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	<title>Waggis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T17:40:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Boonekamp: /* Wortherkunft */ 6</title>
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		<updated>2025-06-14T10:54:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wortherkunft: &lt;/span&gt; 6&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Redundanztext&lt;br /&gt;
|3=Wagges&lt;br /&gt;
|4=Waggis&lt;br /&gt;
|5=Wackes|2=März 2024|1=[[user:Rotkaeppchen68|R&amp;lt;span style=&amp;quot;color:red&amp;quot;&amp;gt;ô&amp;lt;/span&amp;gt;tkæppchen₆₈]] 00:46, 8. Mär. 2024 (CET)}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:2010-Waggis-Basler-Fasnacht.jpg|mini|hochkant|Waggis, Basler Fasnacht (2010)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:CH-000957-X-4458 Plattner.tif|mini|hochkant|Waggis auf einem Plakat von [[Otto Plattner]] (1934)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2020-02-09 14-38-58 carn-Riedisheim.jpg|mini|hochkant|Waggis bei der Fasnacht in [[Riedisheim]] im [[Elsass]] (2020)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Waggis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine traditionelle Figur der [[Schwäbisch-alemannische Fastnacht|alemannischen Fastnacht]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.jds.fr/manifestations-et-animations/carnaval/carnaval-guewenheim-53499_A Carnaval de Guewenheim], www.jds.fr, abgerufen am 2. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiler-rhy-waggis.de/ Website], Wiler Rhy Waggis, Weil am Rhein&amp;lt;/ref&amp;gt; und insbesondere [[Basler Fasnacht]]  mit imposanter [[Larve (Maske)|Larve]], die einen [[Elsass|Elsässer]] [[Tagelöhner]] darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Waggis&amp;#039;&amp;#039; – jenseits von Basel zumeist &amp;#039;&amp;#039;Wagges&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Wackes]]&amp;#039;&amp;#039; geschrieben – ist ein in grossen Teilen des [[Oberdeutsche Dialekte|oberdeutschen]] und [[Mitteldeutsche Dialekte|mitteldeutschen]] Sprachraums bekanntes Wort, das vielfach die Bedeutung «liederlicher Mensch, Grobian, Rüppel, [[Nichtsnutz]], Taugenichts, Herumtreiber, Lümmel, Strolch» hat; regional vorkommende Bedeutungen sind «kleines oder dickes Kind, (untersetzter) kräftiger Kerl, plumper Mann, Bahnarbeiter, [[Saar]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;schiffer», und überdies ist es als [[Ethnophaulismus|Schimpfwort]] für die [[Elsass|Elsässer]] und [[Deutsch-Lothringer|Lothringer]] bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;id&amp;quot;&amp;gt;Christoph Landolt: [https://www.idiotikon.ch/wortgeschichten/waggis &amp;#039;&amp;#039;Waggis.&amp;#039;&amp;#039;] Wortgeschichte vom 30.&amp;amp;nbsp;März 2015, hrsg. von der Redaktion des &amp;#039;&amp;#039;Schweizerischen Idiotikons&amp;#039;&amp;#039;. Eine Übersicht über weitere Erklärungsvorschläge findet sich in der Anmerkung zum Artikel &amp;#039;&amp;#039;Waggis&amp;#039;&amp;#039; des &amp;#039;&amp;#039;Schweizerischen Idiotikons,&amp;#039;&amp;#039; Band XV, Spalte 985 ([https://digital.idiotikon.ch/p/lem/236676 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herkunft des Wortes gibt es verschiedene Erklärungen. Die wohl wahrscheinlichste hat erstmals 1902 der baselstädtische Volkskundler [[Eduard Hoffmann-Krayer]] postuliert, und weiter ausgeführt wurde sie 1963/64 vom Freiburger Germanisten [[Otmar Werner]].&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Hoffmann-Krayer: &amp;#039;&amp;#039;Suffix -is, -s in schweizerischen Mundarten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für hochdeutsche Mundarten.&amp;#039;&amp;#039; 3, 1902, S.&amp;amp;nbsp;26–46; Otmar Werner: &amp;#039;&amp;#039;Die Substantiv-Suffixe &amp;#039;&amp;#039;-es/-as&amp;#039;&amp;#039; in den ostfränkischen Mundarten. Zur Bedeutung von dia- und synchronischer Betrachtungsweise in der Wortbildungslehre.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Mundartforschung.&amp;#039;&amp;#039; 30, 1963/64, S.&amp;amp;nbsp;227–275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hiernach liegt &amp;#039;&amp;#039;Waggis, Wackes&amp;#039;&amp;#039; das schriftdeutsch ausgestorbene, dialektal aber da und dort noch lebendige &amp;#039;&amp;#039;wagge(n), wacke(n)&amp;#039;&amp;#039; «sich hin und her bewegen, wackeln, schwanken» zugrunde. Ein &amp;#039;&amp;#039;Waggis, Wackes&amp;#039;&amp;#039; ist demzufolge jemand, der «umherwackt», also umherzieht, herumlungert oder herumwackelt. Die Übertragung dieser Bedeutung auf die Bewohner des Elsass und Lothringens hat damit klar [[Pejorativum|pejorativen]] Charakter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;id&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kostüm und Charakter ==&lt;br /&gt;
Der Waggis trägt ein blaues Hemd, eine weisse Hose, ein rotes [[Seidentuch|Foulard]] ([[Halstuch]]), einen überdimensionierten weissen Hemdkragen, (zu) grosse «[[Zoccoli|Zoggeli]]» ([[Holzschuhe]]) und manchmal eine [[Zipfelmütze]] (die übergezogen wird, wenn die Larve nicht getragen wird). Die Larve (Maske) trägt in der klassischen Version einen blonden [[Kopfhaar|Schopf]] aus gelbem [[Bastfaser|Bast]]. Traditionelle [[Accessoire]]s sind die [[Rosette (Ornamentik)|Rosette]] ([[Kokarde (Abzeichen)|Kokarde]]) in den Farben der französischen [[Trikolore]] (blau-weiss-rot) sowie ein [[Einkaufsnetz]] mit Gemüse, allenfalls auch ein gewaltiger Beinknochen oder vergleichbarer [[Keule|Knüppel]] aus Holz. Ursprünglich war es der «[[Ochsenziemer|Munifisel]]», ein aufgeschnittener getrockneter und [[Verdrillung|verdrillter]] Bullenharnleiter, der zum Treiben des Viehs verwendet wurde. Die traditionell rot gehaltene Nase verweist auf den übermässigen [[Wein]]konsum der [[Persiflage|Persiflierten]]. Aus der ursprünglich nur zur Hervorhebung leicht vergrösserten Nase ist in der Zwischenzeit ein monströses Gebilde geworden, wie auch die Larve an sich über die Zeit immer grösser wurde. Der Waggis ist ein grober [[Habitus (Soziologie)|Habitus]] und wird als solcher eher von [[Fasnachtsclique|Wagencliquen]] und von Einzellarven getragen. Auch für Kinder wird der «Waggis» gerne als Maskierung gewählt. Für [[Basler Trommel|Trommler]] und [[Piccoloflöte|Pfeifer]] ist die Waggislarve dagegen unüblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waggis gibt sich als [[Lausbub|Luusbueb]], der gerne [[Streich|Schabernack]] treibt, dabei allerdings nicht als [[Clown]] verstanden werden will. Sein wichtigstes Werkzeug ist seine Stimme, mit der er «intrigiert», das heisst lauthals spottet, provoziert und Witze reisst. Der Waggis ist dank dem Verteilen kleiner Gaben (früher Obst und Gemüse, heute oft [[Süssware|Süssigkeiten]]) beliebt und durch das Hineinstopfen von &amp;#039;&amp;#039;Räppli&amp;#039;&amp;#039; ([[Konfetti]]) unter die Kleider der Zuschauer aber auch gefürchtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Waggis|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://fasnacht.ch/ Basler Fasnacht Online]&lt;br /&gt;
* [[Christoph Landolt]]: [https://www.idiotikon.ch/wortgeschichten/waggis &amp;#039;&amp;#039;Waggis.&amp;#039;&amp;#039;] Wortgeschichte vom 30.&amp;amp;nbsp;März 2015, hrsg. von der Redaktion des [[Schweizerisches Idiotikon|Schweizerischen Idiotikons]].&lt;br /&gt;
* Jürg-Peter Lienhard: [https://www.jplienhard.ch/html/artikel/artikel_waggis.htm &amp;#039;&amp;#039;Ein Elsässer ist kein Waggis! Das beliebteste Basler Fasnachtskostüm hat einen sozialen Hintergrund. Woher das Wort «Waggis» stammt.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Basler Fasnacht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Elsass)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Figur (Karneval)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Boonekamp</name></author>
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