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	<title>Vorbereitete Sperre - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T11:38:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vorbereitete_Sperre&amp;diff=412365&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-08-05T09:02:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:sperrenskizze.jpg|mini|Skizzen von vorbereiteten Sperren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vorbereitete Sperren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Militär|militärisch]] angelegte Vorrichtungen an Verkehrsanlagen, die nach Auslösung den Angriff eines Gegners verlangsamen und kanalisieren sollen. Eine häufige Form der vorbereiteten Sperre ist der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sprengschacht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
In der [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|Bundesrepublik Deutschland]] sollten eine Vielzahl an vorbereiteten Sperren im [[Verteidigungsfall (Deutschland)|Verteidigungsfall]] Kräfte des [[Warschauer Pakt]]s bremsen und lenken. Seit dem Ende des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]] werden die vorbereiteten Sperren meist nicht mehr gewartet und häufig im Rahmen von Straßensanierungen, aufgrund des Wegfalls der Bedrohung durch den Warschauer Pakt, zurückgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Zu den vorbereiteten Sperren gehören unter anderem Sprengschächte, Trägerstecksperren, Rampensperren, Fallkörpersperren und Schaumsperren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage der meisten Sperren war [[Artillerie|artilleristisch]] vermessen, um den gestauten Feind direkt unter Beschuss nehmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprengschacht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nurn - Eisenkreuzdeckel Straßensprengschacht KC 16 - 2025.jpg|mini|Eisenkreuzdeckel eines Sprengschachts bei [[Nurn (Steinwiesen)|Nurn]] im nordbayerischen [[Landkreis Kronach]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sprengschacht ist ein in die Straße eingelassenes Bauwerk. In Westdeutschland wurden drei in kurzen Abständen hintereinander liegende Sprengschächte verwendet. Seltener arbeitete man mit zwei oder vier bis sechs Schächten hintereinander. Beim Bau solcher Schächte wurde darauf geachtet, dass durch die [[Detonation]] der Ladung ein Vormarsch der feindlichen Kräfte möglichst stark verzögert, die benachbarte [[Infrastruktur]], wie etwa die [[Kanalisation]], aber möglichst wenig in Mitleidenschaft gezogen worden wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Explosionskrater]] einer solchen Sprengung sollte ein etwa doppelt so breites wie tiefes Loch erzeugen. Als Maßgabe galt, dass ein solcher Krater so gestaltet werden sollte, dass ein [[Panzer]] nicht einfach hindurch fahren konnte. Im Krater selbst sollten [[Landmine|Minen]] gelegt werden, ebenso wie in der näheren Umgebung, um eine Umfahrung zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Richtlinien für Anlage und Unterhaltung Vorbereiteter Sperren und Lähmungen“ von 1968 schreiben vor:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Straßen- und Eisenbahn-Unterbrechungen durch Trichtersprengungen sollen die Querschnitte in ihrer Gesamtbreite erfassen. […] In der Längsachse sollen die Sprengschächte so verteilt sein, daß zwischen den Trichtern ein Steg von maximal 7–8 m stehen bleibt. Damit wird der Einsatz von Panzerschnellbrücken und das Durchstechen des Steges mit Planierraupen oder Räumpanzern erschwert.&lt;br /&gt;
 |Autor=Michael Grube&lt;br /&gt;
 |Quelle=Vorbereitete Sperren auf Deutschlands Straßen&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;grube&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael Grube |url=https://www.geschichtsspuren.de/artikel/34-verkehr/135-sperren-wallmeister.html |titel=Vorbereitete Sperren auf Deutschlands Straßen |datum=2004-07-15 |abruf=2010-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprengschächte hatten einen Durchmesser von etwa 60&amp;amp;nbsp;cm und eine Tiefe von zumeist vier bis sechs Metern. Der Deckel hatte einen Durchmesser von 92&amp;amp;nbsp;cm und ein Gewicht von etwa 150&amp;amp;nbsp;kg. Er ist als Deckel eines Sprengschachts an der Halteschraube in der Mitte zu erkennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;grube&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tiefe des Sprengschachtes, die Art des umgebenden Gesteins sowie die gewünschte Trichtergröße spielten eine Rolle bei der Berechnung der Sprengkraft. Die bei solchen Analysen gewonnenen Ergebnisse wurden in einem Sperrheft hinterlegt. Als effektive Faustformel galt 100 kg je laufendem Meter Schachttiefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprengschächte waren leer und wären erst unmittelbar vor der Sprengung mit der dafür vorgesehenen Sprengladung bestückt worden. Die Sprengladungen waren in Sperrmittelhäusern gelagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center centered&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Magirus truck of the Bundeswehr in Somalia.JPEG|Zum [[Brunnenbau]] eingesetzter Sprengschachtfertiger B3A auf [[Magirus-Deutz]] 310 D 26 FAK (6x6) in Matabaan ([[Somalia]])&lt;br /&gt;
sprengberechnung.jpg|Tabelle für die zu verwendenden Ladungen&lt;br /&gt;
Trichtersperre Haselbach-0291.jpg|Deckel eines Sprengschachtes in der Rhön&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprengröhre ===&lt;br /&gt;
Eine Sprengröhre verläuft unterhalb des zu sperrenden Verkehrsweges und quert diesen. Aufgrund ihrer Konstruktion war der Einsatz auf Verkehrswege mit erhöhtem [[Damm (Wall)|Damm]] beschränkt. Sprengröhren wurden daher vor allem an Autobahnen und Gleisanlagen eingesetzt. Erkennbar sind Sprengröhren an Metalltüren im Hangbereich unterhalb des Verkehrswegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere, parallel zueinander und schräg zur Fahrbahn verlaufende Sprengröhren ergeben eine Grabensperre, welche eine ausreichende Sperrwirkung gewährleisten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprengung von Brücken ===&lt;br /&gt;
Zur Sprengung von Brücken waren mehrere Möglichkeiten vorgesehen. Vor allem bei älteren Brücken befanden sich in den Widerlagern oder Pfeilern Kammern, die im Ernstfall mit Sprengstoff hätten gefüllt werden können. Neuere Brücken wurden meist zum Anbringen von [[Schneidladung]]en vorbereitet, die nur den Überbau zerstört hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trägerstecksperre ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Panzersperren an der Schleuse Riedenburg 3.jpg|mini|Trägerstecksperre bei einer Schleusenanlage am [[Main-Donau-Kanal]]]]&lt;br /&gt;
Eine Trägerstecksperre wurde vor allem dort eingesetzt, wo eine Sprengung große [[Kollateralschaden|Kollateralschäden]] verursacht hätte, etwa im innerstädtischen Bereich oder an Schleusenanlagen. Sie bestand aus mehreren Reihen von etwa 80 cm tiefen Schächten, die quer zur sperrenden Straße angeordnet waren. Die Deckel ähnelten denen der Sprengschächte, hatten jedoch nur etwa 52 cm Durchmesser. Im Ernstfall wäre in jeden Schacht ein etwa 2,20 Meter langer Stahlträger eingesteckt worden, der sich danach nicht mehr hätte herausziehen lassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;grube&amp;quot; /&amp;gt; Die Träger wurden in Sperrmittellagern in unmittelbarer Nähe der Sperre gelagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rampensperren ähnelten den Trägerstecksperren, jedoch wurden keine einfachen Stahlträger eingesteckt, sondern dreiecksförmige, aus Stahlträgern zusammengeschweißte Konstruktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fallkörpersperre ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Fallkörpersperre Schiefe Ebene Nov 2016.jpg|mini|Fallkörpersperre an der Eisenbahnstrecke &amp;#039;&amp;#039;[[Schiefe Ebene (Eisenbahnstrecke)|Schiefe Ebene]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Eine Fallkörpersperre besteht aus einem oder mehreren massiven Betonkörpern, die oberhalb oder seitlich des zu sperrenden Verkehrswegs angeordnet waren. Zum Auslösen der Sperre wäre ihre Halterung weggesprengt worden und der Betonkörper wäre auf den Verkehrsweg gefallen. Solche Sperren befanden sich etwa an den ersten drei Röhren des [[Neuer Elbtunnel|Neuen Elbtunnels]] in Hamburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;grube&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schaumsperre ===&lt;br /&gt;
Schaumsperren waren relativ selten. Sie waren nur zum Sperren von Tunneln vorgesehen. Im Ernstfall wäre der Tunnel mit [[Leichtschaum]] geflutet worden, was ihn für bis zu drei Tagen für Fahrzeuge und Infanterie unpassierbar gemacht hätte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;grube&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wartung ==&lt;br /&gt;
Für die Wartung der vorbereiteten Sperre und Anbringung der Sprengladungen waren in Westdeutschland die [[Wallmeister]], die zur [[Pioniertruppe (Bundeswehr)|Pioniertruppe]] der [[Bundeswehr]] gehörten, zuständig. Sie arbeiteten bei der Wartung (zumindest bei Anlagen in der Nähe zur damaligen [[Innerdeutsche Grenze|innerdeutschen Grenze]]) in Zivilkleidung, ihre Fahrzeuge hatten zivile Farbgebung und zivile Kennzeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sabotage ==&lt;br /&gt;
1952 wurde der Regensburger Walter Zauner von einem US-Militärgericht zu dreieinhalb Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt, weil er die Sprengkammern der [[Mariaort]]er Brücke zumauerte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://oberpfalz.verdi.de/regional/++co++7d044c9c-d4eb-11e2-8d17-52540059119e |titel=„Wer war Walter Zauner?“ |abruf=2014-09-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zauners Geschichte wurde 1983 in dem [[DEFA]]-Film &amp;#039;&amp;#039;Ein Pfeiler im Strom&amp;#039;&amp;#039; dokumentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=G. Willen |url=https://oops.uni-oldenburg.de/714/1/747.pdf |titel=DEFA-Filme - Ein Bestandsverzeichnis |seiten=126 |format=PDF |abruf=2014-09-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Filmportal|5bd8847c80fd4d5688bf6b043396a3e2|Ein Pfeiler im Strom|abruf=2017-07-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kammersprengung]]&lt;br /&gt;
* [[Panzersperre]]&lt;br /&gt;
* [[Zebra-Paket]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|NATO Sperranlagen}}&lt;br /&gt;
* [http://www.sperranlagen.de/sprengschaechte.htm Sprengschachtinformationen bei &amp;#039;&amp;#039;Sperranlagen.de&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Anton H. Dorow: &amp;#039;&amp;#039;Bomben unterm Gullydeckel&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Neue Presse]]&amp;#039;&amp;#039; vom 7. Dezember 2012 ([https://web.archive.org/web/20160229031908/http://ndp.fnp.de/rhein-main/Bomben-unterm-Gullydeckel;art801,205976 online])&lt;br /&gt;
* [http://www.militarisiertelandschaft.uni-kiel.de/?p=479 Informationen zum Kalten Krieg in Schleswig-Holstein und dem „Fulda-Gap“]&lt;br /&gt;
* [http://www.streitkraeftebasis.de/portal/a/streitkraeftebasis/start/mensch/menschen_skb/!ut/p/z1/hY9PC4JAEMW_kbNb-afjmigGSmlo7iUWdzHDdmXZpEMfvpXAmzSHB_PezG8YoHAFKtnUd8z0SrLB9g31bt5-lyabEmXJJQsQiQ_VNj2GGCEfKqj_jVAbo5UiCEouoLEMf5WRYCiBAuXCaZUUZlYjpOmtdpoZpZ1RaTPMyUtrmzg9hwbhKES75RT-kHNBatd1vSgNixn4YBN7L7usnZ-G5s4kH8RJteRnjM84yHO3-wJ9mMpB/dz/d5/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/#Z7_694IG2S0MGTM80AFCV3IJB10G1 Kontrolle alter Sperranlagen: Aus dem Alltag eines Wallmeisters]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärtechnik (Kalter Krieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befestigungstyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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