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	<title>Wagnis (Wirtschaft) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wagnis_(Wirtschaft)&amp;diff=2079398&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Diopuld: /* Einzelnachweise */ NDL</title>
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		<updated>2024-01-29T19:50:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; NDL&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wagnis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; heißen in der [[Betriebswirtschaftslehre]] sämtliche [[Verlustgefahr]]en, die sich aus dem Betreiben eines [[Unternehmen]]s ergeben und häufig durch [[Externer Effekt|negative externe Effekte]] hervorgerufen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Das Wort stammt vom mittelhochdeutschen „wagan“ und steht für „sich trauen“ oder „Mut haben, etwas zu tun“.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegbert A. Warwitz, &amp;#039;&amp;#039;Sinnsuche im Wagnis: Leben in wachsenden Ringen&amp;#039;&amp;#039;, 2021, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt; Wagnis stellt auf ein Individuum ab, sodass im Gegensatz zum [[Risiko]] mit Wagnis keine gesellschaftlichen Unsicherheiten bezeichnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Hebbel-Seeger, Gunnar Liedtke, &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Lust und Last - Zu den Elementen Risiko und Wagnis in den Natursportarten&amp;#039;&amp;#039;, In: Norbert Gissel, Jürgen Schwier (Hrsg.): Abenteuer, Erlebnis und Wagnis. 2003. S. 111.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wagnis ist „der Mut, nach bestem Wissen und Gewissen … Neuland zu betreten, allerdings mit der Möglichkeit, unvorhergesehene Risiken einzugehen und deren Folgen verantworten zu müssen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ThUlBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA421&amp;amp;dq=Wagnis+risiko&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjRx9bI6OXmAhUEPFAKHUHJD2g4FBDoAQg8MAM#v=onepage&amp;amp;q=Wagnis%20risiko&amp;amp;f=false Oliver Gassmann/Carmen Kobe/Eugen Voit (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;High-Risk-Projekte&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 421]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wagnis grenzt sich vom allgemeinen Unternehmerrisiko dadurch ab, dass letzteres auch die [[Gewinnchance]]n beinhaltet: Wagnis bedeutet allgemein, überschaubare Risiken inkauf zu nehmen, um Chancen zu wahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegbert A. Warwitz: &amp;#039;&amp;#039;Das kreative Moment des Wagens&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Risiko – Die Lust und die Gefahr des Wagnisses&amp;#039;&amp;#039;. Magazin des Niedersächsischen Staatstheaters Hannover (Hrsg.). Hannover 2/2021. S. 14 ff. –  &amp;#039;&amp;#039;[https://staatstheater-hannover.de/de_DE/warwitz Das kreative Moment des Wagens]&amp;#039;&amp;#039; – Magazin des Staatstheaters Hannover April 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
Risiko und Wagnis werden heute in der Betriebswirtschaftslehre meist synonym gebraucht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=P8fRBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA44&amp;amp;dq=Wagnis+risiko&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjRx9bI6OXmAhUEPFAKHUHJD2g4FBDoAQhJMAU#v=onepage&amp;amp;q=Wagnis%20risiko&amp;amp;f=false Josef Löffelholz, &amp;#039;&amp;#039;Repetitorium der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1980, S. 44]&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch beschäftigt sich die Betriebswirtschaftslehre von Beginn an auch mit der Frage der Abgrenzung zwischen Risiko und Wagnis. [[Konrad Mellerowicz]] definierte das Risiko als die „mit jeder wirtschaftlichen Tätigkeit verbundene Verlustgefahr, die das eingesetzte [[Kapital]] bedroht, sei es durch dessen Vernichtung, Ausbleiben des erwarteten Erfolges oder Entstehen höherer als der veranschlagten Kosten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=9pDVDCG1Dk0C&amp;amp;pg=PA95&amp;amp;dq=mellerowicz+risiko&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjUqvyf-ufmAhXRwsQBHVgIA4IQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=mellerowicz%20risiko&amp;amp;f=false Konrad Mellerowicz, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, 1954, S. 95]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wagnis ist für ihn „die Verlustgefahr eines Betriebes, die sich aus seinem Charakter als Unternehmung und durch seine betriebliche Tätigkeit ergibt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Mellerowicz, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Fragen der Kostenrechnung und Betriebsabrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 1958, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; Wagnis sei „der wagende Einsatz von Kräften oder Mitteln für eine betriebswirtschaftliche Leistung“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Curt Sandig]], &amp;#039;&amp;#039;Risiko&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Heinrich Nicklisch]] (Hrsg.), Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, Band 2, 1939, Sp. 1465&amp;lt;/ref&amp;gt; Wagnis entziehe sich jedoch wegen seiner Unvorhersehbarkeit jeder Messung und Kalkulation.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Guido Fischer (Wirtschaftswissenschaftler)|Guido Fischer]], &amp;#039;&amp;#039;Die Betriebsführung&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1961, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Autoren sehen in Wagnis und Risiko Synonyme.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Hax]], &amp;#039;&amp;#039;Die Betriebsunterbrechungsversicherung&amp;#039;&amp;#039;, 1949, S. 15 oder: [[Waldemar Wittmann]], &amp;#039;&amp;#039;Unternehmung und unvollkommene Information&amp;#039;&amp;#039;, 1959, S. 35 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten der Wagnisse ==&lt;br /&gt;
Mellerowicz unterscheidet zwischen dem &amp;#039;&amp;#039;allgemeinen Unternehmerwagnis&amp;#039;&amp;#039;, das sich „aus der [[Unternehmer]]eigenschaft an sich“ und der Eigenart des Unternehmens ergibt und den &amp;#039;&amp;#039;besonderen Einzelwagnissen&amp;#039;&amp;#039;, die bei der [[Produktion]] zeitlich unregelmäßig und in wechselnder Höhe eintreten.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Mellerowicz, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Fragen der Kostenrechnung und Betriebsabrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 1958, S. 48 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmerwagnis ===&lt;br /&gt;
Zum &amp;#039;&amp;#039;allgemeinen Unternehmerwagnis&amp;#039;&amp;#039; gehören insbesondere Wagnisse, die aus der [[gesamtwirtschaft]]lichen Entwicklung entstehen (wie [[Konjunktur]]rückgänge durch [[Rezession]]en, plötzliche [[Bedarfsverschiebung|Bedarfs-]] oder [[Angebotsverschiebung]]en, [[Geldentwertung]] oder [[technischer Fortschritt]]). Diese allgemeinen unternehmerischen Risiken zählen nicht zu den [[Kalkulatorische Kosten|kalkulatorischen Kosten]] und finden in der [[Kosten- und Leistungsrechnung]] keine Berücksichtigung. Das allgemeine Unternehmerwagnis ist nicht kalkulierbar, nicht [[Versicherbarkeit|versicherbar]] und nicht exakt erfassbar&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=GBd5DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA206&amp;amp;dq=Wagnis+Lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwibj5nI4OXmAhUOElAKHftkCQ4Q6AEILjAB#v=onepage&amp;amp;q=Wagnis%20Lexikon&amp;amp;f=false Peter R. Preißler, &amp;#039;&amp;#039;Controlling-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 206]&amp;lt;/ref&amp;gt; und wird über den [[Gewinn]] abgegolten.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler, &amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 6, 1984, Sp. 2118 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundüberlegung ist, dass die [[Ereignis]]se dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb entspringen und somit in der [[Rechnungsperiode]] zu Kosten führen werden. Die tatsächlichen Kosten weichen in der Regel hiervon ab. Einzelwagnisse sind also kalkulatorische Plangrößen, welche in den [[Wagniskosten]] abgebildet werden. Die Abweichungen sollten sich über einen längeren Zeitraum ausgleichen. Einzelwagnisse, die durch [[Versicherungsvertrag|Versicherungen]] abgedeckt sind, werden durch die Versicherungsprämie in der Betriebsbuchführung abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Unternehmerisches Risiko“ und „unternehmerisches Wagnis“ sind im Bereich Betriebswirtschaft weitestgehend als Synonyme im Gebrauch. Bisweilen wird die Wortwahl „Unternehmerisches Risiko“ jedoch auch zur Kennzeichnung der Gefährdungssituation benutzt, während „Unternehmerisches Wagnis“ für die Entscheidung und Handlung des Unternehmers steht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Gutenberg]], &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Berlin, 1983, S. 212 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelwagnisse ===&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Einzelwagnisse&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man solche Verlustgefahren, die sich auf bestimmte betriebliche Teilbereiche beziehen und aufgrund der in der Vergangenheit effektiv eingetretenen Schadensfälle in ihrer Höhe annähernd genau bestimmbar und kostenrechnerisch erfassbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Horst Stracke, &amp;#039;&amp;#039;Unternehmung und Wagnis&amp;#039;&amp;#039;, 1966, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt; Spezielle Einzelwagnisse sind unmittelbar und letztlich nicht vollständig vermeidbar mit dem Betrieb eines Unternehmens verbunden. Sie haben – anders als das allgemeine Unternehmerwagnis – [[Kosten]]charakter und stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem betrieblichen [[Produktionsprozess]] ([[betriebliche Funktion]]en wie [[Beschaffung]], [[Lagerhaltung]], [[Produktion]] und [[Vertrieb]]). Da sie unregelmäßig und in unterschiedlicher Höhe anfallen, sind sie für die [[Kostenrechnung]] ungeeignet und müssen in der [[Erfolgsrechnung]] der [[Finanzbuchhaltung]] als [[Aufwand]] verbucht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5EzpBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA74&amp;amp;dq=Einzelwagnisse&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjv_p3UsfHmAhUEaVAKHQ8PCb8Q6AEIPDAD#v=onepage&amp;amp;q=Einzelwagnisse&amp;amp;f=false Peter Posluschny, &amp;#039;&amp;#039;Kostenrechnung für die Gastronomie&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 74]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zu unterscheiden zwischen [[Versicherung (Kollektiv)|versicherten]] und nicht versicherten Einzelwagnissen. Bei den versicherten Einzelwagnissen fallen [[Versicherungsprämie]]n an, die aufwandsgleiche Kosten sind, nicht versicherte werden durch kalkulatorische Wagniskosten berücksichtigt, die [[Anderskosten]] darstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=LhkkBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA112&amp;amp;dq=Einzelwagnisse&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjv_p3UsfHmAhUEaVAKHQ8PCb8Q6AEIRDAE#v=onepage&amp;amp;q=Einzelwagnisse&amp;amp;f=false Wolfgang Ossadnik, &amp;#039;&amp;#039;Kosten- und Leistungsrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 112]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Einzelwagnisse können auftreten:&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Ossadnik, &amp;#039;&amp;#039;Kosten- und Leistungsrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 113&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Anlagewagnis &lt;br /&gt;
ist das Risiko im [[Sachanlagevermögen]], das durch [[Naturkatastrophe]]n oder [[Betriebsstörung]]en hervorgerufen werden kann. Hierzu gehören Wertverluste bei Sachanlagen z.&amp;amp;nbsp;B. durch Beschädigung. Zu den (Sach-)Anlagenwagnissen gehört neben dem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Katastrophenverschleiß&amp;#039;&amp;#039; insbesondere das Wagnis der „Unterabschreibung“, also das Risiko des Unbrauchbarwerdens, des vorzeitigen wirtschaftlichen oder technischen Überholens und das Mietanlagenrisiko (der Bestand vermieteter Erzeugnisse kann vor vollständiger [[Abschreibung]] des aktivierten Wertes nicht mehr zu kostendeckenden Mietsätzen oder Preisen verwertet werden).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Bestandswagnis&lt;br /&gt;
ist ein teilweise nicht versicherbares kalkulatorisches Wagnis, das sich durch das [[Lagerrisiko]] verwirklicht ([[Bruchware]], [[Diebstahl]], [[Schwindung]], [[Veraltert|Veralten]]). Hierher gehört auch die Bildung von [[Wertberichtigung]]en wegen dieser Verlustgefahren oder wegen einer zu reichlichen Bestandshaltung (wegen Fehldispositionen des Einkaufs, Korrekturen der Produktionspläne oder nachträglichen konstruktiven Änderungen an den Erzeugnissen). Nicht dem Bestandswagnis zuzurechnen sind dagegen Aufwendungen für Wertberichtigungen, durch die der Wertansatz der unfertigen und fertigen Erzeugnisse von den [[Herstellkosten]] laut Betriebsrechnung auf die Wertansätze der Handelsbilanz zurückgeführt wird („Bestandsdrosselung“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Everling |Titel=Die Abgrenzungsrechnung: als Teil des internen Rechnungswesens der Unternehmung. Aufgabe — Inhalt — Aussagen |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Springer-Verlag |Ort= |Datum=2013-07-02 |ISBN=978-3-663-13571-5 |Seiten=27 |Online=https://books.google.de/books?id=XKPvBgAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Die+Abgrenzungsrechnung:+als+Teil+des+internen+Rechnungswesens&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwinl5Wh8P7eAhVCyqQKHaaxBy4Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2018-12-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Liane Buchholz, Ralf Gerhards |Titel=Internes Rechnungswesen: Kosten- und Leistungsrechnung, Betriebsstatistik und Planungsrechnung |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Springer-Verlag |Ort= |Datum=2016-09-07 |ISBN=978-3-662-48405-0 |Seiten=74 |Online=https://books.google.de/books?id=itQADQAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Internes+Rechnungswesen:+Kosten-+und+Leistungsrechnung,+Betriebsstatistik&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwigvOXy8P7eAhXE66QKHevmBw0Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2018-12-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Fertigungswagnis&lt;br /&gt;
gibt es in der Produktion durch [[Fehlerkosten]] aus [[Fehlproduktion]] (&amp;#039;&amp;#039;Ausschuss&amp;#039;&amp;#039;), etwa durch Material-, Arbeits- oder Konstruktionsfehler.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Forschungs- und Entwicklungswagnis&lt;br /&gt;
resultiert aus misslungener [[Forschung und Entwicklung]] und zeigt sich durch überhöhte [[Forschungs- und Entwicklungskosten]], die durch Verluste aus fehlgeschlagenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, Abschreibung von [[Patent]]en und ähnlichen Rechten, deren [[Anschaffungskosten]] nicht direkt in den Herstellkosten der Erzeugnisse verrechnet werden kann, entstehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Gewährleistungswagnis&lt;br /&gt;
entsteht durch [[Nacharbeit]] an bereits verkauften Produkten im Rahmen von [[Garantie]]- und [[Gewährleistung]]sverpflichtungen. &lt;br /&gt;
;Vertriebswagnisse&lt;br /&gt;
entstehen aus [[Zahlungsrisiko|Zahlungsrisiken]] bei Kunden ([[Debitor]]enrisiko bei [[Forderungsverlust]]), [[Kulanz]]nachlässen, [[Transportrisiko|Transportverluste]] oder Währungsverluste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Rechnungswesen ==&lt;br /&gt;
[[Kalkulatorisches Wagnis|Kalkulatorische Wagnisse]] sind eingegangene Risiken, die sich aus der betrieblichen Tätigkeit ergeben. Als kalkulatorisches Wagnis werden ausschließlich die Einzelwagnisse erfasst. Dabei dürfen nur solche Einzelwagnisse als [[kalkulatorische Kosten]] berücksichtigt werden, die nicht durch Fremdversicherung abgedeckt sind, weil ansonsten eine Doppelbelastung in der Kostenrechnung auftreten würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=GBd5DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA206&amp;amp;dq=kalkulatorisches+Wagnis&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjkvOfsy_HmAhXJI1AKHdzUALQQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=kalkulatorisches%20Wagnis&amp;amp;f=false Peter R. Preißler, &amp;#039;&amp;#039;Controlling-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 207]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Versicherungsprämien versicherter Einzelwagnisse gehören zu den [[Grundkosten]]. Langfristig muss ein Ausgleich zwischen tatsächlich aufgetretenem Wagnis und den kalkulatorischen Wagniskosten stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versicherungswesen == &lt;br /&gt;
In vielen Fällen ist die Versicherungssprache uneinheitlich und unklar, wie die undifferenzierte Verwendung der Begriffe „Risiko“, „Gefahr“ und „Wagnis“ zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=N21urOA0TBsC&amp;amp;pg=PA17&amp;amp;dq=risiko+wagnis+versicherung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiM6frE0PHmAhUJ5aQKHbNFAaE4ChDoAQhsMAk#v=onepage&amp;amp;q=risiko%20wagnis%20versicherung&amp;amp;f=false Dieter Farny, &amp;#039;&amp;#039;Versicherungsbetriebslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 17]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wagnis und Risiko werden im [[Versicherungswesen]] meist synonym verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=oKNE_W44NkMC&amp;amp;pg=PA736&amp;amp;dq=Wagnis+risiko&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjRx9bI6OXmAhUEPFAKHUHJD2g4FBDoAQhfMAg#v=onepage&amp;amp;q=Wagnis%20risiko&amp;amp;f=false Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth/Alfons Weiß, &amp;#039;&amp;#039;VersicherungsAlphabet (VA)&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 534]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort Risiko wurde zum wissenschaftlichen Terminus in der Versicherungstheorie, von der es dann in die allgemeine Wirtschaftslehre überging.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Vy1hPnHJ6eYC&amp;amp;pg=PA42&amp;amp;dq=risiko+wagnis+versicherung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiM6frE0PHmAhUJ5aQKHbNFAaE4ChDoAQgnMAA#v=onepage&amp;amp;q=risiko%20wagnis%20versicherung&amp;amp;f=false Witold Warkałło, &amp;#039;&amp;#039;Vermögensversicherung&amp;#039;&amp;#039;, 1974, S. 45]&amp;lt;/ref&amp;gt; Risiko sind versicherungstechnisch alle Gefahren, von denen Personen oder Vermögensgegenstände bedroht sind. Das „versicherungstechnische Risiko“ ist das Risiko des Verlusts oder einer nachteiligen Veränderung des Werts von Versicherungsverbindlichkeiten, das sich aus einer unangemessenen Prämienfestlegung und unangemessenen Rückstellungen ergibt ({{§|7|vag_2016|juris}} Nr. 32 [[Versicherungsaufsichtsgesetz (Deutschland)|VAG]]). Es wird unterteilt in das Zufallsrisiko, Irrtumsrisiko und Änderungsrisiko.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Die fehlende Differenzierung von nutzenorientierter Risikohandlung und ethisch fundierter Wagniseinstellung tritt – etwa in der [[Finanzwirtschaft]] und im [[Bankwesen]] – immer wieder in moralisch verfehltem [[Manager (Wirtschaft)|Managerverhalten]] drastisch zutage. [[Verantwortung]]snahme und [[Fairness]] zeigen sich bei diesem Verständnis von Wagnis oft abgekoppelt und müssen von außen eingefordert werden. Dieses Verhalten hat das Wagnis in bestimmten Bereichen in Verruf gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegbert A. Warwitz, &amp;#039;&amp;#039;Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Erklärungsmodelle für grenzüberschreitendes Verhalten.&amp;#039;&amp;#039; 3. erw. Auflage, Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2021, S. 301–308, ISBN 978-3-8340-1620-1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wagniskapital]] ({{enS|venture capital}}) ist die Bezeichnung für [[außerbörsliches Beteiligungskapital]], das ein Kapitalgeber für besonders risikoreiche Unternehmen bereitstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Betriebsbuchführung]]&lt;br /&gt;
* [[Chance]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
;Bücher&lt;br /&gt;
* E. Fink (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Versicherungswesens&amp;#039;&amp;#039;. Luchterhand, Berlin  1957.&lt;br /&gt;
* Erich Gutenberg: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1983.&lt;br /&gt;
* [[Mathias Schüz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Risiko und Wagnis. Die Herausforderung der industriellen Welt.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1 und 2, Pfullingen 1990.&lt;br /&gt;
* [[Siegbert A. Warwitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Erklärungsmodelle für grenzüberschreitendes Verhalten.&amp;#039;&amp;#039; 3., erw. Auflage, Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2021, ISBN 978-3-8340-1620-1.&lt;br /&gt;
;Aufsätze&lt;br /&gt;
* [[Otto-Peter Obermeier]]: &amp;#039;&amp;#039;Eine Synopse zu „Risiko und Wagnis“.&amp;#039;&amp;#039; In: Mathias Schüz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Risiko und Wagnis.&amp;#039;&amp;#039; Pfullingen 1990, Bd. 1: S. 296–333, Bd. 2: S. 306–349.&lt;br /&gt;
* [[Siegbert A. Warwitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Sinn des Wagens. Warum Menschen sich gefährlichen Herausforderungen stellen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berg 2006&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. v. DAV, München/Innsbruck/Bozen 2005. S. 96–111.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4137207-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4137207-4|LCCN=sh85114195|NDL=00569559}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostenrechnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risiko]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risikomanagement]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risikomanagement (Bank)]]&lt;br /&gt;
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