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	<title>Waldschaf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Waldschaf&amp;diff=2869327&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T15:09:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Schafrasse&lt;br /&gt;
| Rassenname       = Waldschaf&lt;br /&gt;
| Bild1            = Waldschafwidder.JPG&lt;br /&gt;
| Bildtext1        = Waldschafwidder&lt;br /&gt;
| Bild2            = Waldschafe auf der Weide IMG.JPG&lt;br /&gt;
| Bildtext2        = Waldschafe auf der Weide&lt;br /&gt;
| Bild3            = &lt;br /&gt;
| Bildtext3        = &lt;br /&gt;
| Herkunft         = Österreich, Deutschland&lt;br /&gt;
| Alternativnamen  = „Zoderte“ ugs.&lt;br /&gt;
| Typ              =&lt;br /&gt;
| Gewicht          = Bock: 55–80 kg&amp;lt;br /&amp;gt; Aue: 35–60 kg&lt;br /&gt;
| Wolltyp          = Mischwolle&lt;br /&gt;
| Woll-Farbe       = Vorwiegend weiß&lt;br /&gt;
| Stapellänge      =&lt;br /&gt;
| Abzeichen        =&lt;br /&gt;
| behornt          = Männlich: Möglich&amp;lt;br /&amp;gt;Weiblich: Möglich&lt;br /&gt;
| Bestand          = Gefährdet&lt;br /&gt;
| Zuchtstandards   =&lt;br /&gt;
| NoCat            = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Waldschaf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Liste gefährdeter Nutztierrassen|gefährdete]] alte mischwollige [[Hausschaf]]rasse,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rote_Liste&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.g-e-h.de/geh/images/stories/news/pdf/roteliste.pdf |wayback=20150924021847 |text=&amp;#039;&amp;#039;Rote Liste der bedrohten Nutztierrassen in Deutschland 2013.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-05-22 11:28:58 InternetArchiveBot }} (PDF; 297&amp;amp;nbsp;kB) Website der &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; welche überwiegend in [[Deutschland]], [[Tschechien]] und [[Österreich]] beheimatet ist. Es gehört zum sehr alten Typ des &amp;#039;&amp;#039;[[Zaupelschaf]]s&amp;#039;&amp;#039;, das direkt auf die Urform der westeuropäischen Hausschafe zurückgeht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kovács et al.&amp;quot;&amp;gt;E. Kovács et al.: &amp;#039;&amp;#039;STR DIVERSITY OF A HISTORICAL SHEEP BREED BOTTLENECKED, THE CIKTA.&amp;#039;&amp;#039; JAPS: Journal of Animal &amp;amp; Plant Sciences, 10187081, 2019, Bd./Jhrg. 29, Ausgabe 1, Introduction.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Namen „Waldschaf“ erhielt es aufgrund seines Verbreitungsgebietes im Mittelgebirge des [[Bayerischer Wald|Bayerischen Waldes]], des [[Böhmerwald]]es sowie des [[Mühlviertel|Mühl-]] und [[Waldviertel]]s. Es galt als das typische Schaf der sogenannten Waldner, also der kleinen Bauernhöfe in den waldreichen Gebirgsregionen Süddeutschlands und Schlesiens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensministerium&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arten_Buch&amp;quot;&amp;gt;Michaela Arndorfer: &amp;#039;&amp;#039;Wie viele Arten braucht der Mensch? Eine Spurensuche.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Böhlau Verlag, Wien 2010, ISBN 978-3-205-78516-3, S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Das Waldschaf ist ein kleines bis mittelgroßes, vorwiegend weißes Schaf. Es gibt jedoch auch schwarze, graue, braune und gescheckte Tiere. Bei weißen Schafen treten an unbewollten Stellen, besonders am Kopf, oft dunkle Pigmentflecken auf. Ausgewachsene Widder erreichen eine [[Widerristhöhe]] von ca. 65 bis 70 Zentimeter und ein Gewicht von 55 bis 80 Kilogramm. Weibliche Tiere sind mit einer Höhe von 60 bis 65 Zentimeter bei einem Körpergewicht von 35 bis 60 Kilogramm kleiner und leichter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensministerium&amp;quot; /&amp;gt; Der relativ kurze Kopf mit Schaupe (bewollte Stirn) ist meist gerade, bei den Widdern teilweise auch leicht geramst (gewölbt). Die kleinen Ohren der Waldschafe stehen beinahe waagrecht vom Kopf ab. Männliche und weibliche Tiere können sowohl behornt als auch unbehornt sein. Waldschafe sind feingliedrig und besitzen einen langen, bewollten Schwanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für das Waldschaf ist seine Mischwolle, bestehend aus grobem Kurz- oder Stichelhaar, [[Deckhaar|Grannen- oder Langhaar]] und feinen Wollfasern. Letztere machen den Hauptbestandteil der Mischwolle aus, welche sich durch die jahrhundertelange [[Evolutionäre Anpassung|Anpassung]] der Waldschafe an die rauen klimatischen Verhältnisse der Mittelgebirgsregion entwickelte. Der relativ hohe Anteil an Wollfasern unterscheidet die vom Zaupelschaf abstammenden Waldschafe von anderen alten [[Rasse (Züchtung)|Rassen]] wie dem Steinschaf oder dem [[Brillenschaf]]. Die feinen Wollfasern schützen die Schafe vor Hitze und Kälte. Die überstehenden Grannenhaare lassen das Schaf zottelig aussehen, weshalb es im [[Mühlviertel]] manchmal auch das „Zoderte“ genannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensministerium&amp;quot; /&amp;gt; Das durch Muskeln an den Haarwurzeln mögliche Aufrichten der Kurzhaare (Vgl. Gänsehaut beim Menschen) bewirkt eine Lockerung und somit eine bessere Trocknung des Vlieses. Bei Widdern beträgt der jährliche Wollertrag ca. 3,5 Kilogramm, bei weiblichen Tieren etwa 3 Kilogramm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensministerium&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Waldschaf stammt vom ausgestorbenen [[Zaupelschaf]] unter geringfügiger [[Kreuzung (Genetik)|Einkreuzungen]] anderer Landrassen ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Diplomarbeit_Robert_Aigner&amp;quot;&amp;gt;Robert Aigner, Diplomarbeit Alte Nutztierrassen, S. 58 Zugriff über [https://www.arche-austria.at/index.php?id=130 Arche Austria] am 22. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensministerium&amp;quot;&amp;gt;Waldschaf d-1.pdf, S. 1–5 Zugriff über {{Webarchiv|url=http://www.lebensministerium.at/lebensmittel/trad-lebensmittel/fleisch/schaf-ziege/waldschaf.html |wayback=20130820232024 |text=lebensministerium.at |archiv-bot=2019-05-22 11:28:58 InternetArchiveBot }} am 23. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das mischwollige Zaupelschaf war einst die dominierende Rasse in [[Süddeutschland]], [[Böhmen]], [[Mähren]] und im gesamten Alpenraum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff „Waldlerschaf“ wurde zum ersten Mal 1890 erwähnt, als bereits regional zwischen Waldlerschaf (in Bezug auf den Bayerischen Wald) und Steinschaf (Alpenregion) unterschieden wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte_GEH&amp;quot;&amp;gt;Reiner Seibold: {{Webarchiv|url=http://www.g-e-h.de/geh-scha/waldscha.htm |wayback=20120124102251 |text=&amp;#039;&amp;#039;Das Waldschaf.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-05-22 11:28:58 InternetArchiveBot }} Website der &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;; abgerufen am 23. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eng verwandt ist das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Šumavská-Schaf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aus Böhmen, zudem das Cikta-Schaf aus Ungarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiter Rückgang der [[Population (Biologie)|Population]] wurde verzeichnet, als industriell gefertigte Textilien verfügbar wurden und sich die Verarbeitung der Mischwolle des Waldschafes immer weniger lohnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensministerium&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zuchtgeschichte ===&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren wurden in [[Bayern]] die ersten Erhaltungsmaßnahmen eingeleitet. Zu Beginn standen etwa 60 Tiere aus 10 Restpopulationen aus Bayern, knapp 20 Šumavská-Schafe aus der [[Tschechoslowakei]] und 15 Tiere aus einer österreichischen Restherde zur Zucht zur Verfügung. Später wurden noch sechs weitere Bestände in Österreich entdeckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte_GEH&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Generhaltungsprojekt&amp;quot; /&amp;gt; Durch die Zuchtauswahl nach herkömmlichen Leistungskriterien stieg die [[Inzucht]] zunächst bis 1999 unnötig an, was die Abnahme der [[Effektive Populationsgröße|effektiven Population]] zur Folge hatte. Die Inzuchtsteigerung von [[Generation]] zu Generation lag mit 2,5 % weit über der für gefährdete Rassen maximal verträglichen Grenze von 1 %. Die effektive Population ging auf 20 zurück, sollte jedoch, um den Erhalt zu sichern, bei mindestens 50 liegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Generhaltungsprojekt&amp;quot;&amp;gt;{{Toter Link |url=http://members.aon.at/waldschaf/}} members.aon.at, Generhaltungsprojekt Waldschaf, abgerufen am 23. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 hat die Kreisgruppe Freyung-Grafenau des &amp;#039;&amp;#039;Bundes Naturschutz&amp;#039;&amp;#039; in Zusammenarbeit mit dem &amp;#039;&amp;#039;Freilichtmuseum Finsterau&amp;#039;&amp;#039; einen kleinen Bestand von Waldschafen aufgebaut und als Herdbuchtiere geführt. Gemeinsam mit dem &amp;#039;&amp;#039;Freilichtmuseum Massing&amp;#039;&amp;#039; hat es viele Jahre einen Zuchtbock gehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Martin Ortmeier]], Walter Peschl und Reiner Seibold: &amp;#039;&amp;#039;Waldschafe und ihre Welt.&amp;#039;&amp;#039; Mauth-Finsterau (Freilichtmuseum Finsterau) 1992, ISBN 3-9800400-8-9 – Die angestrebte Personal- und nötige bauliche Ausstattung für artgerechte Tierhaltung konnte in den kommunal getragenen Freilichtmuseen Finsterau und Massing jedoch nicht realisiert werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Aufbau eines internationalen Abstammungsbuches in Österreich zwischen 1996 und 1999 sowie die dadurch möglichen gezielten Maßnahmen wie strenge Anpaarungszucht nach Inzuchtberechnung entspannte sich die Lage. Ab 2002 wurde in Österreich die Zucht nach diesem strengen Generhaltungsprogramm durch eine erhöhte Förderung unterstützt. So konnten in Österreich im Jahr 2002 710 Mutterschafe und 70 Zuchtböcke im Generhaltungsprojekt geführt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Generhaltungsprojekt&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Diplomarbeit_Robert_Aigner&amp;quot; /&amp;gt; In Bayern gab es 2004 896 Herdbuchtiere.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GEH_PDF&amp;quot;&amp;gt;Reiner Seibold, Siegfried Dorrer: {{Webarchiv|url=http://www.g-e-h.de/geh/images/stories/rassebeschreib/schaf/Das%20Waldschaf.pdf |wayback=20150924022019 |text=&amp;#039;&amp;#039;Das Waldschaf.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-05-22 11:28:58 InternetArchiveBot }} (PDF; 1&amp;amp;nbsp;MB) In: &amp;#039;&amp;#039;Schafrassen in Deutschland – Mittelgebirge.&amp;#039;&amp;#039; S. 2; abgerufen am 23. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Mai 2009 lag die Inzuchtsteigerung im österreichischen Generhaltungsprojekt weit unter 1 % und die effektive Population deutlich über 50 Tieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Generhaltungsprojekt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das Waldschaf ist inzwischen in fast allen österreichischen Bundesländern verbreitet. Die Hauptzuchtgebiete liegen jedoch im ursprünglichen Verbreitungsgebiet, weshalb sie einerseits im oberösterreichischen [[Mühlviertel]] und andererseits im niederösterreichischen [[Waldviertel]] vermehrt vorzufinden sind. Im Jahr 2009 wurden laut [[Herdbuch]] in Österreich insgesamt 1189 Tiere geführt. Im deutschen Raum ist das Waldschaf in seinem Ursprungsgebiet, dem Bayerischen Wald, vermehrt anzutreffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensministerium&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://www.bhg-schafzucht.de/rassen/landschafe/52-waldschaf |text=&amp;#039;&amp;#039;Waldschaf.&amp;#039;&amp;#039; |archivebot=2019-05-22 11:28:58 InternetArchiveBot}} Website der &amp;#039;&amp;#039;Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Das Waldschaf hat sich im Laufe der Zeit an die rauen Bedingungen der Mittelgebirgsregion angepasst. Es ist wetterunempfindlich, genügsam, robust, leichtfuttrig, hat unempfindliche [[Euter]] und [[Klaue (Paarhufer)|Klauen]] und ist somit wenig anfällig gegenüber Krankheiten und Parasiten.&lt;br /&gt;
Waldschafe haben ein ruhiges Gemüt und weiden in geschlossenen Gruppen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Waldschaf.com&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.waldschaf.com/ |wayback=20130123033805 |text=waldschaf.com |archiv-bot=2019-05-22 11:28:58 InternetArchiveBot }} Unterpunkt „Rasse“; abgerufen am 23. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
Das Waldschaf ist eine sehr genügsame und leichtfuttrige Rasse, die das Grundfutter bestens ausnutzen kann. Die Tiere sind auf die [[Raufutter#Raufutter und Grobfutter|Raufutterverwertung]] spezialisiert, weshalb eine Aufzucht ohne [[Kraftfutter#Kraftfutter|Kraftfutter]] möglich und sinnvoll ist. Kraftfutter, [[Silage]] aus jüngerem Gras und [[Kleegras]] können aufgrund der zu hohen Eiweißkonzentration Krankheiten wie die Breinierenkrankheit (Ursache: Gift von &amp;#039;&amp;#039;[[Clostridium perfringens]]&amp;#039;&amp;#039;) hervorrufen. Silofutter aus älterem Gras mit geringerem Eiweißgehalt kann jedoch verfüttert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensministerium&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bio_Austria&amp;quot;&amp;gt;Extensive_Schafrassen.pdf abgerufen über {{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://www.bio-austria.at/biobauern/beratung/tierische_erzeugung/schafe/schafe_in_der_biologischen_landwirtschaft |text=Bio-Austria |archivebot=2019-05-22 11:28:58 InternetArchiveBot}} am 23. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Weideverhalten dieser Rasse hat eine wichtige ökologische Bedeutung, da Waldschafe viele von anderen Tieren verschmähte Pflanzen fressen und somit zur Kontrolle des Bewuchses eingesetzt werden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arten_Buch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung ===&lt;br /&gt;
Waldschafe haben einen asaisonalen [[Sexualzyklus|Brunstzyklus]] mit einer Häufung von Geburten im Winter. Die Tiere sind frühreif und weisen eine Fruchtbarkeit von ca. 180 % sowie eine hohe Aufzuchtrate auf. Nach 4 Monaten werden die Jungwidder von der Mutter getrennt, sie erlangen die Geschlechtsreife mit 4 bis 5 Monaten, die weiblichen Tiere mit 9 bis 15 Monaten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensministerium&amp;quot; /&amp;gt; Die erste Lammung erfolgt meist mit 13 Monaten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte_GEH&amp;quot; /&amp;gt; Waldschafe lammen in der Regel dreimal in zwei Jahren, zum Teil aber auch zweimal pro Jahr, wobei Zwillingsgeburten relativ häufig sind und auch Drillinge vorkommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GEH_PDF&amp;quot; /&amp;gt; Die tägliche Gewichtszunahme der Lämmer liegt bei ca. 180 bis 200 Gramm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte_GEH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rasse verfügt über die Fähigkeit der Selbstregulation, was bedeutet, dass sich die Zwischenlammzeit und die Anzahl der Lämmer nach der bisherigen Aufzuchtleistung der Muttertiere, deren allgemeinen Gesundheitszustand sowie dem Futterangebot richten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arten_Buch&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Generhaltungsprojekt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Haltung ==&lt;br /&gt;
Waldschafe eignen sich besonders für extensive und biologische Klein- und Nebenerwerbslandwirtschaften, vor allem in den rauen Gebieten des Mittelgebirges. Um die Eigenschaften der Rasse zu erhalten, wird auf eine möglichst ursprüngliche Haltung Wert gelegt. Aufgrund der Asaisonalität wird ein Altwidder ganzjährig bei der Herde gehalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bio_Austria&amp;quot; /&amp;gt; Waldschafe werden häufig zur Landschaftspflege eingesetzt. Im Allgemeinen wird eine arbeitsextensive (wenig Betreuung, gute Muttereigenschaften) und kostenextensive (kaum Tierarztkosten, kein Futterzukauf) Haltung angestrebt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bio_Austria&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zuchtziele ===&lt;br /&gt;
Oberstes Zuchtziel ist die Erhaltung der Rasse, deren genetische Vielfalt und Eigenschaften. Von der Zucht ausgeschlossen werden nur Tiere mit Erbfehlern, schlechten Eigenschaften sowie rasseuntypische Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waldschafe werden einmalig auf Zuchttauglichkeit begutachtet und im [[Herdbuch]] erfasst. In Österreich ist der Schafzuchtverband [[Oberösterreich]] die für das Generhaltungsprogramm bundesweit zuständige Organisation.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensministerium&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Nutzung ==&lt;br /&gt;
Sowohl Wolle, Fell als auch Fleisch des Waldschafes sind verwertbar. Die grobe und filzige Mischwolle&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arten_Buch&amp;quot; /&amp;gt; eignet sich im Gegensatz zu vielen heutigen Leistungsrassen besonders gut zum Handspinnen, Filzen sowie zur Herstellung von robustem und relativ leichtem Waldschaf-[[Tweed (Gewebe)|Tweed]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat vor allem das Fleisch des Waldschafes zunehmend an Beliebtheit gewonnen. Es ist fein, fettarm und besonders zart und hat keinen unerwünschten, für Schaffleisch sonst typischen, Schafbeigeschmack.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensministerium&amp;quot; /&amp;gt; 2009 wurde das Waldschaf von der Organisation Slow-Food in die Arche des Geschmacks aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archeprojekt.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=104&amp;amp;Itemid=98 &amp;#039;&amp;#039;Waldschaf.&amp;#039;&amp;#039;] archeprojekt.at; abgerufen am 31. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Generell zeigt sich eine positive Bestandsentwicklung. In Bayern belief sich der Bestand Ende 2012 auf knapp 1100 Tiere,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bayern&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.stmelf.bayern.de/service/presse/pm/2012/021728/index.php |wayback=20150211163619 |text=&amp;#039;&amp;#039;Mehr Geld für den Erhalt gefährdeter Schafrassen.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-05-22 11:28:58 InternetArchiveBot }} Pressemitteilung des &amp;#039;&amp;#039;Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten&amp;#039;&amp;#039;, 10. Dezember 2012; abgerufen am 23. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Österreich 2008 auf 1032 Tiere.&amp;lt;ref&amp;gt;B. Berger, F. Fischerleitner: [http://www.dagene.eu/docs/mparb.pdf &amp;#039;&amp;#039;Marketing Products from Austrian Rare Breeds.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 58&amp;amp;nbsp;kB) Website der &amp;#039;&amp;#039;International Association for the Conservation of Animal Breeds in the Danubian Region&amp;#039;&amp;#039;, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Waldschaf zählt jedoch immer noch zu den bedrohten Nutztierrassen und war 2012 in Deutschland und 2007 in Österreich auf der [[Liste gefährdeter Nutztierrassen|roten Liste]] in der Kategorie II stark gefährdet beziehungsweise hoch gefährdet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bayern&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rote_Liste&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;F. Fischerleitner: [http://www.dagene.eu/docs/tapceb.pdf &amp;#039;&amp;#039;The Austrian Programme for the Conservation of Endangered Breeds.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 130&amp;amp;nbsp;kB) Website der &amp;#039;&amp;#039;International Association for the Conservation of Animal Breeds in the Danubian Region&amp;#039;&amp;#039;, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Förderungen ===&lt;br /&gt;
* Österreich: laut [[Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft|ÖPUL]] 2007–2012: 55 € pro Mutterschaf, 120&amp;amp;nbsp;€ pro Widder pro Jahr&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ama.at/Portal.Node/public?gentics.rm=PCP&amp;amp;gentics.pm=gti_full&amp;amp;p.contentid=10008.47329&amp;amp;MEB_SN.pdf |wayback=20150211162648 |text=&amp;#039;&amp;#039;ÖPUL 2007 – Seltene Nutztierrassen.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-05-22 11:28:58 InternetArchiveBot }} (PDF) Website der &amp;#039;&amp;#039;Agrarmarkt Austria&amp;#039;&amp;#039;, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bayern: ab 2013 25 € pro Tier und Jahr, Höchstförderung 3000 € pro Betrieb&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bayern&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Projekte ===&lt;br /&gt;
In Niederösterreich, Oberösterreich und im Burgenland finden in Zusammenarbeit mit Landschafts- und Naturschutzbehörden und -organisationen Versuche zur Landschaftspflege statt. In Tirol wurde eigens eine Züchtergemeinschaft zur Verbreitung der Waldschafe zur Almpflege gebildet. In mehrjährigen Versuchen erwiesen sich die alteingesessenen Waldschafe den inzwischen auf Masse gezüchteten Schafrassen im Gelände als überlegen. Im Jahr 2011 wurden ca. 100 Waldschafe zur Almbewirtschaftung aufgetrieben, wobei eine relativ geringe Ausfallsrate von 6 % verzeichnet werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Generhaltungsprojekt&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.waldschaf.net/web/ Website des &amp;#039;&amp;#039;Waldschafzuchtvereines Alpin.&amp;#039;&amp;#039;] abgerufen am 31. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michaela Arndorfer: &amp;#039;&amp;#039;Wie viele Arten braucht der Mensch?: Eine Spurensuche.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Böhlau Verlag, Wien 2010, ISBN 978-3-205-78516-3, S. 268.&lt;br /&gt;
* Robert Aigner: &amp;#039;&amp;#039;Alte Nutztierrassen.&amp;#039;&amp;#039; (Diplomarbeit). S. 58f. (Zugriff über [https://www.arche-austria.at/index.php?id=130 Arche Austria] am 22. Januar 2013)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Seltene Nutztierrassen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Vielfalt.&amp;#039;&amp;#039; LTS 231, 1. Auflage. Wien 2009, S. 37. (Zugriff über [http://www.lebensministerium.at/publikationen/land/tierische_produktion-milchwirtschaft/seltene_nutztierrassen.html www.lebensministerium.at] am 23. Januar 2013)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Waldschaf.&amp;#039;&amp;#039; S. 1–5. (Zugriff über [http://www.lebensministerium.at/lebensmittel/trad-lebensmittel/fleisch/schaf-ziege/waldschaf.html www.lebensministerium.at] am 23. Januar 2013)&lt;br /&gt;
* Hans Hinrich Sambraus: &amp;#039;&amp;#039;Farbatlas Nutztierrassen.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. Ulmer Verlag, 2011, ISBN 978-3-8001-7613-7, S. 183.&lt;br /&gt;
* R. Wassmuth, S. Hiendleder, Ch. Mendel, G. Erhardt: &amp;#039;&amp;#039;Biochemische Polymorphismen und Haupt-mtDNA-Haplo-typen bei Bergschafrassen und Waldschafen als Beitrag zur Abstammung der Hausschafe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Animal Breeding and Genetics.&amp;#039;&amp;#039; Volume 118, Issue 5, October 2001, S. 327–340. [[doi:10.1046/j.1439-0388.2001.00300.x]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Waldschafe}}&lt;br /&gt;
* [https://www.waldschaf.at/ waldschaf.at]&lt;br /&gt;
* [https://www.g-e-h.de/rassebeschreibungen/72-rassebeschreibungen-schafe/110-waldschaf g-e-h.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.ama.at/getattachment/d035a76f-e2e3-46d8-b78c-ae7bab6188ca/O6_5_Erhaltung_gefaehrdeter_Nutztierrassen_2024_10.pdf ama.at Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen] (PDF; 0,2&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [http://www.dagene.eu/docs/mparb.pdf dagene.eu] (PDF) S. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gefährdete Nutztierrasse des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Nutztier des Jahres in Österreich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schafrasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arche des Geschmacks (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefährdete Nutztierrasse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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