<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Vogelkoje</id>
	<title>Vogelkoje - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Vogelkoje"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vogelkoje&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T06:19:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vogelkoje&amp;diff=423432&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;7lima: Schreibfehler korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vogelkoje&amp;diff=423432&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-07-17T23:02:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Schreibfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- kein Taxon --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Vogelkoje DSC08431a.jpg|mini|Schema einer Vogelkoje]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vogelkoje&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von niederländisch &amp;#039;&amp;#039;kooi&amp;#039;&amp;#039; „Käfig, Verschlag, Stall“, hochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;[[Koje]]&amp;#039;&amp;#039;; auch &amp;#039;&amp;#039;Entenkoje&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Entenkoy&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Entenfang&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Einrichtung, die zum Fang von [[Entenvögel|Wildenten]] dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Funktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vogelkoje Ameland Kojenhund.jpg|mini|Vogelkoje auf [[Ameland]] mit Kojenmann und Kojenhund]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pellworm Vogelkoje MS P4140099.JPG|mini|Vogelkoje im Ütermarkerkoog auf [[Pellworm]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:VogelkojeNordstrand-pjt.jpg|mini|„Pfeife“ einer Vogelkoje (Nachbau, [[Nordstrand]])]]&lt;br /&gt;
An den Ecken eines künstlichen Teichs wurden meist vier „Pfeifen“ angelegt, die mit Netzen überspannt wurden. Am Ende waren [[Reuse]]n. Mit Hilfe von gezähmten [[Lockvogel|Lockenten]] wurden während des Vogelzuges Wildenten in diese Reusen gelockt, wo sie vom &amp;#039;&amp;#039;Kojenmann&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kojenwart&amp;#039;&amp;#039;, der die Koje wartet und betreut, „gekringelt“ bzw. „geringelt“ wurden, das heißt, sie wurden getötet durch Umdrehen des Halses. In den [[Niederlande]]n entstand eine besondere Hunderasse, das [[Nederlandse Kooikerhondje]], die darauf abgerichtet waren, die Enten in die Pfeifen zu treiben. Auch anderorts wurden fuchsartige Hunde oder als Füchse verkleidete Hunde in den Entenkojen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Oliver Rackham]]: &amp;#039;&amp;#039;The History of the Countryside.&amp;#039;&amp;#039; Weidenfels &amp;amp; Nicolson, London 1995, ISBN 0-297-81622-5, S. 367;&amp;lt;br /&amp;gt;Robert Lauterborn: &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Rheinforschung. Lebensgang und Schaffen eines deutschen Naturforschers.&amp;#039;&amp;#039; Lavori, Freiburg 2009, ISBN 978-3-935737-04-3, S. 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den einzelnen Vogelkojen wurden Tausende Enten gefangen. So wurden in der [[Amrum]]er [[Vogelkoje Meeram]] zwischen 1867 und 1935 insgesamt 417.569 Enten gefangen (im Durchschnitt 17 Enten pro Tag), meist [[Spießente]]n, [[Pfeifente]]n und [[Krickente]]n. In der Alten Oevenumer Koje auf [[Föhr]] wurden zwischen 1730 und 1983 sogar 3.033.579 Enten gefangen (im Durchschnitt 33 Enten pro Tag).&amp;lt;ref&amp;gt;H.-J. Deppe: &amp;#039;&amp;#039;Entenkojen und Entenzug – Versuch einer Auswertung der Fangergebnisse nordfriesischer Entenkojen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Vogelwelt&amp;#039;&amp;#039; 106 (1985), 1-24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Arten, die gefangen wurden, variierten von Vogelkoje zu Vogelkoje.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Entenkojen wurden in den Niederlanden bereits im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eingerichtet. Es gab Tausende Entenkojen, die ein typisches Landschaftselement des [[Rhein-Maas-Delta]]s waren. Nach Angaben von 2008 haben sich 118 Anlagen im Delta erhalten, die heute oft dem Naturschutz dienen.&amp;lt;ref&amp;gt;Piet H. Nienhuis: &amp;#039;&amp;#039;Environmental History of the Rhine-Meuse Delta. An ecological story on evolving human-environmental relations coping with climate change and sea-level rise.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 2008, ISBN 978-1-4020-8211-5, S. 187.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[England]] waren Entenkojen im 17. Jahrhundert fest etabliert. Es gab über 100 Entenkojen; die meisten lagen in einem etwa 50 Kilometer breiten Streifen längs der Ostküste des Landes. Oft wurden schon vorhandene Gewässer zu Entenkojen umgebaut. In den 1980er Jahren wurde eine noch vorhandene Koje in [[Abbotsbury]] (Dorset) zur [[Vogelberingung|Beringung]] von Enten genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Rackham, &amp;#039;&amp;#039;The History of the Countryside&amp;#039;&amp;#039;, S. 366 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert erbauten [[Adel]]ige auch &amp;#039;&amp;#039;Antenkojen&amp;#039;&amp;#039; im [[Münsterland]], so zum Beispiel in [[Landersum]]. 1690 ließ der herzogliche Hof von [[Celle]] (Herzog [[Georg Wilhelm (Braunschweig-Lüneburg)|Georg Wilhelm]]) in [[Boye (Celle)|Boye]] eine Entenkoje errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.entenfang.de/Entenfang.htm Geschichte des Entenfang Boye]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls um 1690 entstand der [[Kleiner Entenfängerteich|Kleine Entenfängerteich]], eine Entenfanganlage im [[Wildpark Potsdam|Wildpark]] bei [[Potsdam]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurden nach niederländischem Vorbild auch auf den [[Nordfriesische Inseln|Nordfriesischen Inseln]] Vogelkojen eingerichtet. Schließlich gab es auf Föhr sechs, auf [[Sylt]] vier, auf Amrum und [[Nordstrand]] je zwei und auf [[Pellworm]] eine Vogelkoje. Auch auf der dänischen Wattenmeerinsel [[Fanø]] wurden Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts vier Vogelkojen angelegt. Die meisten Vogelkojen in Nordfriesland wurden im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wieder geschlossen. Bis heute sind einige Vogelkojen erhalten; sie dienen meist touristischen Zwecken, zum Beispiel die [[Vogelkoje Meeram]] auf Amrum. Auf Föhr werden noch heute in einzelnen Vogelkojen Enten gefangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Oberrhein]] werden die Anlagen als &amp;#039;&amp;#039;Entenkoy&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Entenfang&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Der badische Markgraf [[Ernst Friedrich (Baden-Durlach)|Ernst Friedrich]] nahm in den 1580er Jahren einen Entenkoy in Betrieb, der im [[Elfmorgenbruch]] bei [[Durlach]] lag.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Güß: [http://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/kulturdenkmale/denkmaltag_archiv/denkmaltag_2004/durlach/entenkoy.de &amp;#039;&amp;#039;Der historische Entenkoy oder Entenfang im Elfmorgenbruch.&amp;#039;&amp;#039;] (Abgerufen am 20. September 2016).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Entenkoy in [[Memprechtshofen]] wurde 1721 auf Initiative des letzten Grafen von [[Hanau-Lichtenberg]], [[Johann Reinhard III. (Hanau)|Johann Reinhard III.]], eingerichtet. Der zuletzt in privater Regie betriebene Entenkoy wurde 1932 auf Grund eines Erlasses des badischen Innenministeriums geschlossen. Staatlicherseits war man der Ansicht, dass diese Art des Entenfangs nicht mit waidmännischen Grundsätzen in Einklang stand.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Großholz: &amp;#039;&amp;#039;Der ehemalige Entenfang zu Memprechtshofen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden.&amp;#039;&amp;#039; 1980(60) S. 323–341, hier S. 324, 340 ([http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/ortenau1980/0325/image?sid=9959984406c34fcd88a0a3f26001cbdf Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Angaben von [[Robert Lauterborn]], der Memprechtshofen mehrfach besuchte, wurden überwiegend [[Stockente]]n gefangen. Nach außen war die Anlage durch einen Wassergraben und einen hohen Bretterzaun abgeschirmt, da Wildenten schon durch geringe Störungen leicht vergrämt werden und den ihnen verdächtigen Platz dann tagelang meiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Lauterborn, &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Rheinforschung&amp;#039;&amp;#039;, S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Entenkoys befanden sich in [[Sandhofen]] bei Mannheim, in [[Biebesheim am Rhein|Biebesheim]] in Rheinhessen sowie in [[Guémar]] im Elsass.&amp;lt;ref&amp;gt;Lauterborn, &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Rheinforschung&amp;#039;&amp;#039;, S. 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Enten wurden nicht nur zum frischen Verzehr gefangen, sie wurden auch [[Pökeln|eingepökelt]] und in Fässchen exportiert. Auf Föhr und Amrum gab es jeweils eine Wildenten-Konservenfabrik für den Export.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.shz.de/lokales/insel-bote/vom-kampf-um-ein-altes-kulturgut-id15977856.html|titel=Ferring-Stiftung: Vom Kampf um altes Kulturgut|hrsg=Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag|datum=2017-01-31|abruf=2020-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Konserven der Fabrik Heinrich Boysen in [[Wyk auf Föhr]] wurden auch als Spezialität auf den New-York-Fahrten der [[Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft|Hamburg-Amerika-Linie]] serviert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Titel=Sylt, Amrum, Föhr: Nordfriesische Inselidyllen|Verlag=Dumont Reiseverlag|Jahr=2013|Seiten=74|ISBN=978-3-7701-9296-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Vogelherd]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Martin Rheinheimer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kojenmann. Mensch und Natur im Wattenmeer 1860–1900.&amp;#039;&amp;#039; Wachholtz, Neumünster 2007, ISBN 978-3-529-02776-5.&lt;br /&gt;
* H.-J. Deppe: &amp;#039;&amp;#039;Entenkojen und Entenzug – Versuch einer Auswertung der Fangergebnisse nordfriesischer Entenkojen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Vogelwelt&amp;#039;&amp;#039; 106 (1985), 1–24.&lt;br /&gt;
* Hans Rudolf Hilty: &amp;#039;&amp;#039;Vogelkojen in Nordfriesland&amp;#039;&amp;#039;. Hansen &amp;amp; Hansen, Münsterdorf 1978.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Wedemeyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Vogelkoje Kampen. Ein Sylter Naturschutzgebiet.&amp;#039;&amp;#039; Boyens, Heide 1974.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Duck decoys (structures)|Vogelkojen}}&lt;br /&gt;
* [http://www.manfredgiebing.de/koje.htm Manfred Giebing: Vogelkojen in Wort und Bild]&lt;br /&gt;
* [http://www.aldus.dk/fanoe/fuglekojer/default.html Per Hofmann Hansen: &amp;#039;&amp;#039;Vogelkojen auf Fanø&amp;#039;&amp;#039;] (dänisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fanggerät (Jagd)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ente als Thema]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;7lima</name></author>
	</entry>
</feed>