<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=W._Spindler</id>
	<title>W. Spindler - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=W._Spindler"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=W._Spindler&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T21:42:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=W._Spindler&amp;diff=668677&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Firobuz: Link auf BKL vermieden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=W._Spindler&amp;diff=668677&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-24T20:28:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf BKL vermieden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = W. Spindler, Wäscherei und Färberei&amp;lt;br /&amp;gt; später Rewatex&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Unternehmensform = [[Offene Handelsgesellschaft]], später [[Volkseigener Betrieb]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--| ISIN             =  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 1832&lt;br /&gt;
| Sitz             = [[Berlin-Spindlersfeld]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| Leitung          = &lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl  = &lt;br /&gt;
| Branche          = [[Wäscherei]]&lt;br /&gt;
| Website         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Waescherei und Faerberei Spindler 1881.jpg|mini|hochkant=1.5|Spindlers Fabrik im Jahr 1881]]&lt;br /&gt;
Das Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W.&amp;amp;nbsp;Spindler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz für &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Spindler&amp;#039;&amp;#039;) war ein [[Wäscherei]]- und [[Färben|Färberei]]-Unternehmen, das 1832 von [[Johann Julius Wilhelm Spindler|Wilhelm Spindler]] in [[Berlin]] gegründet und später durch seinen Sohn [[Carl Spindler]] geleitet wurde. Es hatte zunächst in [[Alt-Berlin]] einige Dienstleistungseinrichtungen eröffnet. Ab 1873 wurde der Hauptsitz nach Oberspree nahe [[Bezirk Köpenick|Köpenick]], später [[Berlin-Spindlersfeld|Spindlersfeld]] genannt, verlagert. Dort firmierte es als &amp;#039;&amp;#039;Anstalt zur chemischen Reinigung, Wäscherei und Färberei&amp;#039;&amp;#039;. Es war zu seiner Zeit der größte deutsche Wäschereibetrieb und der Vorreiter der [[Chemische Reinigung|chemischen Reinigung]] in Deutschland. Anfang der 1920er wurde es von der [[Schering&amp;amp;nbsp;AG]] übernommen und bildete zu DDR-Zeiten das Stammwerk des [[Volkseigener Betrieb|VEB]] &amp;#039;&amp;#039;Rewatex&amp;#039;&amp;#039;, später, unter Mitwirkung der [[Treuhandanstalt]], Rewatex&amp;amp;nbsp;AG. Mitte der 1990er erfolgte die endgültige Schließung am Standort Spindlersfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfänge des Unternehmens ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Unternehmens begann in [[Berlin-Mitte]] mit der Gründung einer kleinen Seidenfärberei durch Wilhelm Spindler am 1.&amp;amp;nbsp;Oktober 1832 in den Kellerräumen in der Burgstraße&amp;amp;nbsp;3.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Audersch&amp;quot;&amp;gt;Karl-Heinz Audersch: &amp;#039;&amp;#039;‚Trockene Wäsche‘ für zarte Stoffe. Vor 130 Jahren in der Wallstraße: Spindler eröffnete erste chemische Reinigung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;, 24./25. März 1984.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1841 erwarb er in der Nähe des [[Spittelmarkt]]es in der [[Wallstraße (Berlin)|Wallstraße]]&amp;amp;nbsp;12 ein Grundstück für eine Färberei und Wäschereifabrik. Weitere Filialen wurden in der Folgezeit in der Poststraße&amp;amp;nbsp;11, in der Friedrichstraße&amp;amp;nbsp;153a und in der Leipziger Straße&amp;amp;nbsp;36 eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erster in Deutschland führte Wilhelm Spindler 1854 die [[chemische Reinigung]] ein. Bei diesem Verfahren wurde die Kleidung mit [[Benzol]] bzw. [[Testbenzin|Benzin]] unter Ausschluss von Wasser (also „trocken“, daher auch „Trockenreinigung“) in einem Bad gesäubert. Dies bewirkte eine schonende Behandlung der Kleidung und zugleich ein hohes Arbeitsaufkommen, wodurch Spindlers Unternehmen kontinuierlich wachsen konnte. Spindlers Söhne William und Carl traten frühzeitig in die Fußstapfen des Vaters, wurden um 1870 Unternehmensteilhaber und beteiligten sich unter anderem an der Entwicklung neuer Färbetechniken und Waschverfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Werk in Spindlersfeld ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Standort ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Spindlers Fabrik 1896.jpg|mini|Lageplan des Fabrikareals im Jahr 1896]]&lt;br /&gt;
Die Grundstücke in [[Alt-Berlin]] erwiesen sich bald für die steigenden Anforderungen als zu klein. Spindler kaufte deshalb im Jahre 1871 ein etwa 50 [[Hektar]] großes Gelände auf der [[Berlin-Köpenick|Köpenicker]] [[Feldmark]], die der [[Provinz Brandenburg|brandenburgischen Provinzialregierung]] gehörte. Er fasste nun seine verschiedenen Dienstleistungen als Großwäscherei, die &amp;#039;&amp;#039;Anstalt zur chemischen Reinigung, Wäscherei und Färberei&amp;#039;&amp;#039;, zusammen. Köpenick mit seiner unmittelbaren Lage am Wasser bot sich als Standort der neuen Fabrik besonders gut an, da das Wäschereigewerbe in der ersten Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts hier bereits zu einem der Hauptwirtschaftsfaktoren geworden war; 200 kleine und mittlere Wäschereien gab es 1855 dort.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.koepenick.net/geschichte-lang.htm#Kap_07 &amp;#039;&amp;#039;Die industrielle Revolution&amp;#039;&amp;#039;.] koepenick.net; abgerufen am 12. April 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch andere namhafte Berliner Unternehmen zogen zum Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in das Berliner Umland, weil sich dort auf billigem Baugrund expandieren ließ und die zu leistenden Steuern geringer als in Berlin waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anwohner nannten das bis dahin namenlose Gebiet gegenüber der Köpenicker Altstadt bald [[Spindlersfeld]] nach dem neuen Großunternehmen; die Bezeichnung war jedoch noch nicht offiziell. Vor der Übergabe des Gutsbezirks Köpenick von der brandenburgischen Provinzialregierung an die Stadt Köpenick legte sich diese im Frühjahr 1873 darauf fest, dass das Areal keinen gesonderten Namen tragen solle. Spindlers Söhne setzten sich jedoch dafür ein, dass der Name Spindlersfeld amtlich wird. Sie argumentierten damit, dass das Spindlersche Unternehmen zu dem Zeitpunkt als „&amp;#039;&amp;#039;W. Spindler – Wäscherei, Färberei und chemische Reinigung – Berlin C und Spindlersfeld bei Coepenick&amp;#039;&amp;#039;“ landesweit bekannt war und sich Spindlersfeld zu einem vollwertigen Stadtteil entwickle und deshalb auch einen eigenen Namen tragen solle. Am 29.&amp;amp;nbsp;Dezember 1873 bestätigte die brandenburgische Provinzialregierung den Namen Spindlersfeld als offiziell und dass dieser auch in Zukunft beibehalten werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordwestlich des Betriebsgeländes ließ sich Carl Spindler 1876 am Spreeufer im heutigen Eiselenweg&amp;amp;nbsp;10 die &amp;#039;&amp;#039;Villa Spindler&amp;#039;&amp;#039; errichten, die, nachdem sie im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] durch einen Bombentreffer beschädigt worden war, in den 1950er Jahren zu einem Kinderheim umgebaut wurde und später Verwaltungsräume der [[Deutsche Reichsbahn (1945–1993)|Deutschen Reichsbahn]] beherbergte. 2002 wurde die Villa in ein Mehrfamilienhaus umgewandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gorenflo-Villa_Sp&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://gorenflos-architekten.de/aktuelles/projekte/villa-spindler/ |titel=Villa Spindler – Gorenflos Architekten |werk=gorenflos-architekten.de |datum=2019-05-30 |abruf=2019-05-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der heutigen Oberspreestraße&amp;amp;nbsp;176 befindet sich ein von den Spindlers vor 1896 errichtetes mehrstöckiges Wohnhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Werk ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Ansicht Spindlers Fabrik 1896.jpg|mini|Spindlers Fabrik um 1896]]&lt;br /&gt;
Der erste Flügel des Hauptgebäudes wurde am 24.&amp;amp;nbsp;April 1873 eingeweiht und die Wollfärberei dorthin verlegt. Nachdem Wilhelm Spindler am 28.&amp;amp;nbsp;April 1873 verstorben war, führten seine beiden Söhne die Geschäfte weiter. Im Jahre 1896 waren in der Spindlersfelder Fabrik 1886 und in den weiteren Niederlassungen in Berlin und anderen Städten 281 Beamte und Arbeiter beschäftigt.&lt;br /&gt;
Das Unternehmen besaß zum damaligen Zeitpunkt folgende Abteilungen (nach &amp;#039;&amp;#039;[[Berlin und seine Bauten]]&amp;#039;&amp;#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: I. Färberei und Druckerei [[seide]]ner Garne,&lt;br /&gt;
: II. Färberei und Druckerei [[wolle]]ner Garne,&lt;br /&gt;
: III. Färberei, Druckerei und Bleicherei [[baumwolle]]ner und [[Chinaschilf|Chinagrasgarne]],&lt;br /&gt;
: IV. Färberei und [[Appretur]] wollener, baumwollener und seidener Stückwaren,&lt;br /&gt;
: V. [[Zeugmacher|Zeugfärberei]] (Sammelname für die Abteilung, die sich mit dem Färben, Reinigen, Waschen, Auffrischen und der Appretur von Stoffen und Kleidungsstücken aller Art sowie von Möbelstoffen, Gardinen, geflochtenem Stroh, Putzfedern und Daunen, Pelzwerk usw. beschäftigte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:W.-K.-W.Spindler Eisenbahn-Zufuhrstraße Spindlersfeld.jpg|mini|hochkant=1.0|Wilhelm, Carl und William Spindler;  Fabrik mit &amp;#039;&amp;#039;Eisenbahn-Zufuhrstraße&amp;#039;&amp;#039;, 1900]]&lt;br /&gt;
Zum Betrieb der Anlage standen 35&amp;amp;nbsp;Dampfkessel, 22&amp;amp;nbsp;[[Dampfmaschine]]n und zehn Dampfpumpen zur Verfügung. Für die Beleuchtung gab es eine eigene [[Gaswerk|Gasanstalt]] und neun Dynamomaschinen. (Die Gasanstalt lieferte gleichzeitig auch Gas für die umliegende Gegend in Spindlersfeld.) Die Räume wurden mit Dampf beheizt und die Belüftung der Räume erfolgte zum einen durch die reichlich vorhandenen Fenster und zum anderen durch die in fast sämtlichen Hauptpfeilern eingebauten Luftkanäle. Des Weiteren gab es eine genaue Aufteilung der Arbeiter in den Räumen, sodass sich nie mehr als 32&amp;amp;nbsp;Personen in einem Raum mit 1000&amp;amp;nbsp;Kubikmeter Rauminhalt aufhielten. Die chemische Reinigung erfolgte weitgehend in geschlossenen Systemen, wodurch man das Benzin wiedergewinnen konnte. In einer Fett[[destillation]]sanlage wurden abgeschiedene Fette zu Seife verarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1.&amp;amp;nbsp;April 1892 fand die Eröffnung der von der Firma Spindler finanzierten und von der [[Bahnstrecke Berlin–Görlitz|Görlitzer Bahn]] ausgehenden [[Zweigbahn Schöneweide–Spindlersfeld|Nebenstrecke nach Spindlersfeld]] statt, wodurch die Lieferung von Verbrauchsmaterial und der Versand der bearbeiteten Textilien vereinfacht wurde. Spindlersfeld ist seitdem mit einem Personenbahnsteig an die Stadteisenbahn angeschlossen. Die [[S-Bahn Berlin]] betreibt auch heute noch die Strecke vom S-Bahnhof Schöneweide über S-Bahnhof Oberspree zur Endhaltestelle am S-Bahnhof Spindlersfeld. Vor der Bahnverbindung war die Spree der wichtigste Transportweg – jährlich wurden bis zu 8000&amp;amp;nbsp;Tonnen Steinkohle herangeschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Betriebsfeuerwehr]] sorgte für den Brandschutz in der Fabrik und der umliegenden Gegend. Die Reinigung der Abwässer wurde 1907 als „mustergültig“&amp;lt;ref name=&amp;quot;IIB&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Industriekultur in Berlin&amp;#039;&amp;#039;, Seite 348&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet. Das Abwasser wurde in mehreren Stufen in einer eigenen [[Kläranlage]] aufbereitet und anschließend zum Bewässern der beiden Park- und Gartenanlagen verwendet. Im Zusammenhang mit dem Bau der Kanalisation im Jahre 1903 in Köpenick stellte das Unternehmen die Kläranlage für einen Versuch für die Stadt zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leistungen und Wohlfahrtseinrichtungen ===&lt;br /&gt;
Mit seinem sozialen Anspruch und den Wohlfahrtseinrichtungen des Werkes und der Gründung eines eigenen Rudervereins für die Arbeiter seines Werkes stellte Wilhelm Spindler eine Ausnahme in der damaligen Zeit dar. Zu den Einrichtungen zählten eine eigene [[Betriebskrankenkasse (Deutschland)|Betriebskrankenkasse]], ein Betriebskindergarten, eine Bibliothek und zwei Sparkassen. Des Weiteren standen den Mitarbeitern und ihren Familienangehörigen eine Warm- und eine Flussbadeanstalt sowie sportliche Anlagen zur Verfügung. In einem 1890 von [[Walter Kyllmann]] errichteten Erholungshaus gab es für sie eine [[Gastronomie|&amp;#039;&amp;#039;Restauration&amp;#039;&amp;#039;]], in der auch Unterhaltungsabende stattfanden. Die Lehrlinge der Färberei erhielten kostenfreien Chemieunterricht in der [[Betriebsberufsschule]] und die Mitarbeiter bezahlten Sommerurlaub für die Dauer von einer Woche. Die tägliche Arbeitszeit (mit Ausnahme des Sonntags) war auf zehn Stunden begrenzt. Am Ufer der Spree ließ Spindler einige Bootsstege und Bootshäuser anlegen, unter anderem auch für den betriebseigenen, 1878 gegründeten [[Spindlersfelder Ruderverein|Ruderverein]]. Am Spreeufer im heutigen [[Mentzelpark]] wurde sogar eine Haltestelle für die Dampfer der [[Dampfschiffahrtsgesellschaft Stern]] errichtet. Auch den alten hölzernen [[Müggelturm]] ließ Carl Spindler errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Werkssiedlung Spindler Mentzelstraße 20.jpg|mini|Spindlerbauten von 1873 in der Mentzelstraße]]&lt;br /&gt;
Parallel zum Bau der Großwäscherei errichtete das Unternehmen auch eine [[Arbeitersiedlung]] mit Gebäuden in der Mentzelstraße (vier Gebäude von 1873, eins von 1875) und in der Färberstraße (zwei Gebäude von 1887), den sogenannten „Spindlerbauten“. Dort fanden bis zu 50&amp;amp;nbsp;Arbeiterfamilien preiswerte Wohnungen direkt in der Nähe der Fabrik. Die Arbeitersiedlung war die erste in Berlin, die durch ein Industrieunternehmen angelegt wurde. Die Wohnhäuser hatten schon zur Zeit der Errichtung Anschluss an das Gas- und Wassernetz der Wäscherei. Mittlerweile stehen die Spindlerbauten unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09045783| Baudenkmalskomplex Mentzelstraße 12/14, 18/22, 19/23, &amp;#039;&amp;#039;Werkssiedlung Spindler&amp;#039;&amp;#039;, 1873-75}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Zöllner]]. In: &amp;#039;&amp;#039;denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule&amp;#039;&amp;#039;, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, S. 1, 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Unternehmensentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Werbung &amp;quot;W Spindler AG&amp;quot;.jpg|mini|Werbung der W. Spindler A.-G.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin-Köpenick - Spindlerwerke 1.jpg|mini|Ansicht des Hauptgebäudes von Westen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin-Köpenick - Spindlerwerke 3.jpg|mini|hochkant|Schornstein auf dem Werksgelände]]&lt;br /&gt;
=== Vom Kaiserreich bis zur Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
1881 trat William Spindler († 1889) aus gesundheitlichen Gründen aus dem Unternehmen aus und sein Bruder Carl wurde alleiniger Inhaber. 1893 wurden sämtliche noch vorhandenen Filialen in Berlin geschlossen und der komplette Betrieb in die Werke in Spindlersfeld verlegt. Nach dem Tod Carl Spindlers 1902 übernahmen drei seiner Söhne (Wilhelm, Ernst und Erich) das Unternehmen und führten es als [[offene Handelsgesellschaft]] weiter. Sie weiteten das Geschäft wieder aus und errichteten in Berlin 16&amp;amp;nbsp;neue Filialen. Auch das Werk in Spindlersfeld wurde vergrößert. Bei den Arbeiterstreiks zwischen 1904 und 1906 war auch W.&amp;amp;nbsp;Spindler betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1922 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und zwischen 1922 und 1925 übernahm die [[Schering AG]] die Aktienmehrheit des Unternehmens. Der Spindlersfelder Standort wurde der zweite Standort Scherings in Berlin neben dem in der [[Müllerstraße (Berlin)|Müllerstraße]] in [[Berlin-Wedding|Wedding]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.landesarchiv-berlin.de/lab-neu/anzeige_statisch.php?edit=454&amp;amp;anzeige=A%20Rep.%20250-04-18 |text=W. Spindler AG. |wayback=20070927212845}} Auszug aus der Beständeübersicht des Landesarchivs Berlin.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Von der [[Zentrale Dienststelle für Juden|Zentralen Dienststelle für Juden]] wurden reichsdeutsche [[Juden]] spätestens ab 1941 zum [[Geschlossener Arbeitseinsatz|&amp;#039;&amp;#039;Geschlossenen Arbeitseinsatz&amp;#039;&amp;#039;]] in die Wäscherei zwangsverpflichtet. Dort gab es 1941 zwei jüdische Abteilungen. Ihr Arbeitsentgelt betrug „ungefähr die Hälfte von dem, was eine arische ungelernte Arbeiterin verdient[e]“. Die Arbeitszeit betrug neun Stunden, die Arbeit war körperlich anspruchsvoll (große Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, teilweise keine Belüftung, Kisten mit hohem Gewicht) und die Zentrale Dienststelle für Juden sorgte ferner dafür, dass die Anreise für Juden weit war. Gegenüber den Juden herrschte überwiegend eine „[[Zuchthaus|Zuchthäusler]]-Stimmung“. Der Direktor war besonders [[Judenfeindlichkeit|judenfeindlich]]. Er verbot und bestrafte die Zusammenarbeit von Juden (z.&amp;amp;nbsp;B. gemeinschaftliches Tragen schwerer Kisten), die zuvor von deren direkten Vorgesetzten ausdrücklich erlaubt worden war. Er verhinderte außerdem die Entlassung einer kranken Zwangsarbeiterin, deren Entlassungspapiere bereits von einem Abteilungsleiter ausgefertigt waren. Ferner äußerte er gegenüber dem Waschmeister, er solle „nicht so human mit diesen Judenweibern [sein]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Carola Sachs (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Als Zwangsarbeiterin 1941 in Berlin – Die Aufzeichnungen der Volkswirtin Elisabeth Freund&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1996, ISBN 3-05-003042-9, S. 47, 57, 81, 86, 90, 101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gab es 1941 eine Abteilung mit [[Frankreich|französischen]] [[Kriegsgefangener|Kriegsgefangenen]]. Gemäß den ausgehängten Merkblättern war es streng verboten, mit ihnen mehr als nur sachlich über die Arbeit zu sprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carola Sachs (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Als Zwangsarbeiterin 1941 in Berlin – Die Aufzeichnungen der Volkswirtin Elisabeth Freund&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1996, ISBN 3-05-003042-9, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit richtet sich die Wäscherei stark auf militärische Wäsche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Carola Sachs (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Als Zwangsarbeiterin 1941 in Berlin – Die Aufzeichnungen der Volkswirtin Elisabeth Freund&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1996, ISBN 3-05-003042-9, S. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsende ===&lt;br /&gt;
Kurz vor dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg#Kampf um Berlin|Zweiten Weltkriegs]] hat sich noch eine Notbelegschaft im Spindlersfelder Werk befunden. Am Vormittag des 23. April 1945 setzte ein Feuergefecht ein, durch das einige Gebäude in Brand gerieten. Am Nachmittag des 23. April 1945 übergab dann der zur Notbelegschaft gehörende Leiter der Scheringbetriebe das Werk an die Sowjets. Am 24. April 1945 wurde der Leiter der Scheringbetriebe zur Vernehmung nach Köpenick gebracht. Nach seiner Rückkehr am selben Tag wurden fünf Belegschaftsmitglieder vermisst und nach einigen Tagen erschossen aufgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wlasich: &amp;#039;&amp;#039;Die Schering AG in der Zeit des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2011, ISBN 978-3-9814203-1-9, S. 236–239.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit ab dem 23. April plünderten sowjetische Soldaten und „Köpenicker Frauen“ das Werk. Am 29. April 1945 wurde mit 80 Mitarbeitern begonnen, das Werk wieder aufzubauen. Am 2. Mai 1945 begannen dann jedoch die Sowjets mit der Demontage des Werkes.&amp;lt;ref&amp;gt;Wlasich: &amp;#039;&amp;#039;Die Schering AG in der Zeit des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2011, ISBN 978-3-9814203-1-9, S. 236–239.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegs- und DDR-Zeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Grünauer Str 140 (Köpen) Frauengefängnis.jpg|mini|[[Gedenktafel]] am ehemaligen Frauengefängnis Grünauer Straße 140, in [[Berlin-Köpenick]]]]&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden die [[Ostberlin]]er Schering-Betriebe 1946 unter [[Treuhandschaft]] gestellt und 1949 enteignet. Sie wurden [[Volkseigentum]] und aufgespalten. Der in Spindlersfeld liegende Wäscherei- und Reinigungsbetrieb firmierte ab 1953 als &amp;#039;&amp;#039;[[Volkseigener Betrieb|VEB]] Blütenweiß&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;!--(im Volksmund auch &amp;#039;&amp;#039;VEB Edelgrau&amp;#039;&amp;#039;) XX bitte einen BELEG dafür--&amp;gt;, nach Betriebsübernahmen ab 1961 als &amp;#039;&amp;#039;VEB Vereinigte Wäschereien Berlin Rewatex&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;VEB Rewatex&amp;#039;&amp;#039;, abgeleitet von dem Spruch „reinigt und wäscht Textilien“) und ab 1. Juli 1981 als &amp;#039;&amp;#039;VEB [[Kombinat]] Rewatex Berlin&amp;#039;&amp;#039;. Anfangs waren 3000 und um 1989 rund 4500 Mitarbeiter bei Rewatex beschäftigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Auszug aus der Beständeübersicht des Landesarchivs Berlin: {{Toter Link|text=W. Spindler AG |url=http://www.landesarchiv-berlin.de/lab-neu/anzeige_statisch.php?edit=454&amp;amp;anzeige=A%20Rep.%20250-04-18 |&amp;lt;!--leere Seite: wayback=20070927212845 |--&amp;gt; datum=2018-03-26 }}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu kamen bis zu 600 weibliche Häftlinge aus der 1973 in Köpenick errichteten Strafvollzugseinrichtung, dem Ersatz für das [[Frauengefängnis Barnimstraße]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=S1KGItMoTg8C&amp;amp;pg=PA129&amp;amp;lpg=PA129&amp;amp;dq=rewatex+strafvollzug&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=u80NFnHyEx&amp;amp;sig=9gUVbWkLCegt77r-SVkD_AMrhvg&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=uVzcS7mXPISRONbUwZYH&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CAcQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=rewatex%20strafvollzug&amp;amp;f=false Strafvollzug bei Rewatex].&amp;lt;/ref&amp;gt; und einige Hundert Angestellte, die als [[Gastarbeiter]] aus [[Vietnam]] angeworben worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zufahrtsstraße zum Haupteingang der Wäscherei wurde 1962 von [[Carl Spindler|Karl-Spindler]]-Straße in [[Ottomar Geschke|Ottomar-Geschke]]-Straße umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 entstand in der Spindlersfelder Wäscherei der 24-minütige Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Wäscherinnen (Film)|Wäscherinnen – Über die Arbeit der Lehrlinge bei Rewatex]]&amp;#039;&amp;#039; unter der Regie von [[Jürgen Böttcher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1990 bis 2003 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spindlersfeld waescherei entry.jpg|mini|Gebäude am Haupteingang (Pförtnerhaus)]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] firmierte das Unternehmen in &amp;#039;&amp;#039;Rewatex AG&amp;#039;&amp;#039; um. 1992 wurde es von der Kölner [[Larosé|Larosé Hygiene-Service-GmbH]] übernommen. Diese setzte den Betrieb auf dem Gelände Spindlersfeld aber nur bis Mitte der 1990er Jahre fort, alle Aktivitäten wurden in den Betriebsteil Grünauer Straße verlagert. Im Jahr 2000 war die &amp;#039;&amp;#039;Imhoff-Industrieholding&amp;#039;&amp;#039; Eigentümer des Geländes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berliner-zeitung.de/archiv/in-spindlersfeld-schaetzt-man-die-naehe-zum-wasser---ab-2002-koennte-eine-neue-strasse-die-idylle-stoeren-geruhsames-wohnen-direkt-an-der-spree,10810590,9827924.html &amp;#039;&amp;#039;Geruhsames Wohnen direkt an der Spree&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 26. August 2000. [https://www.berliner-zeitung.de/archiv/das-gebiet-ist-attraktiv-und-nicht-sehr-teuer-kleinere-wohnungen-sind-begehrt,10810590,9828138.html &amp;#039;&amp;#039;Kleinere Wohnungen sind begehrt&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 26. August 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlagen in Spindlersfeld sind seit der Jahrtausendwende nur noch eine Industrieruine. Einige Hallen und Bauten wurden abgerissen, die übrigen unter Denkmalschutz gestellt. In der Ottomar-Geschke-Straße stehen noch die Gebäude am Haupteingang und der Kindergarten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09045816| Baudenkmalskomplex Ottomar-Geschke-Straße 22/32, Wäscherei Spindler, Industrieanlage mit ehem. Warmbadeanstalt, um 1880}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin erhalten sind das große Hauptgebäude (Ringbau), in der Ernst-Grube-Straße ein Verwaltungsgebäude von 1905 und ein hoher Schornstein sowie in der Färberstraße und der Mentzelstraße mehrere Häuser der früheren Arbeitersiedlung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09045782| Baudenkmal Färberstraße 17/19, Doppelhaus der Werkssiedlung Spindler, 1887}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2003 bis 2011: Sanierungen und Vermarktung ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2003 begann ein Programm zur [[Altlast]]en&amp;lt;nowiki&amp;gt;sanierung&amp;lt;/nowiki&amp;gt; des ehemaligen Firmengeländes, das mehrere Jahre andauerte. Es ist geplant, im Ringbau „wohnverträgliches Gewerbe unterzubringen“ und das übrige Gelände mit Wohnhäusern und Stadtvillen zu bebauen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://morgenpost.berlin1.de/content/2003/02/22/bezirke/586271.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Leser fragen nach Wäscherei-Gelände&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20041130143509}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Morgenpost]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Februar 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berliner-zeitung.de/archiv/altes-rewatex-gelaende-wird-bebaut,10810590,10207964.html &amp;#039;&amp;#039;Altes Rewatex-Gelände wird bebaut&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 28. August 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 29. auf den 30. September 2006 brannte es im Hauptgebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.berliner-kurier.de/archiv/spindler-fabrik-total-zerstoert-ein-berlin-denkmal-verglueht,8259702,4023456.html &amp;#039;&amp;#039;Ein Berlin-Denkmal verglüht&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Kurier]]&amp;#039;&amp;#039;, 30. September 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Schaden hielt sich in Grenzen; zerstört wurden die oberen beiden Geschosse mitsamt Dachstuhl des nördlichen an der Spree gelegenen Eckturms des Hauptgebäudes. Die Brandursache konnte nicht ermittelt werden. Das Fabrikgelände wurde mit zunehmendem Verfall zu den sogenannten „Rotten Places“ gerechnet und als solcher vielfach auf Blogs dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ab 2011: Vorhaben Wasserstadt Spindlersfeld ===&lt;br /&gt;
Die Kanton Grundstücksentwicklungsgesellschaft erwarb im Jahr 2005 das rund zehn Hektar große Gelände.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd W. Seidemann: [https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/wasserstadt-spindlersfeld-wohnen-im-vebbluetenweiss/19911346.html &amp;#039;&amp;#039;Wasserstadt Spindlersfeld – wohnen im VEB Blütenweiß&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[Der Tagesspiegel]], 12. Juni 2017, abgerufen am 19. Juni 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach ihren Planungen wird das Gelände der früheren Spindlerfabrik zu einer „Wasserstadt“ umgestaltet. Der Architekt [[Klaus Theo Brenner]] lieferte die Pläne, denen zufolge mehr als 700 Eigentumswohnungen, Parkanlagen und eine Kindertagesstätte entstehen sollen. In den [[Baudenkmal]]en sind 350 Wohnungen vorgesehen, 350 Wohnungen werden als Neubauten errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Baut auf&amp;quot;&amp;gt;Tomas Morgenstern: &amp;#039;&amp;#039;Treptow-Köpenick baut auf&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; (Printausgabe), 19. Juni 2018, S. 12 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Wohnungen im denkmalgeschützten Ringbau entstehen auch Neubauten. Wegen zahlreicher Einwände im Hinblick auf den Naturschutz, den Lärmschutz und die zu erwartende Verschattung durch die hohen Wohntürme mussten die Bebauungsplanverfahren mehrmals geändert werden. Die Bezirksverwaltung erteilte im Februar 2018 die Baugenehmigung für die „Spindler Towers“, die im Jahr 2020 fertig sein sollen. Zur geplanten Infrastruktur gehören auch Erschließungsstraßen mit Pkw-Stellplätzen, ein Kinderspielplatz und Neuanpflanzungen von Bäumen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Baut auf&amp;quot; /&amp;gt; Im Erdgeschoss des zentral gelegenen historischen Wäschereigebäudes soll es Läden geben. An der Spree sind Stege für 200 Boote und eine neue Uferpromenade geplant, die Teil des [[Fernradweg]]s R 1 werden soll. Erste Sanierungsarbeiten am durch Schadstoffe stark belasteten Boden des Geländes begannen Anfang der 2010er Jahre. Für die Ausführung des Bauvorhabens wurden zahlreiche Bäume gefällt und mehrere geschützte Tierarten, wie die dort heimische [[Dorngrasmücke]], mussten wegen des Bauvorhabens umgesiedelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berliner-zeitung.de/berlin/koepenick-luxus-wohnungen-in-der-wasserstadt-spindlersfeld-geplant--23917840 berliner-zeitung.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spindlershof in Berlin-Mitte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Spindlershof Lageplan.jpg|mini|Lageplan]]&lt;br /&gt;
Die Fabrik in der Wallstraße 9/10 (mit Durchgängen zur Seydelstraße und zur Neuen Grünstraße) wurde von 1901 bis 1903 nach Plänen und unter Leitung der Architekten [[Heinrich Joseph Kayser|Kayser]] und [[Karl von Großheim|von Großheim]] zu einem Bürogebäude umgebaut: Es entstanden neue Geschäftsräume für das Unternehmen Spindler, die [[Gebrüder Breslauer, Pelzwarenfabrik|Pelzwarenfabrik Gebrüder Breslauer]] und andere Firmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fcontent.staatsbibliothek-berlin.de%2Fzefys%2FSNP27646518-19050917-1-0-0-0.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=32&amp;amp;cHash=084e3daee0f9cf05c6c32584d368a0b4 Anzeige &amp;#039;&amp;#039;Spindlershof&amp;#039;&amp;#039; mit Adresse und Vermietungsangebot (rechte Spalte, Mitte)], [[Berliner Tageblatt]], 17. September 1905.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Fassaden erhielten [[Kunst am Bau|Bauschmuck]] vom Bildhauer [[Otto Lessing]], der die Geschichte des Unternehmens und verschiedene Arbeitsgänge in der Fabrik darstellte. Auf dem als &amp;#039;&amp;#039;Spindlershof&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten Areal befand sich in Gedenken an Wilhelm Spindler auch ein &amp;#039;&amp;#039;Gedenkbrunnen&amp;#039;&amp;#039; des Bildhauers [[Ernst Wenck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zweiten Weltkrieg überstand der Gebäudekomplex in der Wallstraße&amp;amp;nbsp;9–13 zwar, die von Lessing geschaffene Fassadenkunst wurde jedoch weitgehend zerstört. Zu DDR-Zeiten dienten die Gebäude dem VEB Wärmeanlagen-Bau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] fiel der Komplex in das Eigentum der Stadt Berlin, die ihn 1998 restaurieren ließ. Er wurde zum Berliner Hauptsitz der [[Deutsche Rentenversicherung Bund|Deutschen Rentenversicherung Bund]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexBez |Titel=Spindlershof |Bezirk=Mitte |ID=spindlershof |Band= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ZentralblBauverw |Autor=Sch. |Titel=Der Neubau von Spindlershof |Jahr=1903 |Heft=71 |Seiten=441–444 |Kommentar=mit Bauschnitt, Grundriss, Ansicht des Gedenkbrunnes und Baudetails |zlb=459}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Denkschrift zum Jubiläum des fünfzigjährigen Bestehens der Firma W. Spindler: in Berlin, Wall-Straße 11-13 und Spindlersfeld bei Cöpenick am 1. Oktober 1882&amp;#039;&amp;#039;. A. Woldt, Berg &amp;amp; von Holten, Berlin 1882, 27 S.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Denkschrift zum 75-jährigen Geschäftsjubiläum der Firma W. Spindler: Drei Generationen im Reiche der Färberei, Wäscherei und Chemischen Reinigung, Berlin und Spindlersfeld bei Cöpenick 1. Oktober 1907&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1907, 48 S. {{URN|nbn:de:kobv:109-1-15484735}} Digitalisierung durch die Zentral- und Landesbibliothek Berlin.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hundert Jahre Spindler: 1832–1932, 100 Jahre Qualität&amp;#039;&amp;#039;. Spindler, Berlin 1932, 8 Blätter und zahlreiche Illustrationen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;W. Spindler Berlin: Berlin und Spindlersfeld bei Cöpenick; Färberei, Druckerei, Appretur, Wasch- und chemische Wasch-Anstalt; eine Denkschrift zur Berliner Gewerbe-Ausstellung&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1896; 70 Seiten, 15 Blatt, zahlreiche Illustrationen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Kindergarten zu Spindlersfeld&amp;#039;&amp;#039;. W. Spindler, Berlin 1896; 2 Blatt.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Architektenverein zu Berlin &amp;amp; Vereinigung Berliner Architekten&lt;br /&gt;
   |Titel=Zur Betriebsgeschichte der Fa. Spindler&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Berlin und seine Bauten&lt;br /&gt;
   |Verlag=Ernst W. + Sohn&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=1988&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-433-02279-8&lt;br /&gt;
   |Seiten=621–623&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Zweite Ausgabe 1896&lt;br /&gt;
   |Online={{Webarchiv |url=http://www.a.tu-berlin.de/Institute/0833/Mislin/AusstPr/BetrHist.htm |text=Zur Betriebsgeschichte der Fa. Spindler |wayback=20070826171852}}}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |wayback=20060412125846|url=http://www.bnbt.de/~tr1035/bt/wer/index.htm |text=Zum Leben Wilhelm Spindlers und zur Unternehmensgeschichte}} (in der alphabetischen Liste „Spindler, Johann Dietrich Carl / Christian Ludwig / Martin“ auswählen und dann den Link zu „Johann Julius Wilhelm Spindler“)&lt;br /&gt;
* {{LuiseBMS |Autor=Günter Moser, Götz Gessner |Titel=24. April 1873: Geburtstag von Spindlersfeld |ID=novb |Nr=4 |Jahr=1996 |Seite=64–65}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jochen Boberg, [[Tilman Fichter]], [[Eckhart Gillen]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Exerzierfeld der Moderne – Industriekultur in Berlin im 19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
   |Verlag=Beck&lt;br /&gt;
   |Datum=1984&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-406-30201-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Auke Creutz&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Geschichte von Spindlersfeld&lt;br /&gt;
   |Verlag=[[Books on Demand]]&lt;br /&gt;
   |Datum=2021&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-7534-2369-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Spindler|W. Spindler}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Einträge in der Berliner Landesdenkmalliste: {{LDLBerlin|09045816|Wäscherei Spindler}}, {{LDLBerlin|09045783|Mentzelstraße 12–23}} und {{LDLBerlin|09045782|Färberstraße 17&amp;amp;19}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|tt0409491|Wäscherinnen}}&lt;br /&gt;
* [http://www.film.at/waescherinnen &amp;#039;&amp;#039;Wäscherinnen&amp;#039;&amp;#039;.] film.at&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/045425|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=W. Spindler Berlin&lt;br /&gt;
   |Verlag=v. Holten&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=1896&lt;br /&gt;
   |URN=nbn:de:kobv:109-1-15425904}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52/27/1/N|EW=13/33/56/E|type=landmark|region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|11. Juli 2006|18845895}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (DDR)]]&amp;lt;!-- für VEB Rewatex etc. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Köpenick]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Textilwirtschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1832]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Firobuz</name></author>
	</entry>
</feed>