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	<title>Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T22:37:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vom_Gesellschaftsvertrag_oder_Prinzipien_des_Staatsrechtes&amp;diff=918850&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Peter Gröbner: o. ä. → o. Ä.</title>
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		<updated>2024-08-28T07:13:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;o. ä. → o. Ä.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Social contract rousseau page.jpg|mini|hochkant|Vorblatt der Erstausgabe Amsterdam, 1762]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des politischen Rechtes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{frS|Du contract social ou Principes du droit politique}}) ist das [[Politische Theorie|politisch-theoretische]] Hauptwerk des [[Kanton Genf|Genfer]] Philosophen [[Jean-Jacques Rousseau]]. Es erschien erstmals [[1762]] in Amsterdam und wurde daraufhin in Frankreich, den Niederlanden, in Genf und Bern sofort verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Werk ist – neben [[Charles de Secondat, Baron de Montesquieu|Montesquieus]] &amp;#039;&amp;#039;[[Vom Geist der Gesetze]]&amp;#039;&amp;#039; – ein Schlüsselwerk der [[Zeitalter der Aufklärung|Aufklärungsphilosophie]]. Zusammen mit letztgenanntem kann der &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaftsvertrag&amp;#039;&amp;#039; als ein Wegbereiter moderner [[Demokratie]] und [[Demokratietheorie]] gelten, obwohl er bis heute auch unzählige Anknüpfungspunkte für andere politische Ideen und Denkschulen bietet (vergleiche hierzu [[Identitätstheorie (Politische Theorie)|Identitätstheorie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Rousseau konnte die alleinige Grundlage legitimer politischer Macht nur der allgemeine Wille (&amp;#039;&amp;#039;[[volonté générale]]&amp;#039;&amp;#039;) sein (der immer auf das [[Gemeinwohl]] abzielt) und keinesfalls im [[Gottesgnadentum]] bestehen. Der Einfluss dieses Werkes auf die [[Französische Revolution]] kann kaum geleugnet werden, ist er später doch beispielsweise im radikalen Denken [[Maximilien de Robespierre]]s deutlich erkennbar. Späterhin nahmen [[Soziologie]], [[Rechtsphilosophie|Rechts-]] und [[Politische Philosophie]] viele seiner Fragestellungen auf, so dass man Rousseau z.&amp;amp;nbsp;B. auch zu den [[Protosoziologie|Protosoziologen]] zählen darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
Rousseaus Werk geht von drei Grundannahmen aus:&lt;br /&gt;
# Voraussetzung der menschlichen Gemeinschaft (frz. &amp;#039;&amp;#039;l&amp;#039;état civil&amp;#039;&amp;#039;) ist – im Gegensatz zum Menschen im [[Naturzustand]] (frz. &amp;#039;&amp;#039;l’état de nature&amp;#039;&amp;#039;) – ein Vertrag (frz. &amp;#039;&amp;#039;pacte social&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
# Grundlage dieses Vertrages ist der &amp;#039;Gemeinwille&amp;#039; (frz. &amp;#039;&amp;#039;volonté générale&amp;#039;&amp;#039;), der nicht der Summe der Einzelinteressen entspricht, sondern absolut ist.&amp;lt;ref group=&amp;quot;JMT&amp;quot;&amp;gt;“Il s’ensuit de ce qui précède que la volonté générale est toujours droite et tend toujours à l’utilité publique […].” Edition électronique réalisée par Jean-Marie Tremblay, 2002, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er geht von allen aus und zielt auf das Wohl aller.&amp;lt;ref group=&amp;quot;JMT&amp;quot;&amp;gt;“…que la volonté générale, pour être vraiment telle, doit l’être dans son objet ainsi que dans son essence; qu’elle doit partir de tous pour s’appliquer à tous; […]”, ebenda S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinwille und Gerechtigkeit fallen bei Rousseau zusammen. Sie haben ihren gemeinsamen Ursprung in der Vernunft und beruhen auf Gegenseitigkeit.&amp;lt;ref group=&amp;quot;JMT&amp;quot;&amp;gt;“Sans doute il est une justice universelle émanée de la raison seule; mais cette justice, pour -être admise entre nous, doit être réciproque.” Edition électronique réalisée par Jean-Marie Tremblay, 2002, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Alle ordnen sich diesem Vertrag freiwillig unter.&amp;lt;ref group=&amp;quot;JMT&amp;quot;&amp;gt;“Il n’y a qu’une seule loi qui, par sa nature, exige un consentement unanime; c’est le pacte social: car l’association civile est l’acte du monde le plus volontaire; […]”, ebenda S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da der Gemeinwille unfehlbar ist, ist die freiwillige Zustimmung aller selbstverständlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Aufklärer (Zeitalter der Aufklärung)|Aufklärer]] Rousseau schreibt vor allem mit seinem Begriff der &amp;#039;&amp;#039;volonté générale&amp;#039;&amp;#039; die [[transzendental]]e Staatsphilosophie [[Platon]]s fort (siehe [[Ideenlehre]]). Sein Entwurf eines Idealstaates unterscheidet sich so radikal von der politischen Wirklichkeit des [[Ancien Régime]], dass das sofortige Verbot seiner Schrift keineswegs verwundert. Die Sprengkraft liegt vor allem darin, dass er keine Rechtfertigung der [[Konstitutionelle Monarchie|konstitutionellen Monarchie]] unternimmt, wie [[John Locke|Locke]] und [[Charles de Secondat, Baron de Montesquieu|Montesquieu]] es noch versuchten. Rousseau baute sein utopisches Gemeinwesen auf das Prinzip der universellen Richtigkeit, die da heißt &amp;#039;&amp;#039;volonté générale&amp;#039;&amp;#039;. Sie besitzt ihre Gültigkeit jenseits von Rechten und Privilegien des Adels und Königshauses. Rousseaus Ansatz [[Identitätstheorie (Politische Theorie)|identitärer Demokratie]] ist dem [[Repräsentation (Politik)|Repräsentationsprinzip]] angelsächsischer Demokratietheorien diametral entgegengesetzt. Geht es bei Rousseau um den allgemeinen Willen, hinter dem sich die Vorstellung verbirgt, dass es ein Gemeinwohl gäbe, was allen Mitgliedern der Gesellschaft gleichermaßen dienlich sei, so ist die moderne Auffassung von Demokratie diesem Gedanken insofern entgegengesetzt, als es hier um ein Verständnis von Demokratie im Sinne konkurrierender Auffassungen und Interessen geht (siehe auch Konkurrenztheorie: [[James Madison]], [[Joseph Schumpeter]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt Erstes Buch ==&lt;br /&gt;
{{lückenhaft|Darstellung der restlichen drei Bücher --[[Benutzer:Albatrossin|Albatrossin]] 17:19, 12. Dez. 2007 (CET)}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Prise de la Bastille.jpg|mini|links|Der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789: die Französische Revolution als Resultat des Einflusses vom Gesellschaftsvertrag?]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;ersten Buch&amp;#039;&amp;#039; erläutert Rousseau zunächst das Ziel seiner Arbeit: Er will herausfinden, ob es „legitime und sichere Regierungsprinzipien“ gibt. Er leugnet im ersten Kapitel, dass eine angeblich natürliche Ungleichheit zwischen den Menschen die politische Macht der einen über die anderen rechtfertigt: „Einer hält sich für den Herrn der anderen und bleibt doch mehr Sklave als sie. Wie ist dieser Wandel zustande gekommen? Ich weiß es nicht. Was kann ihm Rechtmäßigkeit verleihen? Diese Frage glaube ich beantworten zu können.“&amp;lt;ref group=&amp;quot;JJR&amp;quot;&amp;gt;Rousseau, Jean-Jacques: &amp;#039;&amp;#039;Vom Gesellschaftsvertrag oder Grundsätze des Staatsrechts&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. u. Übers. Hans Brockard, unter Mitarb. von Eva Pietzcker, Reclam, Stuttgart 1977, S.&amp;amp;nbsp;5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rousseau formuliert die Aufgabe, die er sich mit seinem Werk stellt, folgendermaßen: „Finde eine Form des Zusammenschlusses, die mit ihrer ganzen gemeinsamen Kraft die Person und das Vermögen jedes einzelnen Mitglieds verteidigt und schützt und durch die doch jeder, indem er sich mit allen vereinigt, nur sich selbst gehorcht und genauso frei bleibt wie zuvor.“&amp;lt;ref group=&amp;quot;JJR&amp;quot; name=&amp;quot;MR&amp;quot;&amp;gt;Rousseau, Jean-Jacques: &amp;#039;&amp;#039;Vom Gesellschaftsvertrag oder Grundsätze des Staatsrechts&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. u. Übers. Hans Brockard, unter Mitarb. von Eva Pietzcker, Reclam, Stuttgart 1977, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaftsvertrag&amp;#039;&amp;#039; ist grundlegende Voraussetzung für seine Argumentation: Eine Menge von Menschen, bis dato im sogenannten [[Naturzustand]] verweilend (hier orientiert sich Rousseau an den Ausführungen [[John Locke]]s in den &amp;#039;&amp;#039;[[Two Treatises of Government]]&amp;#039;&amp;#039;), schließt sich, da die Vorteile hierfür überwiegen, zu einer Gemeinschaft zusammen, indem sie ihre natürliche Freiheit, die sie bis dahin hatten, aufgeben zugunsten einer gesellschaftlichen Ordnung. Der Gesellschaftsvertrag bedeutet letztlich „die völlige Entäußerung jedes Mitglieds mit allen seinen Rechten an das Gemeinwesen als Ganzes“.&amp;lt;ref group=&amp;quot;JJR&amp;quot; name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt; Es entsteht eine öffentliche Person, die [[Polis]]. Diese Gemeinschaft stellt ein untrennbares Ganzes dar. Jedes Mitglied dieser Gemeinschaft verpflichtet sich in zweierlei Hinsicht: Zum einen als Glied des [[Souverän]]s gegenüber dem Einzelnen und zum anderen als Glied des Staates gegenüber dem Souverän.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum besseren Verständnis führt Rousseau hier nun zunächst die verwendeten Begrifflichkeiten an: Mit &amp;#039;&amp;#039;Stadt&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man gleichsam lediglich Gebäude, &amp;#039;&amp;#039;Polis&amp;#039;&amp;#039; (oder [[Republik]] oder staatliche Körperschaft) hingegen bezeichnet die Bürger in einer Stadt. Die Glieder nennen die Polis, wenn sie passiv ist, &amp;#039;&amp;#039;Staat&amp;#039;&amp;#039;; wenn sie aktiv ist hingegen &amp;#039;&amp;#039;Souverän&amp;#039;&amp;#039;. Die Gesamtheit der Mitglieder nennt sich &amp;#039;&amp;#039;[[Volk]]&amp;#039;&amp;#039;, der Einzelne – wenn er aktiv sich beteiligen kann – &amp;#039;&amp;#039;Bürger&amp;#039;&amp;#039;. Ist er passiv den Gesetzen des Staates unterworfen, so ist er &amp;#039;&amp;#039;Subjekt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Souverän stellt eine Körperschaft dar, in der keines seiner Glieder verletzt werden kann, ohne dass diese selbst damit angegriffen wird, ebenso kann die Körperschaft nicht angegriffen werden, ohne dass ihre Mitglieder dies spüren würden. Dieses Verhältnis zwingt jedes einzelne Mitglied als solches und als Glied des Ganzen zum Erhalt der Körperschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass so kein der Körperschaft widersprechendes Interesse bestehen kann, und so ist eine Verbürgung des Souveräns gegenüber den Subjekten unnötig. Entscheidet sich jedoch ein Mitglied dafür, zwar nicht die Pflichten wahrzunehmen, die ihm als Bürger zukommen, wohl aber die Vorrechte zu nutzen, so bedeutet dies den Untergang der politischen Körperschaft. Rousseau zieht aus diesem Beispiel den Schluss, dass die Körperschaft berechtigt ist, dieses Mitglied zum Gemeinwillen zu zwingen, „was nichts anderes heißt, als dass&amp;lt;!-- sic? --&amp;gt; man ihn zwingt, frei zu sein“.&amp;lt;ref group=&amp;quot;JJR&amp;quot;&amp;gt;Rousseau, Jean-Jacques: &amp;#039;&amp;#039;Vom Gesellschaftsvertrag oder Grundsätze des Staatsrechts&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. u. Übers. Hans Brockard, unter Mitarb. von Eva Pietzcker, Reclam, Stuttgart 1977, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rousseau unterscheidet hierauf zwischen der natürlichen Freiheit, „die ihre Schranken nur in der Stärke des Individuums findet“, und der bürgerlichen Freiheit, „die durch den Gemeinwillen begrenzt ist, und den Besitz“&amp;lt;ref group=&amp;quot;JJR&amp;quot;&amp;gt;Beide ebenda S. 22&amp;lt;/ref&amp;gt;: Mit dem Erhalt der bürgerlichen Freiheit erhält der Mensch ein Recht an allem, was er besitzt, der Verlust der natürlichen Freiheit bedeutet den Verlust des damit verbundenen Rechts an allem, was er begehrt und bekommen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Eigentumsrecht an [[Sachenrecht|dinglichem Besitz]] entsteht mit Einführung des Gesellschaftsvertrages und anhand des Rechts eines ersten Besitznehmers: Wenn der Anteil eines Menschen feststeht, so hat er diesen und keinen weiteren Anspruch an die Gemeinschaft. Sein Anteil definiert sich aus dem Recht, dass er alles haben muss, „was er braucht“.&amp;lt;ref group=&amp;quot;JJR&amp;quot;&amp;gt;Rousseau, Jean-Jacques: &amp;#039;&amp;#039;Vom Gesellschaftsvertrag oder Grundsätze des Staatsrechts&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. u. Übers. Hans Brockard, unter Mitarb. von Eva Pietzcker, Reclam, Stuttgart 1977, S. 24&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begründung des Rechts eines ersten Besitznehmers definiert Rousseau mit den entsprechenden Ausführungen von Locke:&lt;br /&gt;
# Das in Besitz zu nehmende Gebiet ist nicht bereits bewohnt,&lt;br /&gt;
# man nimmt nur so viel, wie man zum Unterhalt braucht, und&lt;br /&gt;
# man ergreift durch [[Arbeit (Philosophie)|Arbeit und Anbau]] Besitz von dem Gebiet (zumal dies der einzige Ausweis von [[Eigentumstheorien#Aneignung durch Arbeit (Arbeitstheorie)|Eigentum]] ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der staatlichen Körperschaft nun wird der gesamte Besitz an den Souverän übertragen, und der Einzelne gilt als Sachverwalter des Gemeinguts. Der Einzelne hat gleichsam seinen Besitz an die Öffentlichkeit und damit auch an sich abgetreten und erwirbt ihn wieder unter anderen Vorzeichen, doch zu vorteilhaften Konditionen, da das Gebiet nun gemeinschaftlich verteidigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend zum ersten Buch bemerkt Rousseau, dass die „sittliche und rechtliche Gleichheit“ nicht die natürliche Gleichheit zerstört, sondern den Menschen, die sich in Stärke und Begabung unterscheiden, „durch Vertrag und Recht“&amp;lt;ref group=&amp;quot;JJR&amp;quot;&amp;gt;Beide ebenda S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Gleichheit verhilft.&lt;br /&gt;
Rousseau ist der Ansicht, dass erst im bürgerlichen Stand die Vernunft eine Durchsetzungschance hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt Zweites Buch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesetzgebung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie basiert auf Freiheit, da Abhängigkeiten des Einzelnen die Staatskraft verringern sowie Gleichheit die Voraussetzung von Freiheit ist. Gleichheit meint hier keine absolute Gleichheit, sondern dass nicht Macht, Gewalt o. Ä. das Miteinander gestalten, sondern das Gesetz. Der Gemeinwille des Volkes hat stets das Recht, Gesetze zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewaltentrennung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gesetzgeber darf niemals Gesetze ausüben, da er eine absolute Herrschaft errichten und den Gemeinwillen außer Acht lassen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesetze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I. Staats- oder Grundgesetze steuern das Verhältnis vom Staat zum Souverän.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
II. Bürgerliche Gesetze steuern das Verhältnis der Bürger untereinander und sorgen für größtmögliche Unabhängigkeit untereinander sowie größtmögliche Abhängigkeit vom Staat – diese Relationen setzen sich wechselseitig voraus, da die Unabhängigkeit des einzelnen Mitglieds von der Stärke des Staats abhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
III. Strafgesetze sorgen für die Einhaltung oben genannter Gesetze durch die Sanktionierung von Ungehorsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne es als Gesetz auszuformulieren, setzt Rousseau das ungeschriebene, sittliche Empfinden der Bürger als die Voraussetzung für das Überdauern des Staats voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stimmrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gesellschaftsvertrag muss mit einstimmigem Urteil basiert werden, da eine seiner grundlegendsten Eigenschaften die Freiwilligkeit ist. Sollte es Gegner geben, schließen diese sich somit selbst aus. Einmal gebildet, muss der Mehrheitsentscheid als zukünftiges Wahlrecht festgelegt werden, da so dem Gemeinwillen Ausdruck verliehen werden kann. Da es darum geht, den Gemeinwillen und nicht den einzelnen Willen auszudrücken, hat der Teil, welcher gegen die Mehrheit steht, sich im Gemeinwillen geirrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stärken u. Schwächen genereller Argumentationsstruktur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesamten bisherigen Text werden beim argumentativen Unterbau mancher Aussagen Setzungen als Teile der Kausalkette ausgegeben, es wird weniger versucht, eine logisch einwandfreie Herleitung aufzustellen, als mehr eine dialektische Rechtfertigung auf der Basis einer vorausgesetzten Moral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Ausgaben ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Jean-Jacques Rousseau&lt;br /&gt;
 | Übersetzer=Eva Pietzcker und Hans Brockard&lt;br /&gt;
 | Titel=Du contrat social ou Principes du droit politique&lt;br /&gt;
 | TitelErg=Vom Gesellschaftsvertrag oder Grundsätze des Staatsrechts. Französisch/Deutsch&lt;br /&gt;
 | Sammelwerk=Reclams Universal-Bibliothek&lt;br /&gt;
 | Band=18682&lt;br /&gt;
 | Verlag=Philipp Reclam jun.&lt;br /&gt;
 | Ort=Stuttgart &lt;br /&gt;
 | Jahr=2010&lt;br /&gt;
 | ISBN=978-3-15-018682-4&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Jean-Jacques Rousseau&lt;br /&gt;
 | Übersetzer=Ulrich Bossier&lt;br /&gt;
 | Titel=Der Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechts&lt;br /&gt;
 | Verlag=marixverlag&lt;br /&gt;
 | Ort=Wiesbaden &lt;br /&gt;
 | Jahr=2008&lt;br /&gt;
 | ISBN=978-3-86539-192-6&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Jean-Jacques Rousseau&lt;br /&gt;
 | Übersetzer=Hermann Denhard&lt;br /&gt;
 | Titel=Der Gesellschaftsvertrag oder die Grundsätze des Staatsrechtes&lt;br /&gt;
 | Verlag=Fischer-Taschenbuch-Verlag&lt;br /&gt;
 | Ort=Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
 | Jahr=2005&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-596-50905-X&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Jean-Jacques Rousseau&lt;br /&gt;
 | Übersetzer=Klaus H. Fischer&lt;br /&gt;
 | Titel=Gesellschaftsvertrag. Textkritische Ausgabe, 2. verbesserte Auflage&lt;br /&gt;
 | Verlag=Dr. Klaus Fischer Verlag&lt;br /&gt;
 | Ort=Schutterwald&lt;br /&gt;
 | Jahr=2018&lt;br /&gt;
 | ISBN=978-3-946764-03-8&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekundärliteratur ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=[[Robert Spaemann]]&lt;br /&gt;
 | Titel=Rousseau – Mensch oder Bürger&lt;br /&gt;
 | TitelErg=Das Dilemma der Moderne&lt;br /&gt;
 | Verlag=Klett-Cotta Verlag&lt;br /&gt;
 | Ort=Stuttgart &lt;br /&gt;
 | Jahr=2008&lt;br /&gt;
 | ISBN=978-3-608-94245-3&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=[[Nicholas John Henry Dent]]&lt;br /&gt;
 | Titel=Rousseau&lt;br /&gt;
 | Sammelwerk=The Routledge Philosophers&lt;br /&gt;
 | Verlag=Routledge&lt;br /&gt;
 | Ort=London, New York&lt;br /&gt;
 | Jahr=2006&lt;br /&gt;
 | ISBN=0-415-28350-7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=[[Hartmut von Hentig]]&lt;br /&gt;
 | Titel=Rousseau oder die wohlgeordnete Freiheit&lt;br /&gt;
 | Sammelwerk=Beck’sche Reihe&lt;br /&gt;
 | Band=1596&lt;br /&gt;
 | Verlag=Verlag C. H. Beck&lt;br /&gt;
 | Ort=München&lt;br /&gt;
 | Jahr=2004&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-406-51103-1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Herausgeber=[[Wolfgang Kersting]]&lt;br /&gt;
 | Titel=Die Republik der Tugend&lt;br /&gt;
 | TitelErg=Jean-Jacques Rousseaus Staatsverständnis&lt;br /&gt;
 | Sammelwerk=Staatsverständnisse&lt;br /&gt;
 | Band=4&lt;br /&gt;
 | Verlag=Nomos Verlagsgesellschaft&lt;br /&gt;
 | Ort=Baden-Baden&lt;br /&gt;
 | Jahr=2003&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-8329-0049-7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Herausgeber=[[Reinhard Brandt]] und [[Karlfriedrich Herb]]&lt;br /&gt;
 | Titel=Jean-Jacques Rousseau&lt;br /&gt;
 | TitelErg=Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechts&lt;br /&gt;
 | Sammelwerk=Klassiker auslegen&lt;br /&gt;
 | Band=20&lt;br /&gt;
 | Verlag=Akademie Verlag&lt;br /&gt;
 | Ort=Berlin&lt;br /&gt;
 | Jahr=2000&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-05-003237-5&lt;br /&gt;
 |Online=https://ia903401.us.archive.org/view_archive.php?archive=/3/items/De-Gruyter/Klassiker%20Auslegen.zip&amp;amp;file=%5B9783050050362%20-%20Jean-Jacques%20Rousseau_%20Vom%20Gesellschaftsvertrag%5D%20Jean-Jacques%20Rousseau_%20Vom%20Gesellschaftsvertrag.pdf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=[[Karlfriedrich Herb]]&lt;br /&gt;
 | Titel=Rousseaus Theorie legitimer Herrschaft&lt;br /&gt;
 | TitelErg=Voraussetzungen und Begründungen&lt;br /&gt;
 | Sammelwerk=Epistemata&lt;br /&gt;
 | WerkErg=Reihe Philosophie&lt;br /&gt;
 | Band=55&lt;br /&gt;
 | Verlag=Königshausen und Neumann&lt;br /&gt;
 | Ort=Würzburg&lt;br /&gt;
 | Jahr=1989&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-88479-387-X&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=[[Iring Fetscher]]&lt;br /&gt;
 | Titel=Rousseaus politische Philosophie&lt;br /&gt;
 | TitelErg=Zur Geschichte des demokratischen Freiheitsbegriffs&lt;br /&gt;
 | Sammelwerk=suhrkamp taschenbuch wissenschaft&lt;br /&gt;
 | Band=143&lt;br /&gt;
 | Verlag=Suhrkamp Verlag&lt;br /&gt;
 | Ort=Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
 | Jahr=1975&lt;br /&gt;
 | ISBN=978-3-518-27743-0&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://metalibri.wikidot.com/title:du-contrat-social Du contrat social]&amp;#039;&amp;#039; (MetaLibri)&lt;br /&gt;
* [https://www.e-rara.ch/gep_r/content/zoom/4126997 Erstausgabe auf Französisch] (e-rara.ch)&lt;br /&gt;
* http://www.textlog.de/rousseau_vertrag.html – Deutsche Übersetzung des Originaltexts&lt;br /&gt;
* [http://kaltric.de/mat/matphil/gv Rousseaus Gesellschaftsvertrag in Kurzform]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
=== Jean-Marie Tremblay ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;JMT&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jean-Jacques Rousseau ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;JJR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4262464-2|LCCN=n/79/141758|VIAF=177172528}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Werke von Jean-Jacques Rousseau}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk der Politischen Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Politische Ideengeschichte (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Jean-Jacques Rousseau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Französisch)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Peter Gröbner</name></author>
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