher Artikel])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wallfahrtskirche, Maria Kirchental}}&lt;br /&gt;
* [http://www.maria-kirchental.at/ Maria Kirchental]&lt;br /&gt;
* [https://www.salzburger-saalachtal.com/ausflugsziele/salzburger-saalachtal/maria-kirchental Infos Maria Kirchental]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=47/33/39/N |EW=12/41/18/E |type=landmark |region=AT-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filialkirche in der Erzdiözese Salzburg|Kirchental]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wallfahrtskirche in der Erzdiözese Salzburg|Kirchental]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dekanat Saalfelden|Kirchental]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Land Salzburg|Kirchental]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Loferer und Leoganger Steinberge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sankt Martin bei Lofer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1700er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk im Land Salzburg|Kirchental]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barocke Kirche|Kirchental]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mariä-Geburt-Kirche|Kirchental]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Johann Bernhard Fischer von Erlach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Disposition einer Orgel|Sankt Martin bei Lofer, Maria Kirchental]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Bezirk Zell am See|Kirchental]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa|Kirchental]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cosal</name></author>
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