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	<title>Vitriolverfahren - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T19:36:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vitriolverfahren&amp;diff=512154&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Boonekamp: keine Doppelwikiklinks</title>
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		<updated>2022-08-03T09:32:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;keine Doppelwikiklinks&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vitriolverfahren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das älteste Verfahren zur Herstellung von [[Schwefelsäure]]. Das Verfahren beruht auf der thermischen [[Zersetzung (Chemie)|Zersetzung]] natürlich vorkommender [[Sulfate]], den sogenannten [[Vitriole]]n. Auf Grund der nötigen hohen Temperaturen war das Verfahren kostspielig und wurde nach der Entwicklung von Alternativen schnell von diesen verdrängt. Es wurde erstmals in den Schriften des [[Alchemie|Alchemisten]] [[Dschābir ibn Hayyān]] aus dem 8. Jahrhundert erwähnt und wurde für die Produktion von [[Rauchende Schwefelsäure|Oleum]] bis zur Entwicklung des [[Kontaktverfahren]]s 1870 eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Galeerenofen.jpg|mini|Galeerenofen, wie er für das Vitriolverfahren eingesetzt wurde]]&lt;br /&gt;
Nach der ersten Erwähnung bei Dschābir ibn Hayyān wird das Verfahren von den Alchemisten [[Albertus Magnus]] und [[Basilius Valentinus]] genauer beschrieben. Diese nennen [[Alaun]] und [[Chalkanthit]] (Kupfervitriol) als Rohstoffe. Ab dem 16. Jahrhundert wird auf Grund größerer Nachfrage nach Schwefelsäure das Vitriolverfahren im industriellen Maßstab angewendet. Nach dem Schwerpunkt der Produktion in [[Nordhausen]] wurde das Produkt &amp;#039;&amp;#039;Nordhäuser Vitriol&amp;#039;&amp;#039; genannt. Hierbei wurde in der Regel [[Eisen(II)-sulfat]] (Eisenvitriol, FeSO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;amp;nbsp;·&amp;amp;nbsp;7&amp;amp;nbsp;H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O) als Rohstoff eingesetzt. Dieses wurde in [[Retorte]]n erhitzt und in [[Schwefeltrioxid]] überführt, aus dem man dann mit Wasser die [[Schwefelsäure]] erhielt, die als &amp;#039;&amp;#039;Vitriolöl&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. Mehrere Retorten wurden in Galeerenöfen, die zum Teil mehrstöckig waren, parallel betrieben, um größere Mengen Vitriolöl zu erhalten. In der Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Vitriolhütten der Firma Starck, gegründet von [[Johann David von Starck]], im Böhmerwald am bedeutendsten. Hier wurden 1873 bis zu 120 Galeerenöfen in 12 Hütten eingesetzt, wobei ein Galeerenofen etwa 300 Retorten besaß. Die Gesamtproduktion von Vitriolöl in Böhmen betrug 1845 etwa 50.000 [[Zentner]] (entsprechend 2800 t).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Verfahren teuer und umständlich war, wurde für die durch das [[Leblanc-Verfahren]] stark erhöhte Nachfrage eine Alternative gesucht und im 18. Jahrhundert mit dem [[Bleikammerverfahren]] entwickelt. Da mit diesem jedoch eine maximale Säurekonzentration von 78 % erreicht werden konnte, wurde das Vitriolverfahren für die Produktion von konzentrierter Säure und Oleum weiterhin verwendet. Erst mit dem [[Schwefelsäure#Gewinnung und Herstellung|Kontaktverfahren]] stand ab 1870 ein Verfahren zur Verfügung, mit dem auf deutlich billigere Weise die konzentrierte Säure gewonnen werden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;N. N. Greenwood, A. Earnshaw: &amp;#039;&amp;#039;Chemie der Elemente&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. VCH Verlagsgesellschaft, 1988, S. 928, ISBN 3-527-26169-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfahren ==&lt;br /&gt;
Das Verfahren beruht auf der Zersetzung von Sulfaten bei hohen Temperaturen und der Umsetzung des entstehenden Schwefeltrioxids mit Wasser zu Schwefelsäure. Dabei wurde in einem ersten Schritt durch hohe Temperaturen das Kristallwasser abgespalten und das zweiwertige Eisen mit [[Sauerstoff]] zu dreiwertigem oxidiert. Danach zersetzt sich das [[Eisen(III)-sulfat]] zu [[Eisen(III)-oxid]] und Schwefeltrioxid.&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{6\ FeSO_4 \cdot 7\ H_2O + O_2 \longrightarrow 2\ Fe_2(SO_4)_3 + 2\ FeO + 42\ H_2O}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Oxidation von Eisen(II)-sulfat&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{Fe_2(SO_4)_3 \longrightarrow Fe_2O_3 + 3\ SO_3}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Zersetzung von Eisen(III)-sulfat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das entstandene Schwefeltrioxid wird nun mit Wasser zu Schwefelsäure umgesetzt.&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{SO_3 + H_2O \longrightarrow H_2SO_4}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Claus Priesner: &amp;#039;&amp;#039;[[Johann Christian Bernhardt]] und die Vitriolsäure&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Chemie in unserer Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 1982, 16, 5, S. 149–159.&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.chemieunterricht.de/dc2/vermisch/vitriol.htm Heinrich Schönemann:  &amp;#039;&amp;#039;Aus der Geschichte der Chemie: Von den Vitriolen zur Schwefelsäure&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemisch-technisches Verfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Boonekamp</name></author>
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