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	<title>Vomper Loch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vomper_Loch&amp;diff=1562498&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: dafür kein HTML (ID 11)</title>
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		<updated>2026-02-20T08:52:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;dafür kein HTML (ID 11)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Von der Ganalm ins Vomper Loch.jpg|mini|Blick von der Ganalm ins Vomper Loch, rechts die Huderbankspitze]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vomper Loch in Richtung Inntal.jpg|mini|Blick von der Ganalm durch das Vomper Loch in Richtung Inntal]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vomper Loch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vomperloch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein 15&amp;amp;nbsp;Kilometer langes Seitental des [[Inntal]]s im [[österreich]]ischen [[Land (Österreich)|Bundesland]] [[Tirol (Bundesland)|Tirol]]. Es liegt im [[Karwendel]] zwischen der [[Gleirsch-Halltal-Kette]] und der [[Hinterautal-Vomper-Kette]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tal, in dem der [[Stierschlagwald]] liegt, wird vom [[Vomper Bach]] durchflossen, der beim {{Höhe|1912|AT|link=1}} hoch gelegenen &amp;#039;&amp;#039;Überschalljoch&amp;#039;&amp;#039; entspringt und bei der Ortschaft [[Vomperbach (Gemeinden Terfens, Vomp)|Vomperbach]] ({{Höhe|564|AT}}) in den [[Inn]] mündet. Der Bach hat sich zum Teil schluchtartig in den Talgrund eingeschnitten und transportiert viel Schotter, der am Talausgang abgebaut wird. Das Tal wird von einigen häufiger bestiegenen Gipfeln umrahmt wie [[Hundskopf (Karwendel)|Hundskopf]], [[Großer Bettelwurf]], der mit einer 1200&amp;amp;nbsp;Meter hohen Nordwand in das Vomper Loch abfällt, sowie [[Lamsenspitze]] und [[Hochnissl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Touristische Nutzung ==&lt;br /&gt;
Das Tal ist wenig erschlossen und hat einen einsamen und rauen Charakter bewahrt. Straßen gibt es nur im vorderen Teil, wie etwa die bei Mountainbikern beliebte Forststraße vom [[Terfens|Terfener]] Ortsteil &amp;#039;&amp;#039;Umlberg&amp;#039;&amp;#039; über die &amp;#039;&amp;#039;Ganalm&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|1190|AT}}) zur [[Walder Alm]] ({{Höhe|1511|AT}}). Die Steige im Tal wie der &amp;#039;&amp;#039;Knappensteig&amp;#039;&amp;#039; zwischen der Walder Alm und dem Überschalljoch und der Weg durch das &amp;#039;&amp;#039;Zwerchloch&amp;#039;&amp;#039; zur [[Lamsenjochhütte]] werden relativ selten begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Maxbe vomper loch opendem.png|mini|[[Digitales Höhenmodell]] des Tals.]]&lt;br /&gt;
Der Vomper Bach führt viel Schotter mit sich, deshalb befinden sich am Talausgang große Schotterabbaue. Von Seiten des Landes Tirol heißt es, dass der Schwemmkegelbereich des Vomper Bachs das vermutlich größte und hochwertigste Lockergesteinsvorkommen Tirols darstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tirol.gv.at/fileadmin/themen/landesentwicklung/raumordnung/ueberoertl_ro/Gesteinsabbaukonzept/ROPlanVomperbach_Erlaeuterungsbericht.pdf Rohstoffgewinnung am Vomperbacher Schwemmfächer] (PDF; 456&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser des Vomper Bachs und der &amp;#039;&amp;#039;Bollenbachquelle&amp;#039;&amp;#039; wird von den Stadtwerken Schwaz in zwei Kraftwerken zur Stromerzeugung genutzt. Die Kraftwerke erbringen insgesamt etwa 9&amp;amp;nbsp;[[Watt (Einheit)|MW]] [[Leistung (Physik)|Leistung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.stadtwerkeschwaz.at/pdfs/sws%20News09.pdf |text=Stadtwerke Schwaz |wayback=20040914001603}} (PDF; 267&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Vomper Loch ein v-förmiges Tal mit sehr steilen und oft felsigen Flanken ist, bietet sich nur wenig Platz für Almwirtschaft. Auf der linken Talseite befindet sich die ehemalige &amp;#039;&amp;#039;Melansalm&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|1019|AT}}). Diese wird aber seit einigen Jahren nicht mehr als Alm, sondern nur mehr als Wildfütterung bewirtschaftet und ist durch eine Materialseilbahn mit der gegenüberliegenden Talseite verbunden. Das ehemalige Almgelände wächst zusehends zu. Auf der rechten Talseite liegt auf steilen Wiesenhängen die in den Sommermonaten bewirtschaftete Ganalm. Auf dem Rücken zwischen dem Vomper Loch und dem Inntal liegt die Walder Alm. Auch die forstwirtschaftlich nutzbaren Bereiche beschränken sich auf wenige Zonen im vorderen Talbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergbau ==&lt;br /&gt;
Im Mittelalter hat es von 1276 bis 1490 im Vomper Loch in kleinerem Umfang Bergbau gegeben, worauf unter anderem heute noch Bezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;Knappenweg&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Knappenhüttl&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Knappenwald&amp;#039;&amp;#039; hinweisen. Im hinteren Talbereich wurde in der östlichen Verlängerung des Lafatscher Bergbaugebietes im [[Wettersteinkalk]] silberhaltiger [[Galenit|Bleiglanz]] abgebaut, unter anderem im Gebiet der &amp;#039;&amp;#039;Brantlrinne&amp;#039;&amp;#039; auf der Südseite des Rosslochkamms.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Exel: &amp;#039;&amp;#039;Die Mineralien Tirols&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. Nordtirol, Vorarlberg und Osttirol, Verlag Athesia, Bozen/Wien 1982, ISBN 88-7014-261-2, S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deserteurslager im Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Das Vomper Loch diente von April 1943 bis Mai 1945 als Zufluchtsort für [[Fahnenflucht#Zeit des Nationalsozialismus|Wehrmachtsdeserteure]] und Gegner des [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]]. Es war das größte Deserteurslager in Tirol und umfasste bei Kriegsende etwa 17 Männer aus acht Inntaler Gemeinden ([[Terfens]], [[Hall in Tirol|Hall]], [[Gnadenwald]], [[Vomp]], [[Volders]], [[Innsbruck]], [[Mieming]] und [[Thaur]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Pirker |url=https://www.uibk.ac.at/de/zeitgeschichte/regionalgeschichte/flucht-und-zufluchtsorte-von-wehrmachtsdeserteuren/geschichten/im-vomperloch/ |titel=Im Vomperloch |hrsg=Universität Innsbruck |sprache=de |abruf=2026-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 19-jährige Friedrich (Friedl) Steinlechner aus Gnadenwald war am 21. April 1943 der erste Deserteur, der im Vomper Loch Unterschlupf fand. Er war wenige Wochen nach seiner Einberufung in [[Schwaz]] geflohen. Bis Herbst 1944 blieb die Gruppe mit drei bis vier Personen klein. Erst in den letzten Kriegsmonaten wuchs das Lager deutlich an. Die Deserteure lebten in mehreren selbstgebauten Hütten an unzugänglichen Stellen der steil abfallenden Nordflanke. Das unbewohnte, schroffe und bewaldete Gebirgstal bot ideale Versteckmöglichkeiten. Die Männer waren mit Gewehren und Pistolen zur Selbstverteidigung ausgerüstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe setzte sich heterogen zusammen: Bauernsöhne, Soldaten mit jahrelangem Fronteinsatz und politisch Verfolgte. Zu letzteren gehörte der Tiroler [[Kommunistische Partei Österreichs|KPÖ]]-Landesobmann Josef Ronczay, der wegen Verdachts auf [[Hochverrat]] und [[Wehrkraftzersetzung]] verhaftet worden war und am 10. April 1945 während eines Bombenangriffs aus der Wehrmachtshaftanstalt in Innsbruck fliehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein organisiertes Netzwerk ermöglichte das Überleben der Gruppe. Die Versorgung mit Lebensmitteln übernahmen Familienangehörige und der Landwirt Konrad Platzer, späterer Leiter der Widerstandsbewegung von Gnadenwald.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ns-widerstand-hallintirol.com/49/post/2023/11/widerstandsgruppe-anton-haller-in-solbad-hall-1938-1945.html |titel=Widerstandsgruppe Anton Haller in Solbad Hall 1938 –1945 |sprache=de |abruf=2026-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Förster Max Erhart und Berufsjäger Martin Steinlechner von der Forstverwaltung Schwaz kontrollierten das Gebiet. Eine Schlüsselrolle spielte der Schwazer Kriminalpolizist Josef Heiss aus der Fahndungsgruppe der Innsbrucker Kriminalpolizei, der ab 1944 Deserteure und verfolgte Regimegegner ins Vomper Loch schleuste. Er sabotierte Ermittlungen, warnte mit Signalen vor Suchaktionen und versteckte Flüchtige zeitweise sogar in seiner Wohnung. Mehrere Helfer waren selbst [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-Mitglieder und sabotierten die Suche ebenfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josef Heiss musste um den 20. April 1945 selbst untertauchen, nachdem die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] die Widerstandszelle innerhalb der Innsbrucker Kriminalpolizei ausgehoben hatte. Die Gruppe hatte mit dem amerikanischen [[Office of Strategic Services|OSS-Agenten]] [[Fred Mayer (Spion)|Fred Mayer]] kooperiert, um den Widerstand zu organisieren und die Befreiung durch die [[Vereinigte Staaten|US]]-Truppen zu erleichtern. Nach dem Einmarsch der US-Truppen am 3. Mai 1945 löste sich die Gruppe auf. Trotz intensiver Fahndung waren die Deserteure über die ganze Zeit hinweg unentdeckt geblieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Horst Schreiber |Titel=Endzeit: Krieg und Alltag in Tirol 1945 |Reihe=Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs |NummerReihe=26 |Verlag=Michael Wagner Verlag |Ort=Innsbruck |Datum=2020 |ISBN=978-3-7107-6700-5 |Seiten=216}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anerkennung als Widerstandskämpfer erfolgte erst spät. Behörden lehnten die Anrechnung der Fluchtzeit als Pensionsersatzzeiten ab, und heimkehrende Tiroler Kriegsgefangene betrachteten die Deserteure als Drückeberger und Verräter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.erinnern.at/bundeslaender/tirol/termine/verfemt-die-deserteure-vom-vomper-loch |titel=&amp;quot;Verfemt - Die Deserteure im Vomper Loch&amp;quot; |sprache=de |abruf=2026-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst die [[Fahnenflucht#Fahnenflucht aus Streitkräften zur Zeit des Nationalsozialismus|Rehabilitierungsgesetze von 2005 und 2009]] beendeten die jahrzehntelange Abwertung von Wehrmachtsdeserteuren in Österreich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Felix Mitterer]]: &amp;#039;&amp;#039;Vomperloch. Ein Deserteursstück&amp;#039;&amp;#039;, Haymon, Innsbruck 2018, ISBN 978-3-7099-7906-8.&lt;br /&gt;
* [[Peter Pirker (Historiker)|Peter Pirker]]: &amp;#039;&amp;#039;„Ich verstehe nicht, warum ich Menschen erschiessen gehen soll...“. Die Deserteursgruppe im Vomperloch und die Zerstörung von Erinnerung&amp;#039;&amp;#039;, in: Thomas Geldmacher, Magnus Koch, Hannes Metzler, Peter Pirker, [[Lisa Rettl]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Da machen wir nicht mehr mit...“. Österreichische Soldaten vor Gerichten der Wehrmacht&amp;#039;&amp;#039;, Wien 2010, ISBN 978-3-85476-341-3, S. 155–166.&lt;br /&gt;
* Philipp Siebenrock: &amp;#039;&amp;#039;Die Vomperloch – Deserteure: Felix Mitterers Vomperloch zwischen Historizität und Literarizität als didaktischer Zugang im Fach Geschichte – Sozialkunde/Politische Bildung&amp;#039;&amp;#039;, Innsbruck 2020.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Philipp Siebenrock |Titel=Die Vomperloch – Deserteure: Felix Mitterers Vomperloch zwischen Historizität und Literarizität als didaktischer Zugang im Fach Geschichte – Sozialkunde/Politische Bildung |Datum=2020 |Online=https://diglib.uibk.ac.at/ulbtirolhs/5165254 |Abruf=2021-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=47.334024|EW=11.660635|type=landmark|region=AT-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karwendel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Nordtirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bezirk Schwaz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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