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	<title>Volkssturm - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mad420: /* Bewaffnung */</title>
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		<updated>2026-03-27T02:01:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bewaffnung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Militärische Einheit&lt;br /&gt;
|Name=Volkssturm&lt;br /&gt;
|Bild=&lt;br /&gt;
|Beschriftung=&lt;br /&gt;
|Daten=1944–1945&lt;br /&gt;
|Startdatum=18.&amp;amp;nbsp;Oktober 1944&lt;br /&gt;
|Enddatum=8. Mai 1945&lt;br /&gt;
|Land={{DEU-1935}}&lt;br /&gt;
|Streitkräfte=&lt;br /&gt;
|Teilstreitkraft=[[Landstreitkräfte]], dem [[Ersatzheer]] zugeordnet&lt;br /&gt;
|Truppengattung=&lt;br /&gt;
|Gliederung=&lt;br /&gt;
|Mannstärke=&lt;br /&gt;
|Teil_von=&lt;br /&gt;
|Stationierungsort=&lt;br /&gt;
|Stationierungsort_Bezeichnung=&lt;br /&gt;
|Spitzname=&lt;br /&gt;
|Schutzpatron=&lt;br /&gt;
|Motto=&lt;br /&gt;
|Farben=&lt;br /&gt;
|Farben_Bezeichnung=&lt;br /&gt;
|Marsch=&lt;br /&gt;
|Maskottchen=&lt;br /&gt;
|Ausrüstung=&lt;br /&gt;
|Ausrüstung_Bezeichnung=&lt;br /&gt;
|Schlachten=[[Zweiter Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
|Schlachten_Bezeichnung=&lt;br /&gt;
|Jahrestage=&lt;br /&gt;
|Auszeichnungen=&lt;br /&gt;
|battle_honours=&lt;br /&gt;
|Kommandeur1=Befehlshaber des [[Ersatzheer]]es, [[Berlin]]&lt;br /&gt;
|Kommandeur2=&lt;br /&gt;
|Kommandeur3=&lt;br /&gt;
|Wichtige_Kommandeure=&lt;br /&gt;
|Identifikationssymbol=[[Datei:Volkssturm armband.svg|150px]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutsches Reichsgesetzblatt 44T1 053 0253.jpg|mini|Erlass des „Führers“ über die Bildung des Deutschen Volkssturms vom 25. September 1944]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Volkssturm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[NS-Staat|deutsche]] [[Militär|militärische Formation]] in der Endphase des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]]. Er wurde nach einem von der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ausgehenden [[NS-Propaganda|propagandistischen]] Aufruf an alle &amp;#039;&amp;#039;waffenfähigen Männer im Alter von 16 bis 60&amp;amp;nbsp;Jahren&amp;#039;&amp;#039; außerhalb der vorherigen [[Wehrpflicht in Deutschland|Wehrpflicht]] gebildet, um den „Heimatboden“ des Deutschen Reiches zu verteidigen, „bis ein die Zukunft Deutschlands und seiner Verbündeten und damit Europas sichernder Frieden gewährleistet“&amp;lt;ref&amp;gt;Wortlaut des Originaldokuments (Reichsgesetzblatt 1944, Teil I, S. 253), abgedruckt in [[Gerd R. Ueberschär]], [[Rolf-Dieter Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;1945. Das Ende des Krieges.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2005, ISBN 3-89678-266-5, S. 160 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; sei. Ziel des Aufrufs war, die Truppen der [[Wehrmacht]] zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildung des Deutschen Volkssturms wurde am 18.&amp;amp;nbsp;Oktober 1944, dem 131.&amp;amp;nbsp;Jahrestag der [[Völkerschlacht von Leipzig]], publik gemacht und zwei Tage später offiziell verkündet. Dadurch konnten erste Volkssturmverbände propagandawirksam vorgeführt werden, die auf einen [[Führererlass]] vom 25.&amp;amp;nbsp;September 1944 hin aufgestellt worden waren, nachdem an der [[Deutsche Westfront 1944/1945|Westfront am 12. September 1944]] amerikanische Verbände erstmals die deutsche Reichsgrenze bei [[Aachen]] überschritten hatten und weiter vorzustoßen drohten. [[Datei:Bundesarchiv Bild 183-H29033, Ratibor, Volkssturmmänner mit Panzerfäusten.jpg|mini|Bundesarchiv Bild 183-H29033, Ratibor, Volkssturmmänner mit Panzerfaust und Karabiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisatorische Einbindung ==&lt;br /&gt;
Die Hauptaufgaben des Volkssturms umfassten:&lt;br /&gt;
* Bau- und Schanzarbeiten&lt;br /&gt;
* Sicherungsaufgaben&lt;br /&gt;
* Verteidigung von Ortschaften&lt;br /&gt;
Diese Tätigkeiten wurden in der Regel in der unmittelbaren Heimatgegend ausgeführt. Die militärische Organisation, Ausbildung, Bewaffnung und Ausrüstung sollte vom [[Ersatzheer]] geleistet werden, das dem [[Reichsführer SS]] und Chef der Heeresrüstung [[Heinrich Himmler]] unterstand. Aufstellung und Führung der [[Bataillon]]e des Volkssturms wurden in die Hände der [[Gauleiter]] gelegt, die sich dazu des Führungspersonals der lokalen Organisationen der NSDAP, der [[Sturmabteilung|SA]], der [[Schutzstaffel|SS]], des [[Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps|NSKK]] und der [[Hitlerjugend|HJ]] bedienen sollten. [[Martin Bormann]] erhielt die Befugnis, die „politischen und organisatorischen“ Ausführungsbestimmungen zu erlassen. Er ordnete an, dass der Volkssturm nach NSDAP-Ortsgruppen und Kreisgruppen gegliedert in [[Kompanie (Militär)|Kompanien]] und Bataillonen aufgestellt wurde, und gab Bestimmungen über Ausrüstung und Kennzeichnung der Volkssturmmänner heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Volkssturms wurde von umfangreichen Propagandaaktivitäten begleitet. Der Volkssturm war nicht Teil der Wehrmacht. Die Männer waren ohne Uniform und – wenn sie nicht mindestens eine angesteckte Armbinde als Kennzeichen trugen – keine [[Kombattant]]en nach der [[Haager Landkriegsordnung]] und genossen dann deren Schutz nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rekrutierung ==&lt;br /&gt;
Nach der deutschen Bevölkerungsstatistik wären etwa sechs Millionen Männer volkssturmpflichtig gewesen. Dem standen jedoch Erfordernisse der [[Wirtschaft im Nationalsozialismus|Kriegswirtschaft]] entgegen. Produktionsrückgänge sollten möglichst vermieden werden. Je nach Alter und Tauglichkeit wurden die Volkssturmpflichtigen klassifiziert:&lt;br /&gt;
[[Datei:Zweiter Weltkrieg Wehrpass Vorbereitung Volkssturm Arthur Ceraj IIA IA Landsturm World War II.pdf|mini|Wehrpass Eintrag Landsturm - Volkssturm]]&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Aufgebot I&amp;#039;&amp;#039; umfasste alle tauglichen und waffenfähigen Männer der Jahrgänge 1884 bis 1924. Die meisten Angehörigen dieses Aufgebots waren über 50&amp;amp;nbsp;Jahre alt und hatten bereits im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] gedient. Sie konnten bis zu sechs Wochen dienstverpflichtet werden. Die aus ihnen gebildeten Volkssturmbataillone konnten auch außerhalb des Heimatgaus eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Aufgebot II&amp;#039;&amp;#039; bildeten Männer von 16 bis 50&amp;amp;nbsp;Jahren, die einen als kriegswichtig erachteten Beruf ausübten und deswegen [[Unabkömmlichstellung|unabkömmlich gestellt]] waren. Diese Einheiten wurden immer nur kurzzeitig und in unmittelbarer Heimatnähe eingesetzt, um mögliche Rüstungsproduktionen nicht zu stören.&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Aufgebot III&amp;#039;&amp;#039; umfasste die Jahrgänge 1925 bis 1928, soweit sie nicht schon bei der Wehrmacht oder [[Waffen-SS]] Dienst taten. Der Jahrgang 1928, damals 16-jährig, sollte bis zum 31.&amp;amp;nbsp;März 1945 in der [[Hitlerjugend]] (HJ) und dem [[Reichsarbeitsdienst]] (RAD) militärisch ausgebildet werden, die älteren Jahrgänge dieses Aufgebots waren bereits in der HJ organisiert oder zum RAD eingezogen worden.&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Aufgebot IV&amp;#039;&amp;#039; umfasste alle nicht kriegsdienstverwendungsfähigen, das heißt eigentlich wehruntauglichen Männer; sie sollten für Wach- und Sicherungsaufgaben eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
* „[[Jüdischer Mischling|Jüdische Mischlinge ersten Grades]]“ sollten nach Vorschlag der [[Kanzlei des Führers]] von der Teilnahme am Volkssturm ausgeschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Dokument VEJ 11/179 vom 30. Oktober 1944. In: Lisa Hauff (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945&amp;#039;&amp;#039; (Quellensammlung), Band 11: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Reich und Protektorat Böhmen und Mähren April 1943–1945&amp;#039;&amp;#039;. Berlin/Boston 2020, ISBN 978-3-11-036499-6, S.&amp;amp;nbsp;498–499.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geburtsjahrgang 1928 wurden Jugendliche eingezogen, die weitestgehend während der nationalsozialistischen Herrschaft sozialisiert worden waren. Eine Verordnung [[Wilhelm Keitel]]s vom 5.&amp;amp;nbsp;März 1945 dehnte die Wehrpflicht grundsätzlich auf die männlichen Angehörigen des Jahrgangs 1929 aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viele Männer im Volkssturm Dienst taten, ist nicht bekannt. Generalmajor [[Hans Kissel]], Chef des „Führungsstabes Deutscher Volkssturm beim Reichsführer SS“, schätzte, dass über 700 Volkssturm-[[Bataillon#Reichswehr und Wehrmacht|Bataillone]] zu einem Einsatz mit [[Feindberührung]] kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewaffnung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-R98401, Königsberg, Volkssturm.jpg|miniatur|Volkssturmmänner mit [[Panzerfaust|Panzerfäusten]] und Karabinern im Januar 1945 in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Volkssturm Gewehr VG 1-5 noBG.png|mini|[[Volkssturmgewehr]] VG 1-5]]&lt;br /&gt;
Der Volkssturm wurde nur notdürftig ausgerüstet und ausgebildet, weshalb die militärische Wirkung eher gering war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich, dass der Volkssturm auf keinen Fall mit Waffen aus der laufenden Produktion ausgerüstet werden konnte, da diese nicht einmal annähernd für die [[Wehrmacht]] ausreichten. Im Herbst 1944 betrug der monatliche Verlust an [[Karabiner 98k|Karabinern 98k]] 300.000 Stück, wobei lediglich 200.000 gefertigt werden konnten. Die Wehrmachtsführung war nicht bereit, den Volkssturm auch noch auszurüsten. Allerdings waren im September 35.000 [[Karabiner]] aus der laufenden Fertigung „verschwunden“ – und illegal dem Volkssturm zugeführt worden. Mancherorts standen tschechische, italienische, norwegische oder französische [[Beutewaffe|Beutegewehre]] zur Verfügung, oft ohne ausreichende Munition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Aufstellung Kissels über den Waffenbedarf vom November 1944 benötigten die Aufgebote I und II allein in den feindbedrohten Gauen 1,3&amp;amp;nbsp;Millionen Handfeuerwaffen; nur 18.575 waren vorhanden. Statt einer Sollstärke von 75.000 Maschinengewehren waren nur 181 verfügbar. Waffenausbildung und Schießausbildung waren mangels Waffen und Munition sinnlos. Viele blieben der Ausbildung fern, obwohl eine Abwesenheit nach [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Militärstrafgesetzbuch]] abgeurteilt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Volkssturm wurden folgende Waffen speziell entwickelt und ausgegeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* VG 1, Kaliber [[7,92 × 57 mm]], Originalhersteller [[C. G. Haenel]], Suhl&amp;lt;ref&amp;gt;[[Terry Gander]], Peter Chamberlain: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie deutscher Waffen 1939–1945 – Handwaffen, Artillerie, Beutewaffen, Sonderwaffen&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Motorbuch Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-02481-6, S. 36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Volkssturmgewehr VG 1-5|VG 1-5]], Kaliber [[7,92 × 33 mm]]. Diese Waffe ist bekannt unter den amtlichen Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Volkssturmgewehr Spezial&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ausfuhrkontrolle.info/ausfuhrkontrolle/de/krwaffkontrg/bekanntmachungen/kwkg_29d.pdf |text=R&amp;amp;nbsp;I&amp;amp;nbsp;C&amp;amp;nbsp;H&amp;amp;nbsp;T&amp;amp;nbsp;L&amp;amp;nbsp;I&amp;amp;nbsp;N&amp;amp;nbsp;I&amp;amp;nbsp;E&amp;lt;nowiki&amp;gt;*)&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;!--(sic)--&amp;gt; Halbautomatische militärische Gewehre i. S. der Nummer 29 d der Kriegswaffenliste (KWL) |wayback=20071010183611}} Richtlinie V B 3 – 10 17 03, [[Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle]], 21. April 1999&amp;lt;/ref&amp;gt; aber auch &amp;#039;&amp;#039;Volksgewehr&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;VG 1-5&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;VG-45&amp;#039;&amp;#039;. Es hat einen durch Gasdruck verzögerten Masseverschluss.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20141026125307/http://www.euroarms.net/PDF/Katalog%20Kassel%202007b.pdf Artikel, Bewaffnung des deutschen Volkssturms. In: Internationale Waffen-Börse Kassel 2007. Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.&amp;amp;nbsp;V., S. 8 und 9]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* VG 2 (Spreewerk Berlin)&lt;br /&gt;
* Volkskarabiner 98, ein stark fertigungsvereinfachtes [[Mauser Modell 98]] (hergestellt nur von [[Steyr Mannlicher|Steyr]] mit dem Code „bnz“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nicht überprüfbaren amtlichen Angaben meldeten eine produzierte Menge von 8.400 Gewehren im Januar, 19.900 Gewehren im Februar und im März 1945 24.700 Gewehren. Für die Zeit danach gibt es keine Angaben mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;Seidler S. 193 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine typische Waffe des Volkssturms waren [[Panzerfaust|Panzerfäuste]]. Allein 1945 wurden noch über 2 Millionen Panzerfäuste hergestellt und an die Wehrmacht sowie an den Volkssturm ausgegeben. Insgesamt wurden 6,7 Millionen Panzerfäuste produziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hans Holzträger: &amp;#039;&amp;#039;Kampfeinsatz der Hitler-Jugend im Chaos der letzten Kriegsmonate.&amp;#039;&amp;#039; AGK 1995, ISBN 978-3-928389-15-0; S. 29 Fn. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsätze ==&lt;br /&gt;
Der Volkssturm kam im Osten zwischen Mitte Januar und Mitte April 1945 in den zu „[[Fester Platz (Wehrmacht)|Festen Plätzen]]“ erklärten Städten des Reichs wie [[Schlacht um Breslau|bei Breslau]] und [[Schlacht um Posen|bei Posen]], zur Verteidigung der Oder-Linie,&amp;lt;ref&amp;gt;In der Zeit vom 26.&amp;amp;nbsp;Januar bis zum 3.&amp;amp;nbsp;Februar durchbrach die [[1. Weißrussische Front]] an der ehemaligen deutsch-polnischen Grenze in der Neumark die deutschen Verteidigungslinien und bildete erste Brückenköpfe bei [[Küstrin]] an der Oder.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Pommern]] und während der [[Schlacht um Berlin]] zum Einsatz. Im Februar 1945 wurde der in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] eingesetzte Bataillonsführer [[Ernst Tiburzy]] als erster von insgesamt vier Volkssturm-Angehörigen mit dem [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes]] ausgezeichnet. Die Angst vor Racheakten und [[Verbrechen der Roten Armee|Gräueltaten]] der [[Rote Armee|Roten Armee]] stärkte den Kampfwillen. 15.000&amp;amp;nbsp;Angehörige des Volkssturms verteidigten zusammen mit Soldaten der Wehrmacht, immer wieder angetrieben von Gauleiter [[Karl Hanke]], monatelang das belagerte Breslau bis in den Mai 1945 hinein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die NS-Propaganda versuchte, die angloamerikanische Besetzung für ebenso schrecklich auszugeben wie die sowjetische, gaben die Volkssturmbataillone an der Westfront sehr schnell den Kampf auf. Der amerikanische Nachrichtendienst fasste eine mehrmonatige Erfahrung folgendermaßen zusammen: {{Zitat|Nirgends an der Westfront war der Volkssturm fähig, auch nur hinhaltende Gefechte zu liefern oder einen Haus-zu-Haus-Widerstand zu leisten, wofür er ja aufgestellt worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach: Klaus-Dietmar Henke: &amp;#039;&amp;#039;Die amerikanische Besetzung Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; München 1995, ISBN 3-486-54141-2, S. 957.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt erlitt der Volkssturm hohe Verluste bei geringer militärischer Wirkung. Exakte Opferzahlen sind unbekannt; es wird angenommen, dass von den 175.000&amp;amp;nbsp;als vermisst gemeldeten Volkssturmangehörigen die meisten gefallen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Strategie (Militär)|Strategie]] von [[Martin Bormann|Bormann]] und [[Joseph Goebbels]], durch fanatischen Widerstand und damit auch für die [[Alliierte]]n steigende [[Kriegsopfer]]zahlen doch noch einen Ermattungsfrieden zu ertrotzen, ging nicht auf. Entsprechende Hoffnungen beruhten auf der deutschen Einschätzung, die öffentliche Meinung insbesondere in den Ländern der Westalliierten werde sich bei fortgesetzt hohen Opferzahlen gegen die Strategie der westlichen Regierungen wenden, den Krieg ohne Einschränkungen bis zur bedingungslosen [[Kapitulation]] der deutschen Streitkräfte fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kriegsgefangene Volkssturmmänner wurden&amp;amp;nbsp;– wie andere deutsche Soldaten auch&amp;amp;nbsp;– von der amerikanischen „Military Intelligence“ verhört, also von Einheiten, deren Aufgabe die militärische Feindaufklärung war. In den Berichten der CPM/MID (Captured Material and Branch Personel/Military Intelligence Division) erschien der Volkssturm wahlweise als militärisch wertlose Zwangsvereinigung alter Männer oder als NSDAP-gesteuertes Instrument mit der Aufgabe, fahnenflüchtige Wehrmachtssoldaten zu fassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rafael A. Zagovec: &amp;#039;&amp;#039;Gespräche mit der &amp;#039;Volksgemeinschaft&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Bernhard Chiari]] u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Kriegsgesellschaft 1939 bis 1945 – Ausbeutung, Deutungen, Ausgrenzung.&amp;#039;&amp;#039; im Auftrag des MGFA hrsg. von [[Jörg Echternkamp]]. Band 9/2. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-421-06528-5, S. 355.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bundesarchiv Bild 183-J30709, Berlin, Erlass über Bildung des Volkssturms.jpg|„Erlaß über die Bildung des deutschen Volkssturms“ an Berliner Litfaßsäule, 1944&lt;br /&gt;
Datei:Bundesarchiv Bild 146-1979-107-09, Volkssturmmann mit Gewehr.jpg|Volkssturmmann 1944 mit inoffizieller Armbinde&lt;br /&gt;
Datei:Bundesarchiv Bild 183-J30716, Einberufung zum Volkssturm.jpg|Einberufung zum Volkssturm in einer Meldestelle, Oktober 1944&lt;br /&gt;
Datei:Bundesarchiv Bild 183-J30798, Volkssturm-Männer in der Ausbildung.jpg|Oberfeldwebel der [[Division Großdeutschland|Panzergrenadier-Division „Großdeutschland“]] bei der Ausbildung von Volkssturm-Männern am [[Maschinengewehr 42]] in Ostpreußen, Oktober 1944&lt;br /&gt;
Datei:Bundesarchiv Bild 183-J28787, Volkssturmbataillon an der Oder.jpg|Volkssturmmänner an der [[Oder]], der Soldat ganz links trägt ein Volkssturmgewehr VG 1-5&lt;br /&gt;
Datei:Bundesarchiv Bild 146-1978-087-24, Volkssturm, Vereidigung.jpg|Vereidigung von Volkssturmmännern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtlicher Status und Uniformierung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ranks Volkssturm.jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;Volkssturmmann&amp;#039;&amp;#039; (kein Abzeichen), &amp;#039;&amp;#039;Gruppenführer&amp;#039;&amp;#039; (1), &amp;#039;&amp;#039;Zugführer&amp;#039;&amp;#039; (2), &amp;#039;&amp;#039;Kompanieführer&amp;#039;&amp;#039; (3), &amp;#039;&amp;#039;Bataillonsführer&amp;#039;&amp;#039; (4)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Volkssturm armband.svg|miniatur|Armbinde des Volkssturms]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In rechtlicher Hinsicht waren die Angehörigen des Volkssturms während ihrer Einsätze Soldaten im Sinne des deutschen Wehrgesetzes von 1935. Dieses Gesetz ermöglichte es, den Kreis der Wehrpflichtigen auch über das 45. Lebensjahr hinaus auszudehnen, um weitere Reserven zur Reichsverteidigung aufzubieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab nur fünf unterschiedliche Dienstgrade: &amp;#039;&amp;#039;Volkssturm-Mann&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Gruppenführer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zugführer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Kompanieführer&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bataillonsführer&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Wehrmacht nicht ausreichend Uniformen zur Verfügung stellen konnte, trugen zahlreiche Volkssturmangehörige „Phantasieuniformen“, so etwa diejenige der [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Reichsbahn]], umgefärbte Partei- oder HJ-Uniformen, alte Uniformen des [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Deutschen Heeres]] oder gewöhnliche [[Zivilperson|zivile]] Anzüge. Eine [[Armbinde]] mit der Aufschrift „&amp;#039;&amp;#039;Deutscher Volkssturm – Wehrmacht&amp;#039;&amp;#039;“ machte seine Angehörigen als [[Kombattant]]en kenntlich, auch wenn sie in der [[Uniform]] der Hitlerjugend oder in Zivilkleidung kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Volkssturm&amp;#039;&amp;#039; sollte für alle Einheiten verbindlich sein, jedoch veranlasste der Gauleiter des Reichsgaus [[Tirol-Vorarlberg]] [[Franz Hofer (Gauleiter)|Franz Hofer]], dass die Volkssturmbataillone des Gaus gauintern die Bezeichnung [[Standschützen]]bataillone trugen, und verschaffte ihnen sogar ein eigenes Ärmelzeichen in Rautenform mit einem [[Tiroler Adler]] auf dem Hakenkreuz und der Inschrift „Standschützen Bataillon (Ort)“. Des Weiteren wurde das [[Freikorps Sauerland]] des [[Gau Westfalen-Süd|Gaues Westfalen-Süd]] im Oktober 1944 in den Volkssturm integriert und behielt dort seine Bezeichnung und Abzeichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz W. Seidler]]: „Deutscher Volkssturm“. Das letzte Aufgebot 1944/45. 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. Herbig, München 1991, ISBN 3-7766-1608-3, S.&amp;amp;nbsp;113f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freikorps Adolf Hitler ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freikorps Adolf Hitler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] in Deutschland aufgestellter Kampfverband des Volkssturms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März 1945 wurde von [[Adolf Hitler]] die Aufstellung des nach ihm benannten Verbandes verfügt (Aufstellungsverfügung siehe BA-ZNS/WA 11g). Wie Reichspropagandaminister [[Joseph Goebbels]] den [[Gauleiter]]n der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] am 30.&amp;amp;nbsp;März in einem Brief mitteilte, sollte sich dieser aus „[[Aktivismus|Aktivisten]] der Bewegung, Freiwilligen des Volkssturms und Freiwilligen der Werkschar“ zusammensetzen und von [[Robert Ley]], dem Reichsorganisationsleiter der NSDAP und Führer der [[Deutsche Arbeitsfront|Deutschen Arbeitsfront]], kommandiert werden; jeder Gau sollte einen „Gauschwarm“ von 1000 Mann aufstellen. Die Kandidaten für das Freikorps sollten im Sinne der NSDAP politisch geschult sein und über eine militärische Grundausbildung verfügen. Die Ablehnung einer Freiwilligenmeldung aus dem Grunde der Unabkömmlichkeit des Freiwilligen in der Verwaltung sei aufgrund der dringenden Kriegslage nicht statthaft. Jeder Freiwillige sei mit einer Lebensmittelration für drei Tage auszustatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung der „Gauschwärme“, die in „Kreisschwärme“ und „Einzelschwärme“ gegliedert wurden, sollte auf den Truppenübungsplätzen der Wehrmacht, die im Gau lagen, erfolgen. Die Uniform sollte aus Trainingshose, Uniformjacke, Mütze, Tarnanzug und Armbinde mit der Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;Freikorps Adolf Hitler&amp;#039;&amp;#039; bestehen, die Bewaffnung aus Sturmgewehren, Panzerfäusten und Handgranaten. Fahrräder sollten ihnen eine gewisse Mobilität verleihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einheiten wurden für den Einsatz dem Heer unterstellt und von diesem auch versorgt. Von der Wehrmacht wurden die Einheiten als Panzerjagdkommandos oder Panzerjagdverbände bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kämpften Verbände des Freikorps &amp;#039;&amp;#039;Adolf Hitler&amp;#039;&amp;#039; wie der Panzerjagdverband &amp;#039;&amp;#039;Döberitz&amp;#039;&amp;#039; („Gauschwarm Berlin“) und der Panzerjagdverband &amp;#039;&amp;#039;Munster&amp;#039;&amp;#039; bis zur Kapitulation im Rahmen der [[12. Armee (Wehrmacht)|12.&amp;amp;nbsp;Armee]] westlich von [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museale Rezeption ==&lt;br /&gt;
Im [[Wien]]er [[Heeresgeschichtliches Museum|Heeresgeschichtlichen Museum]] ist der Volkssturm ausführlich dokumentiert. So sind im Bereich &amp;#039;&amp;#039;Republik und Diktatur&amp;#039;&amp;#039; Uniformen und Bewaffnung des Volkssturms ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Heeresgeschichtliches Museum / Militärhistorisches Institut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Heeresgeschichtliche Museum im Wiener Arsenal&amp;#039;&amp;#039;. [[Verlag Militaria]], Wien 2016, ISBN 978-3-902551-69-6, S. 146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Perry Biddiscombe: &amp;#039;&amp;#039;Werwolf! The History of the National Socialist Guerilla Movement 1944–1946.&amp;#039;&amp;#039; Univ. of Toronto Press, Toronto 1998, ISBN 0-8020-0862-3.&lt;br /&gt;
* Klaus Mammach: &amp;#039;&amp;#039;Der Volkssturm. Das letzte Aufgebot 1944/45.&amp;#039;&amp;#039; Pahl-Rugenstein, Köln 1981, ISBN 3-7609-0642-7.&lt;br /&gt;
* Alastair Noble: &amp;#039;&amp;#039;The People&amp;#039;s Levy. The Volkssturm and Popular Mobilisation in Eastern Germany 1944–45.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Strategic Studies.&amp;#039;&amp;#039; 24, 2001, S. 165–187.&lt;br /&gt;
* David K. Yelton: &amp;#039;&amp;#039;„Ein Volk steht auf.“ The German Volkssturm and Nazi Strategy, 1944–45.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Military History.&amp;#039;&amp;#039; 64, 2000, S. 1061–1083.&lt;br /&gt;
* [[Franz W. Seidler]]: &amp;#039;&amp;#039;„Deutscher Volkssturm“. Das letzte Aufgebot 1944/45.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Herbig, München 1991, ISBN 3-7766-1608-3.&lt;br /&gt;
* David K. Yelton: &amp;#039;&amp;#039;Hitler&amp;#039;s Volkssturm. The Nazi Militia and the Fall of Germany 1944–1945.&amp;#039;&amp;#039; Univ. of Kansas Press, Lawrence, Kans. 2002, ISBN 0-7006-1192-4.&lt;br /&gt;
* David K. Yelton: &amp;#039;&amp;#039;The SS, NSDAP, and the Question of Volkssturm Expansion.&amp;#039;&amp;#039; In: Alan E. Steinweis, Daniel E. Rogers (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Impact of Nazism. New Perspectives on the Third Reich and its Legacy.&amp;#039;&amp;#039; Univ. of Nebraska Press, Lincoln 2003, ISBN 0-8032-4299-9, S. 167–181.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Erlaß des Führers über die Bildung des Deutschen Volkssturms}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/lemo/kapitel/zweiter-weltkrieg/kriegsverlauf/volkssturm/ Der Volkssturm] auf dhm.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Mad420</name></author>
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