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	<title>Wallenberg-Syndrom - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T09:53:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wallenberg-Syndrom&amp;diff=453419&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mondra Diamond: Vorlage Webarchiv korrigiert</title>
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		<updated>2025-09-17T09:05:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlage Webarchiv korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| BREITE = &lt;br /&gt;
| 01-CODE = G46.3&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hirnstammsyndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; Wallenberg-Syndrom&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wallenberg-Syndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (synonym: &amp;#039;&amp;#039;Viesseaux-Wallenberg-&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wallenberg-Foix Syndrom&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;Dorsolaterales [[Medulla oblongata|Medulla-oblongata]]-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Arteria cerebelli inferior posterior|Arteria-cerebellaris-inferior-posterior]]-Syndrom&amp;#039;&amp;#039;) entsteht durch einen Verschluss der [[Arteria cerebelli inferior posterior|Arteria cerebelli inferior posterior (PICA)]] oder der [[Arteria vertebralis]]. Als Folge davon kommt es zu einem [[Infarkt]] der dorsolateralen [[Medulla oblongata]], die Teil des [[Hirnstamm]]s ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hopf&amp;quot;&amp;gt;H.-C. Hopf: &amp;#039;&amp;#039;Erkrankungen der Hirnnerven.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2006, ISBN 3-13-140111-7, [http://books.google.de/books?id=mtLrMJEH4D4C&amp;amp;pg=PA235&amp;amp;dq=Wallenberg-Syndrom&amp;amp; books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist eine seltene Form des [[Schlaganfall]]s. Die Symptome sind vielgestaltig entsprechend den jeweils betroffenen neurologischen Strukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WallenbergInfarct001.jpg|mini|Infarkt in der dorsolateralen Medulla oblongata links, auf dieser B1000 diffusionsgewichteten [[Magnetresonanztomographie|MRT]]-Aufnahme als heller Fleck erkennbar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache/Pathologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CerebellumArteries.jpg|mini|Die drei Hauptarterien des cerebellum (engl.): Die SCA, AICA und PICA (Posterior inferior cerebellar artery)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Human brainstem blood supply description.JPG|mini|Menschliche Hirnstammblutversorgung. PICA ist Nummer #12.]]&lt;br /&gt;
Es liegt ein Verschluss oder eine hochgradige Enge im Bereich der hinteren unteren Kleinhirnarterie (&amp;#039;&amp;#039;[[Arteria cerebelli inferior posterior]]&amp;#039;&amp;#039;) oder der Arteria vertebralis und ihrer Äste vor, die Teile des verlängerten Marks ([[Medulla oblongata]]) versorgen. Auslösend kann ebenfalls eine Hirnblutung in dieser Region sein. Es führt zu einem Infarkt am seitlichen Teil der Medulla oblongata, mit den dafür typischen Ausfallmustern. Häufigste betroffene Arterie ist die A. vertebralis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptomatik ==&lt;br /&gt;
Typisch sind gleichseitig auftretende (ipsilaterale) Zeichen, wie ein abgeschwächter [[Kornealreflex]], [[Hypästhesie|Sensibilitätsstörung]] des Gesichts, [[Horner-Syndrom]], Stimmbandlähmung, Gaumensegelparese und Hemi[[ataxie]]. &amp;#039;&amp;#039;Kontralateral&amp;#039;&amp;#039; (auf der Gegenseite) kann eine [[dissoziierte Sensibilitätsstörung]] (Störung der Temperatur- und Schmerzempfindung bei erhaltener Berührungsempfindung) am Körper (nicht im Gesicht) bestehen. Typisch ist auch eine Fallneigung zur erkrankten Seite sowie ein ipsilateraler [[Nystagmus]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hopf&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.neuroophthalmology.ca/textbook/brainstem.html |text=&amp;#039;&amp;#039;V. PRE-NUCLEAR DISORDERS: BRAINSTEM&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20080914181639}} (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ort der Schädigung ==&lt;br /&gt;
Schäden des [[Nervus trigeminus#Nervenkerne im Gehirn|Nucleus spinalis nervi trigemini]] verursachen das Fehlen von Schmerzen auf der ipsilateralen Seite des Gesichtes, genau wie einen abgeschwächten oder fehlenden Cornealreflex. Ist der [[Tractus spinothalamicus]] geschädigt, dann kommt es zum Fehlen der Schmerz- und Temperaturwahrnehmung auf der dem Infarkt gegenüberliegenden Seite des Körpers. Der Schaden im [[Kleinhirn]] oder/und im unteren Kleinhirnschenkel (Pedunculus cerebellaris inferior) führt zur [[Ataxie]]. Durch den Schaden in den hypothalamospinalen Fasern wird die [[Sympathikus|sympathische]] Signalübertragung gestört, und es kann zum Horner-Syndrom kommen. [[Nystagmus|Augenzittern]] und [[Vertigo|Schwindel]] werden durch die Beteiligung der Region des &amp;#039;&amp;#039;Nucleus Deiter&amp;#039;&amp;#039; ([[Nuclei vestibulares|Nucleus vestibularis lateralis]]) und anderer vestibulärer Kerne verursacht. Ein [[palataler Myoklonus]] kann eventuell bei einer Störung des [[Tractus tegmentalis centralis]] vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gray700.png|mini|[[Medulla oblongata]] im Querschnitt auf Höhe der Olive. (Das Wallenberg-Syndrom trifft vor allem einseitig einen dorsolateralen Bereich und beeinflusst u.&amp;amp;nbsp;a.: #9 (N. Vagus), #10(Nucl. vestibularis), #11(Nucl. ambiguus), #12(Nucl. gracilis), #13(Nucl. cuneatus), und #14(Nucl. trigeminus sup.).)]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Durch die Sauerstoffunterversorgung werden Strukturen im hinteren seitlichen (dorsolateralen) Teil der Medulla oblongata geschädigt.&lt;br /&gt;
Zu diesen Strukturen gehören folgende &amp;#039;&amp;#039;Kerngebiete&amp;#039;&amp;#039; (Nuclei) und &amp;#039;&amp;#039;Bahnen&amp;#039;&amp;#039; (Tractus):&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ort der Schädigung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nucleus [[Nervus vestibularis|vestibularis]] inferior ||  [[Vertigo]] (Schwindel) zur Seite der Schädigung, [[Diplopie]] (Doppelbilder), [[Nystagmus|Spontannystagmus]] (Augenzittern) zur Gegenseite der Schädigung, [[Erbrechen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nucleus ambiguus]] (Effekt auf den [[Vagus|Vagus N. X]] und [[Glossopharyngeus|Glossopharyngeus N. IX]]) || [[Dysphagie]] (Schluckstörungen), [[Heiserkeit]], abgeschwächter [[Würgreflex]], [[Kulissenphänomen]] (Abweichung der [[Uvula]] bei der [[Phonation]] zur gesunden Seite)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nucleus tractus spinalis [[Nervus trigeminus|nervi trigemini N. V]] || [[ipsilateral]] [[Hypästhesie|Sensibilitätsstörung]] (Verlust der Schmerz- und Temperaturempfindung) im Gesicht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nucleus [[Tractus solitarius|tractus solitarii]] (Teile des N. VII, N. IX und N. X)||ebenfalls abgeschwächter Würgreflex und abgeschwächter Brechreiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nucleus dorsalis [[Nervus vagus|nervi vagi]]  || s.&amp;amp;nbsp;o. - Nucleus ambiguus&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Formatio reticularis]]  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kleinhirn|Pedunculus cerebellaris inferior]] || Ipsilaterale Kleinhirnzeichen einschließlich Rumpf- und Gang[[ataxie]] (Gangstörungen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Tractus tegmentalis centralis]] || [[Palataler Myoklonus]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Tractus spinothalamicus#Wichtige aufsteigende Bahnen|Tractus spinothalamicus lateralis]] || [[kontralateral]]e dissoziierte Sensibilitätsstörung (Störung der Temperatur- und Schmerzempfindung bei erhaltener Berührungsempfindung) am Körper&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| zentrale [[Sympathicus]]bahn || ipsilaterales [[Horner-Syndrom]] (Trias: verengte Pupille, Herabhängen des oberen Augenlides, scheinbar eingesunkener Augapfel) mit Hemianhidrose (halbseitiger Störung der Schweißbildung)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Eine Behandlung des Wallenberg-Syndroms ist nur symptomatisch möglich. Eine [[Magensonde]] kann notwendig sein, wenn das Schlucken erschwert ist. Sprech- und Schlucktherapie können nötig sein. In einigen Fällen können Medikamente bei der Verringerung oder Beseitigung der Schmerzen helfen. Das Antiepileptikum [[Gabapentin]] könnte, in individuellen Fällen, ein geeignetes Medikament für Patienten mit chronischen Schmerzen sein. Die geringe Größe der betroffenen PICA eignet sich nicht zur operativen Rekanalisation.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ninds.nih.gov&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ninds.nih.gov/disorders/wallenbergs/wallenbergs.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;NINDS Wallenberg&amp;#039;s Syndrome Information Page&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20161004235546}} (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf lange Sicht ist eine Schlaganfallrezidiv-Prophylaxe notwendig. Dabei ist eine Behandlung der Risikofaktoren entscheidend.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-075_S1_Zerebrale_Ischaemie__Primaer-_und_Sekundarpraevention_10-2008_10-2013.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Primär- und Sekundärprävention der zerebralen Ischämie&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20120417185440 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Patienten werden oft dauerhaft auf ein [[Acetylsalicylsäure|ASS]]-Behandlungsschema eingestellt, um das Risiko eines weiteren Schlaganfalls zu minimieren. Unter Umständen (z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Vorhofflimmern]]) kommt auch eine langfristige Behandlung mit [[Antikoagulation|Gerinnungshemmern (Antikoagulantien)]] vor. Weitere Medikamente könnten sinnvoll sein, um einen Bluthochdruck und andere Risikofaktoren, die mit Schlaganfällen assoziiert sind, zu unterdrücken. Eine Lebensstiländerung verbessert dabei (wie in der Primärprophylaxe) die Prognose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prognose ==&lt;br /&gt;
Die Aussichten für jemanden mit Wallenberg-Syndrom hängen von der Größe und Lage des durch den Schlaganfall geschädigten Gebietes ab. Bei einigen Personen ist, durch Rekanalisation, ein Rückgang der Symptome innerhalb von Wochen oder Monaten zu beobachten. Bei der Mehrheit können jedoch noch nach Jahren erhebliche neurologische Behinderungen bestehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ninds.nih.gov&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Syndrom wurde erstmals 1808 von Gaspard Vieusseux&amp;lt;ref name=&amp;quot;whonamedit&amp;quot;&amp;gt;Ole Daniel Enersen: {{Webarchiv |url=http://www.whonamedit.com/synd.cfm/1778.html |wayback=20250614200215 |text=&amp;#039;&amp;#039;Wallenberg&amp;#039;s syndrome&amp;#039;&amp;#039;}} bei whonamedit.com (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt. Das Wallenberg-Syndrom ist allerdings benannt nach dem deutschen Neurologen [[Adolf Wallenberg]], der das Syndrom 1895 erstmals klinisch beschrieben und 1901 per Autopsiebefund sichern konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Adolf Wallenberg: &amp;#039;&amp;#039;Akute Bulbäraffektion (Embolie der Art. cerebellar. post. inf. sinistra?)&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arch. Psychiat. Nervenkr.&amp;#039;&amp;#039;, 27, 1895.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;whonamedit&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Norbert Rösler, Michael Hüll, [[Joachim Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Nervensystem&amp;#039;&amp;#039;. In: Michael Pfreundschuh, [[Jürgen Schölmerich]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pathophysiologie, Pathobiochemie&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. München 2004, ISBN 3-437-42001-1, S. 379.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Hermann Oertel|Wolfgang H. Oertel]] et al.: &amp;#039;&amp;#039;Nervensystem.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Walter Siegenthaler]], Hubert E. Blum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klinische Pathophysiologie&amp;#039;&amp;#039;, 9. völlig neubearb. Auflage. Stuttgart / New York 2006, ISBN 3-13-449609-7, S. 1049.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lateral medullary syndrome|Wallenberg-Syndrom}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hirnstammsyndrom]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mondra Diamond</name></author>
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