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	<title>Virunum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T18:07:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Virunum&amp;diff=488955&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-18417-58: Jährlich werden seit 2020 Gladiatorenkämpfe vom Landesmuseum Kärnten und dem HEMA-Verein Indes Kärnten im Amphitheater veranstaltet. Quellen 6&amp;7</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Virunum&amp;diff=488955&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-24T20:19:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jährlich werden seit 2020 Gladiatorenkämpfe vom Landesmuseum Kärnten und dem HEMA-Verein Indes Kärnten im Amphitheater veranstaltet. Quellen 6&amp;amp;7&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Maria Saal Zollfeld Virunum Arena Suedteil 22092006 02.jpg|mini|Südteil der Ausgrabung des Amphitheaters von Virunum bei [[Maria Saal]], im Hintergrund das Zollfeld und der Ulrichsberg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Maria Saal Zollfeld Virunum Arena Nordteil 22092006 01.jpg|mini|Nordteil der Ausgrabung des Amphitheaters von Virunum bei Maria Saal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Maria Saal Dom Grabbaurelief Reisewagen in die Unterwelt 29062007 02.jpg|mini|Grabrelief aus Virunum, heute an der Südmauer der Kirche (im Volksmund &amp;quot;Dom&amp;quot;) von Maria Saal]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Municipium Claudium Virunum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Virunum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war eine [[Römisches Reich|römische]] Stadt (&amp;#039;&amp;#039;[[municipium]]&amp;#039;&amp;#039;) in der [[Römische Provinz|römischen Provinz]] &amp;#039;&amp;#039;[[Noricum]]&amp;#039;&amp;#039; auf dem Gebiet des heutigen [[Zollfeld]]s bei [[Maria Saal]] in [[Kärnten]] ([[Österreich]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Virunum&amp;#039;&amp;#039; wurde um die Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts unter Kaiser [[Claudius]] als Hauptstadt der Provinz &amp;#039;&amp;#039;Noricum&amp;#039;&amp;#039; gegründet und löste die [[Stadt auf dem Magdalensberg]] ab, von der sie möglicherweise auch den Namen übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;Gegen die Vermutung, die Stadt auf dem Magdalensberg habe bereits Virunum gehießen, argumentiert Franz Glaser: &amp;#039;&amp;#039;Der Name der Stadt auf dem Magdalensberg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rudolfinum. Jahrbuch des Landesmuseums für Kärnten.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 2003, S. 85–88 ([https://www.zobodat.at/publikation_articles.php?id=119739 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stadt lag an der Verbindungsstraße von der [[Adriatisches Meer|Adria]] an die [[Donau]], von der hier noch eine Abzweigung durch Südostkärnten zur [[Bernsteinstraße]] abgeht. Sie wurde auf einer überschwemmungssicheren Terrasse am Rande des Zollfeldes errichtet, Teile der Stadt reichten auf den Töltschacher Hügel im Osten der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt besaß das [[Latinisches Bürgerrecht|latinische Bürgerrecht]] und war bis in die zweite Hälfte des 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts Sitz des Provinzstatthalters (&amp;#039;&amp;#039;procurator Augusti provinciae Norici&amp;#039;&amp;#039;). Nach den [[Markomannenkriege]]n wurde die Provinzverwaltung nach &amp;#039;&amp;#039;[[Ovilava]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Wels (Stadt)|Wels]]) verlegt, in &amp;#039;&amp;#039;Virunum&amp;#039;&amp;#039; verblieb nur die Finanzverwaltung. Mit der Teilung der Provinz &amp;#039;&amp;#039;Noricum&amp;#039;&amp;#039; durch Kaiser [[Diokletian]] wurde &amp;#039;&amp;#039;Virunum&amp;#039;&amp;#039; erneut Provinzhauptstadt, diesmal von Binnennorikum (&amp;#039;&amp;#039;Noricum mediterraneum&amp;#039;&amp;#039;). Ab 343 ist &amp;#039;&amp;#039;Virunum&amp;#039;&amp;#039; als Bischofssitz bezeugt. Der Niedergang der Stadt ist unzureichend bekannt. Da sie im Tal lag und unbefestigt war, zog im Laufe des 5. Jahrhunderts zumindest ein Teil der Bewohner auf die umliegenden Höhenzüge ([[Ulrichsberg (Berg)|Ulrichsberg]], [[Grazerkogel]]). Im 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wird &amp;#039;&amp;#039;[[Teurnia]]&amp;#039;&amp;#039; (auf dem [[Lurnfeld (Becken)|Lurnfeld]] am Holzer Berg im Ortsteil St. Peter in Holz der Gemeinde [[Lendorf (Drautal)|Lendorf]]) als Hauptstadt &amp;#039;&amp;#039;Noricums&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Auf das spätantike Bistum Virunum geht das [[Titularbistum Virunum]] der katholischen Kirche zurück. Möglicherweise lebt der Name auch im [[Muraunberg]] weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.meinbezirk.at/st-veit/c-lokales/muraunberg-der-stveiter-hausberg_a292926 |titel=Muraunberg - Der St.Veiter Hausberg - St. Veit |titelerg= |werk=meinbezirk.at |hrsg= |datum= |seiten= |format= |sprache= |offline= |zugriff=2023-07-06 |kommentar= |zitat=}} Herausgestellt wurde die Ableitung von [[Ernst Klebel]]: &amp;#039;&amp;#039;Virunum und Maraunberg. Eine Kontinuitätsfrage&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Carinthia&amp;#039;&amp;#039; 131, 1941, S. 150–157 ([https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=ca1&amp;amp;datum=1941&amp;amp;size=30&amp;amp;page=158 Digitalisat]). Siehe ebendort zu den unterschiedlichen Schreibweisen Maraun-/Muraunberg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zur Stadt gehörende Territorium umfasste Mittel- und Ostkärnten sowie Teile der Steiermark und war rund 9000&amp;amp;nbsp;Quadratkilometer groß. Die üblichen Verwaltungsorgane wie Gemeinderat, Magistrate und Doppelbürgermeister (&amp;#039;&amp;#039;duoviri iure dicundo&amp;#039;&amp;#039;) sind auch in &amp;#039;&amp;#039;Virunum&amp;#039;&amp;#039; zum Teil namentlich bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AT Virunum Panorama.jpg|mini|Panoramaansicht des Amphitheaters, 2018]]&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst umfasste rund einen Quadratkilometer. Erste Ausgrabungen wurden in der zweiten Hälfte des 18. und am Beginn des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gemacht, jedoch liegen darüber nur unzureichende Berichte vor. Umfangreiche systematische Grabungen fanden von Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts bis 1931 statt. Danach wurden intensive Grabungstätigkeiten erst wieder Ende des 20. Jahrhunderts mit der Freilegung des Amphitheaters aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt ist von einem rechtwinkligen Straßennetz durchzogen, die Hauptachse verläuft SSW–NNO. An dieser liegen das ergrabene Forum und Kapitol. Zwei westlich davon anschließende Häuserblocks sind ebenfalls ergraben, in ihnen wurde ein knapp 30&amp;amp;nbsp;Quadratmeter großes Dionysosmosaik freigelegt. Die Straßen der Stadt waren nicht gepflastert. Abwasserkanäle sowie Bleirohre und öffentliche Brunnen zeugen von einer guten Wasserver- und -entsorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Kultstätten sind neben dem Kapitol ein [[Iupiter Dolichenus|Dolichenum]] ergraben und zwei [[Mithräum|Mithräen]] durch Inschriften nachgewiesen. Die lange Zeit nur vermutete [[Frühchristliche Baukunst|frühchristliche]] Kirche konnte kürzlich im Norden der Stadt nachgewiesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heimo Dolenz]], Robert Scholger, Erich Niessner: &amp;#039;&amp;#039;Die frühchristliche Kirche im Municipium Claudium Virunum. Neue Erkenntnisse luftbildanalytischer, geophysikalischer und archäologischer Untersuchungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rudolfinum. Jahrbuch des Landesmuseums Kärnten 2006.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 978-3-900575-38-0, S. 83–93 ({{ZOBODAT|pfad=pdf/Rudolfinum_2006_0083-0093.pdf}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei handelt es sich um den wohl ältesten christlichen Kultbau [[Noricum mediterraneum|Binnennoricums]]. Im Sommer 2012 wurden Ausgrabungen am Bischofszentrum vorgenommen. Es handelt sich um einen etwa dreiviertel Hektar großen Komplex, einen Bischofspalast mit einer Doppelkirchenanlage. „Mit einiger Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier sogar noch um eine dritte Kirchenanlage.“ Im Herbst 2012 sollte das Gebiet mit einem [[Bodenradar]] erkundet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://kaernten.orf.at/news/stories/2547246/ Virunum: Antikes Bischofszentrum entdeckt]&amp;#039;&amp;#039;, kaernten.orf.at, 25. August 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://kaernten.orf.at/news/stories/2953359/ Virunum doch größer als gedacht?]&amp;#039;&amp;#039;, kaernten.orf.at, 14. Dezember 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hang des Töltschacher Hügels befindet sich ein Bühnentheater, das einzige bis jetzt in &amp;#039;&amp;#039;Noricum&amp;#039;&amp;#039; bekannte Theater. Weiters ein langelliptisches [[Amphitheater]]. Weiter östlich davon befindet sich ein großes Gebäude, das als Statthalterpalast interpretiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;[[Prunnerkreuz]]&amp;#039;&amp;#039; am Nordrand des Stadtgebietes sind seit dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert etliche Römersteine eingemauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Nutzung ==&lt;br /&gt;
In den Sommermonaten wird das Amphitheater regelmäßig für historische Vorführungen genutzt, darunter inszenierte Gladiatorenkämpfe, die seit 2020 in Zusammenarbeit mit dem [[Landesmuseum Kärnten]] sowie unter Beteiligung des Vereins INDES Kärnten stattfinden, einem Verein für [[Historische Kampfkünste Europas]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://kaernten.orf.at/radio/stories/3314292/&lt;br /&gt;
 |titel=Gladiatorenkämpfe: Neue Stars in alter Arena&lt;br /&gt;
 |werk=ORF Kärnten&lt;br /&gt;
 |datum=2025-07-23&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-03-24&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.zobodat.at/pdf/Rudolfinum_2020_0314-0347.pdf&lt;br /&gt;
 |titel=Jahrbuch Landesmuseum Kärnten 2020&lt;br /&gt;
 |werk=Landesmuseum Kärnten&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-03-24&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Manfred Fuchs (Schriftleiter): &amp;#039;&amp;#039;Virunum&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Archäologie Alpen-Adria&amp;#039;&amp;#039;. Band 3). Collegium Scientiae, Klagenfurt 1997, ISBN 3-900743-01-0.&lt;br /&gt;
* [[Franz Glaser (Archäologe)|Franz Glaser]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kelten, Römer, Karantanen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstgeschichte Kärntens.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Carinthia, Klagenfurt 1998, ISBN 3-85378-465-8.&lt;br /&gt;
* Ortolf Harl: &amp;#039;&amp;#039;Der Stadtplan von Virunum nach Luftaufnahmen und Grabungsberichten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz.&amp;#039;&amp;#039; Band 36, Nummer 2, 1989, 2, S. 521–598 ([https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/jahrb-rgzm/article/view/76658 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Gernot Piccottini]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Kärnten&amp;#039;&amp;#039;. Ein Führer zu den wichtigsten römerzeitlichen Ausgrabungen und Denkmälern des Landes. Universitätsverlag Carinthia, Klagenfurt 1989, ISBN 3-85378-333-3, S. 168–183.&lt;br /&gt;
* Gernot Piccottini: &amp;#039;&amp;#039;Mithrastempel in Virunum.&amp;#039;&amp;#039; Geschichtsverein für Kärnten, Klagenfurt 1994, ISBN 3-85454-078-7.&lt;br /&gt;
* Gernot Piccottini: &amp;#039;&amp;#039;Die Römersteinsammlung des Landesmuseums für Kärnten.&amp;#039;&amp;#039; Geschichtsverein für Kärnten, Klagenfurt 1996, {{Falsche ISBN|3-85454-085-X}}.&lt;br /&gt;
* Gernot Piccottini: &amp;#039;&amp;#039;Virunum.&amp;#039;&amp;#039; Mit Beiträgen von Heimo Dolenz, Franz Glaser und Renate Jernej. In: [[Marjeta Šašel Kos]], [[Peter Scherrer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Autonomous Towns in Noricum and Pannonia. Die autonomen Städte in Noricum und Pannonien: Noricum&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Situla.&amp;#039;&amp;#039; Band 40). Narodni Muzej Slovenija, Ljubljana 2002, S. 103–134.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://wwwg.uni-klu.ac.at/archeo/archeost/virunum/64start.htm Virunum] bei der Universität Klagenfurt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=46/41/57/N|EW=14/21/54/|type=landmark|elevation=465|dim=1000|region=AT-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4108292-8|VIAF=236394251}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Stadt im Noricum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisches Bauwerk in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Kärntens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maria Saal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Municipium]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-18417-58</name></author>
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