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	<title>Wallfahrtskirche Aufhausen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wallfahrtskirche_Aufhausen&amp;diff=1764191&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-36356-98 am 25. November 2025 um 09:27 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-25T09:27:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wallfahrtskirche Aufhausen-2.JPG|mini|250px|Außenansicht der Wallfahrtskirche Maria Schnee]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kircheninneres Aufhausen.JPG|mini|250px|Innenraum der Wallfahrtskirche Maria Schnee]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wallfahrtskirche Maria Schnee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Rokoko]]kirche in [[Aufhausen]] im [[Oberpfalz|Oberpfälzer]] [[Landkreis Regensburg]]. Das auf einer Anhöhe nördlich des [[Große Laber|Großen Labertals]] gelegene Bauwerk ist weithin sichtbar. Das [[Patrozinium|Titularfest]] [[Maria Schnee]] wird am 5. August bzw. am nächstliegenden Sonntag gefeiert. Bei guter Witterung findet abends ein Festgottesdienst auf dem großen Kirchvorplatz statt, gefolgt von einer [[Lichterprozession]] durch den Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Wallfahrt geht auf den Aufhausener [[Pfarrvikar]] [[Johann Georg Seidenbusch]] (1641–1729) zurück. Dieser hatte während seiner [[München|Münchner]] Studentenzeit auf seine Bitte hin und wegen besonderer Verdienste eine auf einem Speicher abgestellte Muttergottesstatue geschenkt bekommen, eine Nachbildung des [[Gnadenbild|Gnadenbildes]] [[Maria Schnee]] aus Rom. Herzog [[Wilhelm V. (Bayern)|Wilhelm V.]] hatte sie 1580 den Studenten gestiftet, dann aber war sie durch eine neue Figur ersetzt worden. Seidenbusch nahm die Statue mit zum [[Theologie]]studium an der [[Universität Ingolstadt]] und dann in die Pfarrei Aufhausen, wo er ab 1667 tätig war. Anfangs wurde Tag für Tag im Pfarrhaus vor dieser Statue gebetet. Im Jahre 1668 errichtete Seidenbusch für seine Marienstatue eine hölzerne [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]]. Die [[Wallfahrt]] dorthin blühte rasch auf, für den Zeitraum von 1670 bis 1689 sind 132 Gebetserhörungen verzeichnet. So wurde zwischen 1670 und 1673 anstelle der Kapelle die erste kleine Wallfahrtskirche erbaut, seinerzeit auch als &amp;#039;&amp;#039;Marianisches Haus&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Hier erklang zum ersten Mal das Lied &amp;#039;&amp;#039;[[Gegrüßet seist du, Königin]]&amp;#039;&amp;#039; (Urform). Franz von Cammerloher, Kanzler des Erzbischofs von Salzburg und Gesandter beim Regensburger Reichstag, stiftete Krone, Ring und Zepter für das Gnadenbild.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Geschichte&amp;quot;&amp;gt;Friedrich, S. 2ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Seidenbusch als einzelner Priester mit der Wallfahrtsseelsorge bald überfordert war, gründete er zur Betreuung der Pilger das [[Kloster Aufhausen]] mit dem ersten [[Kongregation vom Oratorium des heiligen Philipp Neri|Oratorium des heiligen Philipp Neri]] in Deutschland. Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaft von [[Diözesanpriester]]n ohne [[Ordensgelübde]]. Im Jahr 1692 wurde ein dementsprechender Vertrag mit dem [[Kloster Sankt Emmeram]] in [[Regensburg]] geschlossen, an den ein [[Kalkstein]]relief in der sogenannten Karl-Borromäus-Kapelle erinnert. Die offizielle Einrichtung erfolgte mit der päpstlicher Anerkennung am 6. Juli 1695. Kaiser [[Leopold I. (HRR)|Leopold I.]], zu dem Seidenbusch gute Beziehungen pflegte, schenkte ihm für das Gnadenbild ein goldenes Herz mit 34 Edelsteinen, gehalten von einem silbernen Engel. Außerdem gab er während des [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieges]] einen [[Schutzbrief (Diplomatie)|Schutzbrief]] für das Kloster aus, der später auch während der Erbauungszeit der heutigen Kirche im [[Österreichischer Erbfolgekrieg|Österreichischen Erbfolgekrieg]] nützlich war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Tod Seidenbuschs im Jahr 1729 tat der Wallfahrt keinen Abbruch. Sie war inzwischen zu einer der bedeutendsten im [[Bistum Regensburg]] geworden. Da das &amp;#039;&amp;#039;Marianische Haus&amp;#039;&amp;#039; bereits wieder baufällig und außerdem zu klein geworden war, wurde in den 1730er Jahren von dem neugewählten Propst Josef Magg ein Kirchenneubau vorangetrieben. Am 12. August 1735 erhielt der aus [[Burglengenfeld]] stammende [[Johann Michael Fischer (Baumeister)|Johann Michael Fischer]] den Auftrag für Planung und Bau einer neuen Wallfahrtskirche. Sie sollte sein einziges Bauwerk in der Oberpfälzer Heimat werden. Fischer erstellte daraufhin ein Modell, das auch ein neues Priesterhaus für das Oratorianerkollegium vorsah. Letzteres wurde aber nie realisiert. Für das heute noch bestehende Gotteshaus wurde schließlich am 12. Juni 1736 der Grundstein gelegt. Aus finanziellen Gründen zog sich die Bauzeit bis zum Jahr 1740 hin. Wegen der zunächst fehlenden Innenausstattung wurde die Kirche erst 1751 geweiht. Der Turm wurde gar erst 1761 vollendet, auch die Glocken wurden in diesem Jahr angeschafft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem das Oratorianerkollegium bereits 1829 offiziell aufgelöst worden war, versahen die Ordenspriester noch bis 1886 den Wallfahrtsgottesdienst. Im Zeitraum zwischen 1890 und 1978 übernahmen die [[Benediktiner]] aus dem [[Kloster Metten]] Pfarrei und Wallfahrt. Von 1978 bis 2006 wirkten Diözesanpriester in Aufhausen. Seitdem ist die Seelsorge den &amp;#039;&amp;#039;Brüdern vom Heiligen Blut&amp;#039;&amp;#039; anvertraut. Diese Gemeinschaft aus Priester und Laien wurde unter dem damaligen Regensburger Bischof [[Gerhard Ludwig Müller]] zur Kongregation des Oratoriums des hl. Philipp Neri in Aufhausen umgewandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Oratorium des Hl. Philipp Neri in Aufhausen: {{Webarchiv|url=http://www.oratorium-aufhausen.org/28.html |wayback=20160420174211 |text=Geschichte der Wallfahrt }}. Online auf oratorium-aufhausen.de. Abgerufen am 20. April 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit übernahmen die Oratorianer wieder Pfarrei und Wallfahrt in Aufhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten größeren Renovierungsmaßnahmen an dem Kirchengebäude wurden in den Jahren 1901 bis 1903, 1933 sowie 1978 bis 1990 durchgeführt. In jüngster Zeit erfolgte eine umfassende Neugestaltung des weitläufigen Kirchenvorplatzes im Rahmen der Dorferneuerung in Aufhausen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wallfahrtskirche Aufhausen Südfassade.JPG|mini|200px|Kurvierte Südfassade der Wallfahrtskirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Architektur ===&lt;br /&gt;
Der rechteckige Kirchenbau mit 35 Metern Länge und 22 Metern Breite ist nach Norden ausgerichtet. Das Äußere ist bis auf Südfassade sehr schlicht gehalten und nur durch die Rundbogenfenster gegliedert. Die Südseite der Kirche weist zur Hauptstraße hin und ist aufgrund des steil abfallenden Hanges weithin sichtbar. Die leicht kurvierte Fassade mit dem rundbogigen Hauptportal wird durch [[Pilaster]] auf hohen [[Basis (Architektur)|Sockeln]] und [[Gesims]]e in drei Achsen gegliedert. Nach oben hin schließt sie mit einem Dreiecksgiebel ab, der wohl nicht den ursprünglichen Planungen entspricht. Wahrscheinlich sollte hier ein vorgeblendeter [[Schweifgiebel]] entstehen. In der Figurennische wurde Anfang des 20. Jahrhunderts eine Statue der [[Maria Immaculata]] aufgestellt. An der Nordturm ist mittig der Turm angebaut. Oberhalb des quadratischen Untergeschosses erhebt sich das [[Glockenstuhl|Glockengeschoss]] mit abgerundeten Ecken und Schallöffnungen zwischen je zwei Pilastern. Den oberen Abschluss bildet eine [[Zwiebelturm|Zwiebelhaube]] mit [[Laterne (Architektur)|Laterne]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Architektur&amp;quot;&amp;gt;Friedrich, S. 6f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Inneren ist der rechteckige Grundriss nicht erkennbar. Das [[Kirchenschiff]] bildet ein achteckiger Hauptraum, dem sich eine südliche Vorhalle mit breitem Mitteljoch und schmalen Seitenjochen sowie der nördliche [[Chor (Architektur)|Chor]] mit beidseitigen [[Sakristei]]anbauten zuordnen. An den beiden Enden der Querachse des Hauptraumes liegen breite, flache Kapellennischen; etwas tiefere, aber weniger breite Nischen finden sich an den vier Enden der Diagonalachsen, darüber jeweils [[Oratorium (Architektur)|Oratorien]] mit geschweiften Brüstungen. Der Hauptraum wird wie die Diagonalnischen, die Oratorien, die Vorhalle und die darüber liegende Orgelempore von einer [[Kuppel#Bauformen|Flachkuppel]] überspannt. Die seitlichen Altarnischen besitzen ein [[Tonnengewölbe]], der Chor eine [[Kuppel#Bauformen|Hängekuppel]]. Sämtliche vom Hauptraum ausgehend Öffnungen sind rundbogig ausgeführt; dazwischen befinden sich [[Pilaster]] mit [[stuck]]ierten [[Kapitell]]en, die aufwändig profilierte [[Gebälk]]stücke zu tragen scheinen. Der für eine Rokokokirche sehr sparsam eingesetzte Stuck stammt von dem [[München|Münchner]] Meister Johann Georg Funk.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Architektur&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deckengemälde ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckenfresko Aufhausen.JPG|mini|250px|Deckenfresko im Kirchenschiff]]&lt;br /&gt;
Die reichhaltige Ausstattung des Kirchenraumes mit Deckenfresken nimmt vor allem auf die [[Maria (Mutter Jesu)|Gottesmutter Maria]] Bezug. Das große Deckengemälde des Hauptraumes zeigt die Maria-Schnee-Legende. Sie geht auf einen römischen [[Patrizier]] zurück, dem Maria in einer Vision anwies, an der Stelle eine Kirche zu bauen, die er schneebedeckt findet. Mitten im Sommer fand er daraufhin den römischen Hügel [[Esquilin]] schneebedeckt vor. Dort wurde womöglich von [[Liberius (Bischof von Rom)|Papst Liberius]] der Vorgängerbau der Basilika [[Santa Maria Maggiore]] errichtet. Dieses Geschehen wurde von dem Münchner Maler Franz Joseph Zitter mit Bezug auf Aufhausen umgesetzt. An zentraler Stelle ist Maria in der [[Heiligenschein|Glorie]] zu sehen, von deren [[Unbeflecktes Herz Mariä|Herz]] ein Gnadenstrahl ausgeht. Das Chorfresko zeigt den heiligen [[Philipp Neri]] in der himmlischen Glorie, kniend mit einem [[Rosenkranz]] vor der Gottesmutter. In den übereck gestellten Zwickelbildern befinden sich [[Ton-in-Ton-Malerei]]en mit Szenen aus dem Leben des Heiligen: der heilige Philipp Neri steht den Sterbenden bei, er treibt die Dämone aus, er befreit die Seelen im [[Fegefeuer]], er bekehrt die Sünder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Fresken&amp;quot;&amp;gt;Friedrich, S. 9ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oratorium&amp;quot;&amp;gt;Oratorium des Hl. Philipp Neri in Aufhausen: {{Webarchiv|url=http://www.oratorium-aufhausen.org/29.html |wayback=20160422112905 |text=Rundgang in der Wallfahrtskirche }}. Online auf oratorium-aufhausen.de. Abgerufen am 22. April 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Deckenfresko im Mitteljoch der Vorhalle zeigt [[Abraham]], der bereit ist, seinen Sohn [[Opferung Isaaks|Isaak zu opfern]]. In den Seitenjochen erkennt man [[Allegorie|allegorische]] Darstellungen der Jungfrau Maria, die mit dem [[Mond]] verglichen wird. Die vier Deckengemälde entsprechen den Anrufungen Mariens in der Lauretanischen Litanei. Diese vier Lobpreisungen wiederholen sich in den Diagonalkapellen, wo auch die vier Kirchenväter Papst [[Gregor der Große]] mit der Taube, [[Augustinus von Hippo|Augustinus]] mit dem Knaben, [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]] mit dem Löwen und [[Ambrosius von Mailand|Ambrosius]] mit dem Bienenkorb dargestellt sind. Auch in den Fresken über den vier Oratorien stehen Beischriften Mariens im Zentrum, über der Orgel sieht man [[König David]] beim [[Harfe]]nspiel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Fresken&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altäre ===&lt;br /&gt;
Der [[Hochaltar]] ist älter als die Kirche und stammt noch aus dem [[barock]]en Vorgängerbau. Es handelt sich um einen barocken [[Ädikula]]-Altar mit zweisäuligem Aufbau. Außerhalb der Säulen stehen Figuren von [[Johannes der Täufer|Johannes dem Täufer]] (links) und von [[Johannes Evangelist]] (rechts). Die Ädikula befindet sich zwischen [[Gesprengter Giebel|gesprengten Giebelstücken]] und zeigt eine Taube als Symbol für den [[Heiliger Geist|Heiligen Geist]], umgeben mit einem Strahlenkranz. Den oberen Abschluss bildet ein holzgeschnitztes [[Kruzifix]]. Zwischen den Säulen ist an zentraler Stelle das [[Gnadenbild]] Maria Schnee, von dem ebenfalls zahlreiche goldene Strahlen ausgehen, in einem ovalen Glas[[schrein]] angebracht. Im [[Stipes]] des Hochaltares sind als [[Reliquie]] die Gebeine des heiligen [[Desiderius von Langres|Desiderius]] untergebracht. Da der Altar eigentlich zu klein und zu niedrig für den Chorraum ist, wurde der Aufbau durch [[Illusionsmalerei]] an der [[Apsis]]-Rückwand optisch vergrößert. Er scheint dadurch ein zusätzliches Säulenpaar und eine gekurvte Form zu erhalten. Auch oberhalb der Ädikula setzt sich der Altar in dem Wandgemälde fort, hier allerdings eher thematisch. Hier ist nämlich Gott Vater dargestellt, der gemeinsam mit der Heilig-Geist-Taube an der Ädikula und dem Kruzifix die [[Dreifaltigkeit]] versinnbildlicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Chorraum&amp;quot;&amp;gt;Friedrich, S. 11ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden großen Seitenaltäre befinden sich in den breiten flachen Nischen auf der Ost- und Westseite des Hauptraumes. Sie wurden beide 1747 vom Pfarrer von [[Sallach (Geiselhöring)|Sallach]] gestiftet und besitzen den gleichen Aufbau. Der rechte (östliche) Seitenaltar ist der &amp;#039;&amp;#039;Josefi-Altar&amp;#039;&amp;#039;. Er enthält über dem [[Tabernakel]] ein kleines Gemälde mit einer Darstellung des Apostels [[Judas Thaddäus]]. Das Altarblatt zeigt den heiligen [[Josef von Nazaret|Josef]] mit Maria dem [[Jesuskind]]. Im Auszug ist [[Maria Magdalena]] als Büßerin dargestellt. Der linke (westliche) Seitenaltar, der &amp;#039;&amp;#039;Herz-Jesu-Altar&amp;#039;&amp;#039;, enthält über dem Tabernakel ein kleines [[Heiligstes Herz Jesu|Herz-Jesu-Bild]]. Das große Altarblatt zeigt die [[Pfingsten|Pfingstvision]] des heiligen [[Philipp Neri]]. Im Auszug ist der Apostel [[Simon Petrus]] zu sehen. Die vier silbern gefassten Holzbüsten auf den Seitenaltären zeigen die von den Nerianern besonders verehrten Heiligen [[Karl Borromäus]] und [[Ignatius von Loyola]] am Josefi-Altar sowie Philipp Neri und [[Franz von Sales]] am Herz-Jesu-Altar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Seitenaltäre&amp;quot;&amp;gt;Friedrich, S. 16ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wallfahrtskirche Aufhausen Heilige Pforte.JPG|mini|250px|Die Heilige Pforte im Jahr der Barmherzigkeit (2016)]]&lt;br /&gt;
In der nordwestlichen Diagonalkapelle, der &amp;#039;&amp;#039;Frauenkapelle&amp;#039;&amp;#039; befindet sich das wohl bedeutendste Werk der Kircheneinrichtung. Das Altargemälde mit dem Titel „Madonna in der Halle“, ein Werk der frühen [[Malerei der Renaissance|Renaissancemalerei]], entstand um 1515 und wird dem [[Augsburg]]er Maler [[Jörg Breu der Ältere|Jörg Breu d. Ä.]] zugeschrieben. Es wurde der Wallfahrtskirche 1696 gestiftet. Seither ist das Bild von einem prachtvollen [[Akanthus (Ornament)|Akanthusrahmen]] mit [[Putto|Putten]] umgeben. Ähnlich ist auch der Altar in der nordöstlichen &amp;#039;&amp;#039;Philipp-Neri-Kapelle&amp;#039;&amp;#039; gestaltet, der ebenfalls 1696 gestiftet wurde. Das Altargemälde zeigt den Heiligen im Messgewand als Patron der Sterbenden und der [[Arme Seelen|Armen Seelen]]. Früher befand sich möglicherweise auch ein Heiliges Grab in der Philipp-Neri-Kapelle. Beide Altäre in den nördlichen Diagonalkapellen verfügen über einen Schrein mit Gebeinen der [[Katakombenheiliger|Katakombenheiligen]] Johannes (Frauenkapelle) und Viktor (Philipp-Neri-Kapelle).&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Seitenaltäre&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beiden südlichen Diagonalkapellen, der Karl-Borromäus-Kapelle im Südwesten und der Franz-Sales-Kapelle im Südosten, befinden sich [[Renaissance]]-Altäre mit Ädikula, die man 1808 aus München erhielt. In der [[Predella]]-Zone befindet sich jeweils ein Glasschrein mit Reliquien und [[Klosterarbeit]]en. Am Karl-Borromäus-Altar befindet sich eine Wachsarbeit von der Kreuzesvision des heiligen [[Bernhard von Clairvaux]], die ursprünglich nicht zu dem Altar gehörte. In der Ädikula befindet sich eine [[Schutzengel]]darstellung. Die Ädikula des Franz-Sales-Altares zeigt dagegen eine Darstellung des [[Erzengel Michael|Erzengels Michael]] mit der Waage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Seitenaltäre&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im östlichen Teil der Vorhalle befindet sich der Spätrenaissance-Altar der 1690 gegründeten Allerseelenbruderschaft. Das Altarblatt zeigt die Armen Seelen im [[Fegefeuer]]. Davor ist ein [[Missionskreuz]] mit der Aufschrift „Rette deine Seele“ aufgestellt, das unter dem Korpus auch eine Figur der [[Mater Dolorosa|Schmerzensmutter]] enthält und von Figuren der [[Pestheiliger|Pestheiligen]] [[Rochus von Montpellier|Rochus]] und Karl Borromäus flankiert wird. In jüngster Zeit wurde hier auch ein Bild des barmherzigen Jesus aufgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oratorium&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übrige Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Links neben der östlichen Sakristeitür im Chorraum befindet sich von dem berühmten Barockmaler [[Joachim von Sandrart]] geschaffenes Tafelgemälde aus 17. Jahrhundert, das die mystische Vermählung der heiligen [[Katharina von Alexandrien|Katharina]] zeigt. Das Bild befindet sich in einem um 1600 entstandenen Ädikularahmen. Oberhalb der Tür sind zwei Holz[[relief]]s aus der Zeit um 1520 zu sehen. Sie zeigen die heilige [[Odilia]] (links) und die heilige [[Apollonia von Alexandria|Apollonia]] (rechts). Zwischen beiden Figuren befindet sich ein [[Klassizismus|klassizistischer]] Glasschrein mit [[Votivgabe|Silbervotiven]]. Ein solcher befindet sich auch oberhalb der gegenüberliegenden Sakristeitür. Dieser wird von zwei Tafelgemälde flankiert, die um 1520 in [[Schwaben]] entstanden sind. Sie zeigen die Verkündigung (links) und die Geburt (rechts) Christi. Außerdem befindet sich im Chorraum ein Bilderzyklus mit zwölf kleinen [[Ölgemälde]]n, die die Geschichte des Gnadenbildes Maria Schnee nachzeichnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Chorraum&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur linken Seite des Josefi-Altares befindet sich die barocke Kanzel aus der Zeit um 1670. Wie auch der Hochaltar stammt sie noch aus dem Vorgängerbau. Am Korpus sind Gemälde der vier [[Evangelist (Neues Testament)|Evangelisten]] zu sehen, am Schalldeckel eine Darstellung des heiligen [[Augustinus von Hippo|Augustinus]]. Gegenüber der Kanzel, also rechts des Herz-Jesu-Altares, ist eine barocke Holzfigurengruppe aus dem Umfeld [[Christian Jorhan der Ältere|Christian Jorhans d. Ä.]] angebracht. Sie zeigt die von einem Strahlenkranz umgebene Schmerzensmutter mit dem toten Christus und weinenden Putten.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich, S. 17f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Karl-Borromäus-Kapelle befindet sich neben dem Kalksteinrelief, das an den Vertragsschluss mit dem Kloster Sankt Emmeram erinnert, auch ein bemerkenswertes Holzrelief der Opferung Mariens aus dem frühen 17. Jahrhundert. Die Kreuzwegstationen in barocken Rahmen wurden von verschiedenen Personen gestiftet. Der Erschaffer der Tafeln ist unbekannt, die 14. Station datiert jedoch den Kreuzwegzyklus auf das Jahr 1741.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Sonstiges&amp;quot;&amp;gt;Friedrich, S. 20f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Orgel auf der Empore über der Vorhalle befindet noch in einem barocken [[Prospekt (Orgel)|Gehäuse]], welches um 1750 entstand. Das zugehörige Instrument, eine [[Manual (Musik)|einmanualige]] Orgel mit 12 [[Register (Orgel)|Registern]], stammte von dem [[Amberg]]er Orgelbauer [[Funtsch#Johann Konrad Funtsch|Johann Konrad Funtsch]]. Die heutige Orgel mit insgesamt 20&amp;amp;nbsp;Registern auf zwei [[Manual (Musik)|Manualen]] und [[Pedal (Orgel)|Pedal]] wurde 1948 von [[Ignaz Weise#Nachkommen|Michael Weise]] aus [[Plattling]] erbaut und 1991 durch [[Heribert Heick]] aus Regensburg überholt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KF Sonstiges&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Maria Schnee (Aufhausen)}}&lt;br /&gt;
* [http://www.oratorium-aufhausen.org/index.html Internetauftritt des Oratoriums des hl. Philipp Neri in Aufhausen]&lt;br /&gt;
* [http://www.pfarrei-aufhausen.de/ Internetauftritt der Pfarrei Aufhausen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Verena Friedrich: &amp;#039;&amp;#039;Aufhausen – Wallfahrtskirche Maria Schnee und Pfarrkirche St. Bartholomäus und Dionysius&amp;#039;&amp;#039;. Peda-Kunstführer Nr. 429/1998. [[Kunstverlag Peda]], Passau 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=48.872957650380535|EW=12.284152507781982|type=landmark|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Aufhausen Maria Schnee}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wallfahrtskirche des Bistums Regensburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Regensburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Aufhausen|Maria Schnee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1740er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rokokobauwerk in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rokokokirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maria-Schnee-Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentralbau in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barocke Kanzel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nach der Haager Konvention geschütztes Kulturgut in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Aufhausen]]&lt;/div&gt;</summary>
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