<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Walkm%C3%BChle</id>
	<title>Walkmühle - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Walkm%C3%BChle"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walkm%C3%BChle&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T10:26:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walkm%C3%BChle&amp;diff=401111&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan am 8. April 2026 um 10:52 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walkm%C3%BChle&amp;diff=401111&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-08T10:52:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Walkemühle|Zu einzelnen Mühlen und Orten siehe [[Walkmühle (Begriffsklärung)]] und [[Walkemühle (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Dinkelsbühl Heilig-Geist-Spital Walkanlage.jpg|mini|Wellbaum in der Walkeinrichtung einer Färberei aus dem 18. Jahrhundert, im Areal des [[Heilig-Geist-Spital (Dinkelsbühl)|Heilig-Geist-Spitals Dinkelsbühl]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fulling mill bockler.jpg|mini|Walkmühle um 1661: A - Wasserrad; B - Wellbaum; C - Hebarm; D - Gekerbte Klappen; E - Ofen; F - Kessel zum Einweichen der Tücher]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walkmühle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vollmühle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Walke&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Dickmühle&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Filzmühle&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lochwalke&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Bläue&amp;#039;&amp;#039;) ist eine seit dem [[Hochmittelalter]] eingesetzte Maschine zur Verarbeitung, Verdichtung und Veredelung von [[Gewebe (Textil)|Geweben]] bei der Herstellung von [[Walkstoffe]]n, die früher als [[Tuch]] bezeichnet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ersetzte das [[Walken]] mit den Füßen, mit dem frisch gewebte Tücher durch Stoßen, Strecken und Pressen gereinigt und an der Oberfläche [[Filz|verfilzt]] wurden, damit sie dichter und geschmeidiger wurden. Gerber, besonders Weißgerber, bearbeiteten mit ihnen feines und dünnes Leder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedrich Wilhelm Weber |Hrsg= |Titel=Die Geschichte der pfälzischen Mühlen besonderer Art |Auflage= |Verlag=Verlag Franz Arbogast |Ort=Otterbach |Datum=1981 |ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vormals wurden mit ihnen auch durch das [[Färben]] der Wolle entstandene Verkrustungen gelockert und überflüssige [[Farbmittel|Farbe]] ausgewaschen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Färber und Wälker&amp;#039;&amp;#039; - Matthäus Welker 1976&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Bezeichnungen ==&lt;br /&gt;
Walkmühlen wurden vielerorts auch als Vollmühle bezeichnet. Dieser Begriff stammt von dem [[latein]]ischen Wort &amp;#039;&amp;#039;fullo&amp;#039;&amp;#039;, der Walker, deshalb wäre die Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Follmühle&amp;#039;&amp;#039; zutreffender; die Schreibweise mit &amp;#039;&amp;#039;V&amp;#039;&amp;#039; assoziiert aber, dass etwas &amp;#039;&amp;#039;Vollständiges&amp;#039;&amp;#039; hergestellt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brenner&amp;quot;&amp;gt;[[Hans Leonhard Brenner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Strunde und ihre Bergisch Gladbacher Mühlen&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Bergischer Geschichtsverein Rhein-Berg e.&amp;amp;nbsp;V. in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 2012, S. 35ff. ISBN 3-932326-67-9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Bläue&amp;#039;&amp;#039; stammt von dem Wort &amp;#039;&amp;#039;bläuen&amp;#039;&amp;#039;, was so viel bedeutet wie &amp;#039;&amp;#039;schlagen&amp;#039;&amp;#039;. Siehe auch &amp;quot;jdm etwas einbleuen / einbläuen&amp;quot;, also mit großem Nachdruck beibringen. In gewissen Regionen kommt diese Bezeichnung in Flurnamen vor (z.&amp;amp;nbsp;B. Bläumatt).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wasserversorgung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
In den Tuchwalk- oder Vollmühlen wurden Wollstoffe in einem warmen und feuchten Zustand durch Schieben, Quetschen und Stampfen zu einem zusammenhängenden Körper mit glatter Oberfläche verfilzt. Auf diese Weise wurden die Fäden des Gewebes vollständig versteckt und so der Stoff leicht wasserabweisend. Wir kennen heute einen solchen Stoff noch als [[Loden]]. Weiterhin wurden andere Stoffe wie zum Beispiel [[Flachsfaser|Leinen]] leicht gewalkt, um sie geschmeidiger zu machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brenner&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hammerwalke ===&lt;br /&gt;
Von [[Webstuhl|Webstühlen]] produziertes Wollgewebe wird in der Walkmühle in Bottichen durch Holzhämmer, die über eine [[Welle (Maschinenelement)|Welle]] und eine am Wellendrehpunkt gelagerte Schwinge von einem [[Wasserrad]] angetrieben werden, gewalkt, also gestaucht, verdichtet und geklopft. Durch Druck, Wärme und die Zugabe einer Walkflüssigkeit (z.&amp;amp;nbsp;B. einer [[Suspension (Chemie)|Suspension]] von [[Ton (Bodenart)|Ton]] in heißem Wasser) quellen die [[Faser|Gewebefasern]] auf, verfilzen und die Weblöcher schließen sich. Es entsteht ein verfilzter warmer Stoff, der Regen und Wind abweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art der Walkenmühle erklärt die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Bläue&amp;#039;&amp;#039;, was von bläuen (schlagen) kommt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wasserversorgung&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Druck- oder Kurbelwalke ===&lt;br /&gt;
Bei der Druckwalke, eine Verbesserung der Hammerwalke, wirken die Hämmer nicht im freien Fall auf das Gewebe, sondern die leichteren Hämmer drücken über Stangen auf das Tuch, um es nicht zu beschädigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Waulking machines|Walkmühlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Nikolaus Caspar Egen]]: &amp;#039;&amp;#039;Walkmühlen&amp;#039;&amp;#039;. In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen über den Effekt einiger in Rheinland-Westphalen bestehenden Wasserwerke&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. vom Ministerium des Innern für Handel, Gewerbe und Bauwesen, Teil I-II. A.&amp;amp;nbsp;Petsch, Berlin 1831, S. 184–191 ([https://books.google.de/books?id=ic4_AAAAcAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA184 Google-Books]) (detaillierte Darstellung der Mechanik und Technik)&lt;br /&gt;
* Michael Matheus und Lukas Clemens: &amp;#039;&amp;#039;Die Walkmühle&amp;#039;&amp;#039;, in: Europäische Technik im Mittelalter 800-1200. Tradition-Innovation, hg. von U. Lindgren, Berlin 1996, S. 233–234, ISBN 978-3-7861-1748-3&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Ludwig: &amp;#039;&amp;#039;Die Innovation der Nockenwelle im Übergang vom Früh- zum Hochmittelalter. Eine Skizze europäischer Quellenprobleme unter besonderer Berücksichtigung der Walkmühle&amp;#039;&amp;#039;. In: Technikgeschichte, 61. Bd. (1994), H. 3, S. 227–238.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wasserversorgung&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ernst Eichenberger: &amp;#039;&amp;#039;Köniz und die Wasserversorgung der Stadt Bern&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 34 (Fußnote), ISBN 978-3-9523247-3-8&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4661818-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Walkmuhle}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsmittel (Textilveredelung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlentyp nach Produkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Textilmaschine]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
	</entry>
</feed>