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	<title>Wöhrden - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T02:32:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=W%C3%B6hrden&amp;diff=282403&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;VonWolke am 26. August 2025 um 15:24 Uhr</title>
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		<updated>2025-08-26T15:24:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Wöhrden COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 54/10/02&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 08/59/54&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Woehrden in HEI.png&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
|Kreis             = Dithmarschen&lt;br /&gt;
|Amt               = Kirchspielslandgemeinde Heider Umland&lt;br /&gt;
|Höhe              = 2&lt;br /&gt;
|PLZ               = 25797&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 04839&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 01051113&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband   = Kirchspielsweg 6&amp;lt;br /&amp;gt; 25746 Heide&lt;br /&gt;
|Website           = [https://woehrden.de/ woehrden.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Peter Schoof&lt;br /&gt;
|Partei            = CDU&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wöhrden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bis zum 1. Mai 1978 &amp;#039;&amp;#039;Süderwöhrden&amp;#039;&amp;#039;, ist eine Gemeinde im [[Kreis Dithmarschen]] in [[Schleswig-Holstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der nördlichen Marsch gelegene Stadt war einst Hafenstadt und galt zeitweise als &amp;#039;&amp;#039;Herz Dithmarschens&amp;#039;&amp;#039;. Insbesondere die von 1319 bis 1786 bestehende [[St.-Nicolai-Kirche (Wöhrden)|St.-Nicolai-Kirche]] galt, neben dem [[St. Johannis (Meldorf)|Meldorfer Dom]], als &amp;#039;&amp;#039;herrlichste des [[Dithmarschen|Landes]].&amp;#039;&amp;#039; Seit dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert setzte ein schleichender Bedeutungsverlust ein, der Wöhrden auf den Status einer abgelegenen Landgemeinde reduzierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Gemeinde Wöhrden liegt im Bereich des Naturraums &amp;#039;&amp;#039;Dithmarscher [[Marsch (Schwemmland)|Marsch]]&amp;#039;&amp;#039; südwestlich der Kreisstadt Heide.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schleswig-holstein.de/DE/fachinhalte/L/landwirtschaft/Downloads/Duerrehilfe_Liste_Gemeinde.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=1 |titel=Liste: Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen |seiten=18 |format=PDF |abruf=2023-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Südlich des Dorfes gehen Norder- und Süderstrom in den &amp;#039;&amp;#039;Wöhrdener Hafenstrom&amp;#039;&amp;#039; über.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OSM&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.openstreetmap.org/relation/412078 |titel=Relation: Wöhrden (412078) bei OpenStreetMap (Version #23) |abruf=2023-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsteile ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde umfasst die Siedlungen Wöhrden, [[Ketelsbüttel]], &amp;#039;&amp;#039;Großbüttel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Büttlerdeich&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Böddinghusen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hochwöhrden&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Neuenkrug&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Neuenwisch&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bruhnsdorf&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Nixdorf&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Walle&amp;#039;&amp;#039; zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Schleswig-Holstein-Topographie |Band=Band 10: &amp;#039;&amp;#039;Timmaspe – Ziethen&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=Flying-Kiwi-Verlag Junge |Ort=Flensburg |Datum=2008 |ISBN=978-3-926055-92-7 |Seiten=362}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsstruktur ===&lt;br /&gt;
Die Dorflage Wöhrdens wurde nach Art der ältesten [[Warft#Warftendörfer|Wurtendörfer]] auf einer Groß-[[Warft]] angelegt, in deren Mitte sich bis heute das Kirchenbauwerk befindet. Um sie herum verläuft eine Ringstraße, von der aus Straßen radial abgehen. Die Wurt ist mit 6,24&amp;amp;nbsp;m ü&amp;amp;nbsp;NN. eine der höchsten in Dithmarschen und stammt wahrscheinlich aus dem 1.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend. Unten am Wurtrand verläuft die Durchgangsstraße von Meldorf nach Wesselburen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet Wöhrdens ist direkt umlagert von jenen, der Gemeinden:&amp;lt;ref name=&amp;quot;OSM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 |NORD=[[Wesselburener&amp;amp;nbsp;Deichhausen]],&amp;amp;nbsp;[[Norderwöhrden]]&lt;br /&gt;
 |OST=[[Lohe-Rickelshof]],&amp;lt;br /&amp;gt; [[Lieth]],&amp;lt;br /&amp;gt; [[Hemmingstedt]]&lt;br /&gt;
 |SUED=[[Nordermeldorf]]&lt;br /&gt;
 |WEST=[[Friedrichsgabekoog]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
150 n. Chr. nennt der griechische Geograph [[Ptolemäus]] drei Sachseninseln vor der Elbmündung, wahrscheinlich [[Fahrstedt]], Wöhrden und [[Büsum]]. Die Siedlung lag lange Zeit fast vollständig vom Meer umschlossen und bildete so ebenso einen wichtigen Hafenplatz wie einen relativ sicheren Rückzugsraum bei Eroberungsversuchen des Landes. Noch um 1600 schreibt der Dithmarscher Historiograph [[Neocorus]] über die Siedlung, sie sei ein&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;ummeflatene Flecke, welcher allein einen Wech van Osten in hefft, sonst alle Wege mit Bruggen und Stegen geleidet werden.&amp;#039;&amp;#039; (S.&amp;amp;nbsp;53)&amp;lt;ref name=&amp;quot;RH&amp;quot;&amp;gt;Reimer Hansen: &amp;#039;&amp;#039;Die alte Wöhrdener Kirche.&amp;#039;&amp;#039; In: Reimer Hansen: &amp;#039;&amp;#039;Aus einem Jahrtausend historischer Nachbarschaft. Studien zur Geschichte Schleswigs, Holsteins und Dithmarschens.&amp;#039;&amp;#039; Schleswig-Holsteinischer Geschichtsverlag, Malente 2005, ISBN 3-933862-37-X&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedelung der [[Wurt]], der Wöhrden seinen Namen verdankt,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Nis R. Nissen]]: &amp;#039;&amp;#039;700 Jahre Wöhrden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Blätter zur Heimatkunde&amp;#039;&amp;#039;, Beilage zu &amp;#039;&amp;#039;Dithmarschen&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg. vom Verein für Dithmarscher Landeskunde), Heft Nr. 1/2, Heide 1981 [http://www.woehrden-online.de/geschichte/700jahrewoehrden/index.php woehrden-online.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; erfolgte vermutlich um 800. Um 1000 entstand ein [[Siddeldeich]], der später als erste wegbare Landverbindung, genannt Pehrsenweg, genutzt wurde, und um 1100 entstand der erste [[Seedeich]] von Hochwöhrden über Wackenhusen, Wöhrden, Großbüttel, Reinsbüttel, [[Wesselburen]] usw., bis hinter Hemme wieder an den Geestrand. Mit diesen setzt Neocorus das [[Geschlecht der Wollersen]] in Verbindung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=W. H. Kolster |Titel=Geschichte Dithmarschens. |Hrsg=W. Mauke |Ort=Leipzig |Datum=1873 |Seiten=62}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wann genau die erste Kirche und damit ein eigenständiges [[Kirchspiel]] Wöhrden entstand, ist nicht bekannt. Als Bischof [[Adalbert&amp;amp;nbsp;II. von Hamburg-Bremen]] 1140 in einer Urkunde erstmals die Dithmarscher Kirchspiele erwähnt, ist Wöhrden noch nicht darunter. Der Ort bildete früher das Zentrum des Kirchspiels Süderwöhrden. Die erste urkundliche Erwähnung stammt vom 7.&amp;amp;nbsp;Mai 1281. In einem Vertrag zwischen [[Hamburg]] und den Dithmarscher Kirchspielen taucht &amp;#039;&amp;#039;Worden&amp;#039;&amp;#039; als besiegelndes Kirchspiel auf. Ob Wöhrden als Abspaltung des Dithmarscher &amp;#039;&amp;#039;Mutterkirchspiels&amp;#039;&amp;#039; [[Meldorf]] oder über das Kirchspiel Wesselburen aus dem Urkirchspiel [[Weddingstedt]] entstanden ist, ist historisch umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wöhrden im Mittelalter ===&lt;br /&gt;
[[Neocorus]] berichtet, wie die Dithmarscher 1319 in [[Schlacht von Wöhrden|Wöhrden]] von [[Gerhard III. (Holstein-Rendsburg)|Gerhard&amp;amp;nbsp;III.]] belagert wurden, sich in der Kirche verschanzten und bei einem verzweifelten Ausbruch schließlich den Schauenburger Grafen besiegten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RH&amp;quot; /&amp;gt; Anschließend bauten die Wöhrdener eine neue, dem heiligen [[Nikolaus von Myra]], dem Heiligen der Seefahrer, geweihte [[St.-Nicolai-Kirche (Wöhrden)|Kirche]] mit 46&amp;amp;nbsp;Metern Länge und 20&amp;amp;nbsp;Metern Breite, die seinerzeit neben dem Meldorfer Dom als herrlichste Kirche Dithmarschens galt. Nach der siegreichen [[Schlacht in der Süderhamme]] 1404 über Herzog [[Gerhard VI. (Holstein-Rendsburg)|Gerhard&amp;amp;nbsp;VI.]] bewahrten die Dithmarscher die beiden erbeuteten Banner des Herzogs in der Wöhrdener und der Meldorfer Kirche auf. Nach der [[Schlacht bei Hemmingstedt]] 1500 wurde in ihr der von dem in der Schlacht gefallenen dänischen Ritter [[Hans von Ahlefeldt († 1500)|Hans von Ahlefeldt]] mitgeführte, und angeblich originale, erbeutete [[Flagge Dänemarks|Dannebrog]] aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort, der heute durch die [[Landgewinnung]] etwa zehn Kilometer von der Küste entfernt liegt, war im Spätmittelalter eine regional bedeutende Hafenstadt. Die Kirchspiele im Norden des Landes gewannen zunehmend Einfluss gegenüber den südlicheren Siedlungen. 1373 errichteten die Kirchspiele Wöhrden, Neuenkirchen, Wesselburen, Weddingstedt und Hemmingstedt einen eigenen Markt in Konkurrenz zu dem in Meldorf. Mit der [[Bauernrepublik Dithmarschen|Dithmarscher Bauernrepublik]] löste [[Heide (Holstein)|Heide]] Meldorf als Hauptort des Landes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigen Dokumente des Landes wurden nicht mehr im [[St. Johannis (Meldorf)|Meldorfer Dom]], sondern in den Kirchen Wöhrdens und Wesselburens aufbewahrt. Der Presbyter Bremensis beschrieb Mitte des 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts die Nordermarsch mit Wöhrden und Wesselburen als &amp;#039;&amp;#039;cor terre Ditmarice – Herz Dithmarschens&amp;#039;&amp;#039;. (S.&amp;amp;nbsp;54)&amp;lt;ref name=&amp;quot;RH&amp;quot; /&amp;gt; Zahlreiche der führenden Regentenfamilien der Bauernrepublik kamen aus Wöhrden. Die laut Neocorus angesehenste, die [[Woldersmannen]], stellten zeitweise allein fünf der [[Achtundvierziger (Dithmarschen)|Achtundvierziger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt unterhielt unter anderem auch formale Beziehungen zur [[Hanse]]. Bereits aus dem Jahr 1281 stammt ein &amp;#039;&amp;#039;Beistands- und Partnerschaftsabkommen&amp;#039;&amp;#039; mit der [[Hamburg|Freien und Hansestadt Hamburg]]. Dieses wurde vom [[Hamburger Senat]] im Juli 2007 zwar offiziell bestätigt und erneuert, zählt als solches aber nicht zu den offiziellen [[Städtepartnerschaft]]en der Hansestadt, sondern ist von symbolischer Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.buergerschaft-hh.de/Parldok/tcl/PDDocView.tcl?mode=show&amp;amp;dokid=21265&amp;amp;page=0 Drucksache 18/6861 der Hamburgischen Bürgerschaft &amp;#039;&amp;#039;Schriftliche Kleine Anfrage&amp;#039;&amp;#039;] vom 4.&amp;amp;nbsp;September 2007 des Abgeordneten [[Alexander-Martin Sardina]] (CDU-Fraktion) und &amp;#039;&amp;#039;Antwort des Senats&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1375, zur Hochzeit der Bauernrepublik Dithmarschen, schlossen [[Lübeck]]er Kaufleute einen Vertrag in Wöhrden, bei dem die Dithmarscher sich verpflichteten, die Lübecker Handelsgüter zu schützen. Der Konflikt zwischen Strandräuberei einerseits und den guten Beziehungen zur Hanse andererseits war einer der prägenden [[Dithmarschen|Dithmarscher]] Konflikte dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Materialienhaus&amp;#039;&amp;#039;, das als ältestes Haus Dithmarschens gilt, entstand 1519 als fensterloser Speicher. Es ist ein typisches Marschbürgerhaus, die sich an weiten Teilen der schleswig-holsteinischen Nordseeküste finden: Einräumhäuser mit Fachwerk im Unterbau und reich verzierten Giebeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.woehrden-online.de/sehenswuerdigkeiten/materialienhaus/index.php Materialienhaus]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wöhrden nach der Letzten Fehde ===&lt;br /&gt;
40 Jahre später, 1559, schlugen König [[Friedrich II. (Dänemark und Norwegen)|Friedrich&amp;amp;nbsp;II.]] von [[Dänemark]], Herzog [[Johann (Schleswig-Holstein-Sonderburg)|Johann von Hardersleben]] und Herzog [[Adolf von Holstein]] die Dithmarscher in der [[Letzte Fehde|Letzten Fehde]], worauf das Land dreigeteilt wurde. Nach dem Tod des Herzogs Johann (1580) wurde 1581 Dithmarschen zweigeteilt. Die willkürliche Grenze trennte nun das Kirchspiel Wöhrden in Süder- und Norderwöhrden. Die Aufteilung trennte die Stadt von ihrem wirtschaftlich wichtigen Hinterland, der ehemals zentrale Ort lag plötzlich an der Peripherie Süderdithmarschens. Gleichzeitig stiegen andere Städte wie Wesselburen, Marne und insbesondere Heide in ihrer Bedeutung und überflügelten schon bald das alte &amp;#039;&amp;#039;Herz Dithmarschens.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Niedergang des Ortes setzte sich fort, als die Gegend um Wöhrden zunehmend verlandete und 1601 das Bütteler Feld besiedelt wurde. Der [[Priel]] zur Nordsee verschlickte zunehmend, die Bedeutung des Hafens ging zurück. Die ehemals hoch angesehene Kirche begann zu verfallen, Zeitgenossen des 18. Jahrhunderts sahen sie als unnötig großes Gebäude an, das laut dem damaligen Diakon [[Johann Adrian Bolten]] ausreichend für drei Kirchspiele der Wöhrdener Bedeutung und Größe gewesen wäre. 1786 wurde sie abgebrochen und 1788 durch den heutigen Bau ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1875 begann der Neubau der jetzigen Schule &amp;#039;&amp;#039;School op de Wurth&amp;#039;&amp;#039;. 1922 startete die Elektrifizierung in Wöhrden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7.&amp;amp;nbsp;März 1929 markierte die von den [[Nazi]]s so genannte &amp;#039;&amp;#039;[[Blutnacht von Wöhrden]]&amp;#039;&amp;#039;, bei der etwa 300 Nationalsozialisten und 100&amp;amp;nbsp;Kommunisten mit Gummiknüppeln, Stahlstücken, Messern und Dolchen aufeinander losgingen und drei Menschen starben, den Durchbruch der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] in der Region. Den Nazis gelang es, die Ereignisse auch überregional propagandistisch auszuschlachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Süderwöhrden aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden. Dies waren Großbüttel, Hohenwöhrden, Neuenkrug, Neuenwisch, Wackenhusen, Walle und Wöhrden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein |Titel=Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970 |Verlag=Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein |Ort=Kiel |Datum=1972 |Seiten=250}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Zusammenschluss dieser Gemeinden zur neuen Gemeinde Süderwöhrden erfolgte am 1. April 1938.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein |Titel=Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970 |Verlag=Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein |Ort=Kiel |Datum=1972 |Seiten=237}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1972 verlor Süderwöhrden die Gemeindeverwaltung, es erfolgte die Bildung der Amtsverwaltung [[Amt Kirchspielslandgemeinde Heide-Land]]. Am 1. Mai 1978 wurde der Name der Gemeinde &amp;#039;&amp;#039;Süderwöhrden&amp;#039;&amp;#039; amtlich in &amp;#039;&amp;#039;Wöhrden&amp;#039;&amp;#039; geändert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1970bis1982&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=181}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2001 gelang der Abschluss einer Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde [[Sianów]]. Im August 2006 hat Wöhrden sein 725-jähriges Bestehen mit einer Festwoche im Festzelt gefeiert, bei der auch Vertreter der Gemeinde Sianów teilgenommen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ablauf des Schuljahres 2005/2006 wurde die Grundschule aufgelöst. Grundschüler aus Wöhrden gehen seitdem in Hemmingstedt zu Schule. Zum Schuljahresbeginn 2007/2008 startete die Freie Waldorfschule Wöhrden den Unterricht. Damit besitzt Wöhrden die einzige [[Waldorfschule]] an der gesamten Westküste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde [[Ketelsbüttel]] in die Gemeinde Süderwöhrden eingegliedert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1970bis1982&amp;quot; /&amp;gt; Süderwöhrden wuchs von 1600 auf 2151 ha, die Einwohnerzahl stieg von 1058 auf 1217.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeindevertretung ===&lt;br /&gt;
{{Wahldiagramm&lt;br /&gt;
|LAND           = DE&lt;br /&gt;
|TITEL          = [[Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein 2023|Gemeindewahl am 14. Mai 2023]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wahlen-sh.de/grw/gemeindewahlen_gemeinde_010515172113.html wahlen-sh.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|TITEL2         = Wahlbeteiligung: 57,8 Prozent&lt;br /&gt;
|JAHRALT        = 2018&lt;br /&gt;
|JAHRNEU        = 2023&lt;br /&gt;
|PARTEI1        = WGW&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS1      = 59.6&lt;br /&gt;
|FARBE1         = 00bfff&lt;br /&gt;
|ANMERKUNG1     = Wählergemeinschaft Wöhrden&lt;br /&gt;
|PARTEI2        = CDU&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS2      = 40.4&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Wöhrden wird kommunalpolitisch vertreten durch einen dreizehnköpfigen Gemeinderat. Bei der im Zuge der [[Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein 2023]] durchgeführten Gemeindewahl am 14. Mai 2023 bekamen Vertreter der Wählergemeinschaft Wöhrden acht Sitze und die der CDU fünf Sitze zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „In Silber ein grüner Hügel, darauf eine rote Kirche mit silbernem Sockel, zwei schmale blaue Wellenbalken überdeckend. Oben links zwei gekreuzte grüne Schwerter.“&amp;lt;ref&amp;gt;[{{SH-Wappenrolle|873|Gemeinde Wöhrden, Kreis Dithmarschen|nurLink=1}} Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche woehrden2.jpg|mini|St. Nicolai von Südwest]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mühle wöhrden.jpg|mini|Holländerwindmühle „Germania“ von 1847.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Liste der Kulturdenkmale in Wöhrden]] stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Wöhrdener Kirche ===&lt;br /&gt;
Die [[St.-Nicolai-Kirche (Wöhrden)|St.-Nicolai-Kirche]] befindet sich auf der höchsten Wurt des Ortes. Die Wöhrdener weihten sie der früheren Bedeutung des Ortes gemäß dem Schutzheiligen der Schiffer und Kaufleute. Die von 1786 bis 1788 im spätbarocken Stil gebaute Kirche ist wahrscheinlich das dritte Kirchengebäude an dieser Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2008 wurde das Dach der Kirche erneuert und es wurde wie in alten Zeiten wieder mit roten Ziegeln gedeckt, zwischenzeitlich war das Dach dunkel eingedeckt geworden. Allerdings war das Dach undicht und musste daher erneuert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Kirche stehen einige der ältesten Gebäude Dithmarschens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mühle ===&lt;br /&gt;
Auffallend am Ortsrand ist die Windmühle Germania. Die [[Holländermühle]] stammt von 1847, die Segelflügel drehen sich heute nicht mehr. Bis 1955 mahlte sie mit Wind, bis ein Herbststurm Teile der Flügel zerstörte und es ökonomisch nicht mehr sinnvoll erschien diese zu wechseln. 1962 wechselte der damalige Müller den Innenraum komplett aus, ersetzte das alte Mahlgetriebe durch ein damals modernes Motormahlwerk. Mittlerweile ist der Innenraum der Mühle zu einer Wohnung ausgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.woehrden-online.de/sehenswuerdigkeiten/windmuehlegermania/index.php &amp;#039;&amp;#039;Die Windmühle Germania&amp;#039;&amp;#039;.] Wöhrden-online; abgerufen am 4. Juli 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
* [[Neithard Bethke]] (* 1942), deutscher Kirchenmusiker&lt;br /&gt;
* Erika Matthes&lt;br /&gt;
* Rainer Carstens&lt;br /&gt;
* Horst Ploog (posthum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Gemeinde ===&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Scheidemann]] (1596–1663), deutscher Komponist des Frühbarocks&lt;br /&gt;
* [[Neithard Bethke]] (*&amp;amp;nbsp;1942), deutscher Kirchenmusiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Horst Ploog: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Gemeinde Wöhrden.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der Gemeinde Wöhrden. Wöhrden 1997; {{DNB|952656736}}.&amp;lt;!-- ohne ISBN --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Horst Ploog: &amp;#039;&amp;#039;Wöhrden vun nix op hüüt. Wöhrden von nichts bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Pro Business, Berlin 2008, ISBN 978-3-86805-238-1.&lt;br /&gt;
* Peter Neuber: &amp;#039;&amp;#039;„Wöhrner Wöör“. Niederdeutsches Wörterbuch aus Dithmarschen.&amp;#039;&amp;#039; Hochdeutsch – plattdeutsch. [[Selbstverlag]], 2001; {{DNB|1071075047}}.&amp;lt;!-- ohne ISBN --&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://woehrden.de/ Gemeinde Wöhrden]&lt;br /&gt;
* [http://www.woehrden-online.de/ Private Website über Wöhrden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Kreis Dithmarschen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4484128-0|VIAF=239186142}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wohrden}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kreis Dithmarschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wöhrden| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;VonWolke</name></author>
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