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	<title>Volksfront - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;CamelBot: Bot: linkfix: taz.de; siehe user:CamelBot.</title>
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		<updated>2025-10-19T23:32:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: linkfix: taz.de; siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CamelBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CamelBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;user:CamelBot&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volksfront&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet oft unscharf ein politisches Bündnis [[Politische Linke|linker]] Parteien untereinander oder auch eine Koalition von Linksparteien mit [[Liberalismus|liberalen]] oder anderen [[Bürgerliche Partei|bürgerlichen]] Kräften. Der Begriff wird/wurde auch von rechtsextremen Organisationen wie [[Volksfront (rechtsextreme Organisation)|Volksfront International]] oder der [[Buren|burischen]] [[Afrikaner Volksfront]] benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Politikwissenschaft]] wird der Begriff enger gefasst. Hier bezieht sich Volksfront insbesondere auf die Volksfrontbündnisse der in der [[Kommunistische Internationale|Kommunistischen Internationale]] (Komintern) organisierten [[Kommunistische Partei|Kommunistischen Parteien]] (KPs) mit anderen Parteien und Organisationen im Europa der [[Zwischenkriegszeit]] in den 1930er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
In der strengen [[Marxismus|marxistischen]] Theorie des [[Klassenkampf]]es sind [[Proletariat]] und [[Bourgeoisie]] eigentlich antagonistische Klassen, die einander bekämpfen. Während der [[Deutsche Revolution 1848/49|Revolution von 1848/49]] meinten [[Karl Marx|Marx]] und [[Friedrich Engels|Engels]] allerdings, dass sich das Proletariat dem Bürgertum anschließen solle, um mitzuhelfen, bürgerliche Freiheitsrechte zu erkämpfen, deren Wert auch für die kommunistischen Theoretiker unbestritten war. Gleichzeitig hofften Marx und Engels, die Arbeiterklasse würde den Sieg der bürgerlichen Revolution ausnutzen können und sie bis zur proletarischen Revolution fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Russische Revolution|Russischen Revolution]] wurde 1919 in Moskau die [[Kommunistische Internationale]] (Komintern) ins Leben gerufen. Die Komintern diente der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|Kommunistischen Partei der Sowjetunion]] (KPdSU (B)) als Einflussinstrument auf die anderen [[Kommunistische Partei|Kommunistischen Parteien]] in Europa. Kern der von der KPdSU (B) dominierten Komintern-Ideologie war der Kampf gegen [[Sozialdemokraten]], [[Sozialisten]] und linksbürgerliche Kräfte, auch wenn diese sich selbst als Teil der [[Arbeiterbewegung]] betrachteten. Selbst während der Phase des Aufstiegs des [[Faschismus]] in Europa sahen die von Moskau ideologisch und oft auch finanziell abhängigen KP im Rahmen der [[Sozialfaschismusthese]] den Hauptgegner nicht im rechten Spektrum. Stattdessen wurden in den Erklärungen der Komintern insbesondere die Sozialdemokraten als Hauptfeind im politischen Kampf genannt und als „Sozialfaschisten“ diffamiert und abqualifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volksfronten in den 1930er Jahren ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] in Deutschland 1933 wurden neben Kommunisten auch Sozialdemokraten und linksbürgerliche Kräfte in den [[Frühe Konzentrationslager|neu eingerichteten Konzentrationslagern]] der Nazis inhaftiert. Die bisherige Politik der KPdSU&amp;amp;nbsp;(B) und der Komintern war damit gescheitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1934 begann sich die politische Linie der in der Komintern organisierten kommunistischen Parteien zu ändern. Eine wichtige Rolle wird dabei dem französischen [[Parti communiste français]] zugeschrieben, der im Juli 1934 unter [[Maurice Thorez]] einen Aktionspakt mit den [[Section française de l’Internationale ouvrière|Sozialisten]] abschloss. Dies bedeutete einerseits Einigkeit gegen den Faschismus, andererseits gab die französische KP im Rahmen einer „patriotischen“ Wende ihre Kritik an der französischen Kolonialpolitik weitgehend auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Selim Nadi: &amp;#039;&amp;#039;Die Französische Kommunistische Partei und ihre Haltung zu Sozialchauvinismus und Kolonialismus 1920 bis 1936.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Arbeit – Bewegung – Geschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Heft 1, 2018, S. 45–62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die endgültige Wende der Komintern vollzog sich 1935 auf dem [[Kommunistische Internationale#VII. und letzter Weltkongress 1935 – Volksfront|VII. Weltkongress]]. Der Kongress distanzierte sich von der [[Sozialfaschismusthese]]. Sozialisten, Sozialdemokraten und andere linksbürgerliche Kräfte wurden seitdem als Bündnispartner in einer [[Einheitsfront]] betrachtet und selbst eine gemeinsame Einheitspartei wurde als langfristiges Ziel gesehen. Die erste Volksfront bildete sich als [[Front populaire]] in [[Frankreich]] unter [[Léon Blum]] 1936/37. In Spanien traten nach dem Putsch [[Francisco Franco]]s innerhalb der Volksfrontregierung während des [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieges]] in den Jahren 1936 bis 1939 erstmals Kommunisten in eine europäische Koalitionsregierung ein ([[Frente Popular]]). Auch andere kommunistische Parteien in Europa und Südamerika gingen zu einer Volksfrontstrategie über, 1938 gründete sich etwa die [[Frente Popular (Chile)|Frente Popular]] in [[Chile]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volksfrontpolitik der Komintern fand ihr Ende 1939. Mit dem [[Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt|deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt]] änderte die Komintern ihren Kurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Exil konstituierte sich in Paris (1935) der [[Lutetia-Kreis]] und in New York (1944) der [[Council for a Democratic Germany]] (CDG). Im [[KZ Buchenwald]] entstand 1944 das [[Volksfrontkomitee Buchenwald]]. In Griechenland kam es 1941 unter der deutschen Besatzung zur Gründung der [[ELAS|EAM]], einer Volksbefreiungsarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volksfrontbegriff nach 1945 ==&lt;br /&gt;
In der europäischen Nachkriegsgeschichte wurden unter sowjetischem Einfluss sogenannte Volksfront-Bündnisse geschaffen, die auch als &amp;#039;&amp;#039;Vaterländische Front&amp;#039;&amp;#039; oder als &amp;#039;&amp;#039;[[Nationale Front (DDR)|Nationale Front]]&amp;#039;&amp;#039; wie in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] in Erscheinung traten. Hier waren die kommunistischen Parteien allerdings die unbestrittene Führungsmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Chile]] war es von 1970 bis 1973 unter [[Salvador Allende]] nach freien Wahlen zu einer Volksfrontregierung gekommen, die allerdings die gewaltsame Machtübernahme des Regimes von [[Augusto Pinochet]] nicht verhindern konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In enger Verbindung zum Volksfrontbegriff steht weiters die ideologische Weiterentwicklung der westeuropäischen KPs – vor allem in Frankreich, Spanien und Italien – in Richtung des sogenannten [[Eurokommunismus]]. Vor allem in Italien stimulierten der soziale Wandel der ersten Nachkriegsjahrzehnte und damit zusammenhängende Wahlerfolge der [[Kommunistische Partei Italiens|Kommunistischen Partei Italiens]] (KPI) Ende der 1960er Jahre einen rechtsextremen Terrorismus, der entsprechende Reaktionen von Seiten linksextremer Gruppierungen hervorrief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um während dieser „bleiernen Jahre“ &amp;#039;&amp;#039;([[anni di piombo]])&amp;#039;&amp;#039; die Souveränität der demokratischen Institutionen auf breiter Basis zu garantieren, forcierten die regierenden Christdemokraten ([[Democrazia Cristiana]]) die Zusammenarbeit mit den Kommunisten in Hinblick auf eine künftige Regierungszusammenarbeit (siehe [[historischer Kompromiss]]). Ähnlich wie in Chile scheiterten die ersten Ansätze einer großen Koalition unter Einbindung der Kommunisten letztlich 1978 an der Entführung und Ermordung des christdemokratischen Spitzenpolitikers [[Aldo Moro]] durch die linksextremen [[Brigate Rosse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Nouveau Front populaire]] erzielte ein so benanntes Bündnis linker Parteien das stärkste Ergebnis beim zweiten Wahlgang der [[Parlamentswahl in Frankreich 2024]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Verwendungen des Begriffs ==&lt;br /&gt;
Als Volksfront bezeichneten sich ferner, in völlig anderem Zusammenhang, die nach Unabhängigkeit von der [[Sowjetunion|UdSSR]] und [[Demokratie]] strebenden nicht- bzw. [[Antikommunismus|antikommunistischen]] Bewegungen in einigen [[Unionsrepublik|Sowjetrepubliken]] Ende der 1980er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Volksfront ist außerdem die Selbstbezeichnung diverser Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt, beispielsweise der [[Volksfront zur Befreiung Palästinas]] (PFLP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jüngere organisatorische (allerdings äußerst amorphe und heterogene) Zusammenschlüsse von Sozialdemokraten, (Post-)Kommunisten und bürgerlichen Kräften sind die linken [[Koalition (Politik)|Wahlkoalitionen]] in [[Italien]] seit den 1990er Jahren ([[L’Ulivo]] 1996 und 2001, in größerem Maßstab [[L’Unione]] sowie seit 2007 [[Partito Democratico]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Lateinamerika]] entstand 1971 in [[Uruguay]] unter dem Begriff [[Frente Amplio (Uruguay)|Frente Amplio]] (Breite Front) ein Parteienbündnis aus bürgerlichen, sozialistischen und kommunistischen Parteien, das 2004 erstmals Regierungsverantwortung übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Begriff der Volksfront knüpfte ferner die ursprünglich als Vorfeldorganisation der [[Kommunistische Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten|KPD/ML]] für die [[Bundestagswahl 1980]] gegründete [[Volksfront gegen Reaktion, Faschismus und Krieg]] an, die sich nach der um den Slogan „Stoppt Strauß!“ zentrierten Wahlkampagne zu einer formell parteiunabhängigen, sich dem Themenbereich [[Antifaschismus]] widmenden Organisation wandelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In innenpolitischen Debatten der Bundesrepublik wird dieser Begriff aus den 1930er Jahren immer wieder verwendet, allerdings meist vom [[Konservatismus|konservativen]] Lager an die Adresse der [[Linke Politik|Linken]], zuletzt jedoch auch von [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] [[Gerhard Schröder]] wegen der Beteiligung des [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]-Politikers [[Georg Milbradt]] an den Demonstrationen der [[Gewerkschaft]]en und der [[Partei des Demokratischen Sozialismus|Linkspartei.PDS]] gegen [[Arbeitslosengeld II|Hartz&amp;amp;nbsp;IV]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-712281&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://taz.de/Schroeder-ist-es-schon-ganz-schlecht/!712281/ |titel=Schröder ist es schon ganz schlecht |autor=Daniel Schulz |werk=[[Die Tageszeitung|taz.de]] |datum=2004-08-16 |abruf=2017-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Deutschlandpakt (2005)|Deutschlandpakt]], ein 2005 geschlossenes [[Wahlbündnis]] der [[Nationaldemokratische Partei Deutschlands|NPD]] und der [[Deutsche Volksunion|DVU]], wurde teilweise als „rechte Volksfront“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Aktionseinheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dieter Nohlen]], [[Rainer-Olaf Schultze]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Politikwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 2002, ISBN 3-406-47603-1 (Band 1), ISBN 3-406-47604-X (Band 2). &amp;#039;&amp;#039;Beck’sche Reihe&amp;#039;&amp;#039; 1463–1464.&lt;br /&gt;
* [[Birgit Schmidt (Literaturhistorikerin)|Birgit Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Wenn die Partei das Volk entdeckt. [[Anna Seghers]], [[Bodo Uhse]], [[Ludwig Renn]] u.&amp;amp;nbsp;a. Ein kritischer Beitrag zur Volksfrontideologie und ihrer Literatur&amp;#039;&amp;#039;. Unrast, Münster 2002, ISBN 3-89771-412-4 (Dissertation Universität Freiburg im Breisgau 2001, 329 Seiten, unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;…,&amp;amp;nbsp;der wäre kein Mensch, wenn er sein Land nicht liebte?&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Ursula Langkau-Alex]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Volksfront 1932–1939 – Zwischen Berlin, Paris, Prag und Moskau&amp;#039;&amp;#039;. Akademie Verlag, Berlin. 3 Bände. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte und Gründung des Ausschusses zur Vorbereitung einer deutschen Volksfront&amp;#039;&amp;#039;. 2004, ISBN 3-05-004031-9 (Erstausgabe Frankfurt 1977, ISBN 3-8108-0008-2). Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Ausschusses zur Vorbereitung einer deutschen Volksfront&amp;#039;&amp;#039;. 2004, ISBN 3-05-004032-7. Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Dokumente, Chronik und Verzeichnisse&amp;#039;&amp;#039;. 2005, ISBN 3-05-004033-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4134235-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeiterbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (20. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;CamelBot</name></author>
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