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	<title>Vorderer Odenwald - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T02:52:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vorderer_Odenwald&amp;diff=2457342&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tpeae: Tippfehler korrigiert: Gebirgsreilief -&gt; Gebirgsrelief</title>
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		<updated>2025-11-24T21:23:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert: Gebirgsreilief -&amp;gt; Gebirgsrelief&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gebirgsgruppe&lt;br /&gt;
|NAME=&lt;br /&gt;
|KARTE=Haupteinheitengruppen westliches Schichtstufenland.png&lt;br /&gt;
|KARTENBESCHREIBUNG=Vorderer Odenwald als westlichster Teil der Einheit 14 &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Odenwald, Spessart und Südrhön&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
|BILD=HochheimMainStielwegOpelwerkOdenwaldMelibokusBergstr.JPG&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG=Blick von [[Hochheim am Main]] nach Südosten über die Oberrheinische Tiefebene bis zum Vorderen Odenwald. Die markante Erhebung im rechten Bilddrittel ist der [[Melibokus]] in 38 km Entfernung. Rechts vom Melibokus setzt sich die Bergstraße nach Süden weiter fort.&lt;br /&gt;
|LAGE-POLITISCH=[[Hessen]], [[Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
|EINTEILUNG NACH=[[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands]]&lt;br /&gt;
|LAGE-GEBIRGE=[[Odenwald]]es&lt;br /&gt;
|LAGE-GEBIRGE-BEZ=Teil des&lt;br /&gt;
|HÖCHSTER GIPFEL=[[Neunkircher Höhe]] &lt;br /&gt;
|MAX-HÖHE=605&lt;br /&gt;
|MAX-HÖHE-BEZUG=DE-NHN&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=49.720556 &amp;lt;!-- Neunkircher Höhe --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD=  8.771667 &lt;br /&gt;
|REGION-ISO=DE-HE/DE-BW&lt;br /&gt;
|MAX-LÄNGE=&lt;br /&gt;
|POSKARTE=&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVKARTE=&lt;br /&gt;
|TYP=[[Schichtstufenlandschaft]]&lt;br /&gt;
|GESTEIN= kristallines [[Grundgebirge]]&lt;br /&gt;
|ALTER=&lt;br /&gt;
|FLÄCHE=591.6&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN=[[Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Daumberg vom Waldskopf.jpg|miniatur|Kleinteiliges Gebirgsrelief am [[Daumberg]] bei [[Trösel]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Felsenmeer Reichenbach Siegfriedsquelle 01.jpg|miniatur|[[Siegfriedbrunnen|Siegfriedsquelle]] im Felsenmeer bei [[Reichenbach (Lautertal)|Reichenbach]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BirkenauSchnorrenbachWeschnitztal.JPG|miniatur|Blick über [[Schnorrenbach]] in die Weschnitzsenke]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinbruch Weinheim.jpg|miniatur|Steinbruch oberhalb von [[Weinheim]] an der Bergstraße ]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vordere Odenwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kristalliner Odenwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, stellt mit 591,6 km²&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meynen&amp;quot;&amp;gt;[[Emil Meynen]], [[Josef Schmithüsen]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands]].&amp;#039;&amp;#039; Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen/Bad Godesberg 1953–1962 (9 Lieferungen in 8 Büchern, aktualisierte Karte 1:1.000.000 mit Haupteinheiten 1960).&amp;lt;/ref&amp;gt; neben dem [[Sandstein-Odenwald]] die kleinere der beiden [[Naturraum|naturräumlichen]] Haupteinheiten des [[Odenwald]]es dar und liegt vor allem im Bundesland [[Hessen]]. Ein kleiner Teil im Süden reicht über die Landesgrenze nach [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Die Westgrenze des Vorderen Odenwalds an der [[Bergstraße]] erhebt sich als [[Mittelgebirge]] sehr geradlinig und eindrucksvoll als nordöstlicher Pfeiler bis zu 400 Meter hoch über der [[Oberrheinische Tiefebene|Oberrheinischen Tiefebene]]. Der Unterhang und der Hangfuß an der Bergstraße ist zwar geologisch Teil des Odenwaldes, gilt aber als eigenständige naturräumliche Haupteinheit, die sich durch ein besonders mildes Klima und eine entsprechende dort heimische Vegetation auszeichnet, sehr verschieden von der des Odenwaldes. Die Bergstraße gilt sozusagen als Grundlinie des Vorderen Odenwaldes, auf der er seinen nördlichsten Punkt im Innenstadtgebiet von [[Darmstadt]] erreicht sowie den Südrand jenseits des [[Kanzelbach]]s bei [[Schriesheim]] und [[Wilhelmsfeld]], verlängert nach Osten bis [[Heiligkreuzsteinach]]. Die Westgrenze des Vorderen Odenwaldes misst von Nord nach Süd 47,5 Kilometer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordostgrenze des Vorderen Odenwaldes zum [[Reinheimer Hügelland]] ist in der Luftlinie 27 Kilometer lang, verläuft aber nicht so geradlinig wie die zur Bergstraße. Die Grenze des Naturraumes hält sich hier meist an den Nordsaum des Waldlandes und schließt von Darmstadt aus die Orte [[Traisa]], [[Ober-Ramstadt]], [[Rohrbach (Ober-Ramstadt)|Rohrbach]], [[Rodau (Groß-Bieberau)|Rodau]], [[Lichtenberg (Fischbachtal)|Lichtenberg]], [[Niedernhausen (Fischbachtal)|Niedernhausen]], [[Bierbach (Odenwald)|Bierbach]], [[Nieder-Kainsbach]], [[Wallbach (Odenwald)|Wallbach]], [[Höllerbach]], [[Hassenroth (Höchst im Odenwald)|Hassenroth]], [[Hummetroth]] und [[Ober-Kinzig]] als Grenzorte mit ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südostgrenze gegenüber dem &amp;#039;&amp;#039;Sandstein-Odenwald&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hinteren Odenwald&amp;#039;&amp;#039; von Ober-Kinzig bis Heiligkreuzsteinach misst in der Luftlinie 34 Kilometer. Sie schließt an der Grenzlinie folgende Orte mit ein: [[Birkert]], [[Böllstein]], [[Hembach]], [[Ober-Kainsbach]], [[Kirch-Beerfurth]], [[Erzbach (Reichelsheim)|Erzbach]], [[Ober-Ostern]], [[Weschnitz (Fürth im Odenwald)|Weschnitz]], [[Hammelbach]], [[Litzelbach (Grasellenbach)|Litzelbach]], [[Ober-Scharbach]], [[Tromm (Ortsteil)|Tromm]], [[Kocherbach]], [[Hartenrod (Wald-Michelbach)|Hartenrod]], [[Wald-Michelbach]], [[Siedelsbrunn]], [[Ober-Abtsteinach]], [[Unter-Abtsteinach]], [[Hilsenhain]] und [[Lampenhain]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vorderer Odenwald.jpg|mini|Weite Teile des Vorderen Odenwaldes, aufgenommen über [[Wersau]]. Am linken Bildrand &amp;#039;&amp;#039;Das Buch&amp;#039;&amp;#039; bei [[Lindenfels]], rechts daneben die [[Neunkircher Höhe]]. Weiter rechts am Horizont der [[Melibokus]] bei [[Zwingenberg (Bergstraße)]]. Am rechten Bildrand die Höhen des [[Frankenstein-Komplex]]. Im Vordergrund der Höhenzug des Gemmertsberg bei Wersau, der hier [[Gersprenz]]tal und [[Fischbach (Gersprenz)|Fischbachtal]] trennt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturräumliche Gliederung ===&lt;br /&gt;
Der Vordere Odenwald als Haupteinheit 145 mit einer Fläche von 591,6 km²&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meynen&amp;quot; /&amp;gt; gliedert sich innerhalb der &amp;#039;&amp;#039;Haupteinheitengruppe 14&amp;#039;&amp;#039; [[Odenwald, Spessart und Südrhön]] wie folgt in Untereinheiten, die mit  Nachkommastellen nummeriert sind&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einzelblätter&amp;quot;&amp;gt;Verschiedene Autoren: &amp;#039;&amp;#039;Geographische Landesaufnahme: [[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands#Einzelblätter|Die naturräumlichen Einheiten in Einzelblättern 1:200.000]].&amp;#039;&amp;#039; Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1952–1994. → [http://geographie.giersbeck.de/karten Online-Karten der naturräumlichen Einheiten]; hier: Blatt 151 Darmstadt (Otto Klausing 1967; 61 S.) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{GeoQuelle|DE-HE|UA}}:&lt;br /&gt;
* 145.0 [[Melibokus]]-Odenwald 122,92 km²&lt;br /&gt;
** 145.00 Melibokusmassiv 8,51 km²&lt;br /&gt;
** 145.01 [[Frankensteinmassiv]] 6,94 km²&lt;br /&gt;
** 145.02 Hochstädter Senke 15,81 km²&lt;br /&gt;
** 145.03 [[Felsberg (Odenwald)|Felsbergmassiv]] 10,70 km²&lt;br /&gt;
** 145.04 Neutscher Rücken 14,87 km²&lt;br /&gt;
** 145.05 [[Lauter (Rhein, Gernsheim)|Lautertal]] 15,57 km²&lt;br /&gt;
** 145.06 Oberes [[Modau]]tal 20,99 km²&lt;br /&gt;
** 145.07 Unteres Modautal (Mühltal) 20,21 km²&lt;br /&gt;
** 145.08 Trautheimer Wald 5,68 km²&lt;br /&gt;
** 145.09 Darmstadt-Bessunger Rücken 3,64 km²&lt;br /&gt;
* 145.1 [[Eichelberg (Odenwald)|Eichelberg]]-Odenwald&lt;br /&gt;
* 145.2 [[Juhöhe]]-Odenwald&lt;br /&gt;
* 145.3 [[Weschnitz]]tal 56,69 km²&lt;br /&gt;
* 145.4 [[Tromm]]-Odenwald 68,76 km²&lt;br /&gt;
* 145.5 [[Krehberg]]-Odenwald 35,45 km²&lt;br /&gt;
* 145.6 [[Neunkircher Höhe|Neunkircher-Höh]]-Odenwald 49,87 km²&lt;br /&gt;
* 145.7 Lichtenberger Höhen 26,39 km²&lt;br /&gt;
* 145.8 [[Gersprenz]]tal 27,05 km²&lt;br /&gt;
* 145.9 [[Böllsteiner Odenwald]] 44,99 km²&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beschreibung der Naturräumlichen Gliederung ===&lt;br /&gt;
Der am weitesten gegen die Rheinebene vorspringende Teil des Vorderen Odenwaldes, der Melibokus-Odenwald im Nordwesten, gilt zugleich als dessen Kernstück und ist als einzige Untereinheit vielfach weiter gegliedert. Zwischen ihm und dem &amp;#039;&amp;#039;Sandstein-Odenwald&amp;#039;&amp;#039; liegen die weiteren Untereinheiten. Zunächst bilden von Nord nach Süd die Lichtenberger Höhen, der Neunkircher-Höh-Odenwald, der Krehberg-Odenwald und der Juhöhe-Odenwald um ihn einen Gürtel. Auf der Neunkircher Höhe erreicht der Vordere Odenwald mit 605 Meter seine höchste Erhebung. Sie ist zugleich der zweithöchste Berg des Odenwaldes überhaupt. Eine markante Zweiteilung erfährt der Vordere Odenwald durch die den beschriebenen Gebirgsschollen folgende breitsohlige und [[Muldental (Form)|muldenförmige]] Einsenkung des Gersprenz- und Weschnitztals. Diesem Talzug folgt abschließend noch die Reihe der Untereinheiten Böllstein-Odenwald, Tromm-Odenwald und ganz im Süden Eichelberg-Odenwald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterschied zu dem daran anschließenden Sandstein-Odenwald zeigt sich in einer sehr viel kleinteiligeren Gestaltung des Gebirgsreliefs mit teilweise rasch wechselnden Gesteinsarten und Standortbedingungen gegenüber den sehr ruhigen und großzügigen Linien des vom [[Buntsandstein]] bedeckten Teils des Mittelgebirges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer ===&lt;br /&gt;
Den Gewässerreichtum des Vorderen Odenwaldes bewirken nicht zuletzt die relativ hohen Jahresniederschläge, die nach Südosten zunehmende Tendenz zeigen (Neunkirchen 900 mm, Lindenfels 1.000 mm und Tromm 1.100 mm pro Jahr), und dieser hat zu den kleinteiligen Erosionsformen des Gebirges beigetragen. Anders als im Hinteren Odenwald, wo die Haupttäler in Nord-Süd-Richtung eingeschnitten sind, wurde das Gewässernetz in großen Teilen des Vorderen Odenwaldes von dem westlich angrenzenden oberrheinischen Tiefland angezapft. Ungeachtet des hoch aufragenden Gebirgsrandes im Juhöh- und Eichelberg-Odenwald hat so die Weschnitz zwischen beiden Gebirgsschollen hindurch ein rund zwei Kilometer langes enges Kerbtal von [[Birkenau (Odenwald)|Birkenau]] nach [[Weinheim]] eingeschnitten, das ein beachtliches Gefälle von etwa 50 Meter aufweist. Schon im Oberlauf schneidet sie sich ebenfalls in Ost-West-Richtung in einem engen Tal durch den Tromm-Odenwald. Im Norden durchbricht die [[Modau]] bei [[Darmstadt-Eberstadt]] die Randscholle des Gebirges. Ein weiteres namhaftes Gewässer ist die [[Lauter (Rhein, Gernsheim)|Lauter]], die, wie die Modau von der Neunkircher Höhe kommend, bei [[Bensheim]] ihr enges Tal verlässt und in die Ebene eintritt. Nur im Osten halten die Gersprenz und die [[Steinach (Neckar, Neckarsteinach)|Steinach]] die Fließrichtung nach Norden zum Main bzw. nach Süden zum Neckar bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Wie schon die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Kristalliner Odenwald&amp;#039;&amp;#039; nahelegt, wird der Vordere Odenwald durch das von allen Deckschichten freigelegte kristalline [[Grundgebirge]] charakterisiert, das eine große Vielfalt an [[Gestein]]en aufweist, [[Metamorphes Gestein|metamorphen]] [[Gneis]], [[Diorit]] und [[Granit]] ebenso wie [[Plutonite|plutonischen]] [[Gabbro]] oder [[vulkan]]ischer [[Rhyolith]] (Quarzporphyr) und [[Basalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großes Gebiet in dem Dreieck zwischen Heppenheim, Weinheim und Reichelsheim, die Weschnitzsenke und die Gebirgsschollen westlich davon, werden vom [[Weschnitzpluton]] geprägt. Er besteht im Wesentlichen aus [[Granodiorit]]en. Südöstlich davon schließt das Gebiet des [[Trommgranit]] an. Er besteht im Wesentlichen aus [[Biotit]]graniten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zahlreichen Stellen wird Gestein in [[Steinbruch|Steinbrüchen]] abgebaut. Örtlich hat die [[Chemische Verwitterung]] zu talwärts rutschenden [[Blockhalde]]n geführt wie dem [[Felsenmeer]] bei [[Felsenmeer (Lautertal)|Lautertal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vegetation ==&lt;br /&gt;
Etwa ein Drittel der Gesamtfläche wird von Wäldern bedeckt. Charakteristisch für den Vorderen Odenwald sind [[Laubmischwald|Laubmischwälder]] mit besonderem Schwerpunkt auf [[Buchen]]beständen. Es gibt Kalk-Buchenwälder auf [[Löss]], Eichen-Hainbuchen-Wälder auf [[Lehm]] und ab etwa 350 Meter Höhenlage Berg-Buchenwälder. Namhaft sind vor allem die Buchenbestände von [[Seidenbuch]] am [[Krehberg]]. Die Gersprenz- und Weschnitzsenke ist demgegenüber weitgehend unbewaldet und wird auf tiefgründigen Lehmböden agrarisch genutzt. Die [[Edelkastanie]] bildet an den sonnenexponierten Hängen am Abfall zur Bergstraße größere Bestände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besiedlung ==&lt;br /&gt;
=== Urgeschichte ===&lt;br /&gt;
Die ersten Siedler drangen wohl über die Flusstäler von Gersprenz, Modau, Lauter und Weschnitz, aus den nördlich und westlich gelegenen Ebenen von Main und Rhein, in den Vorderen Odenwald vor. Fruchtbare Böden, geschützte Seitentäler und reichliche Wasservorkommen waren bei der Suche nach einer geeigneten Siedlungsstelle Vorzüge, die der sesshaft gewordene Mensch schon früh erkannt haben dürfte.&lt;br /&gt;
Diverse Einzelfunde belegen die Anwesenheit von Menschen der [[Jungsteinzeit]] (5500-1800 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) im Vorderen Odenwald. So sind beispielsweise im Gersprenztal zwischen [[Groß-Bieberau]] und [[Reichelsheim (Odenwald)|Reichelsheim]] Funde von insgesamt sechs [[Steinbeil (Steinzeit)|Steinbeilköpfen]] bzw. [[Schuhleistenkeil]]e dieser Zeitstellung dokumentiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brensbach-Zeitreise&amp;quot; /&amp;gt; Einer der frühesten Belege für die sesshafte Besiedlung des Odenwaldes ist ein [[Endneolithikum|endneolithisches]] [[Hockergrab]], das im Jahr 1985 bei archäologischen Grabungen im Bereich der [[Villa Haselburg]] bei [[Hummetroth]] entdeckt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Grab und zur zeitlichen Einordnung siehe Roland Wiermann: &amp;#039;&amp;#039;Getrennt und doch vereint.&amp;#039;&amp;#039; [[Archäologie in Deutschland]] 5/2003 S.&amp;amp;nbsp;26f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zugehörige Siedlungsstelle konnte bislang nicht verortet werden. Auch im Gebiet um [[Ober-Ramstadt]] wurden Spuren neolithischer Besiedlung erfasst.&lt;br /&gt;
Zur folgenden Epoche, der [[Bronzezeit]] (1800 v.Ch. – 800 v.Ch.), wird bereits die Existenz mehrerer [[Gehöft|Einzel-Gehöfte]] angenommen, die in einigen Randgebieten des Vorderen Odenwalds existiert haben müssen. Wieder ist das Gersprenztal, nämlich der Bereich um die Gemeinde [[Brensbach]] als Beispiel zu nennen. Auf den umliegenden Höhen sind ca. 50 [[Hügelgrab|Hügelgräber]] dokumentiert. Archäologische Grabungen im Bereich [[Bensenböhlskopf]] und bei [[Ober-Klingen]] erbrachten [[Grabbeigabe]]n aus Bronze, die der [[Mittlere Bronzezeit|Hügelgräber-Bronzezeit]] und speziell deren benannten Stufen „Bessunger Wald“ bzw. „Schwanheim“ der Rhein-Main-Gruppe zugeordnet werden. Die Befunde datieren somit in das 15. bzw. 14. Jahrhundert vor Christus. Die dieser [[Nekropole]]n zugehörigen Siedlungsstellen konnten bislang – wie bei den meisten Grabhügelgruppen dieser Zeitstellung  – in ihrer Lage noch nicht identifiziert werden. Die Forschung geht aber von einer Position in Sichtweite der Hügel aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brensbach-Zeitreise&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einer der frühesten belastbaren Siedlungsbelege im Bereich des Vorderen Odenwaldes wurde im Jahr 1950 bei der Erschließung eines Wohngebietes in Brensbach entdeckt. Bauarbeiter stießen hier auf eine Abfallgrube mit Keramikscherben von über 40 verschiedenen Gefäßen unterschiedlichster Formen und Farben, die aus der späten [[Eisenzeit]], der sogenannten [[Latènekultur]] (450 v.Ch. – Christi Geburt) stammen. Zu dieser Zeit besiedelten [[Kelten|keltische Stämme]] weite Teile Mitteleuropas, so auch diesen Teil des Gersprenztals. Der Fund einer keltischen Münze vom Typ „Heidelberg-Neuenheim“, im Bereich des Ortsteils [[Bierbach (Odenwald)|Bierbach]], unterstreicht die einstige Anwesenheit dieser Kulturgruppe.&lt;br /&gt;
Ob die Ursprünge der Fluss- und Ortsnamen Gersprenz, Weschnitz und Brensbach möglicherweise auf einer keltischen Sprache basieren, wird unter Sprachforschern und Historikern immer wieder diskutiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brensbach-Zeitreise&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brensbach-Zeitreise&amp;quot;&amp;gt;Gemeindevorstand der Gemeinde Brensbach: &amp;#039;&amp;#039;Brensbach - Eine Zeitreise&amp;#039;&amp;#039; Brensbach 2022. ISBN 978-3-00-072862-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bfn.de/0311_landschaft.html?landschaftid=14501 BfN: Landschaftssteckbrief 14501 Vorderer Odenwald]&lt;br /&gt;
* [https://www.bfn.de/0311_landschaft.html?landschaftid=14502 BfN: Landschaftssteckbrief 14502 Weschnitz- und Gersprenztal]&lt;br /&gt;
* [https://www.bfn.de/geoinfo/landschaften/ Kartendienst des BfN]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Naturräume in Baden-Württemberg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturraum in Odenwald, Spessart und Südrhön|! Vordererodenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie des Odenwalds]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tpeae</name></author>
	</entry>
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