<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Vorgeschichte_Polens</id>
	<title>Vorgeschichte Polens - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Vorgeschichte_Polens"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vorgeschichte_Polens&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T12:23:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vorgeschichte_Polens&amp;diff=1861329&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Feirefis: /* Bronze- und Eisenzeit */ Präzisierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vorgeschichte_Polens&amp;diff=1861329&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-21T16:39:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bronze- und Eisenzeit: &lt;/span&gt; Präzisierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte im Gebiet des heutigen Polens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beginnt mit der [[Altsteinzeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paläolithikum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pleistocene glaciations in Poland.png|mini|Die Ausdehnung der Gletscher in den verschiedenen Kaltzeiten; 1: [[Günz-Kaltzeit]], 2: 730–430 kya, 6–7: [[Riß-Kaltzeit]], 8: [[Weichsel-Kaltzeit]]]]&lt;br /&gt;
Das [[Paläolithikum]] (die Altsteinzeit), der längste Abschnitt in der Menschheitsgeschichte, hatte aufgrund der dreifachen Vergletscherung Polens einen anderen Verlauf als südlich der [[Karpaten]]. Die ältesten menschlichen Spuren, einzelne [[Altpaläolithikum|altpaläolithische]] [[Steingerät|Steinwerkzeuge]] von [[Neandertaler]]n, findet man nur in Südpolen. Sie stammen aus dem [[Mindel-Riß-Interglazial]] und dem [[Riß-Glazial]] (zwischen 230.000 und 110.000&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) Aus dem folgenden [[Riß-Würm-Interglazial]] und einem Teil des [[Würm-Glazial]]s (110.000 bis 40.000&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) finden sich bereits mehr Hinweise auf die Besiedelung durch Neandertaler. Sie stammen u.&amp;amp;nbsp;a. aus Höhlen in Südpolen, beispielsweise aus der [[Stajnia-Höhle]]. Die [[Feuerstein]]werkzeuge dieser Zeit, die typologisch zum [[Mittelpaläolithikum]] gehören, sind schon differenzierter, was die Entstehung einer neuen Tradition widerspiegelt. Charakteristisch für das Mittelpaläolithikum sind die Feuersteinmesser der [[Micoquien]]-[[Prądnik]]-Kultur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang des [[Jungpaläolithikum]]s (gegen 40.000&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) erscheint der [[Mensch|anatomisch moderne Mensch]] (&amp;#039;&amp;#039;Homo sapiens&amp;#039;&amp;#039;). Die ältesten Spuren, die auf ein Alter von 20.000 Jahren datiert werden, entdeckte man am [[Wawelhügel]] und seiner Höhle unweit von [[Krakau]]. Die Grenze der durch den Menschen besiedelten Gebiete verschob sich nach Norden und verlief nun durch Mittelpolen. Die Menschen bauten Hütten aus [[Mammuts|Mammutknochen]]. Neben dem Feuerstein, der spätestens ab 13.000 v. Chr. abgebaut wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Steinzeit&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 151.&amp;lt;/ref&amp;gt; begann man, Knochen als Rohstoff für die Herstellung von [[Knochenwerkzeug|Werkzeugen]], [[Speer]]spitzen und Schmuck zu gebrauchen. Aus Tierzähnen wurden Halsketten gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten Jungpaläolithikum (13. bis 9.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) lebten die Menschen von der Jagd auf [[Ren]]tiere, die die [[Tundra]] bewohnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mesolithikum ==&lt;br /&gt;
Mit der weiteren Erwärmung des Klimas begann um 8300&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. das [[Mesolithikum]] (die Mittelsteinzeit), das bis zum 5.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. dauerte. Das Frühmesolithikum wird der [[Maglemose-Kultur]] zugewiesen, das Spätmesolithikum (6000–4000&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) den [[Komornica-Kultur|Komornica-]] und [[Janisławice-Kultur]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Marek Novak, Hunter-Gatherers and early ceramics in Poland. In: Peter Jordan, [[Marek Zvelebil]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ceramics before farming. The dispersal of pottery among prehistoric Eurasian hunter-gatherers&amp;#039;&amp;#039;. Publications of the Institute of Archaeology, University College London. Walnut Creek, Left Coast Press 2009, 450&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit dem [[Boreal (Klimastufe)|Boreal]] bedeckten Wälder Polen. In einer dem Waldmilieu angepassten Wirtschaft spielte der [[Fischfang]] eine große Rolle. Aus Feuerstein, dem wichtigsten Rohstoff zur Herstellung von Werkzeugen, wurden sehr kleine Gegenstände gefertigt (von der [[Archäologie]] als [[Mikrolith]]en bezeichnet), vor allem die den neuen Jagdmethoden angepassten [[Pfeilspitze]]n; aus [[Geweih]]stücken waren [[Harpune]]n in Gebrauch. Aus Knochen, Horn und [[Bernstein]] wurden realistische Tierfigürchen gearbeitet. Wir kennen aus diesem Zeitalter Bestattungen, in denen die Leichen mit [[Rötel]] bestreut wurden, was vermutlich symbolische Bedeutung hatte. Das Grab aus [[Janisławice]] ist eines der am reichsten ausgestatteten mesolithischen Gräber in Europa. In der mit Rötel bestreuten Grabhöhle fand man die Leiche mit Beigaben von Pfeilspitzen, einer Zahnhalskette und Knochenmessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neolithikum (Jungsteinzeit) ==&lt;br /&gt;
Die [[Jungsteinzeit]] brachte die Kenntnis von Ackerbau und Viehhaltung, die in Mitteleuropa in Form der [[Linienbandkeramik]] (LBK) um 5300&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. die [[Weichsel]] erreichte. Die LBK brachte eine neue Keramiktradition mit, welche die seit dem Mesolithikum mit der [[Narva-Kultur]] verbreitete ersetzte. Die Bauern der Bandkeramik besiedelten ein großes Gebiet in Europa und hatten eine sehr gleichartige Wirtschafts- und Gesellschaftsform sowie Religion. Sie besiedelten die fruchtbaren [[Schwarzerde]]böden auf [[Löß]]. Wichtige Siedlungen wurden unter anderem in Kraków-Olszanica (Ortsteil von [[Krakau]]-Zwierzyniec)&amp;lt;ref&amp;gt;Sarunas Milisauskas, Archaeological investigations on the linear culture village of Olszanica. Wrocław, Zakład Narodowy Imienia Ossolińskich 1976; Sarunas Milisauskas, Early Neolithic settlement and society at Olszanica. Memoirs of the Museum of Anthropology, University of Michigan 19. Ann Arbor: University of Michigan, Museum of Anthropology&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Brześć Kujawski]] ausgegraben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Linienbandkeramik folgt die [[Notenkopfkeramik|Notenkopf-]] und die [[Stichbandkeramik]], in der polnischen Archäologie als „Spät-Donau-Gruppen“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Janusz Czebreszuk, Marzena Szmyt: &amp;#039;&amp;#039;Identities, Differentiation and Interactions on the Central European Plain in the 3rd millennium BC&amp;#039;&amp;#039;. In: Hansen/Müller, &amp;#039;&amp;#039;Sozialarchäologische Perspektiven: Gesellschaftlicher Wandel 5000–1500&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. zwischen Atlantik und Kaukasus&amp;#039;&amp;#039;. Theiß 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zur LBK, die von großer Einheitlichkeit war, entstanden Regionalkulturen. In Polen, Teilen Österreichs und Tschechiens war dies die Stichbandkeramik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend breitete sich die [[Jungneolithikum|jungneolithische]] [[Trichterbecherkultur]]en (TBK) auch auf weniger fruchtbaren Böden aus. Sie waren von den Niederlanden bis zur Ukraine und von Skandinavien bis Böhmen und Mähren verbreitet. Neue Mittel des Ackerbaues ([[Pflug]]) und des Transports (Wagen) lassen sich nachweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Bogucki: &amp;#039;&amp;#039;Animal Traction and Household Economies in Neolithic Europe&amp;#039;&amp;#039;. in: Antiquity 67 (1993) 492–503.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Bestattungen der Trichterbecherkultur fanden als Einzelgräber, in [[Totenhütte|Totenhäusern]], in [[Langbett]]en und in [[Ganggrab|Ganggräbern]] und [[Dolmen]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Magdalena Midgley]], &amp;#039;&amp;#039;T.R.B. culture: first farmers of the North European plain&amp;#039;&amp;#039;. Edinburgh University Press, 1992; Magdalena Midgley, &amp;#039;&amp;#039;The Megaliths of Northern Europe&amp;#039;&amp;#039;. Routledge, 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa 3100&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. kam in Mitteleuropa mit Schwerpunkt in Polen die [[Kugelamphorenkultur]] hinzu. Die Träger der Kugelamphorenkultur gewannen [[Feuerstein]] in großem Ausmaß, u.&amp;amp;nbsp;a. bergmännisch. Ein großer Komplex neolithischer Feuersteingruben befindet sich in [[Krzemionki]] Opatowskie (Südpolen). Hier hat man auf einem 4&amp;amp;nbsp;km langen und 15 bis 120&amp;amp;nbsp;Meter breiten Feld mehr als 3000 Schächte entdeckt. Von den Schächten, die ein paar Meter breit und bis 9&amp;amp;nbsp;Meter tief sind, zweigen horizontale Gänge ab. Die Höhe der Gewinnungskammern beträgt 0,55 bis 1,10&amp;amp;nbsp;Meter. Stehen gelassene Felspfeiler schützten das Höhlensystem vor dem Einsturz, und eine sinnreiche Lüftungsanlage ermöglichte die schwere Arbeit unter Tage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Kugelamphorenkultur folgte die endneolithische [[Schnurkeramik|Schnurkeramische Kultur]], die nach [[Radiokarbondatierung|&amp;lt;sup&amp;gt;14&amp;lt;/sup&amp;gt;C-Daten]] in Ost-Polen, möglicherweise noch weiter ostwärts, entstand.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Furholt, Die absolutchronologische Datierung der Schnurkeramik in Mitteleuropa und Südskandinavien. Universitätsforschungen zur Prähistorischen Archäologie 101. Bonn, Habelt 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist durch gehockte Einzelbestattungen in geschlechtsspezifischer Orientierung in [[Flachgrab|Flachgräbern]] gekennzeichnet, teilweise unter Grabhügeln, teilweise als [[Nachbestattung]]en in [[Megalith]]anlagen der Trichterbecherkultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bronze- und Eisenzeit ==&lt;br /&gt;
Die Nutzung von Kupfer ist in Polen seit der [[Jordansmühler Kultur]] belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Barbara Ottaway]], Earliest copper artifacts of the northalpine region: their analysis and evaluation. Schriften des Seminars für Urgeschichte der Universität Bern 7. Bern: Seminar für Urgeschichte, 1982.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Frühbronzezeit]] begann ab 1800&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. in den westlichen Gebieten mit der mitteleuropäischen [[Aunjetitzer Kultur]], während in Ostpolen weiterhin die [[Kultur (Archäologie)|Kultur]] der [[Schnurkeramik]] bestand. Neben dem Handwerk entwickelte sich der Handel: Einige [[Ägyptische Fayence|Fayenceperlen]], Gold und Mittelmeermuscheln zeugen von weit reichenden Verbindungen. Spezialisiertes Handwerk und beginnender Handel begünstigten die weitere soziale Differenzierung. Ein reiches Körpergrab der Periode A2 wurde in [[Łęki Małe]] entdeckt. Unter einem vier Meter hohen und 45 Meter breiten Grabhügel war eine Steinkammer errichtet worden. Neben den Skeletten eines Mannes und einer Frau und Tongefäßen fand man zahlreiche Bronzegegenstände, darunter einen [[Stabdolch]] und Goldschmuck. &lt;br /&gt;
Die [[Trzciniec-Kultur]] (1600–1300&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.)&amp;lt;ref&amp;gt;Kazimierz Godłowski, Jakuszowice – a multi-period settlement in southern Poland. Antiquity 65  (Number: 248), 1991, 662&amp;lt;/ref&amp;gt; ist aus Siedlungen mit glockenförmigen Vorratsgruben wie Jakuszowice und von Grabhügeln bekannt. Pferdegeschirr weist auf eine Verbindung in den [[Karpaten]]raum. Bronze bleibt insgesamt selten. Die Trzciniec-Kultur wird gewöhnlich in drei Phasen (B,C und D) unterteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Górski, Osada kultury trzcinieckiej w Jakuszowicach. Kraków 1991&amp;lt;/ref&amp;gt; Interessant sind die Massengräber der Trzciniec-Kultur. In [[Wolica Nowa]] hat man in einem Grab 23 Skelette, in Kosin 28 Skelette (elf Frauen, zehn Männer und sieben Kinder) gefunden. Es ist noch nicht geklärt, ob es sich um Familiengräber, Kriegergräber oder Begräbnisse eines „Fürsten“ mit seiner Gefolgschaft handelt. Fragmentarische Menschenreste könnten auf Kannibalismus weisen.&amp;lt;sup&amp;gt;[Quelle?]&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:02016 0064 Teil des Otomani-Füzesabony-Erdbaus, Straßen- und Torhaus von 1650 vor Christus.jpg|mini|Blick auf einen Teil des spätbronzezeitlichen Otomani-[[Füzesabony]]-Erdbaus, Straßen- und Torhauses von [[17. Jahrhundert v. Chr.|1650 vor Christus]] von Trzcinica bei [[Jasło]] – Rekonstruierte Burgsiedlung (2016)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:02016 0050 Die Otomani-Füzesabony-Hütten, um 1650 vor Christus.jpg|mini|Die Otomani-Füzesabony-Hütten, um 1650 bis zirka [[14. Jahrhundert v. Chr.|1350 vor Christus]], Trzcinica bei Jasło (2016)]]&lt;br /&gt;
Etwa ab dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. erstand aus der Trzciniec- und der Vorlausitzer Kultur die [[Lausitzer Kultur]], die den größten Teil des heutigen Polen einnahm. &lt;br /&gt;
Etwa 1200&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. ([[Hallstattzeit#Chronologie|Ha]] A-B) setzte sich die bereits in der mitteleuropäischen [[Urnenfelderkultur]] verbreitete Sitte der [[Brandbestattung]] durch, welche eine veränderte Religion andeuten könnte. &lt;br /&gt;
Der Lebensunterhalt beruhte wie vorher, vor allem auf Ackerbau und Haustierhaltung. Außer Getreide kultivierte man Hülsen- und Ölfrüchte sowie Gemüse und Obst. Die Jagd spielte eine kleinere Rolle.&lt;br /&gt;
[[Datei:Biskupin brama od wewnatrz.jpg|mini|Rekonstruierte Pfahlbausiedlung [[Biskupin (prähistorisches Dorf)|Biskupin]], um 700–400 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
Die Träger der Lausitzer Kultur wohnten in offenen und in befestigten Siedlungen. Die ersteren wurden während der gesamten Dauer dieser Kultur bewohnt. Die umwallten [[Wallburg|Burgsiedlungen]] erschienen am Ende der Bronzezeit und spielten in der [[Früheisenzeit]] eine wichtige Rolle. Als bekanntestes Beispiel gilt die Pfahlbausiedlung bei [[Biskupin (Gąsawa)|Biskupin]], nördlich von [[Gnesen]], die um 700&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. gegründet und um 400&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. zerstört wurde. In den 1930er Jahren zufällig entdeckt, bestand die auf einer Insel angelegte Siedlung aus 106 fast gleichartigen Häusern und war von einer Wehrmauer aus kistenartig aufgerichteten Holzstämmen, die mit Erde und Steinen ausgefüllt war, umgeben. Die Siedlung dürfte insgesamt gegen 1250 Einwohner gezählt haben.&lt;br /&gt;
Die Lausitzer Kultur dauerte bis in die Früheisenzeit, bis zum Ende der [[Hallstattzeit]] ([[Billendorfer Kultur]]). Ab dem 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. entwickelte sich aus der Lausitzer Kultur die [[Pommerellische Gesichtsurnenkultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Römische Kaiserzeit ==&lt;br /&gt;
=== Prunkgräber von Lübsow ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Prunkgräber von Lübsow}}&lt;br /&gt;
Während der [[Römische Kaiserzeit|Römischen Kaiserzeit]] unterhielt die Bevölkerung im Gebiet des heutigen Polen über die [[Bernsteinstraße]]n Handelsbeziehungen mit [[Römisches Reich|Rom]] und [[Griechenland]]. Auch Gräber mit römischen Offiziersfibeln und anderen Importen der älteren Kaiserzeit sind bekannt ([[Prunkgräber von Lübsow|Lübsow-Gruppe]]), die wohl auf heimgekehrte Söldner bzw. Gefolgschaftsführer hinweisen. Die Gruppe ist benannt nach einem reichen Körpergrab in [[Lubieszewo (Gryfice)|Lübsow]], (polnisch &amp;#039;&amp;#039;Lubieszewo&amp;#039;&amp;#039; in der [[Woiwodschaft Westpommern]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Jürgen Eggers]]: &amp;#039;&amp;#039;Lübzow, ein germanischer Fürstensitz der älteren Kaiserzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Prähistorische Zeitschrift]].&amp;#039;&amp;#039; Band 34/35, 1953, S. 58–111.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===  Germanische Stämme ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- 1:1 übernommen aus dem Hauptartikel &amp;quot;Geschichte Polens&amp;quot; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ab etwa 750&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. wanderten in den Nordwesten des heutigen Polen [[Germanen|germanische Stämme]] ein, die sich innerhalb von 500 Jahren bis zum Riesengebirge südwärts ausbreiteten. Als Ostgrenze des germanischen Siedlungsgebietes um das Jahr 75 bezeichnete der römische Historiker [[Publius Cornelius Tacitus]] die [[Weichsel]]. Er lokalisierte die [[Rugier]] und [[Gepiden]] an der Ostsee, [[Burgunden]] und [[Goten]] im Zentrum des Landes und [[Vandalen]] und [[Bastarnen]] im Süden, sowie östlich der Weichsel schon die nichtgermanischen [[Veneter (Weichsel)|Venedae]]. Ende des 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts begann die Abwanderung der ostgermanischen Stämme Richtung Süden und Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die germanische Besiedlung endete im Verlauf des 4. und 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts mit der [[Völkerwanderung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Legendäre Herrscher Polens ==&lt;br /&gt;
In der polnischen Geschichtsschreibung wurden seit dem 12. Jahrhundert verschiedene frühe Herrscher genannt, deren Existenz nach heutigem Wissen unsicher oder unwahrscheinlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chronica principum Polonorum&amp;#039;&amp;#039; von [[Gallus Anonymus]] (um 1125):&lt;br /&gt;
** [[Piast]], [[Siemowit]], [[Lestek]], [[Siemomysł]] ([[Piasten]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chronik&amp;#039;&amp;#039; von [[Wincenty Kadłubek|Vincenz Kadłubek]] (12. Jahrhundert):&lt;br /&gt;
** [[Krak]], [[Wanda (Sage)|Wanda]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Großpolnische Chronik&amp;#039;&amp;#039; (um 1290):&lt;br /&gt;
** [[Lech (Herzog)|Lech]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chronik&amp;#039;&amp;#039; von [[Jan Długosz]] (15. Jhd.):&lt;br /&gt;
** [[Lech (Sohn von Krak)|Lech]], Krak (Söhne des Krak)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Slawische Besiedlung ==&lt;br /&gt;
=== Entwicklung der Westslawen ===&lt;br /&gt;
Im 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, unter dem Ansturm der aus Zentralasien kommenden [[Awaren]], begannen sich [[Slawen|slawische Stämme]] in diesen Gebieten anzusiedeln. Die aus ihrer Heimat zwischen [[Karpaten]] und [[Don (Asowsches Meer)|Don]] verdrängten Slawen bewegten sich nach Westen und Süden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Versuche einer Staatsgründung unter den Westslawen fanden südlich des heutigen Polen auf dem Gebiet [[Tschechien]]s und der [[Slowakei]] statt. Um 626 wurde im Kampf gegen das Awaren- und Frankenreich das [[Samo|Reich des Samo]] gegründet (dessen Existenz nur durch die [[Fredegar]]chronik bezeugt ist). Der erste historisch belegte Herrscher der Westslawen hieß [[Derwan]], der 632 eine Allianz mit Samo einging. Nach dem Zusammenbruch des Samo-Reiches um 660 fehlen schriftliche Überlieferungen über Westslawen; erst in der Zeit [[Karl der Große|Karls des Großen]] erwähnen die Quellen diese Völker wieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schutz des [[Fränkisches Reich|Frankenreiches]] vor den heidnischen Slawen wurden [[Mark (Territorium)|Grenzmarken]] eingerichtet. Es entstand der [[Limes Sorabicus]]. Nach der Unterwerfung der Awarenkonföderation durch fränkische Heere um 800 entstand an der Ostflanke des Reiches die Pannonische Mark. Die größte Bedeutung unter den dort siedelnden Verbänden kam dem Mährischen- und dem [[Neutraer Fürstentum|Nitraer Fürstentum]] zu, aus denen sich um 830 das spätere [[Mährerreich]] herausbildete. Gegen Ende des 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erreichte dieses christliche Reich unter Großfürst [[Sventopluk]] seine größte Ausdehnung und weitete seine Einflusssphäre auf die Gebiete der benachbarten Stämme aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polen vom 7. bis 10. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die slawischen Stämme breiteten sich zu Beginn des 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts entlang der großen Flüsse wie [[Weichsel]] und [[Oder]] über das Gebiet des heutigen Polens aus. Sie lebten vor allem an Gewässern, zahlreiche Burganlagen sind bekannt. Dabei stehen sich zwei Lehrmeinungen gegenüber, die eine westliche Herkunft (autochthon) annehmen, bzw. eine östliche (allochthon).&amp;lt;ref&amp;gt;Andrzej Buko: &amp;#039;&amp;#039;The Archaeology of Early Medieval Poland. Discoveries, Hypotheses, Interpretations&amp;#039;&amp;#039;, Brill, 2008, S. 55 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des 1. Jahrtausends n. Chr. fehlen in Polen allerdings archäologische Fundstätten, die eine durchgehende slawische Siedlungsschicht aufweisen. Daher gilt die Herkunft der frühmittelalterlichen slawischen Kultur als ungelöstes Problem ([[Andrzej Buko]]).&amp;lt;ref&amp;gt;„The origin of the Slavs remained a topic of considerable interest (though a problem that remained unsolved, despite the organization of many conferences and discussions)“ (Andrzej Buko: &amp;#039;&amp;#039;Archeoligia Polski. Wczesnosredniowiecznej. Odkryccia – hiptezy – interpretacje&amp;#039;&amp;#039;, Warschau 2008, S. 454).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Ostseeküste gab es Siedlungen von Bewohnern [[Skandinavien|skandinavischer]] Herkunft wie der große Handelsplatz [[Jomsburg]] auf der Insel [[Wolin]] oder bei [[Danzig]]. An der unteren [[Weichsel]] und östlich davon lebten baltische Stämme der [[Prussen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert erwähnt der so genannte [[Bayerischer Geograph|Bayerische Geograph]] Namen von slawischen Stämmen auf dem Gebiet des heutigen Polen, wie [[Wislanen]], [[Goplanen]], [[Dadosanen|Dedosizen]], [[Slensanen]], [[Lendizen]] und anderer.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Alexander]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte Polens&amp;#039;&amp;#039;, Reclam, 2008, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungefähr seit 874 gehören die Stämme [[Schlesien]]s und um Krakau zum [[Großmährisches Reich|Großmährischen Reich]]. In einem Bericht über das Wirken des Slawenapostels [[Method von Saloniki|Methodius]] ist u.&amp;amp;nbsp;a. über einen Fürsten der &amp;#039;&amp;#039;Wislech&amp;#039;&amp;#039; berichtet, der von der Taufe überzeugt werden sollte. Auf dem [[Wawelhügel|Wawel]] findet sich aus dieser Zeit die älteste bekannte Kirche des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Großmährischen Reiches 907 ist die politische Zugehörigkeit dieser Gebiete unklar. Ab 953, spätestens 973 gehören Schlesien und Kleinpolen bis an [[Westlicher Bug|Bug]] und [[Stryj]] in den Einflussbereich der [[Böhmen|böhmischen]] [[Přemysliden]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Grenzbeschreibung des Bistums Prag]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor unbesiedelte Gebiete wurden in Großpolen nun vergleichsweise dicht besiedelt. Dabei entstanden Festungen, die in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts nach einheitlichem Modell in [[Kórnik|Bnin]], [[Giecz]] ([[Powiat Średzki (Großpolen)]]), [[Gniezno|Gnesen]], Grzybowo, [[Ostrów Lednicki]], [[Posen]] und [[Smarzewo]] errichtet wurden ([[Powiat Starogardzki]]). Später wurden in den Nachbargebieten neue Festungen errichtet, nachdem die vorhandenen niedergebrannt worden waren, so dass hier von einer territorialen Herrschaftsausweitung ausgegangen wird, die die Schriftquellen nicht erfassen. So entsteht in den Quellen der Eindruck, ein Reich sei aus dem Nichts entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Nora Berend, Przemysław Urbańczyk, [[Przemysław Wiszewski]]: &amp;#039;&amp;#039;Central Europe in the High Middle Ages. Bohemia, Hungary and Poland c. 900-c.1300&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 2013, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn in dieser Zeit trat mit [[Mieszko I.]] der erste Herrscher aus dem Geschlecht der [[Piasten]] in den Blick der Geschichtsschreibung. Mit ihm endet die polnische Vor- und Frühgeschichte: „Aus dem Nebel der Sagen tritt Polen mit einem fähigen Herrscher in die europäische Geschichte ein“, wie es der Historiker [[Manfred Alexander]] formulierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Alexander]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte Polens&amp;#039;&amp;#039;, Reclam, 2008, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Christianisierung Polens]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte Polens]]&lt;br /&gt;
* [[Archaeologia Polona]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Vorgeschichts-Passagen im Hauptartikel können abschließend gelöscht werden. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RGA|23|246|264|Polen|[[Sebastian Brather]], [[Jürgen Udolph]], [[Paweł Valde-Nowak]]}}&lt;br /&gt;
* [[Manfred Alexander]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte Polens&amp;#039;&amp;#039;. Aktualisierte Auflage, Reclam, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-15-017060-1.&lt;br /&gt;
* Jan Daniel Artymowaki: &amp;#039;&amp;#039;Altertümer aus Polen&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 3-920557-36-0&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Große Ploetz.&amp;#039;&amp;#039; 34. Auflage, Berlin 2005, ISBN 3-89836-460-7.&lt;br /&gt;
* Witold Hensel: &amp;#039;&amp;#039;Ur- und Frühgeschichte Polens&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Alte Geschichte und Archäologie der Akademie der Wissenschaften der DDR&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Akademie-Verlag, Berlin 1974.&lt;br /&gt;
* [[Andrzej Nowak]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte Polens. Band 1. Woher wir stammen. Bis 1202&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg.: Leszek Sosnowski. Polska Fundacja Humanistyczna, Krakau 2023, ISBN 978-83-7553-378-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorgeschichte Polens| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europäische Urgeschichte|Polen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Feirefis</name></author>
	</entry>
</feed>