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	<title>Waffensalbe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Waffensalbe&amp;diff=740405&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Succu: BK</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;BK&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Frontispiece illustration of &amp;#039;Sympathia&amp;#039;-(Powder of Sympathy) Wellcome L0013169.jpg|mini|[[Frontispiz]] der 6. Auflage von &amp;#039;&amp;#039;Eröffnung unterschiedlicher Heimlichkeiten der Natur&amp;#039;&amp;#039; von 1677]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Waffensalbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sympathetisches Pulver&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein altes magisches Heilmittel für durch Waffen verursachte Wunden. Im Rahmen der makro-/mikrokosmischen Vorstellung von einer Welt, deren Elemente durch Analogien und Sympathien miteinander in Verbindung stehen und reguliert werden ([[Signaturenlehre]]) hatte sich im Zeitalter des [[Barock]] der Glaube gebildet, dass man durch Metalle verursachte [[Wunde]]n mit metallischen Substanzen heilen könne. Die Waffensalbe sollte alle durch scharfe Waffen verursachten Wunden heilen, soweit diese nicht das Herz, das Gehirn oder die Arterien verletzt haben. Gelegentlich findet man auch die Vorstellung, alleine die Behandlung der &amp;#039;&amp;#039;Waffe&amp;#039;&amp;#039; (Schwert, Dolch o.&amp;amp;nbsp;Ä.) bzw. ihres Metalls genüge, um die durch sie geschlagenen Wunden zu beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Rezept stammt aus der [[Paracelsus]] zugeschriebenen [[Archidoxis magica]] (Mitte des 16. Jahrhunderts):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Nimm je eine Unze von der Flechte, die auf dem Kopf eines gehängten Diebes wächst, von echter Mumie und von warmem Menschenblut; dazu zwei Unzen Menschentalg und je zwei Drachmen Leinöl, Terpentin und armenische Heilerde. Verquirle alles gut in einem Mörser und bewahre die Salbe in einer länglichen, schmalen Urne auf.|[[Charles Mackay]]|Zeichen und Wunder. Aus den Annalen des Wahns. 1841 (Nachdruck: Frankfurt am Main 1992)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Anfang des 17. Jahrhunderts wurde das Konzept von [[Rudolf Goclenius der Jüngere|Rudolf Goclenius dem Jüngeren]] und von [[Johan Baptista van Helmont]] verbreitet. Es findet sich in vielen medizinischen Abhandlungen, insbesondere solche für den Laien wie Carl von Goglers &amp;#039;&amp;#039;Hauß- und Feld-Apotheck&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://digitale.bibliothek.uni-halle.de/vd17/content/titleinfo/5176744&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sir [[Kenelm Digby]] machte sie in England populär. Sein Pulver bestand im Wesentlichen aus [[Vitriol|Blauem Vitriol]] ([[Kupfersulfat]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Flugblatt &amp;#039;&amp;#039;Curious Enquiries&amp;#039;&amp;#039; von 1687 wurde die Waffensalbe zur Lösung des [[Längenproblem]]s, der Bestimmung des [[Längengrad]]s auf See, vorgeschlagen. Ein Hund sollte mit einem Messer verwundet werden und dann sollte die Waffensalbe im Heimathafen jeden Tag genau zur Mittagszeit auf das Messer aufgebracht werden. Der Hund an Bord des Schiffes sollte in diesem Moment vor Schmerz aufheulen und dem Schiffskapitän die Uhrzeit im Heimathafen anzeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Oswald Croll]] berichtete 1609 in seiner „Basilica Chymica“&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11218887?page=230&amp;lt;/ref&amp;gt; über die Anwendung von Waffensalbe bei offenen Wunden. Diese Therapie hatte viele Gegner, die dahinter eine Wirkung von Dämonen vermuteten. So entwickelte sich ein Streit zwischen Rudolf Goclenius, dem Jesuiten [[Jean Roberti]] (1569–1644) und [[Johan Baptista van Helmont]]. Mit der Aufklärung verlor dieses typisch magische Arzneimittel seine Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Wolf-Dieter Müller-Jahncke]], [[Christoph Friedrich (Pharmaziehistoriker)|Christoph Friedrich]], Ulrich Meyer|Titel=Arzneimittelgeschichte|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=2., überarbeitete und erweiterte|Verlag=Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart|Ort=Stuttgart|Datum=2005|Seiten=51|ISBN=3-8047-2113-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarische Rezeption ==&lt;br /&gt;
Eine Beschreibung der Methode zur Lösung des Längenproblems findet sich in [[Dava Sobel]]s &amp;#039;&amp;#039;Längengrad&amp;#039;&amp;#039;. Die Geschichte ist eine der Inspirationen für [[Umberto Eco]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die Insel des vorigen Tages]]&amp;#039;&amp;#039;. Eine verwandte Spekulation über das Zusammenwirken von blauem Vitriol und animalischem Magnetismus – allerdings in Bezug auf eine vorgebliche telepathische Verbindung von Schnecken – findet sich beim [[Pasilalinisch-sympathetischer Kompass|Pasilalinisch-sympathetischen Kompass]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://books.google.de/books?vid=OCLC01041961&amp;amp;id=wNcSDULG3jgC&amp;amp;printsec=titlepage&amp;amp;vq=powder+sympathy&amp;amp;dq=pettigrew+medicine+digby&amp;amp;as_brr=1&amp;amp;redir_esc=y&amp;amp;hl=de Pettigrew&amp;#039;s Suspicions Connected with Medicine and Surgery]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin (Frühe Neuzeit)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Succu</name></author>
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