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	<title>Volontaires de Saxe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-12-19T15:38:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Maurice de Saxe (1696-1750).PNG|mini|Moritz von Sachsen]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volontaires de Saxe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Freiwillige von Sachsen“) waren ein [[Verband (Militär)|Verband]] der französischen [[Kavallerie]]. 1743 vom französischen [[Marschall von Frankreich|Marschall]] [[Moritz Graf von Sachsen|Moritz von Sachsen]] als aus [[Ulanen]] und [[Dragoner]]n gemischtes [[Freikorps#Im 18. Jahrhundert|Freikorps]] errichtet (auch genannt &amp;#039;&amp;#039;Volontaires du maréchal de Saxe&amp;#039;&amp;#039;), wurde es 1762 als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;17. Dragonerregiment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in die [[Linientruppen]] übernommen und 1815 aufgelöst. Es war im 18. Jahrhundert der einzige französische Kavallerieverband, der mit der Lanze bewaffnet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Aufgestellt am 13. März 1743, gliederte sich das 960 Reiter zählende [[Regiment]] in sechs gemischte [[Kompanie (Militär)|Kompanien]] (Ulanen und Dragoner). In Frankreich erregten die Volontaires de Saxe gleich mehrfach Aufsehen: Zum einen waren das die orientalischen Uniformen der aus Ungarn, Polen, Litauern, Deutschen, Türken und Tataren gebildeten Truppe. Zum anderen war das der Gebrauch der Lanze, die seit Ende des 17. Jahrhunderts aus den französischen Waffenarsenalen verbannt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moritz von Sachsen machte [[Rittmeister]] Babac zu seinem Stellvertreter als Regimentskommandeur. „Das ist wohl das erste Mal, dass in der Armee [[Allerchristlichster König|Seiner allerchristlichsten Majestät]] (Anm.: der französische König) ein Muselmane zum Oberstleutnant ernannt worden ist“, schrieb der Marschall am 15. Februar 1747 an den sächsischen Premierminister [[Heinrich Graf von Brühl|Heinrich Graf Brühl]] – nicht ohne Lust an der Provokation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl (oder gerade weil) sich unter den Soldaten zahlreiche Muslime (namentlich die Türken und Tataren) befanden, ließ der zur [[Exzentriker|Exzentrik]] neigende Marschall das Korps stets geschlossen und unter Trommelklang zum Kirchgang führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am französischen Hof heiß diskutiert wurde jedoch ein anderer Sachverhalt: Unter den 97 Ulanen der [[Leibkompanie]] (&amp;#039;&amp;#039;compagnie colonelle&amp;#039;&amp;#039;) befanden sich 78 Schwarze. Das Alter dieser aus Afrika, Südamerika, der Karibik und dem Orient stammenden Männer reichte von zwölf bis 43 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Ressentiments gegenüber diesen als „bewaffnete Sklaven“ diffamierten Kriegern war es geschuldet, dass die Leibkompanie sofort nach dem Tod des Marschalls von Sachsen (1750) aufgelöst wurde. Ihre Soldaten verteilte man als fantasievoll kostümierte Kesselpauker auf die anderen Kavallerieregimenter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Kommando des Grafen Friesen wurde das Regiment seit 1751 zu einer reinen Dragonereinheit umgeformt; die Ulanen erhielten ihren Abschied. 1755 ging das Regiment an &amp;#039;&amp;#039;Gottlob Ludwig Graf von Schönberg&amp;#039;&amp;#039;  (auch Schonberg oder Schoenberg) und wurde nun als Freiwilligen-Regiment Schonberg (&amp;#039;&amp;#039;Volontaires de Schonberg&amp;#039;&amp;#039;) in der Armeeliste geführt. 1762 erfolgte die Umbenennung in Schonberg-Dragoner; das Regiment rangierte jetzt an 17. und damit letzter Stelle der Dragoner-Regimenter. Graf Schönberg selbst avancierte im gleichen Jahr zum Generalmajor (&amp;#039;&amp;#039;[[Maréchal de camp]]&amp;#039;&amp;#039;), 1781 zum [[Lieutenant-général (Frankreich)|Lieutenant-général]] und bis 1789 zum Mitglied des Kriegsrats (&amp;#039;&amp;#039;conseil de la guerre&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Abschaffung der [[Regimentsinhaber]] während der Französischen Revolution wurde der Verband 1791 in &amp;#039;&amp;#039;Dragonerregiment Nr. 17&amp;#039;&amp;#039; umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatz ==&lt;br /&gt;
Das Regiment focht im [[Österreichischer Erbfolgekrieg|Österreichischen Erbfolgekrieg]] (1740–1748). Nachdem der Marschall bei Kriegsende seinen Abschied aus dem aktiven Dienst genommen und sich auf das [[Palais Chambord]] zurückgezogen hatte, begleiteten ihn seine Reiter dorthin und bewachten dessen Schloss bis zu seinem Tod 1750. Im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] (1756–1763) nahm es an der [[Schlacht bei Minden]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Koalitionskriege]]n kämpfte das Regiment mit Auszeichnung u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Kanonade von Valmy|Valmy]], [[Schlacht bei Austerlitz|Austerlitz]], [[Schlacht bei Eylau|Eylau]], [[Schlacht bei Friedland|Friedland]], [[Schlacht bei La Albuera|Albuhera]] und [[Schlacht bei Vitoria|Vittoria]]. Es durfte die Ehrennamen der Schlachten von [[Schlacht bei Borodino|Moskowa]], [[Schlacht bei Bautzen|Bautzen]], [[Schlacht bei Dresden|Dresden]] und [[Schlacht bei Champaubert|Champaubert]] auf seinen Standarten führen. Nach der ersten Abdankung [[Napoleon]]s erhielt es aufgrund Auflösung anderer Regimenter die Stammnummer 12. Bei der [[Herrschaft der Hundert Tage|Rückkehr des Kaisers]] erhielt es seine alte Stammnummer zurück, wurde aber nach [[Schlacht bei Waterloo|Waterloo]] unter der [[Restauration (Frankreich)|Restauration]] aufgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Jon Manchip White: &amp;#039;&amp;#039;Marshal Of France; The Life And Times Of Maurice, Comte De Saxe, 1699–1750.&amp;#039;&amp;#039; 2016, ISBN 9781786258601, E-Book ohne Seitenangabe, Fußnote 252.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
Das [[Korps]] war ähnlich einem polnischen Kavallerieregiment (poln. Regiment = &amp;#039;&amp;#039;Pułk&amp;#039;&amp;#039;) organisiert: Die Hälfte der Kavalleristen bestand aus Lanzenreitern (&amp;#039;&amp;#039;Uhlan(d)s&amp;#039;&amp;#039;), die i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. dem ländlichen Kleinadel entstammten. Jedem [[Ulanen]]-[[Bosniak (Lanzenreiter)|Towarzysz]] (poln. „[Waffen-] Gefährte“) unterstand ein Pacholke (poln. &amp;#039;&amp;#039;pachołek&amp;#039;&amp;#039;, „Diener“, „Knecht“) bzw. Podzone (poln. &amp;#039;&amp;#039;pocztowy&amp;#039;&amp;#039;, „Gefolgsmann“) genannter Leibbursche, der zugleich als berittener [[Dragoner]] diente. Die Dragoner stellten die zweite Hälfte des Regiments. Auf Feldzügen wurden sie vermutlich zu einer geschlossenen Einheit zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Uniformen ==&lt;br /&gt;
Die Grundfarbe der Uniformen war grün, [[Abzeichenfarbe]] war rot – eine Kombination der Nationalfarben der von 1697 bis 1763 existierenden [[Königreich Polen|sächsisch-polnischen Doppelmonarchie]] (Sachsen: grün-weiß, Polen: weiß-rot).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ulanenuniform&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; orientierte sich an polnisch-türkischen Einflüssen (wadenlanger [[Kaftan]] oder kurze Jacke mit kurzen oder geschlitzten langen Ärmeln, weite Pluderhosen, rote Unterkleider, kurzschäftige ungarische Stiefel, als Kopfbedeckung weiche [[Zipfelmütze]] mit seitwärts fallendem Deckel; später antikisierter schirmloser Messinghelm &amp;#039;&amp;#039;à la Schomberg&amp;#039;&amp;#039; mit fallendem Rossschweif und um den Helmfuß gelegten Turban).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dragoneruniform&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; folgte westeuropäischen Standards (enger Rock mit geraden roten Ärmelaufschlägen, [[Rabatte (Uniform)|Rabatten]] und Kragen, rote [[Achselschnur]] an der rechten Schulter (1757 durch Epauletten auf der rechten Schulter ersetzt), gelb-beige Unterkleider, kniehohe [[Gamasche|Ledergamaschen]], als Kopfbedeckung [[Dreispitz]], später Schomberg-Helm mit fallendem Rossschweif).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe des Federstutz am Helm richtete sich nach der Abzeichenfarbe der einzelnen Brigaden (hier: Regiments-Unterabteilungen): weiß, rot, gelb, blau, grün oder schwarz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=&amp;quot;140&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; caption=&amp;quot;Uniformen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Rég Schomberg dragons 1762.png|Régiment de Schonberg dragons  1762 bis 1763&lt;br /&gt;
 Rég Schomberg dragons 1763.png|Régiment de Schonberg dragons  1763 bis 1776&lt;br /&gt;
 Schomberg 1776.PNG|Régiment de Schonberg dragons 1776 bis 1779&lt;br /&gt;
 Schomberg dragons 1779.png|Régiment de Schonberg  1779 bis 1786&lt;br /&gt;
 Schomberg dragons 1786.png|Régiment de Schonberg dragons 1786 bis 1791&lt;br /&gt;
 17RD 1791.PNG|17&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; Régiment de dragons ab 1791&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Uniformen&amp;quot; heights=&amp;quot;140&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Knoe09 08.jpg|Ulan 1745&lt;br /&gt;
 Volontaires de Saxe, Dragon.jpg|Dragoner um 1743&lt;br /&gt;
 Volontaires de Saxe, Uhlan.jpg|Ulan um 1743&lt;br /&gt;
Napoleon Dragoon and Sapper by Bellange.jpg|Dragoner und Dragoner-[[Sapeur]] eines anderen Linienregiments 1809&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das elegante Erscheinungsbild des Korps wirkte stilbildend: Sein grüner Rock, der kupferne Schonberg-Helm mit Rosshaarschweif und die Ausrüstung wurden 1762 von den bis dahin mit roten Röcken und Dreispitzen ausgestatteten Dragonern der Linientruppen übernommen. Unter Napoleon erhielten auch die [[Kürassiere]] einen ähnlichen Helm aus Stahl, der bis heute in leicht abgewandelter Form bei der Kavallerie der [[Garde républicaine]] zur Paradeuniform zählt. Die [[Abzeichenfarbe]] des Regiments wechselte bis 1815 mehrmals (siehe Bilder).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bosniak (Lanzenreiter)]]&lt;br /&gt;
* [[Towarczys-Regiment]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Henri, comte de La Bassetière: &amp;#039;&amp;#039;Maurice de Saxe et ses Uhlands (1748–1750), dans Loire-et Cher historique, 15 mai 1893 (pp. 130–139) et 15 juin 1893 (pp. 162–178) (Bibl. de l’Institut catholique de Paris)&amp;#039;&amp;#039;; nach: André Corvisier, &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;armée française de la fin du XVIIe siècle au ministère de Choiseul, tome I.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1964.&lt;br /&gt;
* Liliane und Fred Funcken: &amp;#039;&amp;#039;Historische Uniformen.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, München 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Französische Kavallerie-Regimenter des Ancien Régime (1790)}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Linien-Kavallerie-Regimenter der Grande Armée}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband (Ancien Régime)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polnische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband in den Koalitionskriegen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kavallerieverband (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französisches Regiment im Österreichischen Erbfolgekrieg]]&lt;/div&gt;</summary>
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