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	<title>Volksgenosse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T17:10:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Volksgenosse&amp;diff=520834&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KorrektorZwo: Teilweise zurück, war vorher besser. Die Ausgrenzung geschah begrifflich durch den Vgn.</title>
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		<updated>2026-04-13T13:40:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Teilweise zurück, war vorher besser. Die Ausgrenzung geschah begrifflich durch den Vgn.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das Wort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volksgenosse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;Vg., Vgn.&amp;#039;&amp;#039;) ist seit 1798 nachweisbar und wurde ursprünglich emphatisch überhöht für „Landsmann“ gebraucht. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wird &amp;#039;&amp;#039;Volksgenosse&amp;#039;&amp;#039; auch im Sinne von „Angehöriger einer solidarischen Sozialgemeinschaft“ verwendet. Frühe sektenähnliche [[Völkische Bewegung|völkische Gruppierungen]] legten dem Begriff die Bedeutung als „Angehöriger der Blutsgemeinschaft“ bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelia Schmitz-Berning: &amp;#039;&amp;#039;Vokabular des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; 2., durchges. u. überarb. Aufl., Berlin 2007, ISBN 978-3-11-019549-1, S. 660&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Badge, fundraising (AM 1996.71.328-1).jpg|mini|Abzeichen (&amp;#039;&amp;#039;[[Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland#1933: Volksbund für das Deutschtum im Ausland|VDA]]&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Punkt 4 des [[25-Punkte-Programm]]s der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] von 1920 hielt fest: „Staatsbürger kann nur sein, wer Volksgenosse ist. Volksgenosse kann nur sein, wer [[Deutschblütig|deutschen Blutes]] ist, ohne Rücksichtnahme auf die [[Konfession]]. Kein [[Juden|Jude]] kann daher Volksgenosse sein.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/nsdap25/ Das 25-Punkte-Programm] auf [[Deutsches Historisches Museum|LeMO]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff ist folglich schon zu dieser Zeit semantisch auf seine [[Rassismus#Nationalsozialismus (1933–1945)|rassenideologische]] Komponente eingeschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Adolf Hitler]] prägte in seiner 1924 entstandenen Schrift &amp;#039;&amp;#039;[[Mein Kampf]]&amp;#039;&amp;#039; die Begriffe der „Volks- und Rassegenossen“, sowie des „rassen- und nationalbewußten Volksgenossen“ als Gegenbegriff zu der Anrede „[[Genosse|Genossin, Genosse]]“ in den [[Sozialismus|sozialistischen]] Organisationen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1933 wurde &amp;#039;&amp;#039;Volksgenosse&amp;#039;&amp;#039; zum viel gebrauchten [[Schlagwort (Sprachwissenschaft)|Schlagwort]] im [[NS-Staat|Dritten Reich]], mit dem Reden und Kundgebungen eingeleitet wurden. Es war eine [[Gleichschaltung|gleichgeschaltete]] Anrede für alle Mitglieder der [[Volksgemeinschaft]], wobei alle im Sinne der Ideologie Artfremden durch den Begriff ausgegrenzt wurden. Nur wer gemäß der [[Rassentheorie|Rassenlehre]] reinen Blutes war, konnte auch Volksgenosse sein. Im [[Sprache des Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Sprachgebrauch]] verschmolzen die drei oben genannten Akzentuierungen. Dabei stand der rassische Aspekt im Vordergrund: der Begriff schloss „nicht-[[deutschblütig]]e“ Bürger von vorneherein aus. Auch Bevölkerungsgruppen, die als „[[Asoziale (Nationalsozialismus)|Asoziale]]“ oder „Behinderte“ definiert wurden, galten nicht als Volksgenossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Wolfgang Ayaß]]: &amp;#039;&amp;#039;„Demnach ist zum Beispiel asozial…“. Zur Sprache sozialer Ausgrenzung im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus]] 28 (2012), S. 69–89; ders.: &amp;#039;&amp;#039;„Asozial“. Aufstieg und Niedergang eines Kernbegriffs sozialer Ausgrenzung&amp;#039;&amp;#039;, Freiburg i. Br. 2023, ISBN 978-3-78413-682-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; An den Gemeinsinn der Volksgenossen wurde zum Beispiel bei Sammlungen zum [[Winterhilfswerk]] appelliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Volksgenosse&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete nach Vorstellung der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] die Angehörigen „deutschen [[Blut-und-Boden-Ideologie|Blutes]]“. In den frühen Jahren des [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regimes]] galten auch [[Slawen]] als Angehörige eines dem deutschen „artverwandten Blutes“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heinemann476&amp;quot;&amp;gt;Isabel Heinemann: &amp;#039;&amp;#039;„Rasse, Siedlung, deutsches Blut“: Das Rasse- &amp;amp; Siedlungshauptamt der SS und die rassenpolitische Neuordnung Europas&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl., Wallstein Verlag, Göttingen 2003, ISBN 3-89244-623-7, [http://books.google.de/books?id=h0oFGH81O7MC&amp;amp;pg=PA476&amp;amp;dq=slawen+artverwandtes+blut&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=JyqSTOj_H8K7jAfguaSfBQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=3&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=slawen%20artverwandtes%20blut&amp;amp;f=false S. 476].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{&amp;quot;|Bisher sei ‚das Blut aller Völker, die geschlossen in Europa siedeln, als artverwandt‘ bezeichnet worden. […] ‚Artverwandten nichtstammesgleichen Blutes‘ waren alle nichtgermanischen europäischen Völker: slawische, romanische, keltische, baltische Völker.}} Zit. nach Josef Goldberger, Oberösterreichisches Landesarchiv (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;NS-Gesundheitspolitik in Oberdonau: Die administrative Konstruktion des „Minderwertes“&amp;#039;&amp;#039;, OÖLA, 2004, ISBN 3-900-31372-5, S. 201.&amp;lt;/ref&amp;gt; aber bereits mit den sogenannten [[Polen-Erlasse]]n vom 8. März 1940 und spätestens durch eine Geheime Anordnung des [[Reichsführer SS|RFSS]] und [[Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums|RKF]] [[Heinrich Himmler]] vom 23. März 1942 erfolgte dann die {{&amp;quot;|klare Abgrenzung der nichtgermanischen Völker, insbesondere der Slawen und der [[Fremdarbeiter]]}}, von {{&amp;quot;|aus rassischen Gründen als eindeutschungsfähig anzusehenden Angehörigen nichtgermanischer Völker}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Heiber, [[Institut für Zeitgeschichte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Akten der Partei-Kanzlei der NSDAP&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Teil 1, RKF 15680 – K 101 13763 f. (722), Oldenbourg, München 1983, [http://books.google.de/books?id=E8Oaty1BAwUC&amp;amp;lpg=PA671&amp;amp;dq=slawen%20artverwandtes%20blut&amp;amp;pg=PA671#v=onepage&amp;amp;q=slawen%20artverwandtes%20blut&amp;amp;f=false S. 671].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heinemann477ff&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Isabel Heinemann: &amp;#039;&amp;#039;„Rasse, Siedlung, deutsches Blut“: Das Rasse- &amp;amp; Siedlungshauptamt der SS und die rassenpolitische Neuordnung Europas&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl., Wallstein, Göttingen 2003, [http://books.google.de/books?id=h0oFGH81O7MC&amp;amp;pg=PA477&amp;amp;dq=slawen+artverwandtes+blut&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=JyqSTOj_H8K7jAfguaSfBQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=3&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=slawen%20artverwandtes%20blut&amp;amp;f=false S. 477&amp;amp;nbsp;ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine verbindliche Definition gab es nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zu alledem Cornelia Schmitz-Berning: &amp;#039;&amp;#039;Vokabular des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, de Gruyter, Nachdr. der Ausg. von 1998, Berlin/New York 2000, ISBN 3-11-016888-X, [http://books.google.de/books?id=9jmWOMks6bkC&amp;amp;lpg=PA149&amp;amp;dq=artverwandt&amp;amp;pg=PA70#v=onepage&amp;amp;q=artverwandt&amp;amp;f=false S. 70&amp;amp;nbsp;f.], [http://books.google.de/books?id=9jmWOMks6bkC&amp;amp;lpg=PA149&amp;amp;dq=artverwandt&amp;amp;pg=PA149#v=onepage&amp;amp;q=artverwandt&amp;amp;f=false 149 f.], [http://books.google.de/books?id=9jmWOMks6bkC&amp;amp;lpg=PA149&amp;amp;dq=artverwandt&amp;amp;pg=PA508#v=onepage&amp;amp;q=artverwandt&amp;amp;f=false 508], [http://books.google.de/books?id=9jmWOMks6bkC&amp;amp;lpg=PA662&amp;amp;dq=%22im%20nationalsozialistischen%20Sprachgebrauch%20verschmelzen%22&amp;amp;pg=PA662#v=onepage&amp;amp;q=%22im%20nationalsozialistischen%20Sprachgebrauch%20verschmelzen%22&amp;amp;f=false 662 f.] m.w.N.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar griffen Vorstellungen von der Zugehörigkeit zum deutschen Volk traditionell auf [[Ethnie|ethnische]], kulturelle und konfessionelle Gemeinsamkeiten zurück, gleichwohl aber wurde eine Sonderstellung der übrigen {{&amp;quot;|germanischen Völker}} gegenüber den Deutschen bekräftigt, indem die [[Skandinavien|Skandinavier]], [[Niederländer]] und [[Flamen]] – als Angehörige derselben Rassenfamilie&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe hierzu insbes. Isabel Heinemann, ibid., [http://books.google.de/books?id=h0oFGH81O7MC&amp;amp;pg=PA342#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false S. 341&amp;amp;nbsp;ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; – auf lange Sicht {{&amp;quot;|geistig in die Reichseinheit und biologisch in einen gemeinsamen Blutskörper mit dem deutschen Volk}} überführt werden sollten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heinemann476&amp;quot; /&amp;gt; Das frühere [[deutsche Staatsangehörigkeit]]srecht von 1913 griff grundsätzlich auf das [[ius sanguinis]] zurück und legte damit die [[Vererbbarkeit]] der Staatsangehörigkeit fest. Es kannte allerdings die „[[Blutsverwandtschaft|blutsbezogenen]]“ biologischen Rassevorstellungen nicht, die die Nationalsozialisten mit den [[Nürnberger Rassegesetze]]n 1935 einführten und mit der [[Volkszugehörigkeit]] eng verzahnten; das Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz (RuStAG) wurde hierfür formell nicht geändert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Ingo von Münch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Staatsangehörigkeit: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft&amp;#039;&amp;#039;, Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-89949-433-4, [http://books.google.de/books?id=U0BVt0eewacC&amp;amp;pg=PA149&amp;amp;cd=1#v=onepage&amp;amp;f=false S. 149&amp;amp;nbsp;f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Parteigenosse&amp;#039;&amp;#039; war als Gegenbegriff zu der Anrede in SPD und KPD das Erkennungswort z.&amp;amp;nbsp;B. in Schreiben an Behördenmitarbeiter, mit dem sich der Absender als NSDAP-Mitglied auf gesonderte Vorzugsbehandlung berief. [[Umgangssprache|Umgangssprachlich]] waren das die „Pgs“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach 1945 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bayreuth Patenschaftsurkunde Franzensbad 1955 Volksgenossen.jpg|mini|Patenschaftsurkunde des Stadtrats [[Bayreuth]] aus dem Jahr 1955 für die [[Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei|vertriebenen „Stammes- und Volks&amp;amp;shy;genossen“]] aus [[Františkovy Lázně|Franzensbad]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Kennwort des Nationalsozialismus“ wird „Volksgenosse“ spätestens seit der Jahrtausendwende im Sprachgebrauch gemieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelia Schmitz-Berning: &amp;#039;&amp;#039;Vokabular des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, S. 664.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Deutschstämmige]]&lt;br /&gt;
* [[Reichsbürgergesetz]]&lt;br /&gt;
* [[Volksdeutsche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Nicole Kramer]]: &amp;#039;&amp;#039;Volksgenossinnen an der Heimatfront. Mobilisierung, Verhalten, Erinnerung.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2011, ISBN 978-3-525-36075-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprache des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Volkstumspolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KorrektorZwo</name></author>
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