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	<title>Vollenspit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T01:04:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-02-01T17:37:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;. . → .&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Vollenspit-Wappen 130 3.png|miniatur|hochkant=0.9|Wappen derer von Vollenspit]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vollenspit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Volenspit&amp;#039;&amp;#039;) ist der Name eines zum [[Ritter]]stand gehörenden [[Liste westfälischer Adelsgeschlechter|westfälischen Adelsgeschlechtes]], das [[1210]] erstmals urkundlich erwähnt wird. Der Name ist ein [[Beiname]] und heißt übersetzt &amp;quot;Fohlenspieß&amp;quot;. Die Herren von Vollenspit gehörten zu den Gefolgsleuten der [[Grafschaft Mark|Grafen von der Mark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung ===&lt;br /&gt;
Das Stammgut der von Volenspit soll nach Pfarrer Kumann zu Bockum im Kuhkamp bei dem Hofe Schulze Blasum in [[Bockum-Hövel|Bockum]] gelegen haben, wo man um 1800 noch die halbverfallenen Gräben und Wälle sehen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt; Pfarrer Kumann zu Bockum, o. J.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Ansicht widerspricht Heinrich Petzmeyer, nach dessen Auffassung die Anlagen erst auf die Familie Smeling zurückgehen; Kumann habe sie fälschlicherweise mit den Volenspits in Verbindung gebracht. Ansonsten ist über Herkunft und Ursprung dieser Familie wenig bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dietrich Vullespit&amp;#039;&amp;#039; taucht 1210 bei einer Rechtshandlung des [[Graf]]en [[Adolf I. von der Mark]] als Zeuge auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dietrich Volenspit II.&amp;#039;&amp;#039; († 1289), Ritter, möglicherweise sein Sohn, gehörte 1261 zum engsten Gefolge des Grafen [[Engelbert I. von der Mark]]. 1269 stand auch sein Bruder Johann in märkischen Diensten. Von da an waren beide ständige Begleiter der Grafen von der Mark und wurden in den ständigen Fehden und Kriegen der märkischen Herrscher eingesetzt. Von Dietrich heißt es etwa, er habe 1264 im Rahmen einer Fehde mit dem [[Kurköln|Kölner Erzbischof]] seinen eigenen Leuten die Stadt [[Kamen]] über dem Kopf angesteckt. Der Chronist Levold von Northoff vermag den genauen Zweck dieses Vorgehens nicht zu nennen. Er vermutet jedoch, dass man auf diese Weise den Feind daran hindern wollte, Unterschlupf in der Siedlung zu nehmen&amp;lt;ref&amp;gt;Levold von Northoff, Chronik der Grafen von der Mark. Dt. Übersetzung von Hermann Flebbe (Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit 99).&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf der Reise nach [[Tecklenburg]] im Jahre 1277 kamen Dietrich und sein Lehnsherr in die Gefangenschaft des [[Hermann II. von Lohn]] ([[Stadtlohn]]) und wurden auf die [[Burg Bredevoort]] verbracht, wo Engelbert verstarb. Sein Sohn und Nachfolger [[Eberhard I. von der Mark]] belagerte die Burg im darauffolgenden Jahr, schlug die Besatzung in die Flucht und befreite die märkischen Gefangenen. 50 Mark, die Dietrich Volenspit bei der Gefangennahme bei sich getragen haben will, mussten die Lohner wieder herausgeben. Graf Eberhard ernannte Dietrich 1280 zu seinem Amtmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1269 gehörten die Brüder Volenspit zur Mannschaft der [[Burg Mark|Landesburg Mark]]. Der Burgmannschaftsdienst erforderte von ihnen ständige Alarmbereitschaft. Die Machtkämpfe in der Region führten immer wieder zum Ausbrechen von Feindseligkeiten. Die von Volenspit hatten sich dann zur Verteidigung der Burg einzufinden. Zu ihren Pflichten gehörte auch der Schutz der Stadt [[Hamm]]. In Friedenszeiten saßen sie auf ihrem Lehen, ließen ihre Bauern für sich arbeiten und warteten auf den nächsten Kampf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Theoderich Vollenspit&amp;#039;&amp;#039;, Ritter, legiert 1281 auf Todesfall dem Kloster [[Welver]] eine Rente aus seinem Hause zu Cunne im Kirchspiel Lo zu einer Memorie für sich und seine Familie.&amp;lt;ref&amp;gt;Urkunde der Kloster Welver A 394 vom 1. Oktober 1281, LA NRW&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volenspit zu Nordherringen ===&lt;br /&gt;
Ob bereits Dietrich [[Haus Nordherringen]] zum Lehen hatte, ist nicht vollständig geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeugt wird erst sein Sohn &amp;#039;&amp;#039;Pultian Volenspit&amp;#039;&amp;#039;. Dieser fasste den Plan, auf Nordherringen eine Kapelle zu errichten. Nachdrücklich legte er seinen Söhnen Gottfried und Dietrich diese Aufgabe ans Herz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Gottfried und Dietrich Volenspit&amp;#039;&amp;#039; erklärten sich 1312 zur Stiftung und zum Bau dieser Kapelle auf dem Gut Nordherringen bereit und überstellten das Haus Afhuppe im Kirchspiel [[Methler]] zur Ausstattung. 1322 stifteten die Volenspits die Kapelle, die daraufhin von Weihbischof Hermann geweiht wurde. Bis 1327 waren alle notwendigen Zustimmungen eingeholt. Daraufhin konnte Erzbischof [[Heinrich II. von Virneburg|Heinrich von Köln]] bekanntgeben, in Herringen befinde sich eine Kapelle, mit Renten begünstigt und mit einem Priester versehen. 1350 erwarb Gottfried Vollenspit von Wilhelm Merschen die Güter zu [[Merschen]] in der Bauerschaft [[Merschhoven]] im Kirchspiel [[Bockum-Hövel|Bockum]] als Mannlehen. Ferner kaufte er dort von Friedrich gt. Kotmann die Pipelbroke genannten Güter.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutzer Lehnsregister&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dietrich Volenspit&amp;#039;&amp;#039;, ältester Sohn Gottfrieds, tauschte 1361 mit dem Edlen Balduin von [[Herrschaft Steinfurt|Steinfurt]] das Eigentumsrecht der Steinfurter Zehnten in den [[Kirchspiel]]en [[Ahlen]] und [[Sendenhorst]] gegen ein Allod zu Herringen. Vorübergehend wurde das Haus „Tom Bezege“ auf dem Beisey Nordherringen Steinfurter Lehen. Zwischen 1370 und 1385 ging ein Teil der Volenspitschen Güter an die Kapelle, so dass es das Haus Nordherringen unter den Volenspits zu keiner nennenswerten Grundherrschaft brachte. Die wenigen dem Hause eigenen [[Kötter]] wohnten südlich des Gutes sowie auf oder in der Nähe des Beiseys. Zwischen 1370 und 1388 erfuhr die Kapelle eine unerwartete Bereicherung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Lambert Volenspit&amp;#039;&amp;#039; kaufte das Rektorat der Kapelle von seinen Verwandten; namentlich waren dies Godeke, Dietrich und seine Tochter Grete sowie der durch seine Frau Gertrud mit den Volenspits verschwägerte Hermann von Herringen. 1383 versah &amp;#039;&amp;#039;Herr Goscath van Hetvelde&amp;#039;&amp;#039; die Kapelle, da Lambert die Pfarrei Heessen übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hermann Vollenspit&amp;#039;&amp;#039; gab 1386 zu Protokoll: Mit Furcht und Zwang sei er durch des Grafen [[Engelbert III. von der Mark]] Amtleute und Diener angehalten worden, zu der Kirche in Herringen zu gehen, Gottesdienste zu hören und die Sakramente zu empfangen. Obwohl &amp;#039;&amp;#039;er und syne Vurellern Inhaber des Huises Northerringen, und all syn Hussgesinde je und all tydt toe vurg, Capellen gangen, Goetsdienst to hoeren, dabye to syn und dat Sacrament des Altars in derselben to empfangen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volenspit zu Kissinchusen ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Alexander Volenspit&amp;#039;&amp;#039; († 1323) erhielt in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts die Häuser &amp;#039;&amp;#039;zume Pote&amp;#039;&amp;#039;, das Große Haus zu Bockum und eine jährliche Rente von 9 Soester Schillinge 5 Pfennig aus dem Hammer Kloster von Deutz zu Lehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sander Volenspitte&amp;#039;&amp;#039;, sein Sohn, verfügte 1429 als Lehnsherr über die Hove zu Kissinchusen im Kirchspiel Herringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Güter ===&lt;br /&gt;
Weitere Güter des Hauses Volenspit lagen in Lünern östlich [[Unna]] (Volenspit [[Genanntname|gt.]] Dolberg), zu [[Vorhelm]] (Volenspit gt. Vette) und auf [[Haus Heidemühlen|Heidemühlen]] in der Gemeinde [[Uentrop (Hamm)|Uentrop]]. Vermutlich beerbten sie auch die Edelherren von [[Dolberg (Adelsgeschlecht)|Dolberg]]. Aus ihren umfangreichen Erwerbungen schufen sie sich, wie selbstständige Landesherren, einen eigenen Lehnsverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dietrich Vollenspit&amp;#039;&amp;#039; wurde als zweiter Sohn des Arnd Vollenspit († vor 1485) zu [[Haus Heidemühle|Heidemühle]] und dessen Frau Anna geb. Schnellenberg geboren. Als sie zur Witwe geworden war, trat Anna als Laienschwester in das [[Haus Kentrop|Kloster Kentrop]] ein, wo bereits um 1480 ihre Tochter Ursula Nonne geworden war. Am 1. Februar 1498 wurde Dietrich Vollenspit Amtmann (Drost) zu Hamm.&amp;lt;ref&amp;gt; Wilhelm Honselmann: Die Ritterfamilie Vollenspit und ihre Erben, in: Westfälische Zeitschrift 118, 1968, S. 192.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Jahr 1505 datiert ein an ihn (Dietrich Volenspit, Amtmann zu Hamm) gerichtetes Schreiben der Stadt Soest.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=KLASSIFIKATION-A92x13414645195007320210610123436120A92x39878916740417420210610123455621 |titel=Schreiben der Stadt Soest an Dietrich Volenspit |titelerg=Stadtarchiv Soest, Findbuch (Bestand&amp;amp;nbsp;A: 3185) |werk=archive.nrw.de |hrsg=Der Präsident des [[Landesarchiv Nordrhein-Westfalen | Landesarchivs Nordrhein-Westfalen]] |abruf=2024-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1553 riefen die Erben des letzten Vollenspits &amp;#039;&amp;#039;up Macht derselwigen oirer angeborn Leens Eerffgerechtigkeit&amp;#039;&amp;#039; zur Neubelehnung &amp;#039;&amp;#039;in det Dorp tho [[Rhynern|Rinheren]] als oire alte gewoentliche Leens Maelplatzen&amp;#039;&amp;#039;. Unter den elf Lehnsstücken befand sich auch ein entfremdetes Deutzer Lehen, der Hof zu Kissingerhöfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Mitglieder des Adelsgeschlechts ==&lt;br /&gt;
* [[Gottschalk Volenspit]], Domherr in Münster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: Das [[Wappen]] zeigt in Rot ein galoppierendes silbernes [[Pferd (Wappentier)|Pferd]]. Auf dem [[Helm (Heraldik)|Helm]] mit rot-silbernen [[Helmdecke|Decken]] das Pferd wachsend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich Petzmayer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der früheren Gemeinde Herringen&amp;#039;&amp;#039;. Herausgeber: Heimatverein Stadtbezirk Herringen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Hamm, Hamm 2003.&lt;br /&gt;
* [[Max von Spießen]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Wappenbuch des Westfälischen Adels]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. [https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/8330378 54]; Band 2, Görlitz 1903, Tafel [https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/8365490 130].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte von Hamm]]&lt;/div&gt;</summary>
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