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	<title>Viviparie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T06:28:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Viviparie&amp;diff=69843&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gyntom am 21. März 2023 um 08:37 Uhr</title>
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		<updated>2023-03-21T08:37:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Lebendgebärend|Zur rechtlichen Kategorie bei der menschlichen Geburt siehe [[Lebendgeburt]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Viviparie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;viviparus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;vivipar&amp;#039;&amp;#039;}} ‚lebendgebärend‘) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lebendgeburt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die [[Fortpflanzung]]sweise bei Tieren, deren Frühentwicklung ([[Embryo|Embryonal-]] und [[Fötus|Fetalstadium]]) im Muttertier verläuft, ohne dabei von einer [[Ei]]hülle umschlossen zu sein. Bei Pflanzen bezeichnet Viviparie die [[Embryo (Botanik)|Embryonalentwicklung]] an der Mutterpflanze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tiere ==&lt;br /&gt;
Bei den Tieren steht die Viviparie im Gegensatz zur [[Oviparie]], also der Eiablage, nach der die Frühentwicklung im Ei zum größten Teil außerhalb des Muttertiers stattfindet. Bei der Viviparie bleiben die Jungtiere während ihrer gesamten Frühentwicklung im Mutterleib. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine eindeutige Abgrenzung der &amp;#039;&amp;#039;matrotrophen Viviparie&amp;#039;&amp;#039; (Ernährung durch die Mutter, nach einer Phase, in der die [[Embryo]]nen vom Dotter zehren) zur [[Ovoviviparie]] (&amp;#039;&amp;#039;lecithotrophen&amp;#039;&amp;#039;, dotterernährten Viviparie),&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Westheide, Gunde Rieger: &amp;#039;&amp;#039;Spezielle Zoologie.&amp;#039;&amp;#039; Teil 2: &amp;#039;&amp;#039;Wirbel- oder Schädeltiere&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Spektrum, 2010, ISBN 978-3-8274-2039-8, S.&amp;amp;nbsp;389.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei der [[dotter]]reiche Nähreier im Mutterleib [[Brut|ausgebrütet]] werden und die Embryonen lediglich durch die im [[Dottersack]] des Eis gespeicherten [[Nährstoff]]e ernährt werden, ist schwierig. Häufig wird die Ovoviviparie mit &amp;#039;&amp;#039;aplazentaler  Viviparie&amp;#039;&amp;#039; und Viviparie mit &amp;#039;&amp;#039;plazentaler  Viviparie&amp;#039;&amp;#039; gleichgesetzt, was aber nicht korrekt ist: Die Embryonen viviparer Tiere werden über den [[Blutkreislauf|Kreislauf]] des Muttertieres versorgt (Nährstoffe, [[Atmung|Atemgase]], [[Exkretion]], [[Trinken|Wasser]]), was nicht zwingend eine [[Plazenta]] erfordert. Folgende Möglichkeiten zur Versorgung des Embryos im Mutterleib sind bekannt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei allen [[Höhere Säugetiere|Höheren Säugetieren]] (Eutheria) und einigen [[Beutelsäuger]]n wird eine Plazenta ausgebildet. Aber auch bei verschiedenen [[Skinke]]n und einigen [[Schlangen]] gibt es Plazentabildungen, bei denen sich [[Allantois]] und [[Chorion]] des Embryos vereinigen und eng an die [[Gebärmutter|Uterusschleimhaut]] der Mutter anlegen. Bei manchen [[Echsen]] werden bestimmte Gewebsschichten, die Mutter und Embryo trennen, reduziert, bis es zu einer Berührung der [[Endothel]]ien des Embryos und der Mutter kommt, welche als Plazentabildung angesehen wird. Bei den meisten [[Grundhaie]]n bildet der eng mit dem [[Eileiter]] verbundene, gefaltete Dottersack eine Dottersackplazenta. Auch bei einigen [[Zahnkärpflinge]]n kommt es zu Plazentabildungen.&amp;lt;br /&amp;gt; Gelegentlich findet man für alle plazental viviparen Tiere den Begriff [[Plazentatiere]], welcher aber einer [[taxon]]omischen Gruppe, nämlich der [[Säugetiere|Säugetier]]-[[Klasse (Biologie)|Unterklasse]] Eutheria, vorbehalten bleiben sollte, auch wenn er für diese ebenso unglücklich gewählt ist, da eben auch einige Beutelsäuger eine Plazenta ausbilden. Um die Verwirrung nicht noch zu mehren, ist er als Sammelbezeichnung für nicht miteinander [[Verwandtschaft (Biologie)|verwandte]] Gruppen mit gleicher Embryonalversorgung zu vermeiden.&lt;br /&gt;
* Eine Möglichkeit der aplazentalen Versorgung des Embryos ist das Ausscheiden eines [[Sekretion|Nährsekretes]] in die Gebärmutter. Diese „Uterusmilch“ ist vermischt mit [[Leukozyt]]en und Geweberesten. Sie kann von den Embryonen direkt aufgenommen werden oder über Sekretions-[[Zotte (Anatomie)|Zotte]]n durch das [[Spritzloch]] (bei [[Rochen]]) oder die Kiemen bei [[Echte Knochenfische|Echten Knochenfischen]] (Teleostei) bis in den Darm des Embryos befördert werden. Auch der Embryo kann Fortsätze zum Zwecke der Ernährung ausbilden ([[Trophotaenien]]) wie beispielsweise bei den [[Hochlandkärpflinge]]n (Goodeidae). Andere Vertreter der Zahnkärpflinge haben noch weitere Ernährungsformen entwickelt, insbesondere die, deren Entwicklung im Eierstock abläuft.&lt;br /&gt;
* Eine weitere Form der Ernährung des Embryos wird als „intrauteriner Kannibalismus“ oder auch [[Oophagie]] bezeichnet. Dabei entwickeln sich von den Eiern im Eileiter oder in der Gebärmutter lediglich wenige oder nur eins, die anderen zerfallen zu einem Nährbrei oder werden von dem oder den verbleibenden Embryonen gefressen. Diese Form findet sich unter anderem bei einigen [[Barschartige|Barschen]] (Perciformes)&amp;lt;!-- welche? Quelle?--&amp;gt;, bei [[Makrelenhaiartige]]n (Lamniformes) oder auch beim [[Alpensalamander]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich die Jungtiere viviparer [[Art (Biologie)|Arten]] während ihrer Embryonalentwicklung im engen Mutterleib entwickeln, haben diese Arten im Vergleich zu oviparen meist weniger Nachkommen und sind demzufolge im Sinne der [[Fortpflanzungsstrategie]] [[Fortpflanzungsstrategie#K-Strategie|K-Strategen]]. Der älteste [[fossil]]e Beleg für Lebendgebären ist der Fund eines 380 bis 375 Mio. Jahre alten, mit einer Nabelschnur mit der Mutter verbundenen Embryos des [[oberdevon]]ischen Panzerfisches &amp;#039;&amp;#039;[[Materpiscis]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Long u. a. 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pflanzen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sechium edule germination 1.JPG|mini|Viviparie bei der [[Chayote]]&amp;lt;br /&amp;gt;(&amp;#039;&amp;#039;Sechium edule&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Allium porrum false vivipary, valse viviparie bewerkt.jpg|mini|Falsche Viviparie beim [[Lauch]]&amp;lt;br /&amp;gt;(&amp;#039;&amp;#039;Allium porrum&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
In der [[Botanik]] wird der Begriff Viviparie zur Bezeichnung von Fortpflanzungsformen verwendet, bei denen der aus dem [[Embryo (Botanik)|pflanzlichen Embryo]] entstehende [[Sämling]] auf der Mutterpflanze verbleibt, sowie für bestimmte Formen vegetativer Vermehrung, wenn erbgleiche Tochterpflanzen aus den Blütenanlagen entstehen.&lt;br /&gt;
Beispiele für Viviparie im Pflanzenreich sind [[Rispengräser]] wie &amp;#039;&amp;#039;[[Poa vivipara]]&amp;#039;&amp;#039; (Südafrika) und &amp;#039;&amp;#039;[[Poa alpina]]&amp;#039;&amp;#039; ssp. &amp;#039;&amp;#039;vivipara&amp;#039;&amp;#039; (Vorkommen in den Alpen); sie ist auch zu beobachten bei den [[Fuchsschwanzgräser]]n und bei vielen Pflanzen im [[Mangrove (Baum)|Mangrove-Biotop]] wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Rote Mangrove|&amp;#039;&amp;#039;Rhizophora mangle&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wird unterteilt in echte und unechte Viviparie.&lt;br /&gt;
* Echte Viviparie; die junge Samenpflanze (Keimpflanze) wächst schon aus dem Samen hervor, wenn dieser über die Frucht noch mit der (lebenden) Mutterpflanze verbunden ist. &lt;br /&gt;
** Kryptoviviparie; ohne dass der Keimling die Frucht verlässt.&lt;br /&gt;
* Unechte, falsche Viviparie, &amp;#039;&amp;#039;Pseudoviviparie&amp;#039;&amp;#039;; Bezeichnung für vegetative [[Brutkörper|Brutknospenbildung]] im Blütenstandsbereich und sein Auswachsen (über [[Mitose]]n) zu erbgleichen, jungen Tochterpflänzchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Erwin Hentschel, Günther Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Zoologisches Wörterbuch. Tiernamen, allgemeinbiologische, anatomische, physiologische Termini und biographische Daten.&amp;#039;&amp;#039; 4. überarbeitete und erweiterte Auflage. Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, ISBN 3-334-00348-5.&lt;br /&gt;
* [[Lothar Kämpfe]], Rolf Kittel, Johannes Klapperstück: &amp;#039;&amp;#039;Leitfaden der Anatomie der Wirbeltiere.&amp;#039;&amp;#039; 5. überarbeitete Auflage. Gustav Fischer Verlag, Jena 1987, ISBN 3-334-00082-6.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Günter Petzold]]: &amp;#039;&amp;#039;Aufgaben und Probleme bei der Erforschung der Lebensäußerungen der Niederen Amnioten (Reptilien).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Milu. Mitteilungen aus dem Tierpark Berlin-Friedrichsfelde.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 5, Heft 4/5, 1982, {{ISSN|0076-8839}}, S. 485–786, (Nachdruck: (= &amp;#039;&amp;#039;Berliner Tierpark-Buch.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 38). Verlag für Biologie und Natur, Berlin 1984).&lt;br /&gt;
* [[Adolf Remane]], [[Volker Storch]], [[Ulrich Welsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Kurzes Lehrbuch der Zoologie.&amp;#039;&amp;#039; 6. neubearbeitete Auflage, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart u. a. 1989, ISBN 3-334-00333-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fortpflanzung (Zoologie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gyntom</name></author>
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