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	<title>Wachankorridor - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Geopolitische Korridore umbenannt in Kategorie:Geopolitischer Korridor: laut Diskussion</title>
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		<updated>2026-01-30T06:03:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Geopolitische_Korridore&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Geopolitische Korridore (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Geopolitische Korridore&lt;/a&gt; umbenannt in &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Geopolitischer_Korridor&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Geopolitischer Korridor (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Geopolitischer Korridor&lt;/a&gt;: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Wikipedia:WikiProjekt_Kategorien/Diskussionen/2026/Januar/5&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Diskussionen/2026/Januar/5 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wakhan.png|mini|Wachankorridor]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vakhan (Wakhan) Corridor.jpg|mini|Der Wakhan und die Grenze Afghanistan-Tadschikistan]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wakhan, Badakhshan.jpg|mini|Der Wachankorridor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wachankorridor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Wakhan-Korridor&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.nzz.ch/international/erinnerung-ans-great-game-1.18289793|titel=Erinnerung ans Great Game |titelerg=|autor=|hrsg=|werk=nzz.ch|seiten=|datum= |zugriff=2017-11-11|sprache=|format=|kommentar=|zitat=|offline=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder einfach nur &amp;#039;&amp;#039;Wakhan&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Zipfel (Geographie)|schmaler Landstrich]] im Nordosten [[Afghanistan]]s. Er erstreckt sich zwischen der Grenze zu [[Tadschikistan]] im Norden und derjenigen zu [[Pakistan]] im Süden bis zu einer kurzen Grenze zwischen Afghanistan und [[Volksrepublik China|China]] im Osten. Seine Länge beträgt ungefähr 300&amp;amp;nbsp;km, seine Breite variiert zwischen 17 und über 60&amp;amp;nbsp;km. Bewohnbar ist das Gebiet praktisch nur im Tal des [[Wachandarja]], denn schon dieser Hauptfluss des Gebiets verläuft in Höhen zwischen etwa 2700 und 4000 Meter. Die Bevölkerung besteht aus etwa 10.000 [[Wakhi]] und einigen tausend nomadischen [[Kirgisen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Der Wachankorridor ist eines der entlegensten Gebiete Afghanistans. Er liegt zwischen den Bergen des [[Pamir (Gebirge)|Pamir]] und den Gebirgszügen des [[Hindukusch]] und des [[Karakorum (Gebirge)|Karakorum]]. Sein westlicher Eingang liegt bei dem 2660 m hoch gelegenen [[Ischkaschim]]. Im Osten endet er in den Tälern der beiden Quellflüsse des Wachandarja, dem 4030 m hohen Hochtal am Shaqmaqtin-See bzw. am 4923 m hohen [[Wakhjir-Pass]]. Seine nördliche Grenze zu Tadschikistan wird ab dem [[Zorkulsee]] vom Lauf des [[Pamir (Fluss)|Pamir]] und anschließend des [[Pandsch]] gebildet, während die  südliche Grenze zu Pakistan über die Bergkämme südlich des Wachandarja verläuft. Deshalb gehört die nördliche Talseite zu Tadschikistan, während der Wachankorridor aus der südlichen Talseite und dem Tal des Wachandarja samt dem Gebirge zwischen den beiden Flüssen besteht. Es ist eine der am wenigsten erschlossenen Regionen der Welt in unmittelbarer Nähe des vergleichsweise fortschrittlichen tadschikischen Gebiets mit gut ausgebauten Straßen und modernen Siedlungen. Auf einer Schotterpiste lässt sich der Korridor von Ischkashim bis etwa zu zwei Dritteln nach Osten zum Ort Sarhad-e Broghil durchqueren. Danach ist ein Fortkommen nur noch mit [[Maultier]][[karawane]]n o.&amp;amp;nbsp;ä. möglich. Einige Kilometer unterhalb von Sarhad-e Broghil beginnt der Weg zum [[Broghol-Pass|Broghil-Pass]] und zum 6&amp;amp;nbsp;km weiter östlich gelegenen &amp;#039;&amp;#039;Darwasa-Pass&amp;#039;&amp;#039; nach Pakistan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Wachankorridor ist ein Relikt des &amp;#039;&amp;#039;[[Great Game]]&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|Großbritannien]] und [[Russland]] um die Vorherrschaft in [[Zentralasien]] Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Er sollte eine neutrale Zone zwischen dem bis zur [[Durand-Linie]] reichenden [[Britisch-Indien]] einerseits und Russisch-Zentralasien andererseits bilden. Die nördlichen Gebiete des Wakhan kamen 1873 durch einen Vertrag zwischen Russland und Britisch-Indien zu Tadschikistan (heute Autonomiegebiet [[Berg-Badachschan]]), die  südlichen zum [[Pufferstaat]] Afghanistan. Nur dieser Teil wird heute als (eigentlicher) Wachan bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Korridor ist nach dem ihn im Ostteil durchfließenden Fluss [[Wachandarja]] benannt, der sich im Mittelteil des Korridors mit dem [[Pamir (Fluss)|Pamir]] zum [[Pandsch]] vereinigt (der wiederum einer der Quellflüsse des [[Amudarja]] ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Täler des Pamir und des Wachandarja sind zwar alte Karawanenwege, über die es im Westen aber so gut wie keine zuverlässigen geographischen Erkenntnisse gab, seit [[Marco Polo]] 1274 die Gegend auf seiner Reise zum Hofe des [[Kublai Khan]] durchquerte und [[Bento de Góis|Benedict Goës]] zwischen 1602 und 1607 von Kabul durch den Pamir über [[Kaschgar (Stadt)|Kaschgar]] und Yarkant nach [[Karaschahr]] gelangte. Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gelangten zwar einige Europäer und Inder in die Gegend, aber eher als Abenteurer oder Diplomaten, nicht als Geographen. Erst die von den Briten in der zweiten Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts entsandten, als [[Pundit (Vermesser)|Pundits]] bezeichneten einheimischen Vermesser lieferten erstmals verwertbare geographische Angaben über diese Täler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwer zugänglichen [[Bergkette]]n waren bis 1960 geografisch fast unerforscht. Es gab zunächst nur einige Skizzen zum Verlauf der [[Bergkamm|Bergkämme]] und später eine [[sowjetisch]]e Militärkarte sehr kleinen Maßstabs (1:200.000), die aus einem vermutlich grenznahen [[Bildflug]] erstellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in den 1960er Jahren einige polnische [[Bergsteiger]] und Wissenschaftler in die Region kamen, entstand eine noch ungenaue [[Übersichtskarte]]. Eine längere Kooperation mit [[Österreich]] begann 1970, als eine Forschungs-[[Expedition]] (&amp;#039;&amp;#039;Afghanistan EXPLORATION ’70&amp;#039;&amp;#039;) der [[TU Graz]] die Genehmigung erhielt, einige Hochtäler des Wakhan kartografisch und botanisch aufzunehmen (Lit. s.&amp;amp;nbsp;u., K. Gratzl 1972). Unter den etwa 15 Expeditionsteilnehmern waren [[Roger Senarclens de Grancy]] (1938–2001) und [[Robert Kostka]] für die Vermessung, die [[terrestrische Fotogrammetrie]] und die [[Kartografie]] verantwortlich. Auch Forschungen zur [[Anthropologie]], zur [[Wakhi]]-Sprache und der lokalen Landwirtschaft wurden durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1975 folgte eine zweite, größere Expedition, an der neben manchen Teilnehmern der ersten Expedition u.&amp;amp;nbsp;a. [[Manfred Buchroithner]] teilnahm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch   | BuchID   = b5drBtcuOeAC   | Seite    = PA197   | Linktext = | Hervorhebung =   }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sollte die geowissenschaftliche Erkundung erweitern, vervollständigen und mit Karten des [[Hindukusch]] verbinden. Aufgrund dieser Feldarbeiten konnte der [[Österreichischer Alpenverein|Österreichische Alpenverein]] einige Jahre später sogar eine [[geologische Karte]] 1:250.000 herausgeben. In den Folgejahren wurde die Erforschung durch Satelliten-[[Fernerkundung]] ergänzt, kam aber dann durch die kriegerischen Auseinandersetzungen zum Erliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten der [[Kirgisen|kirgisischen]] nomadisierenden Viehhirten, die, als die zaristisch-russische Regierung den Arbeitsdienst im Jahr 1916 auch für muslimische Untertanen einführte, am [[Basmatschi]]-Aufstand teilgenommen hatten, blieben unter ihrem Khan Ming Bashi Haji und seinem Sohn Rahmanqul Khan im Wachankorridor. Durch gute Verbindungen zum Kriegsminister [[Mohammed Nadir Schah|Nader Khan]], der dann 1929 per [[Putsch]] zum König wurde, gelang es den Zugewanderten weitgehend autonom von den afghanischen Provinzverwaltungen die nächsten Jahrzehnte im Pamir teil-nomadisch zu siedeln. Angesichts des Systemwechsels 1978 und der folgenden [[Sowjetische Intervention in Afghanistan|Intervention in Afghanistan]] führte der feudale Herrscher seine etwa eintausend Untertanen ins Exil nahe [[Gilgit (Landschaft)|Gilgit]] in den pakistanisch verwalteten Teil Kaschmirs, nur zehn Familien blieben zurück. In Pakistan verbrachten die Umsiedler vier Jahre unter dem Schutz des [[UNHCR]], bis der türkische Präsident [[Kenan Evren]] ihre Aufnahme in die Türkei veranlasste. Für sie wurde das komplett neue Dorf [[Erciş#Ortsteil Ulupamir|Ulupamir]] nahe der Stadt [[Erciş]], [[Van (Provinz)|Provinz Van]], gebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Nazif Shahrani; &amp;#039;&amp;#039;[http://www.geo.fu-berlin.de/geog/fachrichtungen/anthrogeog/zelf/Medien/download/Berlin_Geographical_Papers/BGP45_Pamir_Tagung_April2016.pdf The life and career of Haji Rahmanqul Khan, 1913-1990;]&amp;#039;&amp;#039; (Pamir-Tagung 2016)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Gliederung ==&lt;br /&gt;
Administrativ bildet das Gebiet den Verwaltungsdistrikt [[Wakhan (Distrikt)|Wakhan]], der zur Provinz [[Badachschan]] gehört. Der Distrikt Wakhan ist 11.422&amp;amp;nbsp;km² groß und hat rund 13.000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Caprivizipfel]] - Vergleichbarer Landstrich im Nordosten [[Namibia]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sabine Felmy, Hermann Kreutzmann: [http://www.erdkunde.uni-bonn.de/archive/2004/wakhan-woluswali-in-badakhshan.-observations-and-reflections-from-afghanistans-periphery/at_download/attachment &amp;#039;&amp;#039;Wakhan Woluswali in Badakhshan. Observations and Reflections from Afghanistan’s Periphery.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Erdkunde,&amp;#039;&amp;#039; Band 58, Heft 2, 2004, S. 97–117.&lt;br /&gt;
* Karl Gratzl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hindukusch – Österreichische Forschungsexpedition in den Wakhan 1970&amp;#039;&amp;#039; (2. Auflage), Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1972.&lt;br /&gt;
* Roger Senarclens de Grancy, [[Robert Kostka]]: &amp;#039;&amp;#039;Grosser Pamir: Österreichisches Forschungsunternehmen 1975 in den Wakhan-Pamir, Afghanistan.&amp;#039;&amp;#039; Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wakhan Corridor|Wachankorridor}}&lt;br /&gt;
* [http://www.mockandoneil.com/wakhanafghanpamirbrochure.pdf &amp;#039;&amp;#039;Wakhan &amp;amp; the Afghan Pamir.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei; 3,9&amp;amp;nbsp;MB) auch veröffentlicht von der Aga Khan Foundation-Afghanistan&lt;br /&gt;
* [http://postconflict.unep.ch/publications/WCR.pdf &amp;#039;&amp;#039;Afghanistan Wakhan Mission Technical Report.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei; 3,73&amp;amp;nbsp;MB) Veröffentlichung des UNEP - United Nations Environment Programme und der FAO - Food and Agriculture Organization, 2003&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Sam Dunning |url=https://foreignpolicy.com/2021/08/14/china-afghanistan-wakhan-corridor-imperial-ambitions/ |titel=China Is Protecting Its Thin Corridor to the Afghan Heartland |werk=Foreign Policy |datum=2021-08-14 |abruf=2021-01-12 |abruf-verborgen=1 |sprache=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=37///N |EW=73///E |type=landmark |dim=300000 |region=AF-BDS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4064342-6|VIAF=234142700}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Afghanistan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Badachschan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geopolitischer Korridor]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonKatBot</name></author>
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