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	<title>Virgilkapelle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-28T00:28:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Virgilkapelle&amp;diff=26267&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Josef Moser: wohl ein Tippfehler, womit sollte denn dieses byzantinische Kreuz &quot;bemalt&quot; worden sein?</title>
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		<updated>2025-02-13T08:53:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wohl ein Tippfehler, womit sollte denn dieses byzantinische Kreuz &amp;quot;bemalt&amp;quot; worden sein?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Virgilkapelle bwmarchitekten 05.jpg|mini|Die unterirdische Virgilkapelle, mit gemaltem byzantinischem Radkreuz]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Virgilkapelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eine unterirdische [[Gruft]] neben dem [[Stephansdom]] in [[Wien]], ist eine [[Krypta]] von rechteckiger Form (etwa 6&amp;amp;nbsp;m&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;10&amp;amp;nbsp;m) mit sechs Nischen. Sie liegt heute etwa zwölf Meter unter dem Niveau des [[Stephansplatz (Wien)|Stephansplatzes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Kapelle ist nicht ganz klar: Ihre Architektur lässt sich auf das frühere 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert datieren. Zu dieser Zeit war der letzte [[Herzog]] aus dem Hause [[Babenberger|Babenberg]], [[Friedrich II. (Österreich)|Friedrich der Streitbare]] (1230–1246), Herr von Wien. Es sind Hinweise darauf publiziert, dass der Herzog, der Wien gerne als [[Diözese|Bistum]] gesehen hätte, eine Krypta für den heiligen  [[Koloman (Heiliger)|Koloman]] als damaligen Schutzpatron der gewünschten [[Diözese]] errichten lassen wollte. Vorbild für diesen Bau könnte die etwa 1244 bis 1248 gebaute [[Sainte-Chapelle (Paris)|Saint-Chapelle]] in Paris gewesen sein. Die Hauptachse der Virgilkapelle ist auf den Sonnenaufgang am Festtag des Heiligen Koloman (13. Oktober) ausgerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Maria G. Firneis|Maria Gertrude Firneis]], [[Ernst O. Göbel|Ernst Göbel]], [[Christian Köberl]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur astronomischen Orientierung der „Virgil“-Kapelle.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anzeiger der philosophisch-historischen Klasse der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Österreichischen Akademie der Wissenschaften]]&amp;#039;&amp;#039;. Jahrgang 1981, Band 118. {{ISSN|0378-8652}}, S. 240–251.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für 1244 und 1245 sind Schreiben des damaligen Papstes [[Innozenz IV.]] belegt, nach denen die Äbte von [[Stift Heiligenkreuz|Heiligenkreuz]], [[Stift Zwettl|Zwettl]] und [[Stift Rein|Rein]] den Auftrag erhielten, Wünsche des Herzogs zur Übertragung des Leibes des Hl. Koloman an jenen Ort zu prüfen, an dem der Herzog die Errichtung eines Bistums plane (diese Gebeine befanden sich damals zumindest zeitweise in Ungarn). Aus dem Vergleich mit der Wortwahl der päpstlichen Urkunden für die Sainte Chapelle wird abgeleitet, dass nach dem Pariser Vorbild auch für den Leib des Hl. Koloman in Wien eine kostbare architektonische Hülle geschaffen werden sollte. Der Tod von Friedrich II. am 15. Juni 1246 (damit das Aussterben der [[Babenberger]] in männlicher Linie und die folgende Zeit unter [[Ottokar II. Přemysl|König Ottokar]]) verhinderte die weitere Ausführung dieses Planes. Der Leib des Hl. Koloman blieb in [[Stift Melk|Melk]], der unfertige massive Kapellenbau beim Stephansdom blieb stehen, wurde später mit einem Karner und der Magdalenenkapelle überbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Weißensteiner: &amp;#039;&amp;#039;Die Virgilkapelle - die unvollendete Wiener „Saint-Chapelle“?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Wiener Geschichtsblätter]].&amp;#039;&amp;#039; [[Verein für Geschichte der Stadt Wien]] (Hrsg.), 79. Jahrgang, Heft 1/2024. {{ISSN|0043-5317}}, S. 57–58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1307 wird eine [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] der bürgerlichen Familie [[Chrannest]] erwähnt. Die Kapelle soll mehrere [[Altar|Altäre]] gehabt haben, von denen einer zu Ehren des heiligen [[Virgil von Salzburg|Virgilius von Salzburg]] errichtet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter war der [[Stephansdom]] von einem großen [[Friedhof]] umgeben. Für die [[Kirchliche Bestattung|Einsegnungen]] und [[Totenmesse]]n gab es eine eigene kleine Kapelle, die das [[Patrozinium]] der heiligen [[Maria Magdalena]] trug. Die Virgilkapelle lag genau unter dieser Kapelle. Ein Schacht führte nach oben in die Magdalenen-Kapelle. Im Jahre 1473 vermachte Hans Viereck der Eisner testamentarisch für die Errichtung einer Eingangshalle  &amp;#039;&amp;#039;zw dem furpaw vor der Grufft bey dem newen Korrner auf sand Steffannsfreythof … so man anhebt zepawen&amp;#039;&amp;#039; einen größeren Geldbetrag.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walther Brauneis]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Topographie des Stephansplatzes&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Geschichtsblätter.&amp;#039;&amp;#039; 26, 1971, S. 161–168.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Pläne dieses von der Dombauhütte ausgeführten Vorbaus zeichnete [[Laurenz Spenning]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1732 wurde der Friedhof um den Dom aufgelassen. Die Magdalena-Kapelle brannte im Jahr 1781 ab und wurde nicht wieder aufgebaut (vermutlich weil es ohne Friedhof keinen Bedarf für eine Friedhofskapelle gab). Die Virgilkapelle wurde zugeschüttet und geriet in Vergessenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1972 wurde im Zuge der Arbeiten an der [[Wiener U-Bahn]] die Kapelle wiederentdeckt. Der Innenraum war verfüllt. Nach dem Entfernen des Materials präsentiert sich die Kapelle heute in einem guten Zustand, die Westwand fiel allerdings dem U-Bahn-Bau zum Opfer. Die Virgilkapelle hatte ursprünglich weder Türen noch Fenster und war nur von oben über Leitern zugänglich. Durch das Entfernen der Westwand kann sie nun bequem erreicht werden; als Konsequenz wurde die Kapelle in die [[U-Bahn-Station Stephansplatz|U-Bahn-Station &amp;#039;&amp;#039;Stephansplatz&amp;#039;&amp;#039;]] integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Wiedereröffnung der Virgilkapelle im Dezember 2015 komponierte der estnische Komponist [[Arvo Pärt]] eine „Kleine Litanei“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wiedereröffnung&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wienmuseum.at/fileadmin/user_upload/Presse_Neu/Standorte/Virgilkapelle/Presseinformation_Wiedereroeffnung_Virgilkapelle.pdf |titel=Wiedereröffnung Virgilkapelle |werk=wienmuseum.at |datum=2015-12 |format=PDF; 5 Seiten |abruf=2021-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundrisse der Virgil- und Magdalenen-Kapelle wurden im Pflaster des Stephansplatzes zunächst mit farbigen Steinen, bei der Neuverlegung des Pflasters 2017 mit einer schwarzen Linie nachgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zugang ==&lt;br /&gt;
Die Virgilkapelle ist heute eine Außenstelle des städtischen [[Wien Museum]]s. Zunächst war die Kapelle über einen kleinen Seitengang von der U-Bahn-Station aus zugänglich. Ende der 1990er Jahre traten erhöhte Feuchtigkeitswerte und Wachstum von Flechten auf, weshalb die Kapelle Anfang der 2000er Jahre für den Besuch geschlossen wurde. Seit Dezember 2015 ist sie von der oberen Ebene der [[U-Bahn-Station Stephansplatz]] aus zugänglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wiedereröffnung&amp;quot; /&amp;gt; In der Kapelle wurde ein leicht erhöhter Boden eingesetzt, ein diskretes Geländer hält Besucher vom direkten Zugang zu den Wänden fern. Zur Virgilkappe gehört ein Museum des [[Mittelalter]]s mit Exponaten und ausführlicher Dokumentation der Kapelle und des Mittelalters in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Virgilkapelle-IMG 5489.JPG|Eine der sechs Apsiden&lt;br /&gt;
 Virgilkapelle-IMG 5505.JPG|Gewölbe&lt;br /&gt;
 Virgilkapelle-IMG 5499.JPG|[[Zisterne]] im Boden der Kapelle&lt;br /&gt;
 Virgilkapelle drawing.png|Zeichnung der oberirdischen Magdalenenkapelle im Jahre 1609&lt;br /&gt;
 Stephansplatz.JPG|Bis 2017: Umrisse der Magdalenenkapelle (rot) und der Virgilkapelle (weiß) am Stephansplatz (seither schwarze Linien)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michaela Kronberger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Virgilkapelle in Wien. Baugeschichte und Nutzung.&amp;#039;&amp;#039; Phoibos-Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85161-164-9.&lt;br /&gt;
* Marina Kaltenegger, [[Patrick Schicht]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Virgilkapelle“. Bauhistorische Untersuchungen im Vorfeld der neuen musealen Präsentation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fundort Wien. Berichte zur Archäologie.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 18, Wien 2015, S. 242–249 ([https://stadtarchaeologie.at/wp-content/uploads/2020/03/FWien_18-2015_Kaltenegger_Virgilkapelle.pdf PDF] auf stadtarchaeologie.at).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Vergilius Chapel|Virgilkapelle}}&lt;br /&gt;
* {{Wien Geschichte Wiki|Virgilkapelle|Virgilkapelle}} (mit Literaturverzeichnis).&lt;br /&gt;
* [https://www.wienmuseum.at/de/standorte/virgilkapelle Wien Museum – Virgilkapelle]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.univie.ac.at/kunstgeschichte-tutorium/stephansplatz/010kapelle.htm |text=Kapelle am Stephansplatz |wayback=20071121050023}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/12/30/N |EW=16/22/20/E |type=landmark |region=AT-9}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Sakralbauten in der Inneren Stadt (Wien)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1123162026|VIAF=1066148451572515970007}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabbau in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innere Stadt (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krypta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Virgilius-von-Salzburg-Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotischer Baurest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wien Museum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenraum in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenraum in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Josef Moser</name></author>
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