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	<title>Wüstenpflanze - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T01:23:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=W%C3%BCstenpflanze&amp;diff=1233329&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Brettchenweber: minimale Korrekturen</title>
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		<updated>2024-03-08T22:07:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;minimale Korrekturen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Saguaro Arizona USA..jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Carnegiea gigantea]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wüstenpflanze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eremophyt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Altgriechische Sprache|altgr.]] ἐρῆμος &amp;#039;&amp;#039;erē̂mos&amp;#039;&amp;#039; „wüst“ und φυτόν &amp;#039;&amp;#039;phytón&amp;#039;&amp;#039; „Pflanze“) ist eine [[Pflanzen|Pflanze]], die in einer [[Halbwüste]] oder [[Wüste]] wächst, wobei die Kältewüsten nicht berücksichtigt werden. In der [[Paläotropis]] sind artenreiche Vertreter die Familien [[Crassulaceae]], [[Aizoaceae]], [[Asclepiadaceae]] und [[Euphorbiaceae]], in der [[Neotropis]] die [[Cactaceae]], [[ Agavaceae]] und die [[Bromeliaceae]]. Wichtigste Standortfaktoren sind die Trockenheit und die hohen Temperaturen. Die häufigsten [[Lebensform (Botanik)|Lebensformen]] sind die [[Therophyt]]en, [[Geophyt]]en, die [[Xerophyt]]en und die [[Sukkulente]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Schaefer: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Ökologie&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin 2003, S. 384. ISBN 3-8274-0167-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trockenheit ==&lt;br /&gt;
Nicht alle Wüstenpflanzen sind Trockenpflanzen, also Xerophyten. Es gibt verschiedene Anpassungen, mit der Trockenheit in Wüstengebieten umzugehen. Die einzelnen Gruppen lassen sich gut charakterisieren, haben aber keine Merkmale, die allen gemeinsam sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Viele Pflanzenarten vermeiden die Trockenperioden, indem sie diese als Samen (Therophyten) oder in Form von unterirdischen Überdauerungsorganen wie [[Zwiebel (Pflanzenteil)|Zwiebeln]] (Geophyten) überdauern. Geophyten kommen jedoch nur in Gebieten vor, in denen es zumindest einigermaßen regelmäßige Niederschläge gibt, etwa in den nördlichen Randgebieten der Sahara zum Mittelmeergebiet. Nach einem Regen treiben die Samen bzw. die Überdauerungsorgane schnell. Die Therophyten können ihren gesamten Lebenszyklus in sechs bis acht Wochen abschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Neben den obligat austrocknungstoleranten Algen und Flechten gibt es in den Wüsten auch einige wenige Vertreter der [[Gefäßpflanzen]], die austrocknen können, ohne Schaden zu nehmen ([[Wechselfeuchte Pflanze|wechselfeuchte]] oder poikilohydre Pflanzen). Sie werden vielfach als „Wiederauferstehungspflanzen“ bezeichnet. Beispiele sind der Farn &amp;#039;&amp;#039;[[Plecopteris polypodioides]]&amp;#039;&amp;#039; in den USA oder &amp;#039;&amp;#039;[[Myrothamnus flabellifolia]]&amp;#039;&amp;#039; im Südwesten Afrikas.&lt;br /&gt;
[[Bild:Welwitschia mirabilis(1).jpg|mini|Die [[Welwitschie]] (&amp;#039;&amp;#039;Welwitschia mirabilis&amp;#039;&amp;#039;) erreicht mit ihren Wurzeln wahrscheinlich das Grundwasser.]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Larrea tridentata 1.jpg|mini|[[Kreosotbusch]] (&amp;#039;&amp;#039;Larrea tridentata&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
* Viele Pflanzen sind fähig, ihren Wasserhaushalt derart zu regulieren, dass sie auch während der Trockenperioden photosynthetisch aktiv bleiben können.&lt;br /&gt;
** [[Xerophyt]]en oder Trockenpflanzen besitzen Blätter, die den Wasserverlust minimieren. Sie wachsen während Trockenperioden nicht, befinden sich aber nur teilweise in einem Ruhezustand.&lt;br /&gt;
** [[Phreatophyt]]en erreichen mit ihren Wurzeln das Grundwasser und verfügen damit über genügend Wasser. Vertreter sind etwa die Tamarisken und Akazien in Afrika oder &amp;#039;&amp;#039;Prosopis&amp;#039;&amp;#039; in Amerika. Die meisten sind Bäume, ihre Wurzeln reichen bis zu 50&amp;amp;nbsp;m tief. Ihr größtes Problem ist, sich zu etablieren, da ihre Wurzeln den oft harten Boden durchdringen müssen, bis sie eine sichere Wasserversorgung besitzen. Daher kommen Phreatophyten meist entlang von periodischen Flüssen vor, wo der Boden nach Regenfällen für längere Zeit durchfeuchtet und aufgeweicht ist. Mit Ausnahme ihrer Wurzeln unterscheiden sie sich nicht von Pflanzen humider Gebiete.&lt;br /&gt;
** Manche Pflanzen, wie der [[Kreosotbusch]], bilden ein weitverzweigtes, direkt unter der Bodenoberfläche liegendes Wurzelsystem, mit dem sie Niederschläge aufnehmen können.&lt;br /&gt;
** In nebelreichen Wüsten wie in Chile und Peru „kämmen“ Pflanzen bis Baumgröße den Nebel aus, der von den Blättern zu Boden fällt und dort von den Wurzeln aufgenommen wird. Wüstenflechten wie &amp;#039;&amp;#039;[[Rocella]]&amp;#039;&amp;#039; reicht der Morgennebel aus, um zu hydratisieren und Photosynthese zu betreiben. Bei zunehmender Tageshitze trocknen sie wieder aus und rollen sich ein. Bromelien besitzen eigene Saugschuppen, mit denen sie Wasser aufnehmen können.&lt;br /&gt;
** Die bekannteste Form sind die [[Sukkulente]]n. Sie speichern nach Regenfällen Wasser, um während der Trockenperioden darauf zurückgreifen zu können. Zur Speicherung dienen die Stämme ([[Kakteen]], [[Euphorbien]]), Blätter ([[Agaven]]), aber auch Wurzeln oder Knollen. Extreme Vertreter sind etwa die „Lebenden Steine“ aus der Familie [[Mesembryanthemaceae]] wie etwa &amp;#039;&amp;#039;[[Lithops]]&amp;#039;&amp;#039;, deren fleischige Blätter fast völlig im Boden versenkt sind.&lt;br /&gt;
[[Bild:Lithops olivacea IB 2.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Lithops olivacea]]&amp;#039;&amp;#039;, eine Sukkulente]]&lt;br /&gt;
Mit der Sukkulenz verbunden ist eine besondere Form der [[Photosynthese]], der [[Crassulaceen-Säurestoffwechsel]]: Hier wird die Aufnahme des [[Kohlendioxid]]s für die Photosynthese in die Nacht verlegt, wenn der Wasserverlust bei geöffneten [[Stoma (Botanik)|Spaltöffnungen]] wesentlich geringer ist als tagsüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etliche Arten wachsen in den Wüsten nur an Orten mit genügender Wasserversorgung, wie in [[Oase]]n. Sie haben eine hohe [[Transpiration]], die ein Überhitzen der Blätter verhindert, wie etwa die [[Kürbisgewächse]] (Cucurbitaceae). An schattigen Quellen wachsen der [[Frauenhaarfarn]] (&amp;#039;&amp;#039;Adiantum capillus-veneris&amp;#039;&amp;#039;) und [[Feigen]]bäume (&amp;#039;&amp;#039;Ficus&amp;#039;&amp;#039; spp.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist die Wasserversorgung der Pflanzen in Wüsten berechnet auf die Blattfläche pro m² Bodenfläche nicht schlechter als in anderen Gebieten. Dafür ist die Vegetation dementsprechend spärlich ([[kontrahierte Vegetation]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf salzhaltigen Standorten, die in Wüsten recht häufig vorkommen, wachsen die [[Salzpflanze|Halophyt]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temperatur ==&lt;br /&gt;
Die Bodenoberflächentemperatur erreicht in Wüsten häufig 80&amp;amp;nbsp;°C, selbst Wüstenpflanzen werden bei über 60&amp;amp;nbsp;°C geschädigt. Die Möglichkeit der Transpirationskühlung steht den meisten Wüstenpflanzen aufgrund von Wassermangel nicht offen. Sukkulente erleichtern durch ihre Rippen den Wärmeaustausch mit der Umgebung (Kühlrippenprinzip). Die Stelzenpflanzen in Australien, wie &amp;#039;&amp;#039;[[Stylidium]]&amp;#039;&amp;#039;, besitzen verlängerte Sprossteile, die die rasenförmige Pflanze einige Zentimeter außerhalb des am stärksten erhitzten Bereiches heben. Auch gegen hohe Temperatur ist Poikilohydrie eine Ausweichstrategie: Flechten, die hydriert bei 40&amp;amp;nbsp;°C absterben, überleben ausgetrocknet auch 100&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niedere Pflanzen ==&lt;br /&gt;
Neben den Gefäßpflanzen spielen auch [[Alge]]n und [[Flechte]]n in den Wüsten eine Rolle als Produzenten. Flechten kommen dabei nur in Wüsten vor, wo sie durch Tau oder Nebelniederschlag häufiger benetzt werden. Algen sind weit verbreitet, aber kaum untersucht, es überwiegen jedoch die [[Cyanobakterien]]. Sie bilden dünne Überzüge auf der Oberfläche oder dichte Kolonien. Kryptoendolitische Flechten, manche Cyanobakterien und Algen leben im Gestein, teilweise mehrere Millimeter unter der Oberfläche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Walter (Botaniker)|H. Walter]], S.-W. Breckle: &amp;#039;&amp;#039;Ökologie der Erde. Band 2: Spezielle Ökologie der Tropischen und Subtropischen Zonen.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Elsevier, München 2004, S. 371–373. ISBN 3-8274-0789-3&lt;br /&gt;
* Georg Grabherr: &amp;#039;&amp;#039;Farbatlas der Ökosysteme der Erde&amp;#039;&amp;#039;. Ulmer, Stuttgart 1997, S. 150–157. ISBN 3-8001-3489-6&lt;br /&gt;
* Roland Ennos, Elizabeth Sheffield: &amp;#039;&amp;#039;Plant Life&amp;#039;&amp;#039;. Blackwell, Oxford 2000, S. 161–166. ISBN 0-86542-737-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wustenpflanze}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzentyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Brettchenweber</name></author>
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