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	<title>Vladimir Dedijer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T01:50:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vladimir_Dedijer&amp;diff=1628297&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2025-07-16T14:23:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Problemi-Dedijer-1969-URN NBN SI doc-F5PYW2SG.jpg|mini|Vladimir Dedijer auf der Titelseite einer jugoslawischen Zeitschrift (1969)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vladimir Dedijer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{SrS|Владимир Дедијер}}; * [[4. Februar]] [[1914]] in [[Belgrad]], [[Königreich Serbien]]; † [[1. Dezember]] [[1990]] in [[Boston]], [[Vereinigte Staaten]]) war ein [[Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien|jugoslawischer]] [[Historiker]] und [[Publizist]]. Von einem engen Weggefährten und Vertrauten des jugoslawischen Staatsführers [[Josip Broz Tito]] wurde er zum [[Dissident|Systemkritiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Dedijer entstammte einer [[Serben|serbischen]] Familie aus [[Bosnien]], die der Königsfamilie [[Haus Karađorđević|Karađorđević]] nahestand und nationalserbisch gesinnt war. Sein Vater [[Jevto Dedijer]] (1880–1918) war ein [[Geograph]] und Assistent des Professors für politische Geographie an der Universität Belgrad [[Jovan Cvijić]] (1865–1927). Gleichzeitig rekrutierte der von der österreichisch-ungarischen Polizei gesuchte Jevto Dedijer mit [[Dragutin Dimitrijević|Dragutin „Apis“ Dimitrijević]] junge bosnische Serben als Terroristen für den nationalistisch-terroristischen [[Geheimbund]] „[[Schwarze Hand]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Stevan Dedijer – My Life of Curiosity and Insights : a Chronicle of the 20th Century&lt;br /&gt;
|Autor=Stevan Dedijer |Hrsg=Carin Dedijer |Verlag=Nordic Academic Press |Datum=2010 |ISBN=9789185509324 |Seiten=39 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vladimir Dedijer begann nach seinem Studium in Rechtswissenschaften 1937 eine Tätigkeit als Auslandskorrespondent für die Belgrader Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Borba (Zeitung)|Borba]]&amp;#039;&amp;#039;. 1938 schloss er sich der [[Bund der Kommunisten Jugoslawiens|Kommunistischen Partei Jugoslawiens]] (KPJ/BdKJ) an und wurde zu einem Vertrauten Titos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Widerstandes gegen die deutschen und italienischen Besatzer Jugoslawiens im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war er von 1941 bis 1944 im Stab der Partisanen Titos. 1943 ernannte ihn Tito zum [[Oberst]] der Partisanenarmee. Er wurde während des Krieges mehrfach verwundet. 1943 verlor er bei einem Angriff der Deutschen seine Frau Olga, die als Ärztin ebenfalls in der Partisanenarmee tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg war er Parlamentsabgeordneter und zwischen 1945 und 1952 mehrfach jugoslawisches [[United Nations|UN]]-Delegationsmitglied. 1946 nahm er an der [[Pariser Friedenskonferenz 1946|Pariser Friedenskonferenz]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1952 veröffentlichte er eine Tito-Biografie im Stile des [[Personenkult]]s, befasste sich neben seinen politischen Ämtern mit Geschichte und schrieb zahlreiche Bücher. 1953 erhielt Dedijer eine Professur für Neuere Geschichte an der [[Universität Belgrad]]. Ende 1954 kam es zu einem Bruch mit Tito aufgrund von Dedijers Eintreten für den in Ungnade gefallenen [[Milovan Đilas]]. Am 28. Dezember 1954 verlor Dedijer seine sämtlichen politischen Ämter sowie die Mitgliedschaft im Zentralkomitee des BdKJ; am 25. Januar 1955 wurde er wegen regierungsfeindlicher Tätigkeit zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Holm Sundhaussen: &amp;#039;&amp;#039;Zeittafel.&amp;#039;&amp;#039; In: Grothusen, Klaus-Detlev (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jugoslawien [=Südosteuropa-Handbuch, Band 1].&amp;#039;&amp;#039; Göttingen, 1975, S. 470f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin widmete er sich mehr den wissenschaftlichen Studien und verließ 1959 Jugoslawien. Er nahm verschiedene Lehraufträge, unter anderem an der [[Harvard University]] und an der [[University of Oxford]], wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Aussöhnung mit Tito kehrte Dedijer 1964 nach Jugoslawien zurück und wurde wissenschaftlicher Berater am Institut für Geschichte in Belgrad. Sein Buch &amp;#039;&amp;#039;The Road to Sarajevo&amp;#039;&amp;#039; (1966, deutsche Übersetzung 1967 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Zeitbombe&amp;#039;&amp;#039;) ist „die quellenreichste und detaillierteste Untersuchung des [[Attentat von Sarajevo|Attentats“ von Sarajevo]], urteilt [[Gerd Krumeich]].&amp;lt;ref&amp;gt;G. Krumeich: &amp;#039;&amp;#039;Juli 1914. Eine Bilanz.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 2014. S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1968 trat Dedijer der [[Serbische Akademie der Wissenschaften und Künste|Serbischen Akademie der Wissenschaften]] bei, setzte aber seine wissenschaftlichen Forschungsaufträge im Ausland, unter anderem am [[Massachusetts Institute of Technology]] (MIT) fort. 1968 führte er gemeinsam mit dem Schriftsteller [[Jean-Paul Sartre]] den Vorsitz des [[Russell-Tribunal]]s. Sein Engagement sorgte Ende der 1960er Jahre dafür, dass ihm die USA vorübergehend die Einreise verweigerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor dem Beginn der [[Jugoslawienkriege]] erschien 1987 Dedijers populäre [[Antikatholizismus|antikatholische]] Schrift &amp;#039;&amp;#039;Vatikan i Jasenovac&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Jasenovac, das jugoslawische Auschwitz und der Vatikan&amp;#039;&amp;#039;), die auch international für Aufsehen sorgte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Vasilios N. Makrides |Titel=Orthodoxe Kulturen, der Westen und Europa : Die eigentlichen Schwierigkeiten einer Beziehung am Beispiel der serbischen Orthodoxie |Sammelwerk=Serbien in Europa: Leitbilder der Moderne in der Diskussion |BandReihe=3 |Reihe=Forschungen zu Südosteuropa |ISSN=1861-6194 |Hrsg=Gabriella Schubert |Verlag=Otto Harrassowitz Verlag |Datum=2008 |ISBN=9783447058490 |Seiten=133}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem Werk nannte er hohe Zahlen von Opfern, die durch „Handlanger der katholischen Kirche“ getötet worden sein sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Katrin Boeckh |Titel=Kardinal Alojzije Stepinac |Sammelwerk=Religiöse Erinnerungsorte in Ostmitteleuropa : Konstitution und Konkurrenz im nationen- und epochenübergreifenden Zugriff |Hrsg=Joachim Bahlcke, Stefan Rohdewald, Thomas Wünsch |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2013 |ISBN=9783050093437 |Seiten=777}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So vertrat Dedijer in dem Buch die These, dass 800.000 Serben von den [[Ustascha|Ustaše]] getötet worden seien, und versuchte, die Komplizenschaft des Vatikans nachzuweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Nationalismus in Serbien vom Tode Titos bis zum Ende der Ära Milošević |BandReihe=18 |Reihe=Wiener Osteuropa-Studien |ISSN=0946-7246 |Autor=Florian Bieber |Verlag=LIT Verlag Münster |Datum=2005 |ISBN=9783825886707 |Seiten=120 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dedijer bietet für diese massiv überhöhten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Der Blick auf den Anderen : Katholisch-Orthodoxe Selbst- und Fremdwahrnehmung |BandReihe=7 |Reihe=Schriften des Ostkircheninstituts der Diözese Regensburg |Hrsg=Katrin Boeckh, Dietmar Schon |Verlag=Friedrich Pustet |Datum=2021 |ISBN=9783791773513 |Seiten=14 |Fundstelle=Fußnote 1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Opferzahlen jedoch keine genaue Schätzung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Jozo Tomasevich | Titel=War and Revolution in Yugoslavia, 1941–1945 : Occupation and Collaboration | Verlag=Stanford University Press | Ort=San Francisco | Jahr=2001 | Kapitel=Alleged and True Population Losses | Seiten=718–750, hier 726 | ISBN=0804736154}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (Siehe [[KZ Jasenovac#Opferzahlen|Abschnitt Opferzahlen im Artikel KZ Jasenovac]]). Das Buch wurde 2011 inhaltlich unverändert in sechster Auflage vom [[Ahriman-Verlag]] herausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zu seinem Tod 1990 in Boston engagierte sich Dedijer als Kämpfer gegen Menschenrechtsverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Auf Deutsch erhältliche Bücher:&lt;br /&gt;
** {{Literatur |Titel=Tito : Autorisierte Biographie |Übersetzer=Hansi Bochow-Blüthgen |Ort=Berlin |Verlag=Ullstein |Datum=1952 |Originaltitel=Tito |Originalort=New York |Originaljahr=1952 |Originalsprache=en}}&lt;br /&gt;
** {{Literatur |Titel=Die Zeitbombe : Sarajewo 1914 |Übersetzer=Tibor Simány |Ort=Zürich |Verlag=Europa-Verlag |Datum=1967 |Originaltitel=The Road to Sarajevo |Originaljahr=1966 |Originalsprache=en}}&lt;br /&gt;
** {{Literatur |Titel=Stalins verlorene Schlacht : Erinnerungen 1948 bis 1953 |Übersetzer=Edith u. Hugo Pepper |Ort=Wien |Verlag=Europa-Verlag |Datum=1970 |Originaltitel=The Battle Stalin Lost |Originalort=New York |Originaljahr=1970 |Originalsprache=en}}&lt;br /&gt;
** {{Literatur |Titel=Jasenovac : Das jugoslawische Auschwitz und der Vatikan |Hrsg=[[Gottfried Niemietz]] |Übersetzer=Đurđica Đurković |Ort=Freiburg |Verlag=[[Ahriman-Verlag]] |Datum=1987 |ISBN=978-3922774068 |Originaltitel=Vatikan i Jasenovac : Dokumenti |Originaljahr=1987 |Originalort=Beograd |Originalsprache=sh}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Englischsprachige Bücher:&lt;br /&gt;
** {{Literatur |Titel=The Beloved Land |Kommentar=Autobiografie |Datum=1961}}&lt;br /&gt;
** {{Literatur |Titel=History of Yugoslavia |Datum=1975}}&lt;br /&gt;
** {{Literatur |Titel=The War Diaries (1949–1951) |Ort=Ann Arbor |Verlag=Univ. of Michigan Press |Datum=1990}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dedijer, Vladimir&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;General Encyclopedia of the Yugoslavian Lexicographical Institute&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Zagreb, 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118679120}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000005792|Vladimir Dedijer|10. Juli 2014}}&lt;br /&gt;
* [https://content.time.com/time/magazine/article/0,9171,823719,00.html &amp;#039;&amp;#039;Surprise Ending&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Time Magazine]], 7. Februar 1955 (kostenpflichtiger Abruf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118679120|LCCN=n/50/82092|VIAF=59096211|NDL=00465457}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dedijer, Vladimir}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Jugoslawien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter (Jugoslawien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BdKJ-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Belgrad)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (jugoslawischer Widerstand 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugoslawe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dedijer, Vladimir&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Дедијер, Владимир (serbisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=jugoslawischer Partisan, Journalist, Politiker, Historiker, Autor und Tito-Vertrauter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Februar 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Belgrad]], [[Königreich Serbien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Dezember 1990&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Boston]], [[Vereinigte Staaten|USA]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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