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	<title>Vulkankatastrophe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ruebezahll am 29. Dezember 2025 um 13:08 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-29T13:08:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{TOCright}}&lt;br /&gt;
Unter einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vulkankatastrophe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man einen sehr starken [[Vulkanausbruch]], i.&amp;amp;nbsp;A. [[Vulkanexplosivitätsindex|VEI 4-5]] und stärker, der bedeutenden Einfluss auf das Weltklima bzw. das Leben der in der Umgebung des [[Vulkan]]s befindlichen Menschen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Beispiele in umgekehrter chronologischer Abfolge ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pinatubo ash plume 910612.jpg|mini|320px|[[Eruptionssäule]] des Pinatubo 1991]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eyjafjallajökull 2010 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010}}&lt;br /&gt;
Bei dem Ausbruch des [[Eyjafjallajökull]] im April 2010 handelte es sich eigentlich nicht um einen sehr bedeutenden Ausbruch von der Menge des ausgeworfenen Materials her, sehr wohl jedoch hinsichtlich des Einflusses auf die Wirtschaft in Europa. Am 15. April stieß der isländische Gletschervulkan eine Aschewolke von 11&amp;amp;nbsp;km Höhe über den Himmel von Europa aus und sorgte für etwa eine Woche für eine bis dahin beispiellose Beeinträchtigung des Luftverkehrs. [[European Organisation for the Safety of Air Navigation|Eurocontrol]] gab an, dass am 15. April ein Viertel der täglich rund 28.000 Flugverbindungen ausgefallen ist. Menschen kamen bei diesem Naturereignis nicht zu Schaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soufrière 1997 ===&lt;br /&gt;
Am 25. Juni 1997 zerstörten auf der Karibikinsel [[Montserrat]] [[Pyroklastischer Strom|Glutlawinen]] des Vulkans [[Soufrière Hills|Soufrière]] mehrere Ortschaften, 17 Menschen starben und 20 wurden vermisst. In den folgenden Wochen wurden die Hauptstadt [[Plymouth (Montserrat)|Plymouth]] und der Flughafen durch Glut- und Schlammlawinen zerstört. Zwei Drittel der Insel wurden unbewohnbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GVP|vn=360050|name=Soufrière Hills|download=2017-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pinatubo 1991 ===&lt;br /&gt;
[[Pinatubo]], 1991, [[Philippinen]], heftigster Ausbruch im 20. Jahrhundert, 1000 Tote; Wissenschaftler hatten die Anzeichen eines bevorstehenden Ausbruchs richtig gedeutet, und über 10.000 Menschen konnten rechtzeitig evakuiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. z.&amp;amp;nbsp;B. [[Hans-Ulrich Schmincke]]: &amp;#039;&amp;#039;Vulkanismus.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2000, S. 214 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nevado del Ruiz 1985 ===&lt;br /&gt;
Am 13. November 1985 tötete eine [[Lahar|Schlammlawine]] in Zusammenhang mit einem Ausbruch des [[Kolumbien|kolumbianischen]]  Vulkans [[Nevado del Ruiz]] mehr als 25.000 Einwohner der 70&amp;amp;nbsp;km entfernt liegenden Stadt [[Armero]]. Ähnliche Ausbrüche hatten sich 1845 und 1595 ereignet.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. H.-U. Schmincke,  &amp;#039;&amp;#039;Vulkanismus.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2000, S. 213 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== El Chichón 1982 ===&lt;br /&gt;
Der einzige aufgezeichnete Ausbruch des Vulkans [[El Chichón]] in [[Mexiko]] ereignete sich 1982. Dabei kamen ca. 2000 Menschen bei einer [[Plinianische Eruption|plinianischen Eruption]] ums Leben. Eine Aerosolwolke entstand, die die Temperatur der Atmosphäre um mindestens 0,2&amp;amp;nbsp;°C sinken ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Alan Robock: [http://climate.envsci.rutgers.edu/pdf/EGECElChichon.pdf Volcanic Eruption, El Chich´on] (PDF; 28&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mount St. Helens 1980 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ausbruch des Mount St. Helens 1980}}&lt;br /&gt;
Im März 1980 begann am [[Mount St. Helens]] in den USA eine Ausbruchsserie nach einer Pause von 123 Jahren. Es gab immer wieder Erdbeben und kleinere Dampferuptionen, im Laufe der Monate baute aufsteigendes Magma an der Nordflanke einen Lavadom auf. Am 18. Mai um 8:32 Uhr bewirkte ein starkes, vom Magmadruck hervorgerufenes Erdbeben einen Flankenabrutsch an der Nordseite und gleichzeitig wurde das angestaute Magma freigesetzt. Die Nordflanke und 400&amp;amp;nbsp;Meter des Gipfels wurden weggesprengt. In einer Umgebung von 400 Quadratkilometern wurde praktisch die gesamte Flora und Fauna zerstört. Man schätzt, dass der Vulkan eine Energie von etwa 24 [[TNT-Äquivalent|Megatonnen (TNT-Äquivalent)]] – d.&amp;amp;nbsp;h. das 1.600-Fache der [[Little Boy|Hiroshima-Atombombe]]&amp;amp;nbsp;– freisetzte. 57 Menschen starben bei dem Ausbruch.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Ausbruch des Mount St. Helens 1980]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nyiragongo 1977 ===&lt;br /&gt;
Der als ungefährlich geltende [[Nyiragongo]] (in der [[Demokratische Republik Kongo|Demokratischen Republik Kongo)]] brach nach mehreren Jahrzehnten der Ruhe überraschend aus und tötete durch Lahars und extrem schnellfließende Lavaströme zahlreiche Menschen. Bei erneuten Ausbrüchen im Jahre 2002 zerstörte der Vulkan einige Dörfer sowie Teile der Stadt [[Goma]] und forderte 147 Menschenleben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GVP|vn=223030|linktext=Nyiragongo|download=2017-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eldfell 1973 ===&lt;br /&gt;
[[Eldfell]], 1973, 23. Februar – Auf der isländischen Insel [[Heimaey]] entstand überraschend ab dem 23. Februar in monatelangen Eruptionen ein neuer Vulkan, der Eldfell genannt wurde. Die etwa 4000 Einwohner der gleichnamigen Stadt konnten sich retten, doch die Stadt selbst, die nur bis zu ca. 400&amp;amp;nbsp;m von der Ausbruchsstelle entfernt war, wurde zu beträchtlichen Teilen zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Ferðafélag Íslands. Árbók 2009. &amp;#039;&amp;#039;Vestmannaeyjar&amp;#039;&amp;#039;. Hg. G. Á. Eyjólfsson. S. 162 ff. (isländisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Agung 1963 ===&lt;br /&gt;
Beim Ausbruch des [[Agung (Vulkan)|Agung]] auf der [[Indonesien|indonesischen]] Insel [[Bali]] starben im Jahre 1963 1148 Menschen und 624 wurden verletzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ngdc.noaa.gov/idb/struts/results?ge_23=&amp;amp;le_23=&amp;amp;type_15=Like&amp;amp;query_15=&amp;amp;op_30=eq&amp;amp;v_30=Agung&amp;amp;type_16=Like&amp;amp;query_16=&amp;amp;op_29=eq&amp;amp;v_29=&amp;amp;type_31=EXACT&amp;amp;query_31=None+Selected&amp;amp;le_17=&amp;amp;ge_18=&amp;amp;le_18=&amp;amp;ge_17=&amp;amp;op_20=eq&amp;amp;v_20=&amp;amp;ge_7=&amp;amp;le_7=&amp;amp;bt_24=&amp;amp;st_24=&amp;amp;ge_25=&amp;amp;le_25=&amp;amp;bt_26=&amp;amp;st_26=&amp;amp;ge_27=&amp;amp;le_27=&amp;amp;type_12=Exact&amp;amp;query_12=&amp;amp;type_11=Exact&amp;amp;query_11=&amp;amp;display_look=50&amp;amp;t=102557&amp;amp;s=50 Agung] in &amp;#039;&amp;#039;The Significant Volcanic Eruption Database&amp;#039;&amp;#039; der [[National Oceanic and Atmospheric Administration|NOAA]] (abgerufen am 7. Februar 2013).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem wurden 540 km² landwirtschaftlich genutzte Fläche, 185 km² Wald sowie viele Dörfer zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;M. T. Zen, Djajadi Hadikusumo: &amp;#039;&amp;#039;Preliminary report on the 1963 eruption of Mt.Agung in Bali (Indonesia).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin Volcanologique&amp;#039;&amp;#039;, 27 (1964) S. 269–299, hier S. 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kelud 1919 ===&lt;br /&gt;
Bei einem Ausbruch des [[Kelud]] auf [[Java (Insel)|Java]] im Jahre 1919 entleerte sich ein Kratersee. In den [[Lahar]]s starben 5110 Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GVP|vn=263280|linktext=Kelut|tab=Photos|download=2017-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mont Pelé 1902 ===&lt;br /&gt;
Am 8. Mai 1902 brach der [[Mont Pelé]] auf der Karibikinsel [[Martinique]] aus. Aufgrund der bei diesem Ausbruch produzierten [[Glutwolke]]n waren 28.000 Tote zu beklagen und die Stadt Saint-Pierre wurde zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://3mats.net/histoire-du-belem/catastrophe-montagne-pelee.html |titel=8 mai 1902, la catastrophe de la montagne Pelée |werk=histoire du belem |hrsg=3mats.net |zugriff=2017-09-13 |sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krakatau 1883 ===&lt;br /&gt;
Bei dem Ausbruch am 26. und 27. August 1883 wurden zwei Drittel der Vulkaninsel [[Krakatau]] weggesprengt. Offiziell gab es 36.417 Todesfälle, hauptsächlich infolge der bis zu 40&amp;amp;nbsp;m hohen [[Tsunami|Flutwellen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,516199,00.html |titel=Anak Krakatau spuckt Lava und Gas |werk=Spiegel Online |datum=2007-11-08 |zugriff=2017-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es war einer der folgenreichsten Vulkanausbrüche in der Geschichte, und die atmosphärischen Schockwellen der Explosion wurden weltweit registriert. Die Aschewolken lösten einen [[Vulkanischer Winter|vulkanischen Winter]] aus, die Temperatur auf der Erdoberfläche sank in den nächsten zwei Jahren spürbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fonualei 1846 ===&lt;br /&gt;
Der Ausbruch des [[Fonualei]] im Norden des [[Pazifischer Ozean|pazifischen]] Inselstaates [[Tonga]] 1846 führte zu Klimaveränderungen mit kaltem Sommer in ganz Mitteleuropa. Im Westerwald fiel im August Schnee. Die Folgen der Hungersnot im nächsten Winter waren der Auslöser der ersten Hilfstätigkeiten von [[Friedrich Wilhelm Raiffeisen]] für Bedürftige.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Angelika Humann |Hrsg=Dr.-Ing.-Hans-Joachim-Lenz-Stiftung |Titel=Menschen, die die Welt bewegten eine Vortragsreihe im Haus der Stiftung |Auflage=1. Aufl. |Ort=Mainz |Datum=2012 |ISBN=978-3-938088-29-6 |Seiten=140}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tambora 1815 ===&lt;br /&gt;
Der Ausbruch des [[Tambora]] auf [[Sumbawa]] ([[Indonesien]]) am 10. April – 15. April 1815 hatte 12.000 Todesfälle zur Folge, weitere 50.000 bis 80.000 starben durch die folgenden [[Erdbeben]] und Flutwellen sowie den Ascheregen auf [[Lombok]]. Er gilt als größter Vulkanausbruch der letzten 10.000 Jahre. Der Ausbruch hatte eine Stärke von sieben auf dem [[Vulkanexplosivitätsindex]] (VEI). Durch den Eintrag großer Aschemengen in die Atmosphäre wurde die Sonneneinstrahlung so geschwächt, dass das Jahr 1816 als [[Jahr ohne Sommer]] in Nordamerika und Teilen Europas in die Geschichte einging.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=C. Oppenheimer |url=http://content.ebscohost.com/pdf10/pdf/2003/6VI/01Jun03/9915776.pdf |titel=Climatic, environmental and human consequences of the largest known historic eruption |werk=Progress in Physical Geography |seiten=230–259 |zugriff=2010-11-07 |format=PDF, 1,2 MB |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1809er Eruption ===&lt;br /&gt;
Anhand von Maxima im [[Sulfat]]&amp;amp;shy;gehalt von [[Eisbohrkern]]en wurde für das Jahr 1809 der Ausbruch eines unbekannten, in tropischen Breiten verorteten Vulkans postuliert, der mindestens [[Vulkanexplosivitätsindex|VEI]] 6 erreicht haben muss. Dieser soll für das kühle Klima in den frühen 1810er Jahren, noch vor dem bestens dokumentierten Ausbruch des Tambora (siehe [[#Tambora 1815|oben]]), verantwortlich zeichnen. Überlieferungen zeitgenössischer südamerikanischer Wissenschaftler legen nahe, dass dieser Ausbruch tatsächlich bereits am Ende des Jahres 1808 stattfand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Guevara-Murua, C. A. Williams, E. J. Hendy, A. C. Rust, K. V. Cashman |Titel=Observations of a stratospheric aerosol veil from a tropical volcanic eruption in December 1808: is this the Unknown ∼1809 eruption? |Sammelwerk=Clim. Past |Band=10 |Nummer=5 |Datum=2014-09-16 |ISSN=1814-9332 |Seiten=1707–1722 |Online=https://www.clim-past.net/10/1707/2014/ |DOI=10.5194/cp-10-1707-2014 |Abruf=2017-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Laki 1783–84 ===&lt;br /&gt;
Die 25&amp;amp;nbsp;km lange [[Vulkanspalte]] der [[Lakikrater]] (insgesamt mehr als hundert Krater) auf [[Island]] bildete sich im Juni 1783 – März 1784: eine der größten Eruptionen in geschichtlicher Zeit. Den Kratern entfloss eine Lavamenge von mind. 12&amp;amp;nbsp;km³, die sich auf eine Fläche von 565&amp;amp;nbsp;km² verteilte. Die Asche ([[Fluor]]-Niederschlag) vergiftete die Weiden auf der ganzen Insel; die Schwefel-Aerosole schirmten die Erde gegen das Sonnenlicht ab, sorgten für einen vulkanischen Winter und erzeugten damit Missernten in ganz Europa. In den nächsten drei Jahren starb mehr als 1/5 der Inselbevölkerung an Hunger und Krankheiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Thor Thordarsson, Armann Hoskuldsson: &amp;#039;&amp;#039;Iceland. Classic Geology in Europe 3.&amp;#039;&amp;#039; Harpenden 2002, S.&amp;amp;nbsp;111 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ätna 1669 ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 1669 produzierte der [[Ätna]] einen seiner schwerwiegendsten Ausbrüche. Dabei wurde die Stadt [[Catania]] zerstört und etwa 20.000 Menschen starben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/aetna-ausbruch-der-groesste-vulkan-europas-129172.html Ätna-Ausbruch – Der größte Vulkan Europas] FAZ-NET, 7. November 2010 Zugriff: 7. November 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parker 1641 ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1641 eruptierte der [[Parker (Vulkan)|Parker]] auf der Insel [[Mindanao]], [[Philippinen]], so große Mengen, dass die Insel wochenlang in Dunkelheit gehüllt wurde. Ablagerungen des entsprechenden Ascheregens konnten noch auf der fast 600 km entfernten Insel [[Panay (Insel)|Panay]] nachgewiesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Francisco G. Delfin, Jr, Christopher G. Newhal, Mylene L. Martinez, Noel D. Salonga, Francis Edward B. Bayon, Deborah Trimble, Rene Solidun: &amp;#039;&amp;#039;Geological, &amp;lt;sup&amp;gt;14&amp;lt;/sup&amp;gt;C, and historical evidence for a 17th century eruption of Parker Volcano, Mindanao, Philippines.&amp;#039;&amp;#039; Journal of the Geological Society of the Philippines. Bd.&amp;amp;nbsp;52, Nr.&amp;amp;nbsp;1, 1997, S.&amp;amp;nbsp;25–42 ([https://www.researchgate.net/publication/291830824 ResearchGate])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vesuv 1631 ===&lt;br /&gt;
Der Ausbruch des [[Vesuv]] am 16. Dezember 1631 hatte etwa 4000 Todesfälle zur Folge. Rund 80 Ortschaften wurden beschädigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ov.ingv.it/ov/en.html Vulkanisches Institut am Vesuv] (englisch) Zugriff: 7. November 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kuwae 1452 oder 1453 ===&lt;br /&gt;
Der Ausbruch des [[Kuwae]], der zu [[Vanuatu]] im Südpazifik gehört, in den Jahren 1452 oder 1453 hatte weltweite Auswirkungen auf das Klima.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.jpl.nasa.gov/releases/93/release_1993_1543.html |wayback=20161214073610 |text=Vgl. die Forschungsergebnisse des amerikanischen Wissenschaftlers Pang zur Untersuchung von Jahresringen an Bäumen }} Abgerufen am 7. November 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eldgjá 934 oder 939 ===&lt;br /&gt;
Es handelt sich um eine fast 75&amp;amp;nbsp;km lange Vulkanspalte in [[Island]], die zum [[Vulkansystem]] der [[Katla]] gehört. Der zentrale Teil dieses Spaltensystems ist eine 8&amp;amp;nbsp;km lange und 150&amp;amp;nbsp;m tiefe Schlucht, die später [[Eldgjá]] genannt wurde. Die Vulkanspalte eruptierte vermutlich in den Jahren 934–40, nach neueren Arbeiten 939–949,&amp;lt;ref name=&amp;quot;oppenheimer2018&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Clive Oppenheimer u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=The Eldgjá eruption: timing, long-range impacts and influence on the Christianisation of Iceland |Sammelwerk=Climatic Change |Datum=2018-03 |DOI=10.1007/s10584-018-2171-9 |Kommentar=Open Access}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und erzeugte eines der größten bekannten Lavafelder der Welt (mit einer Lavamenge von zirka 18,1&amp;amp;nbsp;km³). Die Eruptionsserie hatte auch explosive Phasen und pumpte insgesamt 219 Mill. [[Tonne (Einheit)|Tonnen]] an Schwefeldioxid in die Atmosphäre. Der Pinatubo war 1991 im Vergleich dazu mit seinen 10 Mill. Tonnen nur ein kleineres Ereignis. Andererseits zog sich die Eruption der Eldgjá über Jahre hin, so dass sich die Emissionswirkung verteilen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Thor Thordarsson, Armann Hoskuldsson: &amp;#039;&amp;#039;Iceland. Classic Geology in Europe 3.&amp;#039;&amp;#039; Harpenden 2002, S. 109ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vesuv 79 n. Chr. ===&lt;br /&gt;
Einer der berühmtesten Vulkanausbrüche der Welt ist zweifelsohne der des [[Vesuv]] am 24. August des Jahres 79 n.&amp;amp;nbsp;Chr. Es handelte sich um den namengebenden Plinianischen Ausbruch, der Stufe VEI5 auf dem [[Vulkanexplosivitätsindex]] erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er endete mit der Zerstörung der Städte [[Pompeji]], [[Stabiae]] u. [[Herculaneum]], vor allem durch [[Glutwolke]]n und [[Pyroklastischer Strom|Pyroklastische Ströme]]. Dabei waren Tausende von Toten zu beklagen. Einer davon war [[Plinius der Ältere]], der Onkel des überlebenden Berichterstatters [[Plinius der Jüngere|Plinius des Jüngeren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Santorin 1628 v. Chr. (?) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Minoische Eruption}}&lt;br /&gt;
Eine sehr bedeutende Vulkaneruption ereignete sich vermutlich im Jahre 1628 v.&amp;amp;nbsp;Chr. auf der Insel [[Santorin]], die zu Griechenland gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link|date=2017-09-14|url=http://www.santorini.net/119.html|text=Zur Entwicklung des Vulkans vgl. Vulkanüberwachung Santorin Zugriff: 6. November 2010}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zahl der damaligen Todesopfer ist unbekannt, die Bewohner der Stadt [[Akrotiri (Santorin)|Akrotiri]] konnten möglicherweise rechtzeitig die Insel verlassen. Man nimmt jedoch mittelbar (Ascheregen, evtl. Flutwelle) starke Auswirkungen auf weite Teile des [[Ägäis]]raums an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GVP|vn=212040|linktext=Santorini|download=2017-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die langfristigen Folgen der Eruption könnten ein Grund für den Untergang der Kultur der [[Minoer]] gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Laacher See ca. 10.930 v. Chr. ===&lt;br /&gt;
Etwa im Jahr 10.930 v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Litt, Karl-Ernst Behre, Klaus-Dieter Meyer, Hans-Jürgen Stephan und Stefan Wansa |Titel=Eiszeitalter und Gegenwart |TitelErg=Stratigraphische Begriffe für das Quartär des norddeutschen Vereisungsgebietes |Sammelwerk=Quaternary Science Journal |Nummer=56(1/2) |Ort=Hannover |Datum=2007 |ISSN=0424-7116 |Seiten=7–65 |Online=http://quaternary-science.publiss.net/issues/54/articles/763 |DOI=10.3285/eg.56.1-2.02 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden während drei Tagen ca. 16&amp;amp;nbsp;km³ [[Vulkanische Asche|vulkanischer Asche]] und Bims bei einer Eruption in der [[Vulkaneifel]] ausgeschleudert&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.geo.uni-jena.de/geophysik/inhalt/gravimetry/LaacherSee.pdf | wayback=20120616233612 | text=DIPLOMARBEIT „Gravimetrische Untersuchungen am Südrand des Laacher Sees zur Auflösung der Untergrundstruktur im Randbereich des Vulkans“}} Diplomarbeit von Claudia Köhler 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei die [[Caldera (Krater)|Caldera]] des [[Laacher See]]s entstand. Die feineren Ablagerungen der Explosion sind noch bis nach Schweden als schmaler Bimshorizont (bekannt als &amp;#039;&amp;#039;Laacher-See-Tephra, LST&amp;#039;&amp;#039;) zu finden, in 20&amp;amp;nbsp;km Entfernung als 2&amp;amp;nbsp;m mächtige Ablagerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taupo ca. 24.500 v. Chr. ===&lt;br /&gt;
Der [[Oruanui-Ausbruch]] in der [[Taupō Volcanic Zone|{{lang|mi|Taupō}} {{lang|en|Volcanic Zone}}]] auf der [[Nordinsel (Neuseeland)|Nordinsel Neuseelands]] gilt als letzte Supereruption (vor 26.500 Jahren).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Calvin F. Miller, David A. Wark |Titel=Supervolcanoes and their Explosive Supereruptions |Sammelwerk=Elements |Band=4 |Nummer=1 |Datum=2008-02-01 |ISSN=1811-5209 |Seiten=11–15 |Online=http://elements.geoscienceworld.org/content/4/1/11 |DOI=10.2113/gselements.4.1.11 |Abruf=2017-09-13}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Literatur |Autor=Colin J. N. Wilson |Titel=Supereruptions and Supervolcanoes: Processes and Products |Sammelwerk=Elements |Band=4 |Nummer=1 |Datum=2008-02-01 |ISSN=1811-5209 |Seiten=29–34 |Online=http://elements.geoscienceworld.org/content/4/1/29 |DOI=10.2113/gselements.4.1.29 |Abruf=2017-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das ausgeworfene Material hatte einen Umfang von 1.170&amp;amp;nbsp;km³.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GVP|vn=241070|name=Taupo|download=2017-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phlegräische Felder etwa 37.280 v. Chr. ===&lt;br /&gt;
Bei dieser supermassiven Eruption wurden ca. 80 bis 150&amp;amp;nbsp;km³ [[Tephra]] ausgestoßen, was einem [[Vulkanexplosivitätsindex]] von 7 entspricht. Siehe auch [[Phlegräische Felder]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Toba ca. 74.000 v. Chr. ===&lt;br /&gt;
Bei der Eruption des [[Tobasee|Toba]] auf [[Sumatra]], etwa 74.000 v.&amp;amp;nbsp;Chr., wurden 2.800 Kubikkilometer Material in die Luft geschleudert. Die Erdtemperatur wurde im [[Vulkanischer Winter|vulkanischen Winter]] um 5&amp;amp;nbsp;Grad gesenkt. Einer Theorie von Stanley Ambrose der Univ. of Illinois zufolge starb der &amp;#039;&amp;#039;[[Mensch|Homo sapiens]]&amp;#039;&amp;#039; fast aus (siehe [[Toba-Katastrophentheorie]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Die größte Krise der Menschheit |Sammelwerk=sueddeutsche.de |Datum=2010 |ISSN=0174-4917 |Online=http://www.sueddeutsche.de/wissen/supervulkan-toba-die-groesste-krise-der-menschheit-1.466786-2?page=4 |Abruf=2017-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Yellowstone Vulkan 630.000 v. Chr. ===&lt;br /&gt;
Am [[Yellowstone (Vulkan)]] ereigneten sich große Ausbrüche im heutigen Nationalpark beziehungsweise seinem unmittelbaren Umfeld vor 2,1 Millionen (&amp;#039;&amp;#039;Huckleberry-Ridge-Ausbruch&amp;#039;&amp;#039;), 1,3 Millionen (&amp;#039;&amp;#039;Mesa-Falls-Ausbruch&amp;#039;&amp;#039;) und 0,64 Millionen Jahren (&amp;#039;&amp;#039;Lava-Creek-Ausbruch&amp;#039;&amp;#039;). Die erstere zählt zu den größten überhaupt bisher bekannten Eruptionen auf der Erde mit einem Auswurf an 2.450&amp;amp;nbsp;km³ an Materialien.&amp;lt;ref&amp;gt;Stromboli online: [http://www.swisseduc.ch/stromboli/perm/yellowstone/geol-de.html Yellowstone Caldera] (abgerufen am 6. November 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== La Garita Caldera vor 27,8 Mill. Jahren ===&lt;br /&gt;
Beim Ausbruch der [[La-Garita-Caldera]] (VEI-8) in [[Colorado]] vor rund 27,8&amp;amp;nbsp;Millionen Jahren, handelt es sich um einen der bedeutendsten bekannten Vulkanausbrüche. Der Vulkan warf 5.000 [[Kubikkilometer]] [[Tephra]] aus, die heute die [[Fish-Canyon]]-Tuffe bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://staff.aist.go.jp/s-takarada/CEV/newsletter/lagarita.html |titel=Largest explosive eruptions: New results for the 27.8 Ma Fish Canyon Tuff and the La Garita caldera, San Juan volcanic field, Colorado |werk=staff.aist.go.jp |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110519165154/http://staff.aist.go.jp/s-takarada/CEV/newsletter/lagarita.html |archiv-datum=2011-05-19 |zugriff=2017-09-14 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorhersagemethoden ==&lt;br /&gt;
Inzwischen hat die Wissenschaft zahlreiche Methoden gefunden, um die Vorhersage von Vulkanausbrüchen genauer zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Messung von [[Erdbeben]], die auch die sehr niedrigfrequenten, d.&amp;amp;nbsp;h. den sog. [[Vulkanischer Tremor|vulkanischen Tremor]] erfasst, setzt man die [[Geodäsie]] ein, Messungen, die ein Aufblähen des Vulkans feststellen. Zu diesem Zwecke verwendet man inzwischen auch [[GPS]]-Systeme und [[Satellit (Raumfahrt)|Satellitenbeobachtung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satelliten dienen aber auch der Beobachtung und zur Frühwarnung bzgl. Anzeichen von Ausbrüchen sehr abgelegener Vulkane wie etwa auf den [[Aleuten]] oder der Halbinsel [[Kamtschatka]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem beobachten Geologen die Anzahl und das Verhalten von heißen Quellen, die zum Vulkan gehören. Wenn sich deren Anzahl und Größe erhöhen, kann dies ein Anzeichen eines bevorstehenden Ausbruchs sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marc Szeglat |url=http://www.vulkane.net/vulkanismus/monitoring/monitoring.html |titel=Vulkanbeobachtung - Monitoring und Vorhersage von Vulkanausbrüchen |werk=vulkane.net |zugriff=2017-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich werden die chemischen Zusammensetzungen von [[Ausgasung]]en, aber auch die aller Gewässer rund um den betreffenden Vulkan auf das Auftreten und die enthaltene Menge bestimmter Gase wie [[Kohlendioxid]], [[Fluor]] und [[Schwefeldioxid]] überwacht. Auch die [[elektrische Leitfähigkeit]] von Gewässern wird überprüft, da erhöhte Leitfähigkeit auf gestiegene vulkanische Aktivität im Gebiet hinweisen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswertung und Zusammenschau derartiger Daten vermittelt ein immer genaueres Bild vom gegenwärtigen Zustand eines Vulkans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderer Wichtigkeit zur Verhütung von Vulkankatastrophen sind allerdings die Aufklärung der Bevölkerung und eine gute Kooperation zwischen den Wissenschaftlern und den örtlichen Behörden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. z.&amp;amp;nbsp;B. Schmincke, ebd., S. 200 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Liste großer historischer Vulkanausbrüche]]&lt;br /&gt;
*[[Vulkanismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.volcano.si.edu/ Global Volcanism Program, Smithsonian Inst. (englisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanausbruch| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ruebezahll</name></author>
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