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	<title>Wölsendorf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T06:12:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=W%C3%B6lsendorf&amp;diff=2871684&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Honsfenzl: /* Abbau von Silber und Blei im Mittelalter */</title>
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		<updated>2026-01-11T06:04:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Abbau von Silber und Blei im Mittelalter&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil              = Wölsendorf&lt;br /&gt;
| Gemeindeart           = Gemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename          = Schwarzach bei Nabburg&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename =&lt;br /&gt;
| Breitengrad           = 49.409284&lt;br /&gt;
| Längengrad            = 12.169243&lt;br /&gt;
| Bundesland            = DE-BY&lt;br /&gt;
| Höhe                  = 380&lt;br /&gt;
| Fläche                =&lt;br /&gt;
| Einwohner             =&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum =&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum   =&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1         = 92548&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2         =&lt;br /&gt;
| Vorwahl1              = 09435&lt;br /&gt;
| Vorwahl2              =&lt;br /&gt;
| Poskarte              = Deutschland Bayern&lt;br /&gt;
| Bild                  = Wölsendorf Brensdorf Stulln 2022 03.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung     = Wölsendorf (2022)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wölsendorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Kirchdorf (Siedlungstyp)|Kirchdorf]] im [[Bayern|bayerischen]] [[Landkreis Schwandorf]] in der [[Oberpfalz]]. Es gehört zur Gemeinde [[Schwarzach bei Nabburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Wölsendorf liegt in der [[Planungsregion Oberpfalz-Nord |Region Oberpfalz-Nord]] an der Naab zwischen Nabburg und Schwarzenfeld am Fuße des Wolfsberges (530&amp;amp;nbsp;m). Die Höhen des Naabdurchbruchs, begrenzt durch den Mühlberg (428 m) bei Stulln und Brensdorf und den Lehenbühl (457 m) bei Wölsendorf, haben hier einen Abstand von etwa 200 Meter.&amp;lt;ref&amp;gt;Oskar Kuhn, Geologie von Bayern, Naabbecken, S. 65&amp;lt;/ref&amp;gt; Am westlichen Ortsrand verläuft die A 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergbau um Wölsendorf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage der Abbaufelder ===&lt;br /&gt;
„Verursacht durch die im südlichen Naabgebirge kreuzenden Störungssysteme des [[Pfahl (Bayerischer Wald)|Pfahls]] bildete sich zu beiden Seiten der Naab ein Flussspatgebiet aus, das in seiner ca. 15 km langen Längserstreckung von Südost nach Nordwest und seiner ca. 7 km breiten Quererstreckung von Südwest nach Nordost die Orte Lissenthan, Stulln, Wölsendorf, Schwarzach, Altfalter“&amp;lt;ref&amp;gt;Elisabeth Müller-Luckner, Nabburg, Historischer Atlas von Bayern, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; und Weiding berührt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gangfüllung ===&lt;br /&gt;
Von den insgesamt 50 Gängen um Wölsendorf waren 15 von wirtschaftlichem Interesse. Neben [[Flussspat]] und [[Schwerspat]] fand man [[Calcit]], [[Dolomit (Mineral)|Dolomit]], [[Quarz]], [[Markasit]], [[Pyrit]], auch als Schwefelkies, Katzen- oder Narrengold bekannt, [[Uraninit]], [[Sphalerit]], [[Galenit]] und das nach Wölsendorf benannte [[Wölsendorfit]]. Es ist ein selten vorkommendes Mineral, das aufgrund der Blei- und Urananteile sehr giftig und stark radioaktiv ist. Es gibt weltweit nur wenige Fundorte mit diesem Mineral.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Hugo Strunz, Ernest H. Nickel, Strunz Mineralogical Tables, Stuttgart 2001, S. 252&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abbau von Silber und Blei im Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Bereits im 15. Jahrhundert baute man um Wölsendorf Silber ab. [[Galenit]], auch als Bleiglanz bezeichnet, ist aufgrund seines Bleigehalts von bis zu 87 % das wichtigste Erz zur Gewinnung von Blei und wegen seines Silbergehalts bis zu 1 % auch wichtigstes Silbererz. Die Bedeutung des Silberbergbaus zeigt eine Urkunde vom 27. April 1534, in der die Pfalzgrafen [[Ludwig V. (Pfalz)|Ludwig V.]] und [[Ludwig V. (Pfalz)|Friedrich II.]] eine Bergwerksordnung&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Weiß, 25 Jahre Bergknappenverein Stulln / Knappenverein Cäcilia, Schwarzenfeld / Bergknappenverein Marienschacht, Wölsendorf, Stulln, 1977, S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt; erstellten. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Abbau von Silber immer unwirtschaftlicher. Man konzentrierte sich auf den Abbau von Blei.&lt;br /&gt;
1694 erteilte das &amp;#039;&amp;#039;General Bau Directorium&amp;#039;&amp;#039; in München&amp;lt;ref&amp;gt;Staatsarchiv Amberg, Hammer- und Bergwerksakten, Nr. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; eine [[Mutung]], also ein bergbauliche Genehmigung zum Abbau von Blei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abbau von Flussspat ===&lt;br /&gt;
Ab 1900 begann in der Region um Wölsendorf und [[Stulln]] ein verstärkter Abbau von Flussspat, der nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] von weltwirtschaftlicher Bedeutung war. Flussspat wird in der Stahl- und Glashüttenindustrie verarbeitet. Er kann auch zu [[Flusssäure]] verarbeitet werden, um als Konservierungs- und Lösungsmittel Verwendung zu finden. Folgende Zahlen verdeutlichen die Fördermengen&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Weiß, 25 Jahre Bergknappenverein Stulln / Knappenverein Cäcilia, Schwarzenfeld / Bergknappenverein Marienschacht, Wölsendorf, Stulln, 1977, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;, die im vergangenen Jahrhundert abgebaut worden sind:&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1900–1910: 40.000 t&lt;br /&gt;
* 1911–1920: 40.000 t&lt;br /&gt;
* 1921–1930: 140.000 t&lt;br /&gt;
* 1931–1940: 340.000 t&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1941–1950: 350.000 t&lt;br /&gt;
* 1951–1960: 1.000.000 t&lt;br /&gt;
* 1961–1970: 460.000 t&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
=== Ende des Bergbaus um Wölsendorf ===&lt;br /&gt;
Der Bergbau um Wölsendorf ging aufgrund der Ausbeutung der Lagerstätten und der damit verbundenen zunehmenden Unwirtschaftlichkeit seinem Ende entgegen. Die Erschließung von Flussspatrevieren in anderen Ländern und die Entwicklung von Ersatzstoffen, die den Einsatz von Flussspat in der Industrie erübrigten, beschleunigten die Entwicklung. Die Schachtanlagen um Wölsendorf sind heute Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besucherbergwerk Kocher-Stollen ===&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1937 begann knapp zwei Kilometer östlich von Wölsendorf der Abbau von Flussspat im Heinrich-Kocher-Stollen. Es handelte sich um ein kleineres Vorkommen, mit einer [[Mächtigkeit (Geologie)|Mächtigkeit]] von 0,8 bis 1,5 Meter. Abgebaut wurde im Johannesschacht bis 1952 und im Marienschacht bis 1968. Teile des Kocher-Stollens wurde durch den [[Knappenverein|Bergknappenverein]] Marienschacht-Wölsendorf freigelegt. 1995 und 1999 erfolgte die Freigabe zur Begehung des 500 m langen Besucherstollens. In der Folgezeit gab es öfter Einbrüche an der Oberfläche, so dass sich die zuletzt Verantwortlichen der [[Norsk_Hydro|Hydro]] Aluminium Deutschland GmbH entschlossen, den Besucherstollen 2009 aus Sicherheitsgründen zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildergalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johannes-Schacht, Wölsendorf.jpg|Johannes-Schacht, Wölsendorf (September 1951)&lt;br /&gt;
Datei:Marien-Schacht, Wölsendorf.jpg|Marienschacht der FRIED: KRUPP ROHSTOFFE (Oktober 1967)&lt;br /&gt;
Datei:Wöl 67 (4).jpg|Marienschacht (1967)&lt;br /&gt;
Datei:Wöl 67 (6).JPG|Aufbereitungsanlage (1967)&lt;br /&gt;
Datei:Wöl 67 (08).jpg|Aufbereitungsanlage (Oktober 1967)&lt;br /&gt;
Datei:Wölsendorf_Kirche_01.jpg|St. Wolfgang (2013)&lt;br /&gt;
Datei:Wölsendorf 16 08 2013 03.jpg|Kocher-Stollen (2013)&lt;br /&gt;
Datei:2018 Wölsenberg Nabburg.jpg|Wölsenberg (2018)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Steuerdistrikt ==&lt;br /&gt;
=== Steuerdistrikt von 1811 ===&lt;br /&gt;
Im Landgericht Nabburg bestanden 1811 insgesamt 58 Steuerdistrikte.&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Finanzministerium, Nr. 10165&amp;lt;/ref&amp;gt; Wölsendorf gehörte zum Steuerdistrikt Warnbach, der so beschrieben ist: „Ober- und Unterwarnbach, Wölsendorf sowie den königlichen Waldungen Wolfsberg und Bokswiese. 30 Häuser, 217 Seelen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Elisabeth Müller-Luckner, Nabburg, Historischer Atlas von Bayern, S. 403&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeverzeichnis von 1819 ===&lt;br /&gt;
Ein Verzeichnis der Gemeinden im Landgericht Nabburg beschreibt die Landgemeinde Schwarzach, zu der Wölsendorf gehörte, wie folgt: Schwarzach (22 Familien), Warnbach (10 Familien), Wölsendorf (19 Familien), Richt (7 Familien), Weiding (13 Familien), Dietstätt (9 Familien), Sindelsberg (3 Familien) und Sattelhof (1 Familie).&amp;lt;ref&amp;gt;Staatsarchiv Amberg, Landgericht älterer Ordnung Nabburg, Nr. 1179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerzahlen ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 1828 lebten in Wölsendorf 20 Familien mit insgesamt 142 Einwohnern, 1964 waren es 50 Familien mit 277 Einwohnern.&amp;lt;ref&amp;gt;Elisabeth Müller-Luckner, Nabburg, Historischer Atlas von Bayern, S. 429&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Wölsendorf an der ehemaligen [[Bahnstrecke Nabburg–Schönsee]] ist stillgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baudenkmäler ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;siehe [[Liste der Baudenkmäler in Schwarzach bei Nabburg#Wölsendorf]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Die katholische [[Filialkirche]] St. Wolfgang ist im Kern [[Gotik|gotisch]]. Sie wurde im 18. Jahrhundert verändert.&lt;br /&gt;
* Das ehemalige Betriebsgebäude des [[Fluorit|Flussspatwerkes]] in der Kirchstraße 30 stammt aus der Zeit um 1900.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Duschner]] (* 1950), Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Oskar Kuhn, Geologie von Bayern, Naabbecken, Bamberg 1949.&lt;br /&gt;
* Karl Weiß, 25 Jahre Bergknappenverein Stulln / Knappenverein Cäcilia, Schwarzenfeld / Bergknappenverein Marienschacht, Wölsendorf, Stulln 1977.&lt;br /&gt;
* Hugo Strunz, Ernest H. Nickel, Strunz Mineralogical Tables, Stuttgart 2001, ISBN 3-510-65188-X.&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Müller-Luckner]], Nabburg, Historischer Atlas von Bayern, ISBN 3-7696-9915-7.&lt;br /&gt;
* [[Staatsarchiv Amberg]], Landgericht älterer Ordnung Nabburg, Nr. 1179.&lt;br /&gt;
* Staatsarchiv Amberg, Hammer- und Bergwerksakten, Nr. 309.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=oiiI4DDlLgs Mineralien Ausstellung im Rathaus Schwarzenfeld, 2020]&lt;br /&gt;
* {{Bavarikon Ort|objekt=Wölsendorf |ID= ODB_S00037951}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4498443-1}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Schwarzach bei Nabburg}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wolsendorf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Schwarzach bei Nabburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Schwandorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Namensgeber für ein Mineral]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Honsfenzl</name></author>
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