<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Vorsfelder_Werder</id>
	<title>Vorsfelder Werder - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Vorsfelder_Werder"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vorsfelder_Werder&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-22T03:01:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vorsfelder_Werder&amp;diff=301864&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Josef J. Jarosch am 27. November 2024 um 20:25 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vorsfelder_Werder&amp;diff=301864&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-11-27T20:25:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Vorsfelder Werder Skizze.png|mini|Siedlungen und [[Gemarkung]]en auf dem Vorsfelder Werder im 18. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Werder1.jpg|mini|Landschaft des Vorsfelder Werders nördlich von Eischott]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vorsfelder Werder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine von Niederungen umgebene, 15 m höher gelegene [[Geest]]platte im östlichen [[Niedersachsen]] an der Grenze zu [[Sachsen-Anhalt]]. Der etwa 80 km² große [[Werder (Landschaft)|Werder]] stellt eine [[historische Landschaft]] dar, die seit dem [[Mittelalter]] zum Adelsgeschlecht [[Bartensleben (Adelsgeschlecht)|derer von Bartensleben]] auf der nahen [[Wolfsburg (Schloss)|Wolfsburg]] gehörte. Später verwaltete das [[Amt Vorsfelde]] vom Hauptort [[Vorsfelde]] aus das Gebiet bis zur [[Gebietsreform]] vom 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1972. Danach kam der Landstrich zu etwa gleichen Teilen an die Stadt [[Wolfsburg]] und den [[Landkreis Gifhorn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungen auf dem Werder ==&lt;br /&gt;
[[Siedlung]]en:&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* [[Vorsfelde]]&lt;br /&gt;
* [[Ahnebeck]]&lt;br /&gt;
* [[Bergfeld]]&lt;br /&gt;
* [[Brackstedt]]&lt;br /&gt;
* [[Brechtorf]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* [[Eischott]]&lt;br /&gt;
* [[Hoitlingen]]&lt;br /&gt;
* [[Kästorf (Wolfsburg)|Kästorf]]&lt;br /&gt;
* [[Parsau]]&lt;br /&gt;
* [[Rühen]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* [[Tiddische]]&lt;br /&gt;
* [[Velstove]]&lt;br /&gt;
* [[Warmenau (Wolfsburg)|Warmenau]]&lt;br /&gt;
* [[Wendschott]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wüstung]]en:&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* [[Achtenbüttel]]&lt;br /&gt;
* Badecot&lt;br /&gt;
* Giebelgabau&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Klein Kästorf&lt;br /&gt;
* Krossnitz&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dörfer liegen fast alle am Rande des Werders. Sie befinden sich nahe an Niederungen, wo es günstige Grundwasserverhältnisse gibt, und gleichzeitig in Bereichen, die hochwasserfrei sind. Zwölf der 14 heute noch bestehenden Siedlungen haben die Dorfform eines [[Rundling]]s. Dies weist ebenso wie slawischen [[Flurstück|Flurbezeichnungen]] auf eine frühere Besiedlung des Raums durch [[Wenden]] hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;De werder tu varsuelde&amp;#039;&amp;#039; (der Werder zu Vorsfelde) ist urkundlich erstmals 1309 nachgewiesen, als der [[Herzogtum Braunschweig|Braunschweiger Herzog]] seine Herrschaft über das Gebiet vorübergehend an den [[Mark Brandenburg|brandenburgischen]] [[Markgraf]]en abtrat. Gelegentlich wurde in späteren historischen Urkunden die höher gelegene Landschaft auch als &amp;#039;&amp;#039;Wolfsburger Werder&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Dies war darin begründet, dass das Gebiet [[Lehnswesen|Lehnsbesitz]] des Adelsgeschlechts derer von Bartensleben von der &amp;#039;&amp;#039;Wolfsburg&amp;#039;&amp;#039; war. Nach dem Erlöschen des Geschlechtes im Mannesstamme 1742 hieß es nur noch &amp;#039;&amp;#039;Vorsfelder Werder&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vorsfelder Werder.jpg|mini|Steiniger Acker auf dem Werder mit Abwasserverregnung bei Brackstedt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Geest]]rücken des Vorsfelder Werders liegt auf durchschnittlich {{Höhe|70|DE-NN|link=true}} und damit rund 15 Meter höher als die umgebenden Niederungen. Erhebungen sind der &amp;#039;&amp;#039;Stahlberg&amp;#039;&amp;#039; (76 m ü. NN) bei [[Brackstedt]] und der &amp;#039;&amp;#039;Weiße Berg&amp;#039;&amp;#039; östlich von [[Tiddische]] (70 m ü. NN). Bei einer Ausdehnung von 7 mal 12 Kilometer nimmt der Werder eine Fläche von rund 80 km² ein. Begrenzt ist das Gebiet im Westen zum [[Samtgemeinde Boldecker Land|Boldecker Land]] hin von der [[Kleine Aller|Kleinen Aller]], im Norden von der Rhodischen Aller und dem Landgraben, im Osten durch die feuchte [[Drömling]]sniederung (früher als Grenze zum [[Königreich Preußen]]) und im Süden vom [[Urstromtal]] der [[Aller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Werder ist naturräumlich gesehen ein Ausläufer der [[Lüneburger Heide]], deren südlichsten Punkt er darstellt, wo er an der Oberen Allerniederung in das Feuchtgebiet [[Drömling]] übergeht. Als Teil der [[Südheide]] bildet der Werder den Abschluss der [[Südheide#Südliche Ostheide|südlichen Ostheide]]. Die heutige Landschaftsform entstand in der vorletzten [[Eiszeitalter|Eiszeit]], der [[Saale-Komplex|Saaleeiszeit]]. Die Eismassen formten den Werder vor über 100.000 Jahren mit ihren [[Grundmoräne]]n. Deswegen sind auch heute die Böden, wenn nicht lehmig und wasserstauend, dann sandig und steinig. Die Ackerböden waren im [[Mittelalter]] durchweg schlecht und wenig fruchtbar. Daher wurden in den ersten Feldvermessungen im 18. Jahrhundert die ausgedehnten Ödflächen auf dem Werder als [[Heide (Landschaft)|Heide]] bezeichnet, obwohl darauf kein [[Besenheide|Heidekraut]] wuchs. Wegen des kargen Bodens kam es um 1800 zu Aufforstungen mit weitläufigen Kiefernwäldern zwischen Tiddische und [[Rühen]], die heute rund 15 km² einnehmen. Auch heute bedarf der Boden bei landwirtschaftlicher Nutzung der Düngung, so durch Abwasserverregnung auf [[Rieselfeld]]ern bei Brackstedt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit mitten auf dem Werder zwischen [[Velstove]], [[Brechtorf]] und [[Eischott]] stellte bis zum 19. Jahrhundert der [[Wipperteich]] dar. Er war bis zu seiner Trockenlegung 1841 mit 200 [[Hektar]] Fläche das größte Gewässer im [[Herzogtum Braunschweig]]. Der mit einem 500 Meter langen Damm angestaute [[Teich]] diente der Fischzucht und dem Betrieb der nahe gelegenen [[Wippermühle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vorsfelder Werder 1745.jpg|mini|Karte des Vorsfelder Werders von 1745, noch mit dem heute nicht mehr vorhandenen Brackstedter Teich und dem [[Wipperteich]]]]&lt;br /&gt;
In frühgeschichtlicher Zeit war der Werder dünn besiedelt. Vor der Zeitenwende ist eine [[Germanen|germanische]] Bevölkerung und seit der [[Völkerwanderung]]szeit ein Nachrücken von slawischen Stämmen aus dem Osten anzunehmen. Bei der mittelalterlichen [[Landesausbau|Binnenkolonisation]] im 12. Jahrhundert entstanden auf dem Werder 18 Dörfer mit dem [[Flecken (Ort)|Flecken]] Vorsfelde als Markt-, Gerichts- und Kirchort. Die Dörfer wurden in der Siedlungsform des [[Rundling]]s angelegt und vermutlich mit dem slawischen Stamm der [[Wenden]] besetzt. Flur- und Dorfnamen sprechen für diese Annahme. Ähnliche Entwicklungen werden in der gesamten deutsch-slawischen Kontaktzone zwischen der Ostsee und dem [[Erzgebirge]] während des Mittelalters vermutet (siehe [[Rundling#Entstehung|Rundlingsentstehung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahezu während des gesamten Mittelalters gehörte der Werder und sein Hauptort Vorsfelde zum [[Herzogtum Braunschweig-Lüneburg]]. Die Braunschweiger Herzöge gaben das Land jeweils als Lehen an die Familie derer [[Bartensleben (Adelsgeschlecht)|von Bartensleben]], die auf der nahegelegenen &amp;#039;&amp;#039;Wolfsburg&amp;#039;&amp;#039; residierten. Im 14. Jahrhundert war der Werder zeitweise im Pfandbesitz der Stadt [[Braunschweig]], die hier die Aller-[[Furt]] einer wichtigen [[Handelsstraße]] nach [[Salzwedel]] sichern wollte. 1366 gibt es urkundliche Nennungen einiger Werderdörfer, die der Braunschweiger Stadtschreiber wegen ihrer [[Zehnt]]zahlungen niederschrieb. Die [[Wenden|wendischen]] Werderdörfer werden nicht genannt, da sie abgabefrei waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Linie derer &amp;#039;&amp;#039;von Bartensleben&amp;#039;&amp;#039; 1742 mit dem Tod des letzten männlichen Vertreters [[Gebhard Werner von Bartensleben]] endete, fiel der Werder an das Herzogtum Braunschweig zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Fimpel: &amp;#039;&amp;#039;Bartensleben, Gebhard Werner von.&amp;#039;&amp;#039; in: {{BibISBN|3937664467|Seite=69}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Herzog richtete im Hauptort das [[Amt Vorsfelde]] als Verwaltungs-, Markt- und Gerichtsort ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der [[Magdeburg]]er Schulrektor und Heimatchronist [[Samuel Walther]] beschrieb das Land des Werders in seinen &amp;#039;&amp;#039;Magdeburgischen Merckwürdigkeiten Teil VII.&amp;#039;&amp;#039; von 1737 so:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Das Land von Wolfsburg bis [[Brome]] ist sandigt, hat wenig Holtz, erndtet viel [[Echter Buchweizen|Buch-Weitzen]], zwischen Vorsfeld aber und [[Grafhorst]] ist des Holtzes desto mehr.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Meibeyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Siedlungen des Vorsfelder Werders&amp;#039;&amp;#039; in [[Braunschweigische Heimat]], September 1965, S. 65–77 ([https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00043196/Ha-308-51.pdf Online])&lt;br /&gt;
* Johann Dietrich Bödeker: &amp;#039;&amp;#039;Das Land Brome und der obere Vorsfelder Werder. Geschichte des Raumes an Ohre, Drömling und Kleiner Aller.&amp;#039;&amp;#039; Braunschweig 1985, ISBN 3-87884-028-4&lt;br /&gt;
* Axel Hindemith: &amp;#039;&amp;#039;Vorsfelder Werder.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;[[Braunschweiger Zeitung|Wolfsburger Nachrichten]]&amp;#039;&amp;#039; vom 9. Mai, 18. Juli, 23. Juli 1987&lt;br /&gt;
* Friedrich Brandes: &amp;#039;&amp;#039;Vorsfelde und die Werderdörfer&amp;#039;&amp;#039;, 1989 ([https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00009088/Vorsfelde.pdf Online])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Vorsfeldes.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Stadtarchiv Wolfsburg, Wolfsburg 1995, ISBN 3-929464-01-2&lt;br /&gt;
* Maria Schlelein: &amp;#039;&amp;#039;Unter dem Bartenslebischen Joche. Zur Lage der Bevölkerung in Vorsfelde und den Werder-Dörfern in den elenden Zeiten des 17. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Wolfsburg, 2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52.50118 |EW=10.84007 |dim=1000 |region=DE-ST |type=landmark }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4497036-5|VIAF=241856871}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Wolfsburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Gifhorn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsfelde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Wolfsburg)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Josef J. Jarosch</name></author>
	</entry>
</feed>