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	<title>W. Reginald Bray - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T04:55:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=W._Reginald_Bray&amp;diff=2585780&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Drahreg01: GNDCheck.</title>
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		<updated>2025-12-15T13:19:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GNDCheck.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willie Reginald („Reg“) Bray&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. April]] [[1879]] in [[London]] (Forest Hill); † [[6. Juni]] [[1939]] in [[Croydon]]) war ein [[England|englischer]] [[Exzentriker]], der vier [[Jahrzehnt]]e lang und mit mehr als 32.000 teilweise [[Skurrilität|skurrilen]] Postkartenexperimenten und Objektversendungen – einschließlich seiner selbst – die Leistungsfähigkeit der britischen [[Royal Mail]] erforschte und dabei mehr als 15.000 [[Autogramm]]e von Personen aus aller Welt sammelte. Durch Ausstellungen seiner Autogrammsammlung, Publikationen zu postalischen Themen und durch Auftritte im Radio etablierte er sich in der Öffentlichkeit als &amp;#039;&amp;#039;The Human Letter&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. „Der menschliche Brief“&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;The Autograph King&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. „Der König der Autogramme“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Half-Penny Victoria Stamp UK 1887.jpg|mini|Die meisten der heute noch erhaltenen Postkarten von Reginald Bray sind mit der One Halfpenny Victoria frankiert.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bray wurde 1879 im Stadtteil Forest Hill, im Südsüdosten von London, als Sohn von Edmund und Mary Bray geboren. Das Ehepaar lebte dort in einer [[Viktorianisches Zeitalter|viktorianischen]] [[Villa]] zusammen mit Edmunds [[Verwandtschaftsbeziehung#Halb-|Halbgeschwistern]] Mark und Lizzie Duffet und deren Mutter Elizabeth Duffet in der Stanstead Road.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 10-Jähriger besuchte Reginald das St. Dunstan’s College. Es wird berichtet, dass er ein durchschnittlicher Schüler war, der früh mit dem Sammeln von Briefmarken und Zugfahrscheinen begann und der – nicht zuletzt um „female companionship“ zu suchen – mit Freunden dem Forest Hill Cycling Club, dem lokalen Radfahrer-Club, beitrat. Diese Freude am Radfahren erhielt er sich sein ganzes Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bray machte eine Ausbildung zum [[Buchhalter]] und übte diesen Beruf zeit seines Lebens aus. Die so erlernte Sorgfalt wandte er auch bei seinen [[Hobby]]s an, indem er jeder verschickten Kuriosität und jeder postalischen Autogrammanfrage eine Nummer zuordnete und den Vorgang ausführlich dokumentiert in einem Register niederlegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er als junger Mann drei Schwestern, die er durch den Forest Hill Cycling Club kennen gelernt hatte, gleichzeitig hofiert hatte, entschied er sich für die mittlere, Mabel Hargreaves, und heiratete sie im September 1908. Das Ehepaar hatte eine Tochter namens Phyllis, die im August 1909 geboren wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit seiner Geburt wohnte Bray in Forest Hill. Er verließ diesen Stadtteil erst 1938, als er nach [[Croydon]] zog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W. Reginald Bray, „who never took a sick day in his life“,&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. nach Angaben seiner Familie: „der in seinem ganzen Leben nicht einen einzigen Tag krankgeschrieben war“&amp;lt;/ref&amp;gt; starb im Alter von 60 Jahren in seinem Haus an einem [[Herzinfarkt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Postalische Experimente ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Replica Penfold.jpg|mini|hochkant|Penfold-Briefkasten &amp;#039;&amp;#039;(Penfold pillar box)&amp;#039;&amp;#039;; Replikat der hexagonalen, viktorianischen Form, benannt nach dem Architekten und Designer John Wornham Penfold]]&lt;br /&gt;
Das Jahr 1898 wurde von Bray selbst als der eigentliche Beginn seiner Faszination vom Postsystem angesehen, da er in diesem Jahr für einen [[Sixpence]]&amp;lt;ref&amp;gt;Damalige Kaufkraft: etwa ein 4-[[Avoirdupois|lb]]-Brot oder 1 lb Käse&amp;lt;/ref&amp;gt; den aktuellen &amp;#039;&amp;#039;Post Office Guide&amp;#039;&amp;#039;, in dem jede Art postalischer Dienstleistung, deren Kosten sowie die diese betreffenden Postbestimmungen aufgeführt waren, erwarb und komplett durchlas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bray-Biograf John Tingey vermutet, dass Formulierungen im &amp;#039;&amp;#039;Post Office Guide&amp;#039;&amp;#039; wie „letters [etc.] should be clearly and legibly addressed“&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. „Briefe [etc.] sollten deutlich und lesbar adressiert sein.“&amp;lt;/ref&amp;gt; und „all letters [etc.] must be delivered as addressed“&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. „alle Briefe [etc.] müssen der Adresse entsprechend ausgeliefert werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Brays Neugier weckten, bis zu welchen Grad die Royal Mail ihren eigenen, im &amp;#039;&amp;#039;Post Office Guide&amp;#039;&amp;#039; niedergeschriebenen Vorgaben Folge leisten könne. Des Weiteren vermutet Tingey, dass es geradezu schicksalhaft war, dass sich, als die ganze Familie 1899 in das Haus Nr. 135 in der Devonshire Road zog, ein Penfold-Briefkasten in Sichtweite des Hauses befand – und noch heute dort befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über 40 Jahre lang und bis zu seinem überraschenden Tod führte Bray mehr als 32.000 sowohl kreativ konzipierte als auch systematisch dokumentierte postalische Experimente und Autogrammanfragen durch. In den 1950er Jahren verkaufte seine Tochter Phyllis dieses Material kistenweise und nur einige ausgewählte Stücke blieben in Familienbesitz. Heute sind Post-Curiosa von W. Reginald Bray gesuchte Sammlerstücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inoffizielle Postkarten ===&lt;br /&gt;
Versendungen von skurrilen Postkarten waren z.&amp;amp;nbsp;B. eine von seiner Mutter Mary mit dem Muster „Bray, Forest Hill“ gehäkelte Karte. Noch unverheiratet schickte er eine weitere gehäkelte Karte an &amp;#039;&amp;#039;Annie Taylor&amp;#039;&amp;#039;, eine junge Dame, die er verehrte (die Beziehung wurde erfolglos beendet). Auch experimentierte er mit ungewöhnlichen Postkartenformaten: Selber gezeichnete und ausgeschnittene [[cartoon]]hafte Formen wie ein Männerkopf oder ein Eselskopf; auch verschickte er mehrere Postkarten, die aus [[Wäschestärke|gestärkten]] [[Hemd#Die wichtigsten Kragenformen|Hemdkragen]] zusammengenäht waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine postalischen Collagen, Zeichnungen und Bilderrätsel (siehe unten) war Bray damit ein bisher nicht als solcher anerkannter Vorreiter der [[Mail Art]], die erst 60 Jahre später durch [[Ray Johnson]] populär gemacht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kryptische Adressen ===&lt;br /&gt;
Um die Fähigkeiten der Postzusteller zu erforschen, schrieb Bray Adressen in [[Reim]]form (teils reiner, teils unreiner Endreim), wobei er gelegentlich als Hilfestellung – wie im angegebenen Beispiel – die essenziellen Elemente unterstrich. Diese Karte wurde an E. Arnold, einen langjährigen Nachbarn und Freund von Bray, geschickt, an den er häufig Postkarten adressierte, die er dann bei gemeinsamen Treffen wieder zurückerhielt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable centered&amp;quot;  style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Adresse, wie sie von W. Reginald Bray angegeben wurde !! Freie deutsche Übersetzung (in gereimter Adaption)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Now Postman be kind if you will&lt;br /&gt;
Deliver this down at „&amp;lt;u&amp;gt;Torrhill&amp;lt;/u&amp;gt;“&lt;br /&gt;
This house is situated in &amp;lt;u&amp;gt;Devon&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
The post went out about eleven&lt;br /&gt;
The Post Office is down in the village&lt;br /&gt;
The name of which is &amp;lt;u&amp;gt;Ivybridge&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
The address I think I’ve now you told&lt;br /&gt;
Except the name is &amp;lt;u&amp;gt;E. Arnold&amp;lt;/u&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herr Briefträger, bitte freundlich verstehen&lt;br /&gt;
Nach „&amp;lt;u&amp;gt;Torrhill&amp;lt;/u&amp;gt;“ soll diese Karte gehen&lt;br /&gt;
In &amp;lt;u&amp;gt;Devon&amp;lt;/u&amp;gt; lieget dieses Haus&lt;br /&gt;
Die Post ging etwa elf Uhr raus&lt;br /&gt;
Das Postbüro ist unten im Ort&lt;br /&gt;
Und &amp;lt;u&amp;gt;Ivybridge&amp;lt;/u&amp;gt; nennt man ihn dort&lt;br /&gt;
Die Adresse hab ich jetzt mitgeteilt&lt;br /&gt;
Dort ist es, wo &amp;lt;u&amp;gt;E. Arnold&amp;lt;/u&amp;gt; weilt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts kamen [[Bildpostkarte]]n und [[Ansichtskarte|Ansichtspostkarten]] in Mode. Bray verwendete sie bald bei seinen Experimenten, indem er als Adresse „To the Occupier“,&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. „An den Einwohner“&amp;lt;/ref&amp;gt; „To the Resident nearest...“&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. „An den nächsten Anwohner“; im Sinne von:  „An den Anwohner, der am nächsten dort [an der umseitig gezeigten Destination] wohnt“&amp;lt;/ref&amp;gt; oder ähnliche Formulierungen verwendete, um Personen zu erreichen, die im auf der Karte abgebildeten Gebäude, [[Leuchtturm]], [[Schiff]], [[Zug (Schienenverkehr)|Zug]], geographischen Objekt o.&amp;amp;nbsp;ä. als Ein- oder Anwohner lebten oder arbeiteten. Auf den Karten stellte er den ihm unbekannten [[Postempfänger|Adressaten]] einfach zu beantwortende Fragen und bat sie, diese postalisch zu beantworten und die Karten an ihn zurückzuschicken.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem dieser Fälle – Bray schrieb an die &amp;#039;&amp;#039;Brighton Fire Brigade&amp;#039;&amp;#039; auf einer Karte, die angeblich die Feuerwehrmänner bei einem großen Brandeinsatz (das „Lewes Fire“ im Jahre 1905) zeigte – erhielt er als Antwort einen Brief, in dem zugegeben wurde, dass das Foto schon vor dem Brand während einer Übung auf dem Polizeisportplatz entstanden sei und dass die abgebildeten Feuerwehrmänner nichts mit dem Brandeinsatz zu tun gehabt hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiteren Postkarten mit bildlich dargestellten Adressen, z.&amp;amp;nbsp;B. dem Porträt des Empfängers (plus Straßenname (ohne Nummer) plus Ort), fügte Bray den folgenden sehr höflich erläuternden, aber auch unterschwellig die Berufsehre ansprechenden Kommentar bei:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
“Dear Sir (or Madam), will you kindly redirect this postcard&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
to the above address as I want to test&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
the skill of the postal authorities with regard&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
to cards pictorially addressed.”&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. „Sehr geehrter Herr (oder Dame), könnten Sie so freundlich sein, diese Postkarte an die obige Adresse weiterzuleiten, da ich die Fähigkeit der Postbehörde in Hinblick auf bildliche dargestellte Adressen testen möchte.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem dieser Fälle – die Postkarte wurde natürlich zugestellt und Bray erhielt sie später zurück – kommentierte ein [[Britischer Humor|britischer]] Postbeamter ein [[Nachgebühr|Strafporto]] am Rande der Postkarte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
“Pursuing this game we hope there are not many.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
However, for your hobby you will have to pay a penny.”&amp;lt;ref&amp;gt;Dt., frei übersetzt etwa: ‚Wir hoffen, dass nicht viele solchen Spielchen frönen. Nichtsdestotrotz müssen Sie für Ihr Hobby einen Penny Strafporto löhnen.‘&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Ansätze waren aus Zeitungen zusammengesetzte Bild-[[Collage]]n oder auch von Bray selbst sehr realistisch gezeichnete [[Bilderrätsel]], mit denen er die Adresse visuell darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unverpackte Objekte ===&lt;br /&gt;
Unter den Gegenständen, die Bray ohne Verpackung, aber frankiert und an sich selbst (oder an seinen Freund E. Arnold, s.&amp;amp;nbsp;o.) adressierte und verschickte – oft auch von Reisezielen aus, die er im Urlaub oder an Wochenenden mit dem Fahrrad erreicht hatte –, befanden sich ein Kaninchenschädel (Adresse entlang den Nasenknochen geschrieben), eine (leere) Geldtasche, die man öffnen musste, um im Inneren die Adresse und Frankierung zu finden, ein Kürbis, eine Fahrradpumpe, eine [[Pfanne|Bratpfanne]], ein Hausschuh, eine [[Kleiderbürste]], eine [[Tabakspfeife]], eine [[Vorhemd|Hemdbrust]], eine [[Schreibtafel#Schiefertafel|Schiefertafel]], eine [[Russland|russische]] [[Zigarette]], ein Gebinde [[Zwiebel]]n, eine frisch ausgegrabene [[Rübe]] (verschickt aus [[Irland]]), ein auf eine Postkarte geklebtes Stück Seetang, ein Pennystück mit einem gebohrten Loch, um den frankierten Adresszettel zu befestigen (Bray vergaß die Briefmarke und musste zwei Penny Strafgebühr zahlen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ungewöhnliche Versendung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Balloon Excelsior 1898.jpg|mini|Ballonfahrt um die Jahrhundertwende]]&lt;br /&gt;
Um seine Sammlung von [[Poststempel]]n zu vergrößern, ersann Bray ungewöhnliche Methoden, um seine Postkarten zu Lande, zu Wasser und in der Luft so weit wie möglich zu verschicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ließ er an sich selbst adressierte frankierte (und unfrankierte) Postkarten mit entsprechenden Instruktionen an den Finder (oder die Finderin) in [[Personenwagen|Personen-]] und [[Güterwagen]] der Eisenbahn liegen in der Hoffnung, dass sie erst relativ spät entdeckt und von weit entfernten Orten an ihn zurückgeschickt würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem gleichen Zweck diente sein Verstecken von präparierten Postkarten in Stapeln der wöchentlich erscheinenden Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Tit-Bits (… from all the interesting Books, Periodicals, and Newspapers of the World)&amp;#039;&amp;#039;, die bereits damals eine hohe [[Auflage (Publikation)|Auflage]] erreichte und sich auf menschliche Dramen und [[Boulevard (Medien)|Sensationsjournalismus]] spezialisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfolge mit dieser Methode brachten ihn auf die Idee, präparierte und mit landesüblichen Marken frankierte Postkarten in zusammengerollten Zeitungen an fiktive Adressen in fernen Ländern zu schicken. Wenn in diesem Land bei Unzustellbarkeit die Zeitung entrollt wurde, fiel die Karte heraus und wurde von dortigen Postbeamten gestempelt und als unzustellbar an Bray zurückgeschickt. Bray, der fast sein ganzes Leben in Forest Hill verbrachte, machte sich einen Spaß daraus, Bekannten diese Karten als Beleg vorzulegen, dass er um die ganze Welt gereist sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bray verschickte auch Postkarten per [[Flaschenpost]], die er entweder selbst in Flüssen oder am Meer aussetzte oder die er von Bekannten, die eine Fähre benutzten, aussetzen ließ. Die Flaschen enthielten eine schriftliche Anleitung und das Versprechen, demjenigen eine kleine Belohnung zukommen zu lassen, der die darin enthaltene Postkarte an Bray zurückschickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso konnte er [[Gasballon|Ballonfahrer]] für seine Zwecke gewinnen, indem er sie bat, Postkarten an gasgefüllten Ballons der Willkür der Windströmungen zu übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der menschliche Brief ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Britannica Dog 19.jpg|mini|Irish Terrier (photographische Aufnahme von vor 1911)]]&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Post Office Guide&amp;#039;&amp;#039; fand Bray das Dienstleistungsangebot „A person may also be conducted by Express Messenger to any address on payment of the mileage charge“.&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. „Eine Person kann auch per &amp;#039;&amp;#039;Express Messenger&amp;#039;&amp;#039; nach Zahlung des Kilometergeldes zu jeder beliebigen Adresse geleitet werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Als allererste Person in Großbritannien beanspruchte er diesen Dienst und ließ sich am 8. Februar 1900 per Post zum Hause seiner Eltern geleiten. Da er bei seinem ersten Versuch keinen Beleg erhielt, wiederholte er seine Selbstverschickung am 14. November 1903 (fotografisch dokumentiert; Bray mit Schirmmütze und Fahrrad) und erhielt einen Postbeleg. Damit konnte er später beweisen, dass er der erste Mensch war, der diesen Postservice in Anspruch nahm, und nicht etwa ein gewisser Henry Turner von der Insel [[Guernsey]], der den gleichen Vorgang für sich im Jahre 1905 initiiert hatte und vom British Postal Museum lange Zeit als „first person who posted himself“ geführt wurde. 1932 wiederholte Bray den Vorgang ein drittes Mal und erneut in Gegenwart eines Fotografen. Als erster Mensch der Welt, der sich selbst verschickte, gilt allerdings Henry Brown, der sich bereits 1849 von [[Richmond (Virginia)|Richmond]] nach [[Philadelphia]] versendete und sich damit aus der Sklaverei befreite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Februar 1900, zwei Tage nach seiner Selbstverschickung, ließ Bray seinen [[Irish Terrier]] &amp;#039;&amp;#039;Bob&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Photographie von &amp;#039;&amp;#039;Bob&amp;#039;&amp;#039; findet sich [http://www.wrbray.org.uk/ auf der Bray-Website] unter „Some photographs“, erstes Photo in der 2. Reihe „Bray and parents“.&amp;lt;/ref&amp;gt; – an der Leine – vom &amp;#039;&amp;#039;Exceptional Express Service&amp;#039;&amp;#039; innerhalb von sechs Minuten vom Abgabepostamt &amp;#039;&amp;#039;Kent&amp;#039;&amp;#039; (Forest Hill) ebenfalls an die Adresse seiner Eltern in Forest Hill überführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Grenzen der Royal Mail ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Scotland-Staffa-Fingals-Cave-1900.jpg|mini|Fingal’s Cave auf der Insel Staffa, Schottland (Fotografie um das Jahr 1900)]]&lt;br /&gt;
Neben Brays systematisch immer anspruchsvoller werdenden Experimenten, denen die Royal Mail in den meisten Fällen unermüdlich und erfolgreich nachkommen konnte, gab es auch [[Praxis (Philosophie)|praktische]] und [[Logistik|logistische]] Grenzen, die durch Brays stetig schwieriger werdenden Herausforderungen in nicht unerheblicher Häufigkeit überschritten wurden und das Limit der Leistungsfähigkeit der britischen Postbehörde aufzeigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Versuch, die Adresse mit rotem [[Siegelwachs]] zu schreiben, schlug fehl, da die Buchstaben während des Transports abblätterten. Die Karte wurde Bray mit dem Vermerk „insufficiently addressed“&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. „ungenügend adressiert“&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit Strafporto versehen zurückgeschickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, eine Postkarte mit einer Onepenny-Marke von [[London]] über [[New York City|New York]], [[Stockholm]], [[Bern]], [[Kalkutta]], [[Singapur]], [[Sydney]] und [[Rom]] nach [[Auckland]] und dann wieder zurück nach Forest Hill zu schicken, scheiterte konzeptuell („incorrectly addressed“&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. „ungenau adressiert“&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Juli 1898 versuchte Reginald Bray, eine Postkarte „To a Resident,&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. ‚An einen Einwohner‘&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Fingal’s Cave]], [[Staffa (Schottland)|Staffa]]“ zu schicken. Die Royal Mail war aber nicht in der Lage, dem nachzukommen. Der Grund lag vermutlich darin, dass die Insel Staffa zu diesem Zeitpunkt unbewohnt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Bray nicht nur durch seine [[Mail Art]], sondern auch in Bezug auf Konzepte der [[Kundenbetreuung]] seiner Zeit voraus war, belegt die Unzustellbarkeit einer Postkarte aus dem Jahr 1899 an „Santa Claus [[Esquire (Titel)|Esq.]]“ („insufficiently addressed“); erst 1963–1964 war die Royal Mail logistisch in der Lage, Briefe an den [[Weihnachtsmann]] weiterzuleiten, dann aber auch zu beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autogrammsammlung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruger old age.jpg|mini|90px|Ohm Krüger (ca. 1892)]]&lt;br /&gt;
Auslöser für Brays Sammelleidenschaft von Autogrammen, die er rein postalisch und ohne direkten Kontakt zu den ausgewählten Personen erfragte, war der [[Zweiter Burenkrieg|Zweite Burenkrieg]] (1899–1902). Vier Tage nach Ausbruch des Krieges schickte Bray eine Postkarte an [[Paul Kruger|Ohm Krüger]], den Präsidenten der [[Südafrikanische Republik|Südafrikanischen Republik]] – und damit Kriegsgegner der Briten – mit der Bitte, diese Karte an ihn zurückzuschicken. Die Karte kam unbeantwortet zurück, war aber mit einer Vielzahl von Stempeln und dem kriegsbedingten Vermerk „mail service suspended“&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. „Postbetrieb ausgesetzt.“&amp;lt;/ref&amp;gt; versehen (Solche seltenen, nur temporär und zeitlich begrenzt verwendeten Stempel sind heute begehrte [[Sammlerobjekt]]e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der König der Autogramme ===&lt;br /&gt;
Durch diese Burenkriegspost ermutigt, schrieb Bray Autogrammanfragen an jeden der in Südafrika im Einsatz befindlichen britischen [[General|Generäle]], indem er ihre Bilder beifügte – damals populärerweise als [[Zigarettenbild]]-Serien (Marke „Ogden’s &amp;#039;&amp;#039;Guinea Gold Cigarettes&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.flickr.com/photos/mando_gal/2077774659/ Beispiele von „Ogden’s &amp;#039;&amp;#039;Guinea Gold Cigarettes&amp;#039;&amp;#039;“-Zigarettenbildern]&amp;lt;/ref&amp;gt;) erhältlich. Um die Anfrage in der ihm eigenen Manier als weniger einfach für die Postbehörden zu gestalten, schnitt Bray den aufgedruckten Namen des Betroffenen unten vom angehefteten Zigarettenbild ab und gab eine sehr allgemeine Anschrift an wie z.&amp;amp;nbsp;B. „British Field Forces, South Africa“. Die Royal Mail und die britische [[Feldpost]] zeigte sich seinen Herausforderungen gewachsen und Bray war mit dieser Methode des Autogrammsammelns sehr erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch während des Burenkrieges bedachte Bray lokale englische Berühmtheiten wie [[Kriegsberichterstattung|Kriegskorrespondenten]], [[Politiker]], [[Schriftsteller]], [[Künstler]], Theater- und Kirchengrößen und [[Sportler]] (hier besonders [[Cricket]]spieler und [[Croquet|Crocketspieler]]) mit seinen Anfragen. Doch auch [[Schwarzes Schaf|schwarze Schafe]] wie Finanzschwindler und verurteilte Verbrecher, deren Namen er aus der Zeitung erfahren hatte, erhielten postalische Anfragen von ihm. Zwei Gebiete, in denen er besonders intensiv sammelte, waren die aufkommende [[Filmwirtschaft|Filmindustrie]] und die sich immer schneller entwickelnde [[Luftfahrt]] (einige Beispiele in Folge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Charlie Chaplin in unknown year.jpg|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;[[Charles Chaplin]]&amp;lt;br /&amp;gt;Schauspieler&amp;lt;br /&amp;gt;(ca. 1900–1910)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Maresuke Nogi.jpg|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;General [[Nogi Maresuke]]&amp;lt;br /&amp;gt;Statthalter von Taiwan&amp;lt;br /&amp;gt;(1909)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Maurice chevalier001.JPG|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;[[Maurice Chevalier]]&amp;lt;br /&amp;gt;Sänger und&amp;lt;br /&amp;gt;Filmschauspieler&amp;lt;br /&amp;gt;(1920)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gary Cooper.jpg|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;[[Gary Cooper]]&amp;lt;br /&amp;gt;Filmschauspieler&amp;lt;br /&amp;gt;(1950)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorothy Lamour CINELANDIA magazine 2.jpg|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;[[Dorothy Lamour]]&amp;lt;br /&amp;gt;Filmschauspielerin&amp;lt;br /&amp;gt;(1938)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Laurence Olivier (borders removed).jpg|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;[[Laurence Olivier]]&amp;lt;br /&amp;gt;Schauspieler&amp;lt;br /&amp;gt;(1939)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1906, nach Ausstellungen seiner Sammlung in mehreren Städten Englands, legte Bray sich den Titel &amp;#039;&amp;#039;The Autograph King&amp;#039;&amp;#039; zu. Er ließ sich personalisierte Autogramm-Anfragekarten drucken, auf denen er diesen Titel verwendete, das Jahr und die Orte seiner Ausstellungen aufführte und behauptete, „The owner of the largest collection of Modern Autographs“&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. „Der Inhaber der größten Sammlung moderner Autogramme“&amp;lt;/ref&amp;gt; zu sein. Seine Anfragen mit diesen Karten sorgten für einen Rückkopplungseffekt und er erhielt immer mehr Autogramme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfolglose Anfragen ===&lt;br /&gt;
Auf die Tausende von Anfragen, die Bray weltweit verschickte, gab es auch Weigerungen, seinem Wunsch nach einem Autogramm zu entsprechen (einige bedeutendere Beispiele in Folge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wc0042-3b13159r.jpg|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;[[Winston Churchill]]&amp;lt;br /&amp;gt;(1900)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mary of Teck 4.jpg|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;[[Maria von Teck|Königin Maria]]&amp;lt;br /&amp;gt;(1901)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Eduard VII.jpg|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;[[Eduard VII.|König Eduard VII.]]&amp;lt;br /&amp;gt;(1902)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Alexandra von Daenemark.jpg|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;[[Alexandra von Dänemark|Königin Alexandra]]&amp;lt;br /&amp;gt;(1902)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:George V of the UK (head)-b w.jpg|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;[[Georg V. (Vereinigtes Königreich)|König George V.]]&amp;lt;br /&amp;gt;(etwa 1911)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Adolf-hitler.jpg|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;[[Adolf Hitler]]&amp;lt;br /&amp;gt;(1934)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1900 schrieb Bray eine Autogrammanfrage an den 26-jährigen Winston Churchill, der damals gerade in das [[House of Commons|britische Unterhaus]] gewählt worden war. Die retournierte, vorgedruckte Antwort erläuterte, dass Churchill es sich zur Regel gemacht habe, Autogramme nur gegen eine Spende von einem Shilling (in Briefmarken) für die Church Army, eine der [[Heilsarmee]] ähnliche Organisation der [[Church of England]], zu geben. Dieser Bedingung kam Bray nicht nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der &amp;#039;&amp;#039;Royal family&amp;#039;&amp;#039; konnte Bray um 1910 mit seinen Anfragen keine Erfolge verbuchen und erhielt pauschale Antwortschreiben, dass der Grund für eine generelle Ablehnung in der ungeheuer großen Anzahl an Autogrammanfragen liege, die an das Königshaus gerichtet würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen längsten erfolglosen Kampf um ein Autogramm hatte W. Reginald Bray mit dem deutschen Reichskanzler [[Adolf Hitler]]. Nach mehreren schriftlichen Standardanfragen schrieb Bray 1934 seinen fünften und letzten Brief an die Staatskanzlei sogar auf [[Deutsche Sprache|Deutsch]]. Er erwähnte darin bedeutende Persönlichkeiten, die ihm bereits ihre Autogramme geschickt hätten, darunter [[Pius X.|Papst Pius X.]], [[Benito Mussolini|Mussolini]], [[Franz von Papen]], alle bisher angeschriebenen [[Präsident der Vereinigten Staaten|Präsidenten der Vereinigten Staaten]], [[John J. Pershing]], [[Gustav Stresemann]] und viele andere mehr. Bray schloss mit den Worten „Ich wünsche Ihnen und der Deutschen Nation das Allerbeste“, aber das Sekretariat der nationalsozialistischen Führung in Berlin durchschaute seinen [[Diplomatie|diplomatischen]] Versuch, wies alle seine Gesuche höflich aber bestimmt zurück und verbat sich mit deutlichen Worten weitere Anfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bray musste sich mit den Autogrammen von [[Franz Bracht]] und [[Gerd von Rundstedt]] zufriedengeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erscheinung in der Öffentlichkeit ==&lt;br /&gt;
=== Zeitungsartikel ===&lt;br /&gt;
W. Reginald Bray veröffentlichte Artikel zu seinen Aktivitäten in acht verschiedenen Journalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1904, im Alter von 25 Jahren, schrieb W. Reginald Bray einen Artikel „Postal Curiosities“ im &amp;#039;&amp;#039;Royal Magazine&amp;#039;&amp;#039;, in dem er seine Motive mit den folgenden Worten darlegte: „My object from the beginning was to test the ingenuity of the postal authorities, and, if possible, to vindicate them of the charges of carelessness and neglect.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. „Mein Ziel war von Anfang an, den Einfallsreichtum der Postbehörden zu testen und, wenn möglich, sie von dem Vorwurf der Achtlosigkeit und Nachlässigkeit zu befreien.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GB 1892 1d uprated lettercard.jpg|mini|Eine mehrfach gestempelte &amp;#039;&amp;#039;LETTER CARD&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. eine vorfrankierte Karte (One Penny), die in der Hälfte gefaltet und dadurch verschlossen werden kann.]]&lt;br /&gt;
1911 folgte ein weiterer Artikel im &amp;#039;&amp;#039;Royal Magazine&amp;#039;&amp;#039;, in dem Bray auf eine Änderung der postalischen Regulierungen einging, die es nicht weiter erlaubte, Bilder an einfachen Postkarten anzubringen – weshalb er seit dieser Änderung die seit 1892 existierenden &amp;#039;&amp;#039;letter cards&amp;#039;&amp;#039; für seine Autogrammanfragen verwendete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 schrieb Bray einen kurzen, bebilderten Zeitungsartikel („Dogs as Letters“), in dem er seine eigenen Erfahrungen mit &amp;#039;&amp;#039;Bob&amp;#039;&amp;#039; und die Nützlichkeit dieser Postdienstleistung beschrieb. Während dieser Dienst im Jahr 1900 drei Penny pro Meile kostete, war der Preis 1932 auf das Doppelte angestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 schrieb Bray in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Post Annual&amp;#039;&amp;#039; einen Artikel über ein weiteres seiner Sammelgebiete, in dem er ebenfalls systematische Versendungsexperimente durchgeführt hatte. Unter dem Titel „Postmarks“ handelte er die Geschichte der britischen Poststempel von den Anfängen des Postsystems im 17. Jahrhundert bis ins Jahr 1930 ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 und 1936 schrieb er längere Artikel über das Sammeln von Autogrammen in den Jugendzeitschriften &amp;#039;&amp;#039;Girl’s Own Paper&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Boy’s Own Paper&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bray sammelte auch Artikel, die in englischen und sogar deutschen und französischen Zeitungen über ihn und seine Aktivitäten erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Radiointerviews ===&lt;br /&gt;
Sein erstes Radio-Interview gab Bray im Juni 1933 auf &amp;#039;&amp;#039;Radio Normandy&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 und 1936 folgten Interviews im [[BBC]]-Radioprogramm &amp;#039;&amp;#039;In Town Tonight&amp;#039;&amp;#039;, in denen er das englische Postsystem lobte und den &amp;#039;&amp;#039;Express Delivery Service&amp;#039;&amp;#039; als „very useful service“&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. „sehr nützliche Dienstleistung“&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnete. &amp;#039;&amp;#039;In Town Tonight&amp;#039;&amp;#039; war so populär, dass &amp;#039;&amp;#039;Churchman’s Cigarettes&amp;#039;&amp;#039; eine 50 Bilder umfassende [[Zigarettenbild]]-Serie von Personen herausgab, die in dieser Radiosendung aufgetreten waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Einige dieser berühmten Persönlichkeiten zeichneten sich dadurch aus, dass sie wie eine Wachsfigur lange Zeit in Pose stehen konnten („Living Wax Model“) oder dass sie eine von drei Personen waren, die in nur einer Nacht 1.300 Ratten lebend gefangen hatten („Rat Catcher“).&amp;lt;/ref&amp;gt; W. Reginald Bray ist auf der Karte Nr. 6 abgebildet&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wrbray.org.uk/ Vorder- und Rückseite dieser Karte ist auf der Bray-Site abgebildet]&amp;lt;/ref&amp;gt; und auf der Rückseite dieser Karte wird er als „The Human Letter“ und als „The owner of the largest collection of postal curios in the British Isles...“&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. „Der Besitzer der größten Sammlung von postalischen Kuriositäten in den Britischen Inseln...“&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgestellt. Bray besorgte sich alle 50 Karten und dazu die Autogramme der darauf abgebildeten Berühmtheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausstellungen ===&lt;br /&gt;
Ab 1901 arrangierte Bray fünf Ausstellungen seiner Autogrammsammlung in London, [[Manchester]] und [[Leeds]]. Die Ausstellung in Shepherds Bush im Jahr 1914, dem Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]], war Brays letzter Auftritt als Aussteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
{{Zitat|How the sorters must have invoked the gods on my head when they caught site [&amp;#039;&amp;#039;[[sic]]&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;!-- tatsächlich ‚site‘ statt ‚sight‘; Beleg: S. 69 des Buches)--&amp;gt; of my innocent postcards with the address written backwards.|Übersetzung=&amp;#039;&amp;#039;Die Briefsortierer müssen wohl den Zorn der Götter über mich beschworen haben, wenn ihnen meine unschuldigen Postkarten mit der Adresse in Spiegelschrift unterkamen.&amp;#039;&amp;#039;|W. Reginald Bray, „Postal Curiosities“, Royal Magazine (1904), S. 140}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|After a short interval whilst Willie wrote 27 postcards we proceeded on our way.|Übersetzung=&amp;#039;&amp;#039;Nach einer kurzen Pause, während der Willie 27 Postkarten schrieb, nahmen wir unseren Weg wieder auf.&amp;#039;&amp;#039;|Tagebucheintrag eines Freundes von W. Reginald Bray während einer Radtour in Derbyshire und North Wales im Frühjahr 1905}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|… W. Reginald Bray, arguably the father of mail art.|Übersetzung=&amp;#039;&amp;#039;… W. Reginald Bray, wohl der Vater der Mail Art.&amp;#039;&amp;#039;|Gareth Branwin in &amp;#039;&amp;#039;Make: Technology on Your Time&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 25, S. 160}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{cite book|last=Tingey|first=John|title=The Englishman Who Posted Himself And Other Curious Objects|year=2010|publisher=Princeton Architectural Press|location=New York|isbn=978-1-56898-872-6 |language=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.wrbray.org.uk/ W. Reginald Bray] – Website mit weiteren Informationen und Fotos von Bray sowie einigen seiner Kuriositäten&lt;br /&gt;
* [http://sydenhamforesthillhistory.blogspot.com/2008/11/w-reginald-bray-autograph-king.html Sydenham and Forest Hill Local History: &amp;#039;&amp;#039;W. Reginald Bray, The Autograph King &amp;#039;&amp;#039;, 17. November 2008] (engl.)&lt;br /&gt;
* [http://www.newyorker.com/online/blogs/books/2010/09/the-eccentric-englishman.html The New Yorker, 15. September 2010, Deirdre Foley-Mendelssohn: &amp;#039;&amp;#039;The Eccentric Englishman&amp;#039;&amp;#039;] (engl.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=n2009079058|VIAF=103474616|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2025-12-15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bray, W Reginald}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Postwesen (Kultur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autogrammsammler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bray, W. Reginald&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bray, Willie Reginald; Bray, Reg&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=britischer Exzentriker, Sammler von Autogrammen und Post-Curiosa&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. April 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[London]] (Forest Hill)&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Juni 1939&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Croydon]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Drahreg01</name></author>
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