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	<title>Waldaschaff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T02:32:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Waldaschaff&amp;diff=204107&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Waldaschaffer1989 am 19. April 2026 um 18:43 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-19T18:43:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Waldaschaff COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 49/58/27/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 9/17/59/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Waldaschaff in AB.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Bayern&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Unterfranken&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Aschaffenburg&lt;br /&gt;
|Höhe              = 196&lt;br /&gt;
|PLZ               = 63857&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 06095&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 09671156&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 3 [[Gemeindeteil]]e&lt;br /&gt;
|Straße            = Am Mühlbach 5&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.waldaschaff.de/ waldaschaff.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Marcus Grimm&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel= [[Bürgermeister#Bayern|Erster Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
|Partei            = CSU&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeinde Waldaschaff.svg|mini|Gemeindegebiet mit Gemeindeteilen von Waldaschaff]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wahlmich waldaschaff 002.jpg|mini|Der [[Burgstall Wahlmich]] vor den Ausgrabungen 2016/2018]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldaschaff, Triftsee-Staudamm001.jpg|mini|Der Triftsee-Staudamm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Waldaschaff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinde]] im [[Unterfranken|unterfränkischen]] [[Landkreis Aschaffenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde liegt im westlichen [[Franken (Region)|Franken]] an der Schwelle zum [[Spessart|Hochspessart]], ca. 15&amp;amp;nbsp;km von [[Aschaffenburg]] entfernt und auf halber Strecke zwischen [[Würzburg]] und [[Frankfurt am Main]]. Waldaschaff ist wie viele Dörfer dieser Gegend ein lang gezogener Ort, der sich entlang der [[Aschaff]] und der heutigen Hauptstraße konzentriert. Um den Ort herum befinden sich die Wälder des [[Naturpark Spessart|Naturparks Bayerischer Spessart]], welcher als Naherholungsgebiet überregionale Bekanntheit genießt. Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt an der [[Bundesautobahn 3]] (A 3), welche 2011 durch den Ausbau auf sechs Spuren und den Neubau der [[Kauppenbrücke]] aus Lärmschutz-Gründen bis zu 500 Meter weiter vom Ort weg verlegt wurde. Der [[Gelände|topographisch]] höchste Punkt der Gemeinde[[gemarkung]] befindet sich mit {{Höhe|353|DE-NHN}} {{Coordinate|type=landmark|text=(Lage)|NS=49.96465|EW=9.31151|region=DE-BY|name=Höchster Punkt der Gemeinde Waldaschaff}} unterhalb des [[Kauppen (Spessart)|Kauppengipfels]] (der Gipfel selbst liegt im gemeindefreien Gebiet [[Waldaschaffer Forst]]), der niedrigste liegt in der Nähe von [[Weiler (Bessenbach)|Weiler]] an der Aschaff auf {{Höhe|167|DE-NHN}} {{Coordinate|type=landmark|text=(Lage)|NS=49.97986|EW=9.27295|region=DE-BY|name=Niedrigster Punkt der Gemeinde Waldaschaff}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei [[Gemeindeteil]]e (in Klammern ist der [[Siedlungstyp]] angegeben):&amp;lt;ref&amp;gt;{{BLO Ortsdatenbank|objekt=Gemeinde Waldaschaff|val=1555|abruf=2021-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BayernPortal Ortsteile |val=99996500754 |objekt=Gemeinde Waldaschaff |abruf=2021-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Diezenhof]] ([[Einöde]])&lt;br /&gt;
* [[Hockenhof]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* Waldaschaff ([[Pfarrdorf]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Gemarkungen}}Es gibt auf dem Gemeindegebiet die [[Gemarkung]]en Waldaschaff (Gemarkungsteil&amp;amp;nbsp;0) und [[Waldaschaffer Forst]] (Gemarkungsteil&amp;amp;nbsp;1).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ldbv.bayern.de/service/publikationen/arbeitshilfen.html |titel=Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis |hrsg=Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung |werk=ldbv.bayern.de |datum=2025-04-17 |abruf=2026-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gemarkung Waldaschaff hat eine Fläche von 6,635&amp;amp;nbsp;km². Sie ist in 8323 [[Flurstück]]e aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 797,19&amp;amp;nbsp;m² haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/090372|titel= Gemarkung Waldaschaff (090372) |werk=geoindex.io |hrsg=Geoindex Aktiengesellschaft |abruf=2026-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sämtliche Gemeindeteile liegen in der Gemarkung Waldaschaff. Östlich von Waldaschaff liegen fünf kleine [[Exklave]]n des Gemeindegebietes im Tal des [[Autenbach (Aschaff)|Autenbaches]] auf der Gemarkung Waldaschaffer Forst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://v.bayern.de/3jXGL |titel=Webkarte |titelerg= [[Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem|ALKIS®]]-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen |werk=[[BayernAtlas]] |hrsg=[[Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Bayern|LDBV]] |abruf=2026-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
| NORD = Waldaschaffer Forst&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Gemeindefreies Gebiet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| OST = [[Waldaschaffer Forst]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Gemeindefreies Gebiet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| SUED = Waldaschaffer Forst&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Gemeindefreies Gebiet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| WEST = Gemeinde&amp;lt;br /&amp;gt;[[Bessenbach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
=== Etymologie ===&lt;br /&gt;
Seinen ursprünglichen Namen hat der Ort &amp;#039;&amp;#039;Aschaff&amp;#039;&amp;#039; vom Fluss [[Aschaff]], an dem er liegt. Später wurde zur Unterscheidung vom in der Nähe liegenden Ort &amp;#039;&amp;#039;Aschaff&amp;#039;&amp;#039; (heute [[Mainaschaff]]) der Zusatz &amp;#039;&amp;#039;Wald&amp;#039;&amp;#039;, wegen der Lage im Waldgebiet, hinzugefügt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LfO&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|978-3-406-59131-0|Seite=232}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Volksmund]] wird der Ort &amp;#039;&amp;#039;Wallooscheff&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|&amp;#039;wal̆ɔʊʃəf}}] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühere Schreibweisen ===&lt;br /&gt;
Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:&amp;lt;ref name=&amp;quot;LfO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1184: Aschapha&lt;br /&gt;
* 1346: Waltaschaff&lt;br /&gt;
* 1542: Waldaschaff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Frühzeitliche Siedlungsbewegungen durch die [[Franken (Volk)|Franken]] ([[Merowinger]] und [[Karolinger]]) im oberen [[Aschaff]]tal werden bereits vom 5. Jahrhundert bis in das Jahr 982 n. Chr. vermutet. Trotz fortlaufender Konflikte um die Grundherrschaft im [[Spessart]] und insbesondere im Aschafftal durch die Herren [[Rieneck (Adelsgeschlecht)|von Rieneck]] und den Mainzer Kurfürsten gehörte das obere Aschafftal als Bestandteil des Domkapitels Aschaffenburg ab dem Jahr 982 bis in das Jahr 1803 dem [[Kurfürstentum Mainz]] an. Erste nachweisbare Besiedlungen sind erst im 11. Jahrhundert n. Chr. durch die Grafen von Rieneck fassbar. Erste [[Rodung]]en auf der Nordflanke des westlichen &amp;#039;&amp;#039;Birkenberges&amp;#039;&amp;#039; wurden vom [[Bessenbach (Fluss)|Bessenbachtal]] aus vorgetragen. In deren Folge wurden die ersten Bauernhöfe wie der heute noch stehende [[Hockenhof]] gegründet. Auch eine sog. erste [[Mühle|Molstatt]] (Mühle) war dabei. Das bedeutendste Niederadelsgeschlecht, die Herren von Wyler (von Weiler)&amp;lt;ref&amp;gt;Örtliches Niederadelsgeschlecht im Spessartbereich; nicht identisch mit den schwäbischen Herren von [[Weiler (Adelsgeschlecht)|Weiler]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, wurden durch die Grafen von Rieneck mit der von ihnen [[Burgstall Wahlmich|erbauten Burgstelle]] (Wylerburg) belehnt. Diese lag oberhalb der Höfe auf einem [[Bergsporn]] an der Nordflanke des Birkenberges. Die erste bislang bekannte schriftliche Erwähnung von „Waltaschaff“ findet man in dem Förster[[weistum]] des Kurfürstentums Mainz, das in den Jahren 1330–1350 für die Mainzer Besitzungen erstellt wurde. Dort ist die Anfang des 14. Jahrhunderts im Autenbachtal erbaute [[Forsthube]], genannt „Ziehlhube bei Waltaschaff“, erwähnt. Durch diese Siedlungsbestrebungen der Mainzer Kurfürsten im Osten und der Bebauungen der Grafen von Rieneck von Westen her, wuchs Waldaschaff über die Jahrhunderte am Zusammenfluss von [[Autenbach (Aschaff)|Autenbach]] und [[Kleinaschaff]] zu einem zusammenhängenden [[Straßendorf]] zusammen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldaschaff, Katholische Pfarrkirche St. Michael-001.jpg|mini|hochkant|Waldaschaff – [[St. Michael (Waldaschaff)|Katholische Pfarrkirche St. Michael]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldaschaff, Aschaffenburger Straße 119-001.jpg|mini|hochkant|Beispiel eines Fachwerkhauses im Ort]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldaschaff, Kriegerdenkmal 1870 71-002.jpg|mini|hochkant|Das [[Kriegerdenkmal]] von 1870/71]]&lt;br /&gt;
Das Dorfleben der Waldaschaffer Bevölkerung, die stetig anwuchs, war geprägt von [[Frondienst]]en, [[Hungersnot|Hungersnöten]]/Krankheiten, [[Waldarbeit]] und [[Landwirtschaft]]. Infolge des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde die von Armut geplagte Dorfbevölkerung nahezu ausgelöscht, was durch staatlich geförderte Zuwanderung in der zweiten Hälfte des 17. Jh. vermieden werden konnte. Bereits 1673 wurde ein Schullehrer (ludimagister) namens  Hans Schumann erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/wuerzburg/keilberg/02616/?pg=26 Taufeintrag vom 7. September 1673], Kirchenbuch Keilberg, S. 43; abgerufen am 19. April. 2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Auflösung des [[Heiliges Römisches Reich deutscher Nation|Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation]] 1806 gehörte Waldaschaff zu dem kurzlebigen [[Fürstentum Aschaffenburg]] und mit diesem ab 1810 zum [[Großherzogtum Frankfurt]], wo es zusammen mit den Seehäusern und der Spatzenmühle eine Mairie auf dem Verwaltungsgebiet der Districtsmairie Rothenbuch im Departement Aschaffenburg bildete. Maire war Philipp Hussy. Seine Adjuncte hießen Franz Bahmer und Anton Schmitt. Schullehrer war Peter Breunig. 1814 kam Waldaschaff zum [[Königreich Bayern]], wo es im Verwaltungsgebiet des Landgerichtes älterer Ordnung Rothenbuch lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1862 wurde aus den Landgerichten Aschaffenburg und Rothenbuch das [[Bezirksamt Aschaffenburg]] gebildet. 1939 wurde dafür wie überall im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Waldaschaff war damit eine der 33 Gemeinden im [[Landkreis Aschaffenburg#Städte und Gemeinden des Landkreises vor der Gebietsreform 1971/78|Altkreis Aschaffenburg]]. Dieser schloss sich am 1. Juli 1972 mit dem [[Landkreis Alzenau in Unterfranken]] zum neuen [[Landkreis Aschaffenburg]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die einsetzende [[Industrialisierung]] wurde in Waldaschaff ein [[Eisenhammer]] errichtet, der wie die [[Schwerspat]]-Gruben rund um Waldaschaff für Arbeitsplätze im Ort sorgten. Trotzdem mussten viele Waldaschaffer Männer aus dem strukturschwachen [[Spessart]] (vor allem nach der Schließung des Eisenhammers 1856) bis in das 20. Jahrhundert hinein in die Ferne reisen, um einer geregelten Arbeit nachgehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893/1894 wurde die [[St. Michael (Waldaschaff)|Kirche St. Michael in Waldaschaff]] errichtet, zuvor war Waldaschaff der [[Pfarrei Keilberg]] zugehörig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Infrastruktur der Gemeinde entwickelte sich durch den Bau der [[Bundesautobahn 3|A 3]] 1958 und ab Mitte der 1960er Jahre deutlich, als die [[YMOS|YMOS-Metallwerke]] erweitert wurden und weitere Betriebe wie die [[Getränkeindustrie]] angesiedelt bzw. ausgebaut wurden. Das Gewerbegebiet am Heerbach sowie ein Schul- und Sportzentrum samt einer Turnhalle entstanden. Das bisher einzige &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Medaillenmuseum&amp;#039;&amp;#039; wurde 1997 auf dem Gelände der Firma Göde eröffnet. Vom 1. Mai 1978 bis 31. Dezember 1993 bildete Waldaschaff mit [[Rothenbuch]] die [[Verwaltungsgemeinschaft Waldaschaff]]; die Gemeinde [[Weibersbrunn]] gehörte der Körperschaft zusätzlich vom 1. Mai 1978 bis 31. Dezember 1979 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 entstand im Norden der Gemeinde das Neubaugebiet Ebets-Rodwiese. Seit dem Jahr 2002 kämpfte die Waldaschaffer Ortsbevölkerung mit einer [[Bürgerinitiative]] im Zuge des Ausbaus auf sechs Spuren, für die Verlegung der A 3 (bis zu 500 Meter) nach Süden und für ausreichende Lärmschutzmaßnahmen. Diese Forderungen wurden, mit der Unterstützung aus der Landes- und Bundes-Politik im Jahr 2011 in die Tat umgesetzt und somit eine deutliche Verbesserung für die Lebensqualität Waldaschaffs erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach deren Abriss entsteht auf dem Gelände der „alten Kauppenbrücke“ seit dem Jahre 2013 ein Freizeitzentrum (mit Sportplätzen, einem See, Wasserlehrpfad) neben der angrenzenden Festhalle und dem Wanderheim. Die zwei östlichen Brückenpfeiler der ehemaligen Kauppenbrücke blieben erhalten und dienen dem [[Alpenverein]] als beliebte [[Klettern|Klettermöglichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 3710 auf 4059 um 349 Einwohner bzw. um 9,4 %.&lt;br /&gt;
Quelle: BayLfStat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat setzt sich aus 16 Mitgliedern zusammen. Die [[Kommunalwahlen in Bayern 2020|Kommunalwahl am 15. März 2020]] führte zu folgender Zusammensetzung:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |url=https://waldaschaff.de/wp-content/uploads/2020/03/Vorl.-Ergebnis-Gemeinderat-2020.pdf|text=Ergebnis der Wahl des Gemeinderats 2020}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=left | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Partei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]] || [[SPD Bayern|SPD]] || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesamt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=left | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sitze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 9 || 7 || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;16 Sitze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stimmenanteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  || 56,8 % || 43,2 % || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;100 %&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|- class=hintergrundfarbe2 align=center&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;Wahlbeteiligung: 56,9 %&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
An der Sitzverteilung hat sich gegenüber der Wahl 2014 nichts geändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
* 1966–1984: Herbert Brehm (SPD)&lt;br /&gt;
* 1984–2004: [[Peter Winter (Politiker)|Peter Winter]] (CSU)&lt;br /&gt;
* seit 5. Januar 2004: Marcus Grimm (CSU), zuletzt am 15. März 2020 wiedergewählt (91,7 %).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |url=https://waldaschaff.de/wp-content/uploads/2020/03/Vorl.-Ergebnis-Gemeinderat-2020.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung=&lt;br /&gt;
|Blasonierung   = In Rot ein silberner Schrägwellenbalken belegt mit einem schräg liegenden grünen Eichenblatt; oben ein sechsspeichiges silbernes Rad, unten ein silbernes Zahnrad.&lt;br /&gt;
|Quelle         = {{HdBG GKZ}}&lt;br /&gt;
|Begründung     = Das [[Mainzer Rad|sechsspeichige silberne Rad in Rot]] ist das Wappen des Erzstifts und des Kurstaats Mainz, zu dem die Gemeinde historisch bis 1803 gehörte. Der Schrägwellenbalken und das Eichenblatt stehen für die geografische Lage der Gemeinde an der Aschaff im eichenreichen Wald des Spessart. Beide, der Fluss und der Wald, sind auch im Ortsnamen enthalten. Das Zahnrad weist als Industriesymbol auf die neuzeitliche Entwicklung der Gemeinde zu einem bedeutenden Industriestandort hin.&lt;br /&gt;
|Zusatz         =  Das Wappen wird seit dem 21. August 1968 geführt. Es wurde 2014 durch die Gemeinde Waldaschaff aktualisiert und angepasst.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
* {{IRL}}: Waldaschaff unterhält partnerschaftliche Beziehungen mit [[Clonakilty]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Waldaschaffs sind das Rathaus, die Kirche [[St. Michael (Waldaschaff)|St. Michael]], das Kauppenkreuz auf dem [[Kauppen (Spessart)|Kauppenberg]], der restaurierte Triftdamm samt Seehaus im Autenbachtal, sowie das Deutsche Medaillenmuseum auf dem Göde-Gelände. Mehrere restaurierte [[Bildstock|Bildstöcke]] prägen ebenso das Ortsbild wie auch einige ältere Fachwerkhäuser, das älteste (ein früherer Hof der [[Hettersdorf (Adelsgeschlecht)|Herren von Hettersdorf]]) aus dem Jahre 1665 befindet sich an der heutigen Hauptstraße. Westlich des Ortes über die A3 hinweg liegt der [[Burgstall Wahlmich]], der 2016 in Zusammenarbeit des [[Archäologisches Spessartprojekt|ASP]] mit dem &amp;#039;&amp;#039;Verein für Heimatpflege Waldaschaff&amp;#039;&amp;#039; archäologisch ergraben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baudenkmäler ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Baudenkmäler in Waldaschaff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bodendenkmäler ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Bodendenkmäler in Waldaschaff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereine ===&lt;br /&gt;
Die mitgliederstärksten Vereine sind der Sportverein SV Viktoria Waldaschaff, die Feuerwehr Waldaschaff, der Musikverein Waldaschaff und der Ringerverein [[KSV Bavaria Waldaschaff]], der außerdem eine 2010 gegründete [[Radsport]] Abteilung hat. Des Weiteren gibt es den Tischtennisclub TTC Waldaschaff, die Modellsportgruppe 1977, den Motorsportclub, die SC Breite Wiese, den Schützenverein „Grünthal“ 1903, den Angelsportverein 1975, den Imkerverein, den Freundeskreis Clonakilty und einen Vereinsring.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Waldaschaff ist über die A 3 (Anschlussstelle Bessenbach/Waldaschaff) und die [[Bundesstraße]]n [[Bundesstraße 8|B 8]] und [[Bundesstraße 26|B 26]] (jeweils über die Ortsstraße AB 4 erreichbar) an das Verkehrsnetz angeschlossen, wodurch eine schnelle und verkehrsgünstige Anbindung an die Region Würzburg und das Rhein-Main-Gebiet gewährleistet wird. Die nächstgelegenen Städte sind [[Aschaffenburg]] im Westen und [[Lohr am Main]] im Osten. Der nächste Bahnhof befindet sich im fünf Kilometer entfernten [[Hösbach-Bahnhof]]. Der nächste Hafen ist am [[Main]] der [[Bayernhafen Aschaffenburg]]. Drei Buslinien stellen den [[Öffentlicher Personennahverkehr|öffentlichen Personennahverkehr]] (ÖPNV) Richtung Aschaffenburg über den Bahnhof Hösbach und Richtung Weibersbrunn/Rothenbuch/Lohr sicher. Eine leistungsfähige DSL-Anbindung ist seit März 2012 vorhanden.&lt;br /&gt;
Im Westen der Gemeinde befindet sich das Gewerbegebiet „Am Heerbach“ mit zahlreichen ansässigen Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ansässige Unternehmen ===&lt;br /&gt;
Eines der bekanntesten Unternehmen in Waldaschaff ist die Waldaschaff Automotive GmbH (vormals bis 2009 WAGON Automotive GmbH bzw. bis 1998 YMOS AG), ein seit 1937 ansässiger Automobilzulieferer.&lt;br /&gt;
Weitere Unternehmen sind die Spessartquellen GmbH (Heerbach Mineralwasser), ein Getränkehersteller, Gagarin Arbeitsbühnen GmbH, ein Baumaschinenvermieter und das [[Bayerisches Münzkontor|Bayerische Münzkontor]] – sie machen den Ort zu einem der bedeutendsten Industriestandorte im Spessart. Die bis 2023 selbständige [[Raiffeisenbank]] Waldaschaff-Heigenbrücken eG hatte ihren Sitz in Waldaschaff. Auch viele kleinere Firmen haben sich aufgrund der günstigen Lage in dem ehemaligen Luftkurort angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschung ===&lt;br /&gt;
Waldaschaff ist Sitz der 1998 von Michael Göde gegründeten [[GÖDE Holding|Göde-Stiftung]] mit angeschlossenem „Institut für [[Gravitation]]sforschung“, das verschiedene Experimente, die angeblich einen [[Antigravitation|antigravitativen]] Effekt zeigen sollen, zu reproduzieren versucht hat. Die Stiftung hat einen Preis von einer Million Euro für eine definierte Experimentalaufgabe zum Nachweis der [[Antigravitation]] ausgelobt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://goede-stiftung.org/der-goede-preis |titel=Göde Preis |hrsg=Göde-Stiftung |sprache=de |abruf=2021-10-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
==== Feuerwehr ====&lt;br /&gt;
Die Feuerwehr Waldaschaff wurde 1873 als [[Freiwillige Feuerwehr]] gegründet. Bis in die 1950er Jahre war die Hauptaufgabe der Feuerwehr Waldaschaff die Brandbekämpfung, bis die technische Hilfeleistung, zum Beispiel auf der [[Bundesautobahn 3|Autobahn A3]], Einzug hielt. Der Fuhrpark wurde entsprechend angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einsatzgebiet umfasst auf der Autobahn A3 die Strecke bis nach Marktheidenfeld in Fahrtrichtung Würzburg und auf der Gegenfahrbahn in Fahrrichtung Frankfurt bis zur hessischen Landesgrenze. Des Weiteren ist die Feuerwehr Waldaschaff in diverse Alarmpläne der anderen Landkreiswehren eingebunden. Die erklärt auch die hohe Einsatzzahl von über 300 Einsätzen pro Jahr (Durchschnitt von 2008 bis 2014). Von der Gesamtzahl der Einsätze sind zwei Drittel Technische Hilfeleistungen (THL), der Rest teilt sich in Brände, Sicherheitswachen und Sanitätseinsätze auf. Zur Jahrtausendwende wurde durch die Feuerwehr Waldaschaff, die „[[First-Responder]]“ (FR) Gruppe gegründet. Die Aufgaben der FR-Gruppe ist es, mit qualifizierter Erste-Hilfe die Zeit zwischen dem Eintreffen des ersten Fahrzeuges des Rettungsdienstes zu überbrücken. Das Einsatzgebiet umfasst den Ortsbereich von Waldaschaff, in Ausnahmefällen auch benachbarte Orte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ff-waldaschaff.de/ Freiwillige Feuerwehr Waldaschaff] mit allen aktuellen Informationen; abgerufen am 6. Juni 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren befand sich bis Februar 2026, bei der Firma Waldaschaff Automotive eine Werkfeuerwehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bildung ====&lt;br /&gt;
Die Volksschule Waldaschaff untergliedert sich in eine Grund-, Haupt- und Mittelschule, die aktuell knapp 300 Schülern Platz bietet. Dem Schulverband Waldaschaff gehören auch die Gemeinden [[Rothenbuch]] und [[Weibersbrunn]] an, von wo Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe die Haupt- oder Mittelschule in Waldaschaff besuchen. Die ehemals zwei in Waldaschaff ansässigen Kindergärten wurden im Jahr 2011 zur „Kinderwelt Waldaschaff“ zusammengeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurioses ==&lt;br /&gt;
Die Waldaschaffer werden als „Herrgottsdiebe“ gehänselt, weil Ortsansässige am 11. September 1811 das [[Bessenbach]]er Posthalterkreuz entwendet haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in Waldaschaff öfter vorkommende Familienname Hussy geht zurück auf den Waldaschaffer Jäger &amp;#039;&amp;#039;Philipp Adolph Hussy&amp;#039;&amp;#039;. Vermutlich in den Türkenkriegen in der Festung [[Mukatschewo|Munkatsch]] gefangen, getauft und christlich erzogen, soll er ursprünglich &amp;#039;&amp;#039;Husseyn&amp;#039;&amp;#039; geheißen haben, sich später Hussy geschrieben und 1698 in Waldaschaff eingeheiratet haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Adalbert von Herrlein: &amp;#039;&amp;#039;Aschaffenburg und seine Umgegend - Ein Handbuch für Fremde&amp;#039;&amp;#039;, Aschaffenburg 1857, S. 116&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Stadt ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Winter (Politiker)|Peter Winter]] (* 1954), Politiker (CSU), [[Bayerischer Landtag]]sabgeordneter&lt;br /&gt;
* [[Herbert Hoos]] (* 1965), deutscher Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Anna Schell]] (* 1993), deutsche Ringerin&lt;br /&gt;
* [[Eva Sauer]] (* 1995), deutsche Ringerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://waldaschaff.de/ Gemeinde Waldaschaff]&lt;br /&gt;
* {{LStDV GKZ|9671156}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Aschaffenburg}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4232944-9|LCCN=n/89/146546|VIAF=127962399}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Aschaffenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldaschaff| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemarkung im Landkreis Aschaffenburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Waldaschaffer1989</name></author>
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