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	<title>Vipitenum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-21T23:21:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vipitenum&amp;diff=512323&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mai-Sachme am 31. Juli 2025 um 09:01 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Peutinger IV Tab 3 oben rechts Vepeteno, Subsabione, Ponte Drusi, Tredente.jpg|mini|Ausschnitt der Tabula Peutingeriana mit den Stationen Vepitenum, [[Sublavio]], [[Pons Drusi]] und [[Trient]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vipitenum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vepitenum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Mansio|römische Straßenstation]] der [[Via Raetia]] auf dem Gebiet des heutigen [[Sterzing]] ([[Südtirol]]). Sie dürfte von den [[Römer]]n nach [[Augusteische Alpenfeldzüge|Eroberung des Gebietes]] im 1. oder 2. Jh. n. Chr. errichtet worden sein und bis ins 5. oder 6. Jahrhundert bestanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet bei Sterzing befand sich im Siedlungsgebiet der eventuell [[Räter|rätischen]] [[Breonen]]. Im Zuge der frühen Expansionsbemühungen unter [[Kaiser Augustus]], den [[Augusteische Alpenfeldzüge|Augusteischen Alpenfeldzügen]], zogen die Römer 15 v. Chr. unter dem Feldherrn [[Drusus]] durch das [[Wipptal]], unterwarfen die dortigen Stämme und richteten die [[Römische Provinz|Provinzen]] [[Raetia]] und [[Noricum]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer errichteten die Mansio Vipitenum als Station der [[Via Raetia]]. Auf dieser Strecke war Vipitenum die Station zwischen [[Sublavio]] und [[Veldidena]]. Die Stationen trennte in der Regel die Distanz einer Tagesreise. Die gesamte Siedlung Vipitenum bestand aus einem [[Castrum]], einem [[Gräberfeld]] und einem [[Vicus]]. Vielleicht gab es auch [[Thermen]]anlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Reimo Lunz]] |Titel=Archäologische Streifzüge durch Südtirol: Pustertal und Eisacktal |Verlag=Athesia |Ort=Bozen |Datum=2005 |ISBN=9788882662585 |Seiten=37 ff., 119 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage dürfte im späten 4. oder im 5. Jahrhundert durch die [[Reichsteilung von 395]] und den [[Untergang des Römischen Reiches]] [[Wüstung|aufgelassen]] worden sein. Die Unruhen der [[Völkerwanderung]] dürften die militärischen Anlagen nicht mehr überstanden haben. Der Vicus hat diese Zeit überlebt und ist noch im Frühmittelalter nachzuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfarrkirche Sterzing5861.jpg|mini|Das Gebiet der Pfarrkirche spielte zur Römerzeit bereits eine wichtige Rolle.]]&lt;br /&gt;
Die antike Besiedlung des Sterzinger Talkessels fokussierte sich auf das Gebiet zwischen [[Thuins]] und der Pfarrkirche. Bereits vor Ankunft der Römer stand auf dem Kronbühel eine [[Ur- und Frühgeschichte|ur- und frühgeschichtliche]] [[Wallburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [[Anhöhe]] zwischen dem [[Eisack]] und Thuins wurden Funde des Castrums gemacht und in der Vill in Thuins wurden Fundamente des Vicus freigelegt. Auch das Gebiet bei der Pfarrkirche [[Unsere Liebe Frau im Moos (Sterzing)|Unsere Liebe Frau im Moos]] dürfte bereits zur Römerzeit als [[Kultstätte]] benutzt worden sein. Darauf weisen ein römisches [[Gräberfeld]] und ein Grabstein des 2. oder 3. nachchristlichen Jahrhunderts hin, der bei der Aushebung des [[Langhaus (Kirche)|Langhauses]] der Kirche 1497 gefunden worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römerstraße dürfte bei [[Freienfeld]] auf die westliche Seite des Eisack gewechselt haben, wo sie nach Vipitenum führte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Vipitenum&amp;#039;&amp;#039; findet sich erstmals im [[Itinerarium Antonini]] aus dem 3. Jh. n. Chr. Auf der [[Tabula Peutingeriana]] (4. Jh.) ist er als &amp;#039;&amp;#039;Vepitenum&amp;#039;&amp;#039; verzeichnet. Die Römer übernahmen in der Regel bereits bestehende Ortsnamen, da sie mit Dolmetschern unterwegs waren und bei den kleinen Alpenstämmen zur Unterwerfung kein Kampf nötig war. Am wahrscheinlichsten geht der Name auf einen vorrömischen Personennamen der [[Räter|rätisch]]-[[Etrusker|etruskischen]] Schicht zurück. Es bietet sich der belegte Personenname &amp;#039;&amp;#039;Vipiθenes&amp;#039;&amp;#039; an. Der Name dürfte sich ursprünglich nur auf das Vicus bezogen haben und wurde dann für die gesamte Anlage benutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Diether Schürr |Titel=Zum Beginn der Erschließung des Rätischen: Ludwig Steub 1843–1854 |Reihe=Chronicalia Indoeuropaea |BandReihe=38 |Datum=2001 |Seiten=74 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der nachrömischen Bevölkerung spielte der Name noch eine Rolle. In der sogenannten Quartinus-Urkunde von 827/28 ist dieser Name bezogen auf einen Vicus und eine Befestigung in der [[vulgärlateinisch]]en Form aufgeführt; es geht dabei um Liegenschaften &amp;#039;&amp;#039;ad Uuipitina in castello et in ipso vico&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor= [[Martin Bitschnau]], [[Hannes Obermair]] | Titel= Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 1: Bis zum Jahr 1140 | Verlag= Universitätsverlag Wagner | Ort= Innsbruck | Jahr= 2009 | Seiten= 61–64, Nr. 86b| ISBN= 978-3-7030-0469-8 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem Mittelalter wurde der Name für das Tal gebraucht, wobei er auch von den [[Bajuwaren]] benutzt wurde, wie die [[Eindeutschung|eingedeutschten]] Formen &amp;#039;&amp;#039;Wibitin&amp;#039;&amp;#039; (1050–1065), &amp;#039;&amp;#039;Wibetwald&amp;#039;&amp;#039; (1170) und natürlich [[Wipptal]] beweisen. Von [[Ettore Tolomei]] wurde der Name Vipitenums im frühen 20. Jahrhundert wieder aufgegriffen, um für die Stadt Sterzing die moderne italienische Namensform &amp;#039;&amp;#039;Vipiteno&amp;#039;&amp;#039; zu kreieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Römerstraße]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Römerstraßen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alberto Perini: &amp;#039;&amp;#039;Sterzing: Geschichte und Porträt einer Stadt&amp;#039;&amp;#039;. Brixen: Weger 2010, S. 21 ff. [https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Medium/Seite/22607/25 (online)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sterzing]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Stadt in Raetia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Befestigungsanlage (Raetia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört im 6. oder 7. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Trentino-Südtirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsbauwerk in den Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Augustus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Südtirols]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mai-Sachme</name></author>
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