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	<title>Visperad - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T01:32:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Visperad&amp;diff=1138214&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-08-16T00:35:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Visperad&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Visparad&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Vîspered&amp;#039;&amp;#039;, [[Avestisch|Avestische Sprache]]) ist der Name des vierten Buches des [[Avesta]], der [[Heilige Schrift|heiligen Schrift]] der auf den iranischen Religionsstifter [[Zarathustra]] zurückgehenden Lehre des [[Zoroastrismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort „Visparad“ bildet sich aus zwei Teilen: &amp;#039;&amp;#039;Vispa&amp;#039;&amp;#039; ([[Avestisch]] und [[Altpersische Sprache|Altpersisch]]; [[Mittelpersische Sprache|Pahlavi]]: &amp;#039;&amp;#039;Visp&amp;#039;&amp;#039;: „alle“) und &amp;#039;&amp;#039;Ratu&amp;#039;&amp;#039;  (Avestisch; [[Mittelpersische Sprache|Pahlavi]] und [[Persische Sprache|Neupersisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Rad&amp;#039;&amp;#039;; „Geistiger Meister und Herr“ oder „Geistiges Vorbild“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Visparad besteht nach verschiedenen Einteilungsschemata aus 22 bis 27 Abschnitten. Ein Abschnitt wird als „Karda“ bezeichnet. Die weit bekannte Einteilung nach [[Karl Friedrich Geldner|Geldner]] ergibt 24 Kardas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich lässt sich der Visparad als ein Loblied auf die Schöpfung bezeichnen, das in der Liturgie mit dem [[Yasna]]&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Horn: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der persischen Litteratur.&amp;#039;&amp;#039; C. F. Amelang, Leipzig 1901 (= Die Litteraturen des Ostens in Einzeldarstellungen, VI.1), S. 4 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; verbunden wurde. Im [[Zoroastrismus]] findet der Terminus „Ratu“ oder „Rad“ auf jene Elemente des Seins Anwendung, welche als gut und von besonderem Wert, hierbei insbesondere als das Leben fördernd und die Freude vermehrend gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So werden im Visparad neben den verschiedensten Teilen der Schöpfung, welchen jeweils eine hervorgehobene Unterart oder Untereinheit als besonders wertvoll und damit als „Ratu“ zugeordnet wird, auch grundlegende Begrifflichkeiten als „Ratu“ bezeichnet, welche zugleich ein Gerüst zoroastrischer Weltsicht und Quellen der alt-iranischen Philosophie erkennen lassen. Hierzu zählen verschiedene Begriffe, die teils als alt-iranische „Gottheiten“ ([[Avestisch]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Yazata]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Mittelpersische Sprache|Pahlavi]]: &amp;#039;&amp;#039;Yazd&amp;#039;&amp;#039;, [[Persische Sprache|Neupersisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Izad&amp;#039;&amp;#039; bzw. die [[Amescha Spenta]]) zu finden sind, als Beispiel [[Amescha Spenta|Vohumana]] („Gutes Denken“), [[Anahita]] (u. a. Yazat der Reinheit), „Tschisti“ („Wissen“) oder „Adâ“ („Gute Belohnung“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Visparad erscheint Zarathustra selbst als „Ratu“, ebenso Frauen und Männer, welche glauben und mit „gutem Denken, gutem Wort und guter Tat“ durch das Leben schreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Natur erscheint im Visparad als ein Ort vielfältiger Segen, welche genannt und deren jeweils höchste Art als „Ratu“ hervorgehoben wird. So finden u. a. Tiere, Pflanzen, Berg und Meer einen „Höchsten“. Konkret wird unter den Pflanzen [[Soma (Getränk)|Haoma]] und unter allen Bergen dem Gipfel „[[Iranische Mythologie#Gestalten und Begriffe der iranischen Mythologie|Hokar]]“ (Avestisch „Hukairyah“) dieser Rang zugesprochen, einem Berg, an dessen Hängen [[Anahita]] der Erde den Segen des Wassers schenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text verwandelt sich in eine Hymne des Dankes an Gott, [[Ahura Mazda]], der – ebenso wie an anderer Stelle die Person Zarathustras – als &amp;#039;&amp;#039;Ahu und Ratu&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird, „Ahu“ ([[Avestisch]]) im Sinne des „Weltlichen Herrn“ im Vergleich zum „Ratu“ als dem „Geistigen Herrn und Meister“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Element der Zeit werden sechs „Ratus“ zugesprochen. Diesen entsprechen die sechs alt-iranischen „Gâhânbârs“ ([[Mittelpersische Sprache|Pahlavi]] und [[Persische Sprache|Neupersisch]]), Freudenfeste, zu denen auch einige noch heute verbreitete gehören, hierunter das bekannteste und weit über die Grenzen der [[Zoroastrier]] und des heutigen [[Iran]]s hinaus gefeierte Fest [[Nouruz]]. Der freudige Charakter dieser „Gâhânbârs“ und das Fehlen eines Trauerfestes an dieser Stelle wird auf dem Hintergrund des lebensbejahenden Charakters der Lehre Zarathustras gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee des „Höchsten“ jeder Art des Seienden erscheint auch in späteren Werken, so im [[Mittelpersische Sprache|mittelpersischen]] Buch „[[Bundahischn]]“. Das Höchste, Ratu, erscheint zugleich als Bindeglied unter allen Seienden und als Hinweis auf Gott, Ahura Mazda. Entwicklungen und Charakteristika späterer Epochen der iranischen und insbesondere [[Persische Literatur|persischen Poesie]] und Philosophie u. a. der postislamischen Ära werden teils in diesem Zusammenhang betrachtet, so u. a. in [[Dschalal ad-Din ar-Rumi|Rumis]] und [[Saadi]]s wiederkehrender Formel, dass durch einen klaren Blick auf jegliches Phänomen des Seins vom Ganzen bis zum einzelnen Detail Gottes Antlitz in erhabener Schönheit zu erkennen ist. Unter diesem Aspekt erscheinen Gott, Natur und Schöpfung vereint. Ethische Grundsätze zoroastrischen Denkens finden auf der Grundlage dieser Einheit und konkret in den im Visparad und im Buch [[Yasna]] des Avestas niedergelegten Beschreibungen besonderen Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Encyclopaedia of Ancient Iran&amp;#039;&amp;#039;. Hashem-e Razi, Teheran, Sokhan, 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia Iranica&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Ehsan Yarshater&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Übersetzungen: J. Darmesteter, L. H. Mills, F. Wolff. Siehe auch [https://www.avesta.org Avesta.org].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Old Avestan Glossary&amp;#039;&amp;#039;. P. Oktor Skjaervo, Harvard University.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Avesta&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzung des Textes. Jalil Doostkhah. Morvarid, 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A Concise Pahlavi Dictionary&amp;#039;&amp;#039;. D. N. MacKenzie. Routledge Curzon, 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Zarathustra]]&lt;br /&gt;
* [[Zoroastrismus]]&lt;br /&gt;
* [[Persische Mythologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altiranische Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilige Schrift (Zoroastrismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Avestisch)|Visperad]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Iranistik|Visperad]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Iran)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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