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	<title>Vorschickung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T09:20:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vorschickung&amp;diff=463879&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie, Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2026-03-25T09:53:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie, Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vorschickung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine nur im [[Patriziat (Nürnberg)|Nürnberger Patriziat]] seit dem 15. Jahrhundert verbreitete Rechtsform, mit der das Familiengut als [[Kondominium]] unter der Verwaltung des Familienältesten dauerhaft bewahrt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenstand ==&lt;br /&gt;
Die Nürnberger Patrizier hatten seit dem Spätmittelalter zahlreiche Stadthäuser und auch ländliche [[Grundherrschaft]]en im Umland erworben. Da diese Besitze meist bald wieder verkauft wurden, waren manche Familien dazu übergegangen, sie in Familienstiftungen einzubringen (in Nürnberg „Vorschickung“ genannt), die meist von den Familienältesten administriert wurden und bei Aussterben der Familie von Administratoren aus verwandten Geschlechtern übernommen wurden. In diesen Fällen wechselt die Verwalterposition auf Lebenszeit auch manchmal zwischen zwei oder drei Familien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorschickung wurde testamentarisch vereinbart und umfasste Nutzungsberechtigungen an Vermögen (namentlich an Grundbesitz), verbunden mit Wohnrechten an Herrensitzen und Stadthäusern. In der Regel war der älteste Erbe Verwalter und Nutznießer der Vorschickung. Diese diente oft auch der dauernden Sicherung von [[Kulturgut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bayern hob die Familienstiftungen 1808 auf, was zu zahlreichen Verkäufen führte. Später gelang es jedoch, die verbliebenen Stiftungsbesitze in der Form des [[Fideikommiss]]es fortzuführen. Diese wiederum wurden 1919 abgeschafft. Erneut gelang einigen Stiftungen, in privatrechtlicher Form bis heute zu überdauern, wobei manchmal die jahrhundertealten Bestimmungen über die Verwaltung und Nutznießung bis heute gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* Auf zwei Vorschickungen des 15. Jahrhunderts ging die in die Verwaltung des [[Heilig-Geist-Spital (Nürnberg)|Heilig-Geist-Spitals]]  gelangte &amp;#039;&amp;#039;[[Rieter von Kornburg|Rieter]]stiftung&amp;#039;&amp;#039; zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Kaufmann Paulus II. [[Praun (Patrizier)|Praun]] (1548–1616) nutzte das Rechtsinstrument der Vorschickung, um seine Kunstsammlung, das &amp;#039;&amp;#039;[[Praunsches Kabinett|Praunsche Kabinett]]&amp;#039;&amp;#039;, zusammenzuhalten, die jedoch 1801 aufgelöst und verkauft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bis heute existieren Vorschickungen der Familien [[Tucher von Simmelsdorf|Tucher]] (Schlösser [[Simmelsdorf]] und [[Schoppershof]]) sowie [[Welser]] (Schloss [[Neunhof (Lauf an der Pegnitz)|Neunhof bei Lauf]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;[[Schlüsselfelder von Kirchensittenbach|Schlüsselfelder]]sche Familienstiftung&amp;#039;&amp;#039; der 1709 erloschenen Familie (der bis heute das [[Nassauer Haus (Nürnberg)|Nassauer Haus]] in Nürnberg und das [[Schloss Kugelhammer]] gehören) wird im Wechsel von den [[Kreß von Kressenstein|Kreß]] und [[Volckamer von Kirchensittenbach|Volckamer]] administriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;[[Tetzel von Kirchensittenbach|Tetzel]]sche Familienstiftung&amp;#039;&amp;#039; besitzt seit 1612 das Tetzelschloss in [[Kirchensittenbach]]. Sie wurde zuerst von den Schlüsselfeldern administriert und wird seit 1709 bis heute von den [[Volckamer von Kirchensittenbach|Volckamer]] im Wechsel zunächst mit den [[Pfinzing von Henfenfeld|Pfinzing]] († 1764), [[Behaim von Schwarzbach auf Kirchensittenbach|Behaim]] († 1942) und seit 1942 mit den [[Stromer von Reichenbach|Stromer]] verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;[[Grundherr von Altenthann und Weiherhaus|Grundherr’sche]] Familienstiftung&amp;#039;&amp;#039; verwaltet seit 1857 den 1472 erworbenen Herrensitz [[Weiherhaus (Feucht)|Weiherhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Sigmund Freiherr von Hallersche Familienstiftung&amp;#039;&amp;#039; besitzt seit 1873 das Schloss [[Großgründlach]], welches 1764 nach dem Aussterben der [[Pfinzing von Henfenfeld|Pfinzing]], die es seit 1616 besessen hatten, an die [[Haller von Hallerstein]] gefallen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erst im Jahr 2000 wurde die gemeinnützige Familienstiftung der [[Stromer von Reichenbach|Stromer]] mit dem Stiftungsgut [[Schloss Grünsberg]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hermann Schreiber: &amp;#039;&amp;#039;Vorschickung und Familienfideikommiß im Patriziat der Reichsstadt Nürnberg&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, Universität Erlangen 1967.&lt;br /&gt;
* {{Stadtlexikon Nürnberg|id=5690|lemma=Vorschickung|autor=MD|seite=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte der Frühen Neuzeit (Deutschland)|Vorschickung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Nürnberg)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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