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	<title>Vizelin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Elendolx: /* Literatur */</title>
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		<updated>2024-06-04T22:11:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Eckersberg vicelin 1812.jpg|mini|300px|Vizelin verteilt Lebensmittel an Bedürftige (Ölgemälde von [[Christoffer Wilhelm Eckersberg]], 1812)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vizelin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Vicelin&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Wissel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Witzel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Vicelinus&amp;#039;&amp;#039;) (* um [[1090]] in [[Hameln]]; † [[12. Dezember]] [[1154]] in [[Neumünster]]) war [[Bistum Oldenburg|Bischof von Oldenburg]] und [[Missionar]] der ostholsteinischen [[Slawen]]. Er wird in der [[römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] als [[Heiliger]] verehrt. Die [[evangelische Kirche in Deutschland]] erinnert ebenfalls an Vizelin als denkwürdigen Glaubenszeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Vizelin wurde nach dem frühen Tod seiner Eltern zunächst bei Verwandten bei [[Hameln]], dann auf der [[Burg Everstein]] bei [[Holzminden]] erzogen. Nach mehrjährigem Studium in der [[Paderborn]]er [[Theodorianum|Domschule]] kam er 1118 nach [[Bremen]], erhielt hier eine [[Pfründe]] am [[Kathedrale|Domstift]] und wirkte vier Jahre als [[Scholaster]]. Später ging er zu ausgiebigen Studien nach [[Laon]] in Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1126 kehrte er nach Deutschland zurück, ging allerdings nicht nach Bremen, sondern nach Magdeburg, wo er von Erzbischof [[Norbert von Xanten]], dem Gründer des [[Prämonstratenserorden]]s, zum [[Priester (Christentum)|Priester]] geweiht wurde. Vizelin hoffte wohl, von Erzbischof Norbert als Missionar zu den [[Slawen]] gesandt zu werden. Da dieser Wunsch nicht in Erfüllung ging, zog er nach Bremen, wo ihn Erzbischof [[Adalbero von Bremen|Adalbero]] als Missionar zu den [[Wagrier]]n im Raum [[Liubice|Alt-Lübeck]] entsandte, einem Teilstamm des Slawenvolkes der [[Abodriten]]. Dort begann Vizelin 1126/7 seine Arbeit, musste sie aber Anfang des Jahres 1128 wegen der nach dem Tod des Abodritenfürsten [[Heinrich von Alt-Lübeck|Heinrich]] ausbrechenden Nachfolgekämpfe wieder beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend betraute Erzbischof Adalbero ihn auf Ersuchen des [[Overbode]]n [[Marcrad I.]] mit der Seelsorge der Holsten im slawisch-sächsischen Grenzgebiet. Deren sächsische Bewohner hatten nach dem Bericht [[Helmold von Bosau|Helmolds von Bosau]] von der christlichen Religion nichts als den Namen angenommen. Ihren Kult übten sie ähnlich wie die Slawen in heiligen Hainen oder an Quellen aus. Vizelin begann sein Missionswerk und sammelte gleichgesinnte Priester um sich, mit denen er der das [[Augustiner-Chorherren]]stift [[Neumünster]] gründete. Im Jahr 1134 wurde von Kaiser [[Lothar III. (HRR)|Lothar III.]] auf Vizelins Rat die Feste [[Bad Segeberg|Segeberg]] mit einer weiteren Kirche der Augustiner-Chorherren errichtet, von der aus Vizelin dann drei Jahre lang im Gebiet der Wagrier predigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch kriegerische Eroberung in den Jahren 1138 und 1139 gerieten die Gebiete der abodritischen Teilstämme der Wagrier und [[Polaben]] unter sächsische Herrschaft. In Teilen Wagriens, das Herzog [[Heinrich der Löwe]] als Lehen an den Grafen [[Adolf II. (Schauenburg und Holstein)|Adolf II.]] von Holstein gab, begann der neue Herr ab 1143 deutsche Siedler aus Westfalen und dem Nordseeraum anzusiedeln. Nach dem sogenannten [[Wendenkreuzzug]] des Jahres 1147 sah der neue Erzbischof [[Hartwig I. von Stade|Hartwig I. von Hamburg-Bremen]] die Gelegenheit gekommen, die im Slawenaufstand von 1066 untergegangenen abodritischen Bistümer [[Bistum Oldenburg|Oldenburg]], [[Bistum Ratzeburg|Ratzeburg]] und [[Bistum Schwerin|Mecklenburg]] zu restituieren.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bordesholm Klosterkirche Hinweistafel Vicelin img02.jpg|mini|Gedenktafel]]&lt;br /&gt;
Am 25. September 1149 wurde Vizelin gemeinsam mit dem mecklenburgischen Bischof [[Emmehard]] von [[Erzbischof]] Hartwig zum Bischof des Wagrierbistums Oldenburg geweiht. Er geriet damit jedoch in die Mühlen des Konfliktes zwischen Erzbischof Hartwig und Herzog Heinrich. Erst Ende 1150, nachdem sich der bereits von einem Schlaganfall schwer getroffene Vizelin in Oldenburg von der desolaten Situation an seinem Bischofssitz und in seinem gesamten [[Diözese|Sprengel]] überzeugt hatte, unterwarf er sich gegen den Willen seines Erzbischofs der vom Herzog geforderten [[Investitur]] durch [[Heinrich der Löwe|Heinrich den Löwen]]. Damit gewann Vizelin den notwendigen politischen Rückhalt für sein Missionswerk. Heinrich der Löwe veranlasste im Gegenzug sofort eine angemessene materielle Ausstattung des Bistums. Vizelin erhielt das Dorf [[Bosau]] am [[Plöner See]] samt einem Vorwerk als neue Missionsbasis, wo er sofort mit dem Kirchbau der [[Petrikirche zu Bosau|Petrikirche]] begann. 1152 traf Vizelin bei einem Aufenthalt in Faldera ([[Neumünster]]) ein zweiter schwerer Schlaganfall. Vizelin starb nach zweieinhalb Jahren schwerer Leiden am 12.&amp;amp;nbsp;Dezember 1154 in Faldera und wurde dort auch bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner [[Heiligsprechung]] wurden die [[Reliquie]]n Vizelins 1332 in die Kirche des mittlerweile von Neumünster nach [[Bordesholm]] verlegten Chorherrenstiftes überführt. Das Grab des Heiligen ist heute nicht mehr nachweisbar, in der Kirche [[Kloster Bordesholm|Klosters Bordesholm]] erinnert jedoch eine Gedenktafel aus der Zeit des Barock an seine Grabstätte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Vicelin-Kirche.jpg|mini|Die [[Vicelinkirche (Neumünster)|Vicelin-Kirche]] in [[Neumünster]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verehrung ==&lt;br /&gt;
* Der Gedenktag des hl. Vizelin ist in der katholischen Kirche und im [[Evangelischer Namenkalender|evangelischen Namenkalender]] der [[12. Dezember]]&lt;br /&gt;
* In [[Holstein]] werden Kirchen, die ihre Entstehung der Missionstätigkeit Vizelins verdanken, heute noch [[Vicelinkirche]]n genannt, oftmals handelt es sich um alte Feldsteinkirchen. Vizelinkirchen befinden sich in [[Bad Segeberg|Segeberg]], [[Bornhöved]], [[Pronstorf]], [[Bosau]], [[Neukirchen (Ostholstein)|Neukirchen]], [[Vicelinkirche (Ratekau)|Ratekau]], [[St. Fabian (Rensefeld)|Bad Schwartau (Rensefeld)]], [[Süsel]], [[Warder (Kreis Segeberg)|Warder]] und [[Bad Oldesloe]]. Dem hl. Vizelin geweihte Kirchen gibt es weiterhin in [[Lübeck]], [[Norderstedt]], [[Hamburg-Sasel]] und [[Neumünster]].&lt;br /&gt;
* Der ca. 100 km lange Radrundweg &amp;#039;&amp;#039;Vicelinweg&amp;#039;&amp;#039; führt von [[Neumünster]] über [[Bordesholm]], [[Preetz]] und [[Bornhöved]] zurück nach Neumünster. So kann das Leben und Wirken Vizelins in der Region nachvollzogen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vicelinweg.de/ |titel=Vicelinweg |abruf=2022-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|39|668|670|Vicelin|[[Carsten Erich Carstens]]|ADB:Vicelin}}&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Hestermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Sankt Vizelin. Apostel der Holsten und Wagrier. Der deutsche Kolonisator und Begründer der Stadt Neumünster in Holstein. - Mit einer kurzen Geschichte des Bistums Oldenburg.&amp;#039;&amp;#039; Laumannsche Verlagsbuchhandlung, Dülmen i. Westf., 1926. &lt;br /&gt;
* {{NDB|26|836||Vicelin|[[Enno Bünz]]|121523403}}&lt;br /&gt;
* Ulrich Hoppe: &amp;#039;&amp;#039;Vicelin. Gottesmann jenseits von Ruhm und Macht.&amp;#039;&amp;#039; In: Verein für katholische Kirchengeschichte in Hamburg und Schleswig-Holstein: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge und Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6, 1999, S.&amp;amp;nbsp;7–126, ISBN 3-7868-5106-9.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629062706/http://www.bautz.de/bbkl/v/vizelin.shtml |autor=[[Friedhelm Jürgensmeier]]|artikel=Vizelin (Vicelin, Wissel, Witzel, Vicelinus)|band=12|spalten=1545–1547}}&lt;br /&gt;
* [[Dieter Lent]]: &amp;#039;&amp;#039;Vicelin.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Horst-Rüdiger Jarck]] et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 8. bis 18. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Appelhans, Braunschweig 2006, ISBN 3-937664-46-7, S.&amp;amp;nbsp;718 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Vicelinus|Vizelin}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Vicelin|Vicelin (Sage)}}&lt;br /&gt;
* http://www.kirchenmusik-luebeck.de/vicelin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Ehrenfried von Oldenburg|Ehrenfried]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Gerold von Oldenburg/Lübeck|Gerold]]&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der Bischöfe von Lübeck|Bischof von Oldenburg]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1149–1154&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121523403|LCCN=no96013350|VIAF=48818419}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vizelin| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (12. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholischer Theologe (12. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (12. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des evangelischen Namenkalenders]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (schleswig-holsteinische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Schleswig-Holstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Oldenburg in Holstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 11. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1154]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Vizelin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Vicelin; Wissel; Witzel; Vicelinus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bischof und Missionar, Heiliger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1090&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hameln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Dezember 1154&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neumünster]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Elendolx</name></author>
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