<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Vogau</id>
	<title>Vogau - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Vogau"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vogau&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-10T21:04:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vogau&amp;diff=793144&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rasey: Link Sterzradweg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vogau&amp;diff=793144&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-19T08:47:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link Sterzradweg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeindeteil in Österreich&lt;br /&gt;
|Name                    = Vogau&lt;br /&gt;
|Kennzeichnung           = Ehemalige Gemeinde&lt;br /&gt;
|Wappen                  = AUT Vogau COA.jpg&lt;br /&gt;
|Bundesland              = Steiermark&lt;br /&gt;
|NUTS                    = AT225&lt;br /&gt;
|Bezirk                  = Leibnitz&lt;br /&gt;
|Kfz                     = LB&lt;br /&gt;
|Gerichtsbezirk          = Leibnitz&lt;br /&gt;
|Gemeinde                = [[Straß in Steiermark]]&lt;br /&gt;
|Gemeindekennzahl        = 61058&lt;br /&gt;
|Katastralgemeinde       = Untervogau&lt;br /&gt;
|Katastralgemeindenummer = 66187&lt;br /&gt;
|Ortschaft               = Vogau&lt;br /&gt;
|Ortschaftskennziffer    = 15619&lt;br /&gt;
|Zählsprengel            = Vogau&lt;br /&gt;
|ZS-Kennziffer           = 004&lt;br /&gt;
|Breitengrad             = 46/43/55&lt;br /&gt;
|Längengrad              = 15/36/01&lt;br /&gt;
|Höhe                    = 255&lt;br /&gt;
|Dim                     = &lt;br /&gt;
|Fläche                  = 6.05&lt;br /&gt;
|Einwohner               = 1115&lt;br /&gt;
|Stand                   = 2014-01-01&lt;br /&gt;
|Gebäude                 = 349&lt;br /&gt;
|Adr-Stand               = 2001&lt;br /&gt;
|PLZ                     = 8472&lt;br /&gt;
|PLZ-Ort                 = &lt;br /&gt;
|Vorwahl                 = 3453&lt;br /&gt;
|Vorwahl-Ort             = &lt;br /&gt;
|Bild1                   = Vogau im Bezirk LB.png&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung1       = Lage der ehemaligen Gemeinde im Bezirk Leibnitz&lt;br /&gt;
|Anmerkungen             = Eigenständige Gemeinde bis Ende 2014&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vogau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine bis 2014 selbständige [[Gemeinde (Österreich)|Gemeinde]] und Ortschaft mit {{EWZ|AT Ortschaft|15619}} Einwohnern (Stand {{EWD|AT Ortschaft|STAND}}{{EWR|AT Ortschaft|QUELLE}}) im [[österreich]]ischen Bundesland [[Steiermark]]. Sie liegt ca. 35&amp;amp;nbsp;km südlich von [[Graz]] im [[Leibnitzer Feld]] und ist Mitgliedsgemeinde des [[Naturpark]]s [[Südsteirisches Weinland]]. Im Rahmen der [[Steiermärkische Gemeindestrukturreform|Gemeindestrukturreform in der Steiermark]] ist Vogau ab 2015 mit den Gemeinden [[Straß in der Steiermark]], [[Obervogau]] und [[Spielfeld]] zusammengeschlossen,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gemeindestrukturreform.steiermark.at/cms/beitrag/11558627/69294537 Steiermärkische Gemeindestrukturreform].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die neue Gemeinde führte 2015 den neuen Namen &amp;#039;&amp;#039;Straß-Spielfeld&amp;#039;&amp;#039;, seit 2016 den Namen der ehemaligen Gemeinde [[Straß in Steiermark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG.&amp;lt;ref&amp;gt;§&amp;amp;nbsp;3 Abs.&amp;amp;nbsp;5 Z&amp;amp;nbsp;2 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark ([https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/LgblAuth/LGBLA_ST_20140402_31/LGBLA_ST_20140402_31.pdfsig Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz] – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. {{ZDB-ID|705127-x}}. S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Beschwerde, die von der Gemeinde gegen die Zusammenlegung beim [[Verfassungsgerichtshof (Österreich)|Verfassungsgerichtshof]] eingebracht wurde, war nicht erfolgreich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vfgh/JFT_20141124_14G00117_00/JFT_20141124_14G00117_00.pdf Erkenntnis des VfGH] vom 24. November 2014, G 117/2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehemalige Nachbargemeinden ==&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
| OST = [[Straß in Steiermark]]&lt;br /&gt;
| NORD = [[St. Veit am Vogau]]&lt;br /&gt;
| WEST = [[Obervogau]]&lt;br /&gt;
| SUEDWEST = [[Retznei]]&lt;br /&gt;
| SUED = [[Ehrenhausen]]&lt;br /&gt;
| SUEDOST = [[Spielfeld (Steiermark)|Spielfeld]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerungsentwicklung der ehemaligen Gemeinde ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! 1869 || 1880 || 1890 || 1900 || 1910 || 1923 || 1934 || 1939&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einwohner&lt;br /&gt;
| 556 || 560 || 634 || 626 || 626 || 618 || 719 || 707&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! 1951 || 1961 || 1971 || 1981 || 1991 || 2001 || 2011 || 2014&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einwohner&lt;br /&gt;
| 796 || 795 || 877 || 862 || 949 || 1.057 || 1.121 || 1.115&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ortskapelle Vogau.JPG|mini|Ortskapelle von Vogau]]&lt;br /&gt;
=== Die Besiedlung von Vogau ===&lt;br /&gt;
==== Vorgeschichte ====&lt;br /&gt;
Im Jahr 1960 wurde in Vogau bei Bauarbeiten ein [[Steinbeil (Steinzeit)|Steinbeil]] vom [[Endneolithikum|Ende]] der [[Jungsteinzeit]], [[3. Jahrtausend v. Chr.|3000–2000 v.&amp;amp;nbsp;Chr]], gefunden.&lt;br /&gt;
Auf rege Siedlungstätigkeit im [[Leibnitzer Feld]] zu dieser Zeit weisen auch Funde in [[Straß in Steiermark|Straß]], [[Seibersdorf bei Sankt Veit|Seibersdorf]] und [[Eichfeld (Steiermark)|Brunnsee]] hin.&lt;br /&gt;
Ob es auch in Vogau eine [[Siedlung]] gegeben hat, kann aus diesem Einzelfund nicht geschlossen werden, zumal es sich beim Fundort um die [[Flussaue]] der [[Mur (Fluss)|Mur]] handelt.&lt;br /&gt;
Der Fluss floss in alter Zeit nicht westlich von [[Gabersdorf (Steiermark)#Geografie|Landscha]], sondern östlich entlang der [[Gabersdorf (Steiermark)|Gabersdorfer]] Terrasse in Richtung [[Sankt Veit am Vogau]].&lt;br /&gt;
Es wäre allerdings möglich, dass sich jemand aus Sicherheitsgründen an der Fundstelle, die inmitten des [[Sumpf]]- und [[Überschwemmungsgebiet]]s auf etwas höherem [[Meereshöhe|Niveau]] liegt, niedergelassen hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vogaugeschichte&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.vogau.at/bildung/vorgeschichtliche_zeit.htm |wayback=20050223013745 |text=&amp;#039;&amp;#039;Geschichte&amp;#039;&amp;#039; auf der Website der Gemeinde Vogau |archiv-bot=2019-05-21 23:17:17 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 24. August 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Römerzeit ====&lt;br /&gt;
Nachweislich war Vogau aber zur [[Römisches Reich|Römerzeit]] ([[1. Jahrhundert v. Chr.|16 v.&amp;amp;nbsp;Chr.]] bis [[476]] n.&amp;amp;nbsp;Chr.) besiedelt. In der Nähe der [[77]] n.&amp;amp;nbsp;Chr. gegründeten [[Römische Stadt|Römerstadt]] [[Flavia Solva]] auf dem Boden der heutigen Gemeinde [[Wagna]] entstanden allerorten [[Weiler]] und [[Villa|Villen]]. In der Gemeinde Vogau stieß man im Frühjahr 1945 auf Spuren aus der römischen Ära. Unweit des Wasserwerkes Vogau am „Römerweg“ befand sich ein römischer Weiler. Die Bestattung erfolgte wohl im nahen [[Moor|Ried]] „Leberäcker“, denn die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Lerbing&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lebring&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Leber&amp;#039;&amp;#039; deuten auf römische [[Hügelgräber]] hin. Da hier keine besonderen Funde gemacht wurden, wird angenommen, dass es sich um eine ärmere Siedlung handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Park des Landhauses &amp;#039;&amp;#039;Reichsstraße&amp;amp;nbsp;1&amp;#039;&amp;#039; jedoch, an der Grenze zu Straß, legte der [[Archäologie|Archäologe]] [[Friedrich Pichler]] im Jahr 1877 die Grundrisse einer römischen [[Villa]] frei. Sechs Haupträume und eine Küche im Ausmaß von 58&amp;amp;nbsp;Quadratmetern wurden identifiziert. In einer Tiefe von einem halben Meter stieß man auf den [[Estrich|Vergussboden]], der mit quadratischen und sechseckigen [[Backstein|Ziegeln]] gepflastert war. Unter dem Fußboden befand sich eine [[Hypokaustum|Heizung]]. Die [[Auftrittstein]]e waren aus [[Römersteinbruch Aflenz|Aflenzer]] [[Kalkstein|Kalk]]. Die Wände waren mit farbigen Platten, die mit Kreisen und Blattornamenten verziert waren, verkleidet. Die ganze Siedlung ging zur Zeit der [[Völkerwanderung]], vielleicht mit der Zerstörung von Flavia Solva im Jahr [[405]] zugrunde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vogaugeschichte&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.wagna.at/flaviasolva/sites/flaviasolva.html |wayback=20071017032729 |text=&amp;#039;&amp;#039;Flavia Solva, die Stadt der Römer&amp;#039;&amp;#039; auf der Website der Gemeinde Wagna |archiv-bot=2019-05-21 23:17:17 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 25. August 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Slawische Einwanderung ====&lt;br /&gt;
Die [[Slawen#Ausbreitung der Westslawen|Einwanderung]] der [[Slawen]] zwischen [[7. Jahrhundert|600 und 700]] hinterließ in der Gemeinde kaum Spuren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vogaugeschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Gült]]schätzungen im Jahr 1542&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verwaltung.steiermark.at/landesarchiv/urbare/uvz0953.pdf Abschrift der &amp;#039;&amp;#039;Gültschätzung von 1542&amp;#039;&amp;#039;, Landesarchiv Steiermark], ([[PDF]]; 400&amp;amp;nbsp;kB), abgerufen am 26. August 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sowie die [[Flurname|Riednamen]] von 1820, nach dem [[Franziszeischer Kataster|Franziszeischen Kataster]], sind rein [[Deutsche Sprache|deutsch]].&lt;br /&gt;
Die [[Slowenen]] haben wohl das große Überschwemmungsgebiet gemieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Deutsche Kolonisation ====&lt;br /&gt;
Nachdem die [[Magyaren]] [[1053]] den [[Mark an der Mur|Hengistgau]] verheert hatten, der dann [[1066]] bis [[Bad Radkersburg|Radkersburg]] vorgeschoben wurde, konnte die organisierte [[Deutsche Ostsiedlung|deutsche Kolonisation]] erst nach den durch den [[Königreich Ungarn|Ungarn]]&amp;amp;shy;könig [[Béla II. (Ungarn)|Béla&amp;amp;nbsp;II.]] im Jahre [[1131]] mit dem zuvor verfeindeten [[Österreich]] und mit [[Böhmen]] geschlossenen Bündnissen und der Befestigung durch [[Konrad&amp;amp;nbsp;I. von Abensberg]], den [[Erzbischof]] von [[Erzdiözese Salzburg|Salzburg]], der hier große Besitzungen hatte, einsetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vogaugeschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn auch die Kirche von Sankt Veit am Vogau urkundlich erst 1194 aufscheint, so dürfte sie doch schon etwas früher bestanden haben. Die Pfarre ist neben der von Straden die älteste im ganzen unteren Murtal. Sie wurde 1219 der 1218 geschaffenen [[Diözese Graz-Seckau|Diözese Seckau]] einverleibt. 1243 wird in einer Urkunde des Stiftes Seiz &amp;#039;&amp;#039;Ulricus sacertas de Vogano&amp;#039;&amp;#039; als Priester der Pfarre genannt. Der Name Untervogau taucht urkundlich erstmals im Jahr 1220 als Vogan inferius auf. Damals besaß der Landesfürst hier zweieinhalb Huben. Der Ort hieß bis ungefähr 1600 Nider Voga, erst später setzt sich der Name „VnderVogan“ (Untervogau) durch. Unter der Bezeichnung Vogau ist ein größeres Gebiet als Ober- und Untervogau zu verstehen, so wurde 1681 das Schloss Rabenhof als der „Hoff Voga“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1406 zählte Vogau 26 Häuser, 1445 dagegen nur mehr 21 Häuser, bzw. Obervogau gar nur 18 Häuser. Da mag der Ungarneinfall 1418 die Bevölkerung dezimiert haben. Von 1479 bis 1490 saßen die Madjaren auf [[Schloss Seggau]] und beunruhigten die ganze Umgebung. 1532 legten die Türken [[Mureck]] und Leibnitz in Schutt und Asche. Dazu kamen noch die Pestjahre 1480, 1583, 1600, 1664, 1680 und 1765.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Vogau blieb von den drei Landplagen Krieg, Hunger und Pest nicht verschont. Der Kuruzzenkrieg von 1704 bis 1709 berührte Vogau nur insofern, als die Untertanen aufgeboten wurden, die Defensionslinie im Raume [[Radkersburg]] – [[St.&amp;amp;nbsp;Anna am Aigen]] mit Schanzen und Verhauen zu befestigen. In einem Bericht aus dem Jahre 1701 ist zu ersehen, dass die Bauern durch Jahre unter der Einquartierung und Durchzügen von Soldaten zu leiden hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abwehrkampf im unteren Murtal 1919/20 nahmen alle Heimkehrer teil. Die beiden Weltkriege forderten große Opfer: Zwischen 1914 und 1918 fielen 17 Personen aus der Gemeinde, von 1939 bis 1945 insgesamt 35 Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurze Geschichte der Herrschaften Straß und Ehrenhausen ==&lt;br /&gt;
Nachdem Vogau durch Jahrhunderte mit beiden Herrschaften eng verbunden war, soll auch ihre Geschichte hier kurz geschildert werden. Straß war schon zur Römerzeit besiedelt, auch die Slawen hatten sich dort niedergelassen. Noch 1286 hieß der Ort in einer Urkunde Strazza (das „z“ ist wie das „ß“ auszusprechen). Das Wort stammt von slowenisch „straža“ ab, was Warte, Wachposten, Wehrbau bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 12. Jahrhundert errichteten die [[Herren von Mureck]] hier eine Wehranlage, im späten Mittelalter hatten die Pettauer und die [[Von Graben von Stein|Herren vom Graben]] Besitzungen. Im 16. Jahrhundert tauchten die Eggenberger auf. Auf dem „Hausturm“ findet sich die Inschrift „1540 Cathrein von Eggenberg und Justine Breunerin“. Nach einer weiteren Inschrift hat Bartholomäus Eggenberg 1583 das [[Schloss Straß]] erbaut, [[Hans Ulrich von Eggenberg]] hat es 1616 zum Sitz einer ansehnlichen Herrschaft ausgestaltet. Dazu gehörten auch die Dörfer Untervogau, Obervogau, [[Ratsch an der Weinstraße|Ratsch]] sowie Untertanen und Weingärten in den [[Windische Bühel|Windischen Büheln]]. Welch ein mächtiger Herr dieser Eggenberger war, beweist das Urbarium von 1616 über „die Herrschaft S t r a a ß“:&lt;br /&gt;
: „Wollgeborener Herr Hanß Vlrichen Freyherr von Eggenberg, auch [[Ehrenhausen|Ehrenhaußen]], [[Postojna|Adlsperg]] vnd Straaß, Pfandtherr der Grafschaft Mitterburg, röm. kayserlicher Majestät gehaimber Rath, auch Herr Erzherzogen Ferdinand zu Österreich gehaimber Rath, Camerer vnd Obdrister Hoffmaister auch Landtshaubtman in Crain ….“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1622 erhielt Straß das Landgericht. Es gab zwei Richtstätten, die eine lag in Vogau am „Galgenriegel“ im Park des Landhauses &amp;#039;&amp;#039;Reichsstraße&amp;amp;nbsp;1&amp;#039;&amp;#039;, die zweite an der Straße nach St.&amp;amp;nbsp;Veit, wo noch der Riedname „Galgenacker“ daran erinnert. 1624 erreichte [[Johann Ulrich von Eggenberg]] das Marktrecht für Straß. 1848 wurden die Landgerichte aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1726 starb [[Johann Anton Josef von Eggenberg|Johann Anton Josef]], gefürsteter Graf zu Gradisca, Herzog zu Cromau und Fürst zu Eggenberg, Graf zu Adelsberg und Herr zu Aqueleja, röm. kaiserl. Geheimrat und Landeshauptmann in [[Krain]]. Er hatte seine beiden Töchter, Frau [[Maria Eleonore Leslie|Maria Eleonore]] und Frau Maria Theresia, beide verheiratete Gräfinnen von Leslie, zu Erben eingesetzt, seine Witwe Maria Charlotte jedoch zur „Fruchtgenießerin“. So verwaltete sie bis zu ihrem Tode 1754 die Güter, worauf ihr 1755 die Tochter Maria Theresia im Besitz der Herrschaften Straß und Ehrenhausen folgte. 1776 übernahm ihr Sohn Anton Graf von Leslie die Besitzungen, 1804 erbte beide Herrschaften seine Schwester Rosalia, verwitwete Gräfin von Attems. 1849 übernahm [[Karl Graf Attems]] den Besitz. 1852 wurden Schloss, Meierhof, Kirche, Hof und Garten sowie andere Grundstücke an das k.k. Militär verkauft. Dieses verwendete das Schloss erst als Lehranstalt, ab 1874 als Kaserne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Herrschaft Ehrenhausen hatte in Vogau größeren Besitz und mehrere Untertanen. Die Eggenberger erwarben Ehrenhausen 1543. 1722 wurde nach dem Aussterben des Mannesstammes der Eggenberger Frau Maria Charlotte Fürstin von Eggenberg Besitzerin, sie wurde 1755 von Frau Theresia Gräfin Leslie, geb. Fürstin von Eggenberg, beerbt. 1776 folgte ihr Sohn, 1804 seine Schwester Rosalia Gräfin von Attems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Besitzer der Gülten zu Untervogau ==&lt;br /&gt;
Ein großer Teil von Untervogau bildete eine eigene Gült. Leider konnte deren Geschichte nur bis 1629 zurückverfolgt werden. In diesem Jahre erwirbt Leonhard Götz, Bischof zu [[Diözese Lavant|Lavant]], von den Racknitzern, die als Protestanten das Land verlassen mussten, das auf einem Hügelrücken zwischen [[Laßnitz (Sulm)|Laßnitz]] und dem [[Stainzbach]] gelegene Schloss Racknitz, das von einem Zweig der Racknitzer bei [[Wildon]] erbaut worden war. Der Bischof nannte das Schloss „Thurnegg“ und vererbte es dem Sohn seiner Schwester Caspar Dornsberg von Dornhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1690 verkauft Caspar Dornsberg das Amt Untervogau an Erasmus von Wotgo (auch Wenko genannt) mit 16&amp;amp;nbsp;Pfund, 4&amp;amp;nbsp;Schilling, 18&amp;amp;nbsp;Pfennige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1715 erbt die Tochter Maria Elisabeth, welche mit Carl Ignaz Graf von Heinrichsperg verheiratet war, die Gült mit 16&amp;amp;nbsp;tt, 4&amp;amp;nbsp;ß, 18&amp;amp;nbsp;d.&lt;br /&gt;
1718 verkauft die Gräfin Maria Elisabeth Heinrichsperger die Gült um denselben Betrag an den Edlen Jakob Pureib.&lt;br /&gt;
1727 vererbte dieser seiner Witwe Agathe Magdalena von Pureib die Gülten zu „vnder Voggan samt aller zugehörung“ mit 16&amp;amp;nbsp;Pfund, 4&amp;amp;nbsp;Schilling, 18&amp;amp;nbsp;Pfennige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 verkaufte die Erbin, ihre Tochter Catarina Theresia Charlotte Edle von Ponten die Pureibischen Gülten laut Urbarium vom 4. Mai 1743:&lt;br /&gt;
: „… über die von der Wohlgeborenen Frauen Theresia Charlotte von Pandten Ihro Hochfürstlichen Durchlaucht der Hochgeborenen Fürstin und Frauen Maria Charlotte, Herzogin in Kromau und Fürstin zu Eggenberg khäuflich überlassenen sog. Puribischen Gülten zu unter Voga, welche nunmehr zur Herrschaft Straß genommen werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herrschaft und Untertan ==&lt;br /&gt;
Im 12. und 13. Jahrhundert war aller Grund und Boden in den Händen geistlicher und adeliger Grundherren. Diese riefen deutsche Kolonisten herbei, der Bauer wurde Zinsherr. Er gelobte dem Grundherrn für den gewährten Schutz und Schirm Treue und Gehorsam. Die Grundherrschaft besaß auch die niedere Gerichtsbarkeit, einigen wurde auch das Landgericht verliehen, dann waren sie berechtigt, einen Galgen aufzustellen. Der [[Zehnt|Zehent]], der zehnte Teil der [[Ernte|Fechsung]], war ursprünglich eine kirchliche Abgabe, die Bischöfe verlehnten ihn vielfach an den Landesfürsten und Adel. So besaß der Landesfürst 1220 in Untervogau 2 ½ [[Hufe|Huben]]. 1271 erhielt Wulfing von Treunstein vom Bischof von Seckau je fünf Huben zu Ober- und Untervogau als Lehen. Von 1377 bis 1743 verblieben stets zwei Huben bei der Bistumsherrschaft Seggau, zu der 1406 jede der 26 Huben zu Nider Vogan zwei Viertel Hirsezehent zu liefern hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 diente der Edle Cristoff Galler jährlich 18 Schilling Pfennige. 1477 schlichtete Albrecht „grave ze Schawnberg“ (Graf Schaumburg) auf Ehrenhausen den Streit zwischen den armen Leuten (Bauern) des Bischofs von Seckau und des Weikhard von Polhaim und des Andre Galler zu Nieder Vogau. Bei der ungemessenen Robot musste der Bauer kommen, wann es der Herr befahl. Erst Kaiserin Maria Theresia hob 1778 die tägliche Robot auf und beschränkte sie auf drei Tage wöchentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn auch die Leibeigenschaft schon im 17. Jahrhundert abgeschafft worden war, so konnte ein Untertan ohne Erlaubnis des Gutsherrn nicht heiraten, ein Handwerk erlernen oder wegziehen.&lt;br /&gt;
Um 1800 durften mit Bewilligung der Behörde und des Grundherren die Huben zerstückelt werden und so tauchen jetzt eine Menge Keuschler auf. 1820 gab es in Untervogau bereits 43 Keuschler, 3 Halbbauern, 21 Dreiviertelbauern und nur 2 Ganzbauern. Von den 70 Häusern gehörten 48 zur Herrschaft Straß, 11 nach Ehrenhausen, 10 nach Spielfeld und 1 nach Kapfenstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1822: Vogau Unter. Bezirk Straß, Pfarre St. Veit. Zur Bistumsherrschaft Seggau mit ganzem Getreidezehent pflichtig.&lt;br /&gt;
Fläche: 980 Joch (692 Joch Acker, 171 Joch Wiesen, 117 Joch Waldungen, 75 Häuser 358 Seelen, 60 Pferde, 20 Ochsen, 79 Kühe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbständige Gemeinde ==&lt;br /&gt;
Die [[Ortsgemeinde (Österreich)|Ortsgemeinde]] als autonome Körperschaft entstand 1850. Untervogau war von 1872 bis 1885 mit Straß vereinigt, bildet seither wieder eine eigene Gemeinde. 1885, als Katastralgemeinde der Ortsgemeinde Straß im Gerichtsbezirk Leibnitz, war Untervogau nach St.&amp;amp;nbsp;Veit eingepfarrt und nach Straß eingeschult. Fläche und Einwohner 1885: 983 Joch, 89 Häuser mit 556 Seelen. 1893 zählte Vogau 99 Häuser und 634 Einwohner, 1904 105 Häuser und 626 Selen, 1923 119 Häuser und 618 Bewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich. Am 1. September 1969 wurde der Gemeindename in Vogau geändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AUT Vogau COA.jpg|75px|links]]&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Vogau erhielt von der Steiermärkischen Landesregierung mit 1. August 1974 ein Wappen verliehen. Die parallelen Linien im grünen Feld stehen für die Bundesstraße, welche das Gemeindegebiet durchzieht. Mais und Weizen symbolisieren den landwirtschaftlichen Charakter der Gemeinde. Im oberen Streifen ist das Wappen der [[Attems (Adelsgeschlecht)|Grafen von Attems]], der letzten Grundherren von Untervogau (1804 bis 1848).&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Die ursprünglich vor allem landwirtschaftlich geprägte Gemeinde hat sich durch die eigene Autobahnabfahrt der [[Pyhrn Autobahn|A9]] in den letzten Jahren zu einem Wirtschaftsstandort entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größten der mehr als 60 Firmen sind die Baufirmen Dipl.-Ing. Josef Partl BauGmbH und Ing. Alois Röck. Eine der bekanntesten Firmen ist die Vinofaktur mit ihrem Auszug an Weinen und Spezialitäten aus der gesamten Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{weitereBDA|Straß in Steiermark}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freizeit und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Eine Tennisanlage mit fünf Sandplätzen, eine überdachte Stockschießbahn, ein allgemein zugänglicher Fußballplatz und ein Volleyballfeld stehen zur Verfügung. Die zentrale Lage und die guten Verkehrsverbindungen machen Vogau zum idealen Ausgangspunkt für Ausflüge auf die [[Steirische Weinstraße]] oder in die nahe Umgebung. Durch Vogau führt auch der [[Murradweg]] und der [[Sterzradweg]] R43. Es befindet sich auch ein schöner Aupark im Ortszentrum von Vogau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Vogau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=10009921-X|VIAF=132267232}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straß in Steiermark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde in der Steiermark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Bezirk Leibnitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Mur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2014]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rasey</name></author>
	</entry>
</feed>